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Band XIV (1998) Spalten 755-769 Autor: Manfred Weitlauff

BERNHART, Joseph, katholischer Theologe, Kulturphilosoph und Publizist, * 8.8. 1881 in Ursberg/Schwaben als erster (überlebender) Sohn des königlich-bayerischen Rentamtsoberschreibers, dann Oberrechnungskommissärs (in München) Josef Bernhart (1853-1916) und seiner Ehefrau Petronilla, geb. Hillenbrand (1858-1941), † 21.2. 1969 in Türkheim/Schwaben (dort begraben). - B. wuchs mit seinen beiden jüngeren Geschwistern Max (1882-1952), dem nachmaligen Direktor der Staatlichen Münzsammlung Bayerns und bedeutenden Numismatiker, und Kreszentia (1888-1977) in München auf, wohin sich der Vater 1886 hatte versetzen lassen, um seinen Kindern eine höhere Schulbildung vermitteln zu können. Hier besuchte er die Volksschule und das Ludwigsgymnasium (1891-1900) und studierte anschließend an der Münchener Universität Philosopie und (katholische) Theologie mit dem Ziel, Priester zu werden. 1902 trat er in das Herzogliche Georgianum (München) ein, in dem er nach Abschluß seines Universitätsstudiums am 25.7. 1904 (mit Altersdispens) die Priesterweihe empfing. Er hatte sich für die Diözese Augsburg entschieden; denn in ihr lag sein Geburtsort und vor allem die Heimat seiner Eltern (Türkheim und Thannhausen), in der die Familie alle Jahre die Ferien verbrachte. Infolge der ungünstigen Beurteilung durch seinen Regens (Prof. Dr. Andreas Schmid), der seine wissenschaftliche Begabung völlig verkannt hatte, wurde er von der Augsburger Bischöflichen Behörde zunächst als Bauernkaplan in Markt Wald, Tandern und Hollenbach angewiesen, 1905 als Kaplan in Neuburg an der Donau. B. hat später seine Erlebnisse und Erfahrungen in der Seelsorge »zwischen Kuhstall und Kammerfenster« und in der kleinstädtischen Atmosphäre Neuburgs sowie seinen »Bittgang« zum Augsburger Generalvikar um Versetzung auf einen ihn geistig mehr fordernden Posten ebenso eindrucksvoll wie hintergründig in seinem autobiographischen Roman »Der Kaplan« (1919) geschildert. 1907 erlaubte ihm sein Bischof, die Stelle eines Sekretärs bei der »Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst« in München anzunehmen, die ihn mit dem Problemkreis »Kirche und moderne Kunst« in Berührung und mit namhaften Künstlern in Verbindung brachte. Aber nach Jahresfrist gab er diese Stelle wieder aufgab, um seine theologische Doktorpromotion vorzubereiten. Diese erfolgte auf Grund einer dogmengeschichtlichen Untersuchung über »Bernhardische und Eckhartische Mystik in ihren Beziehungen und Gegensätzen« am 19. Januar 1910 an der Universität Würzburg. Im selben Jahr sprach er auf dem in Augsburg veranstalteten Katholikentag - als jüngster Redner in der ganzen Geschichte dieser Institution - über »Bildungsaufgaben der deutschen Katholiken«: in der durch die damalige »Modernismus«-Krise aufgeheizten innerkirchlichen Situation eine brisante Thematik, die ihm nicht nur Applaus, sondern auch scharfen bischöflichen Protest schon im Vorfeld einbrachte. Eigentlicher Anlaß dieses Protestes war der Umstand, daß man ihn, einen jungen Mitarbeiter der (seit 1903) von Carl Muth herausgegebenen katholischen Kulturzeitschrift »Hochland«, die von einflußreichen kirchlichen Kreisen »modernistischer« Tendenzen verdächtigt wurde, auf die Rednerliste gesetzt hatte. - B., seit 1908 mit Elisabeth Nieland (1882-1943), einer Westfälin, Sekretärin des »Vereins katholischer deutscher Lehrerinnen«, befreundet, steckte damals bereits in einer tiefen Berufskrise, die durch die kirchliche Forderung, den »Modernismuseid« abzulegen, noch verschärft wurde. Zwar kehrte er im Herbst 1910 nochmals in die reguläre Seelsorge seines Heimatbistums - als Benefiziat in Murnau - zurück; aber 1911 ließ er sich zum Studium an der Universität Jena beurlauben, in der Absicht, sich »auf einen weltlichen Beruf«, etwa im höheren Schuldienst, »umzurüsten«. Ohne diesen Plan verwirklichen zu können, schloß er am 15.2. 1913 mit Elisabeth Nieland aus Gewissensgründen, nach schweren seelischen Erschütterungen beider, auf einem Londoner Standesamt heimlich die Ehe, in der Hoffnung, dadurch möglichst jeden öffentlichen Skandal um seine Person zu vermeiden und einer Ächtung in der katholischen Welt zu entgehen, was ihm tatsächlich mit Maßen glückte, ohne daß ihm Verleumdungen und Demütigungen erspart blieben und obwohl er über zwei Jahrzehnte um die kirchliche Sanierung seiner Ehe (und die Lösung von der durch seine Eheschließung »ipso facto« eingetretenen Exkommunikation) kämpfen mußte. Denn aus Überzeugung wollte er katholischer Schriftsteller bleiben - darin sah er seinen Lebensberuf -, in absoluter Loyalität gegenüber seiner Kirche (Angebote, einer anderen kirchlichen Gemeinschaft beizutreten, hatte er strikt abgelehnt). Nach einem gescheiterten Versuch, als freier Schriftsteller in Berlin Fuß zu fassen, kehrte er im Herbst 1913 nach München zurück, entfaltete hier als Mitarbeiter verschiedener Zeitschriften - auch aus wirtschaftlichen Gründen und zumeist unter wechselnden Pseudonymen - eine rege religiös-schriftstellerische Tätigkeit, zum Teil mit behutsam reformistischem Einschlag, und übte sich dabei in nahezu allen literarischen Gattungen. In der Familienzeitschrift »Sonntag ist's« publizierte er unter anderem in regelmäßigen Folgen zwei historische Romane: »Der getreue Ritter. Eine historische Erzählung aus den Kreuzzügen« (1915/16) und seinen fesselnden Thomas-Morus-Roman »König und Kanzler« (1917/18). Für das ohnehin schwer gefährdete »Hochland« war er dagegen bis in die dreißiger Jahre als Autor nicht mehr tragbar. - Doch sein eigentliches Interesse galt der Geschichte der Theologie, und zwar im weiten Horizont der abendländischen Geistes-, Kultur- und Kunstgeschichte und in Auseinandersetzung mit den geistigen Strömungen der Gegenwart, zumal er im Laufe seiner Studien erkannt hatte, wie sehr die Problematik des modernen Geisteslebens, soweit sie philosophische Fragen oder Grenzfragen aufwirft, aufs tiefste mit den mittelalterlichen Geisteskämpfen zusammenhängt. Dabei artikulierte sich in zwei Schriften die spezielle Richtung seines Denken: in seiner 1914 erschienenen und damals vielgelesenen Textauswahl aus Meister Eckhart, angestoßen durch seine Dissertation, seine Neigung zum Phänomen der Mystik und in seiner 1917 vorgelegten essayistischen Abhandlung »Tragik im Weltlauf«, angestoßen durch die »beispiellose Erschütterung« des Ersten Weltkriegs »mit all seinen Verstrickungen von Schuld und Recht«, die unendliche Frage des Antinomischen in der Geschichte und im einzelnen Menschenleben sowie die hinter dieser Frage stehende Urfrage nach dem Bösen, seinem »Woher« und »Wozu«, und nach dem unergründlichen Rätsel der Verborgenheit Gottes. - Zum Problemkreis »Mystik« legte er 1920 (in Zusammenarbeit mit seiner Frau) eine hochdeutsche Übertragung des »Frankfurter. Eine deutsche Theologie« mit einer profunden Einleitung über Mystik als allgemein-religiöses Phänomen und deren christliches Erscheinungsbild im Mittelalter vor. 1922 faßte er seine diesbezüglichen Forschungen in der für die weitere Mystikforschung grundlegenden Monographie über »Die philosophische Mystik des Mittelalters« zusammen und ließ dieser Darstellung 1926 seine große (wiederholt aufgelegte) Sammlung mystischer Texte »Der stumme Jubel. Ein mystischer Chor«, 1930 seinen Beitrag über Hildegard von Bingen in ihrer Sonderstellung als Prophetin und »Sibylle« sowie als bemerkenswerten »Vergleich für die Gegenwart« 1934 seine Schrift »Meister Eckhart und Nietzsche« folgen. Durch seine zahlreichen Studien und Textausgaben zu Augustinus, Albertus Magnus und Thomas von Aquin erwies er sich darüber hinaus als hervorragender Kenner der abendländisch-theologischen Tradition, insbesondere der hochmittelalterlichen Scholastik. Doch spannte sich in Vorträgen, Aufsätzen, Werkausgaben der Bogen seines Denkens bis in die neue und neueste Zeit: Goethe, Herder und Hamann beschäftigten ihn ebenso wie Johann Michael Sailer, Joseph de Maistre, Joseph Görres, Ignaz von Döllinger und Ferdinand Gregorovius, um nur einige Namen zu nennen. Und meist sind es aktuelle Bezüge, die ihn ein Thema aufgreifen ließen, so auch seine 1929 aus Anlaß der Lateranverträge erschienene (alsbald in fünf Sprachen übersetzte) Papstgeschichte »Der Vatikan als Weltmacht« oder seine kritische »Charakterstudie« über Franz von Assisi (1932). - Dennoch fehlte dieser (hier nur angedeuteten) thematischen Verzweigung seiner literarischen Produktion nicht die Einheitlichkeit der Grundrichtung, die ihm »von Anfang aus der katholischen Universalität gegeben war«. In fast allen Schriften aber tritt als eigentümlicher Zug der tragische Aspekt nicht nur des Daseins in der Vielfalt seiner »Spielarten«, sondern des Seins überhaupt hervor. Die in »Tragik im Weltlauf« angerissene Problematik ließ ihn lebenslang nicht mehr los. Immer von neuem thematisierte er sie, suchte er, tiefer und tiefer schürfend, nach Wegen zu einer Antwort, im klaren Bewußtsein dessen, daß es eine intellektuell zu bewältigende Lösung im letzten nicht gibt. Und die von ihm sehr wachen Blickes beobachtete politische Entwicklung, die in den dreißiger Jahre zur nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und in die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs führte, verstärkten diese Tendenz in seinem geistigen Ringen und Schaffen. So erschien 1931 seine monographische Abhandlung »Sinn der Geschichte«, eine in ihrer Art singuläre, an Augustinus gemahnende gedankenschwere Auseinandersetzung mit der Urfrage der Menschheit nach ihrem »Wohin« im Licht der christlichen Offenbarung und der Theodizee, geschichtsphilosophisch beginnend und geschichtstheologisch endend, und 1934 - nun wieder in »Hochland« - sein Beitrag »Tragische Welt«, der dann unter dem Titel »Der Mensch in der tragischen Welt« als dritte und letzte »Betrachtung« in sein 1935 vorgelegtes Essaybändchen »De profundis« einging. Dieses enthält als Herzstück eine Meditation über die Ehe als »sacramentum«, die an Tiefsinn ihresgleichen in der Literatur sucht; es ist zu gutem Teil eine »innere Biographie« seiner eigenen Ehe. Im großen Einleitungskapitel »Der Mensch in der Gottlosigkeit« aber bietet er eine beklemmend scharfsichtige Analyse und Diagnose des Unwesens der eigenen Epoche, ohne allerdings darüber - im Zeichen des babylonischen Turms, des Sisyphus, Ikarus und Prometheus in denen sich für ihn »der wahre Mythus des 20. Jahrhunderts« abbildet - das Vertrauen auf das Unzerstörbare des unwiderruflich nach dem Gleichbild Gottes geschaffenen Menschen zu verlieren. - B., auf Grund einer Untersuchung über »Herders Sprach-Aesthetik« am 19.7. 1928 an der Universität Würzburg auch zum Doktor der Philosophie promoviert, hatte sich mit seinem mutig warnenden Artikel »Arche in der Sintflut«, am Tag der entscheidenden Märzwahlen 1933 in den »Münchner Neuesten Nachrichten« veröffentlicht, politisch so stark exponiert, daß ihn gute Freunde drängten, sich von München abzusetzen. So zog er sich mit seiner Frau 1934 nach Türkheim zurück, wo der Vater 1909 ein kleines Anwesen erworben hatte. Da ihm fortan das Publizieren erschwert war, nützte er die Zeit zu Tagebuchaufzeichnungen in Form von Aphorismen, philosophischen und theologischen »Brocken« (aus dem Nachlaß 1997 veröffentlicht). Als er 1939, unter dem Eindruck des Kriegsausbruchs, dennoch wagte, für »Hochland« unter dem Titel »Hodie« eine geradezu apokalyptische Weihnachtsbetrachtung zu schreiben, zog dies nicht nur das sofortige Einstampfen des Heftes, sondern alsbald auch das Verbot der Zeitschrift nach sich. Er selber erhielt 1941 Publikationsverbot; es wurde still um ihn. Im Januar 1942 gelang es - dank der persönlichen Initiative des Augsburger Bischofs Dr. Joseph Kumpfmüller - mit großer Mühe endlich, für das Ehepaar B. in Rom - als Gnadenakt und unter unerträglichen Bedingungen - die formelle Aufhebung der Exkommunikation zu erwirken. Kaum zwei Jahre später, am 8.12. 1943, starb nach schwerer Krankheit seine Frau. - Nach Kriegsende konnte er, inzwischen ein Mittsechziger und als »rekonziliierter« Witwer auch für kirchliche Kreise wieder »akzeptabel«, nochmals für rund zehn Jahre eine bedeutende Vortragstätigkeit im ganzen deutschsprachigen Raum entfalten. Auch wurden ihm große Ehren zuteil, so 1949 die Aufnahme in die neugegründete Akademie der Schönen Künste in München, 1950 in die Società di Cultura in Venedig, 1951 die Erennung zum Honorarprofessor für Geistesgeschichte des Mittelalters in der Philosophischen Fakultät der Universität München, schließlich 1956 die Verleihung des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und 1959 des Bayerischen Verdienstordens. Die Thematik freilich, mit der er sich auseinandersetzte, blieb die gleiche, die sein Denken seit Jahrzehnten gefangenhielt, nur der Aspekt der Betrachtung hatte sich gewandelt. Jetzt galt es für ihn, zu den geistigen Hintergründen der unmittelbaren Vergangenheit Stellung zu nehmen und Wege aufzuzeigen sowohl zu ihrer ehrlichen Aufarbeitung als auch für einen geistigen Neuaufbau des staatlichen und gesellschaftlichen Lebens Deutschlands und Europas auf christlichem Fundament. Aus diesen Bemühungen erwuchsen so gewichtige Abhandlungen wie »Das Dämonische in der Geschichte« (1945), »Problematik der Humanitas« (1946), »Geschichtslehre aus Philosophie und Theologie« (1951), »Bildung in dieser Zeit «(1953), »Stufen des Wissens« (1955), »Sein und Sinn der Geschichte« (1959), seine im Auftrag der Unesco ausgearbeitete profunde Stellungnahme zu Kardinalproblemen der Demokratie »Philosophischer Aspekt der demokratischen Krisis« (1960), endlich die beiden einander ergänzenden, ebenfalls singulären theologischen Traktate »Chaos und Dämonie. Von den göttlichen Schatten der Schöpfung« (1950) und »Die unbeweinte Kreatur. Reflexionen über das Tier« (1961). Der erste Traktat kreist angesichts der ungeheuerlichen Verbrechen der modernen atheistisch-totalitären Herrschaftssysteme wieder um die dunkle Frage nach dem Übel in der Welt, letztlich um die Frage, ob und wie »das Grundproblem jedes Herzens, das Negative in der Welt, in einem positiven Sinn geborgen« werden könne; der zweite rückt in den Blickpunkt des Betrachters auch das Leiden des Tieres, der ächzenden Kreatur, und die allgemeiner theologischer Reflexion fernliegende Frage der »Weltseele« und der Erlösung des Tieres. Außerdem erschien 1955 als Frucht langjähriger Bemühung B.s meisterhafte Übersetzung der »Confessiones« des Aurelius Augustinus mit Kommentar und einem höchst einfühlsam gezeichneten Lebensbild dieses gleichsam über den Zeiten stehenden großen abendländischen Kirchenlehrers im Anhang. B.s »Erinnerungen« schließlich, ein Alterswerk (1956 begonnen) und in der Hauptsache nur bis 1920 (lediglich fragmentarisch bis 1930) reichend, beinhalten nicht nur autobiographische Aufzeichnungen, sondern vermitteln auch ein Stück lebendiger kirchlicher Zeitgeschichte, in die sein persönliches Schicksal verwoben war. - B., ein schöpferischer Denker von hohen Graden, zählt zweifellos zu den profiliertesten Vertretern katholischer Geistigkeit Deutschlands im 20. Jahrhundert, neben Theodor Haecker, Romano Guardini, Josef Pieper, um nur diese Namen zu nennen. Sein gewaltiges und so vielgestaltiges literarisches Lebenswerk, aus den Quellen der christlichen Offenbarung schöpfend und tief in der abendländischen Tradition verankert, meisterhaft in der sprachlichen Präzision und durchgehend getragen von der Sorge um den Menschen, greift im übrigen (bereits in den dreißiger Jahren) hellsichtig Probleme auf - beispielsweise der Technisierung, der Vermassung, der Gefährdung der Natur usw. -, deren latente mentale »Sprengkraft« erst heute da und dort allmählich zu Bewußtsein dringt. - Die 1974 gegründete Joseph-Bernhart-Gesellschaft e.V. mit Sitz in Türkheim macht es sich zur Aufgabe, B.s geistiges Vermächtnis lebendig zu halten und seinem Werk durch Neuauflagen bzw. Publikation des noch ungedruckten literarischen Nachlasses neue Leserkreise zu erschließen.

Werkverzeichnis (in Auswahl): 1. Monographien: Bernhardische und Eckhartische Mystik in ihren Beziehungen und Gegensätzen. Eine dogmengeschichtliche Untersuchung, Kempten 1912; Tragik im Weltlauf, München 1917; Der Kaplan, München 1919 [21924, jetzt mit dem Untertitel: Aufzeichnungen aus einem Leben]; Die Symbolik im Menschwerdungsbild des Isenheimer Altars, München 1921 [21975]; Die philosophische Mystik des Mittelalters von ihren antiken Ursprüngen bis zur Renaissance (= Geschichte der Philosophie in Einzeldarstellungen Abt. III: Die christliche Philosophie 14), München 1922 [Darmstadt 1974 u. 1980]; Das Spitzwegbuch, München 1925 [21934, 31963]; Der Vatikan als Thron der Welt, Leipzig 1929, seit 21930 mit geändertem Titel: Der Vatikan als Weltmacht [31939, 41949, 51951. Übersetzungen: Le Vatican throne du monde, Paris 1930; Il Vaticano potenza mondiale, Milano 1936; The Vatican as a world power, London-New York-Toronto 1939; El Vaticano. Potencia mundial, Barcelona 1947; De drievoudige kroon. Het Vaticaan in de wereldgeschiedenis, Antwerpen 1953]; Sinn der Geschichte (= Geschichte der führenden Völker 1), Freiburg i. Br. 1931; Franz von Assisi. Der Verkünder der religiösen Armut (= Colemans kleine Biographien 2), Lübeck 1932 [in erweiterter Form: Franz von Assisi. Leben und Wort, Kolmar 1944 (Freiburg i. Br. 21947, München 31956, Türkheim 41976)]; Der Engel des deutschen Volkes, München 1934; Meister Eckhart und Nietzsche. Ein Vergleich für die Gegenwart (= Greif-Bücherei 13), Berlin 1934; De profundis, Leipzig 1935 [21939, München 31947, 41952. - Übersetzung: De profundis (= Biblioteca Hispanica Filosofia), Madrid 1962]; Heilige und Tiere, München 1937 [21959]; Vom Mysterium der Geschichte, Kolmar [1944]; Der technisierte Mensch (= Abendländische Reihe 4), Augsburg 1946; Chaos und Dämonie. Von den göttlichen Schatten der Schöpfung, München 1950; Bonifatius. Apostel der Deutschen, Paderborn 1950; Das Mystische, Frankfurt a. M. 1953; Bibel und Mythus. Ein Vortrag, München 1954; Wissen und Bildung. Zwei Vorträge, München 1955; Brannte nicht unser Herz (= Sammlung Sigma), München 1957; Die unbeweinte Kreatur. Reflexionen über das Tier, München 1961; »Da rief er ein Kind ...« Was Jung und Alt angeht, Freiburg-Basel-Wien 1962; Max Rößler (Hrsg.), Joseph Bernhart. Gestalten und Gewalten. Aufsätze, Vorträge, Würzburg 1962; Ders. (Hrsg.), Joseph Bernhart. Erinnerungen, Köln 1972 (mit einer Einführung des Herausgebers und Joseph Bernharts »Kaplan« [S. 83-281], jedoch sind die »Erinnerungen«, soweit sie 1961-1966 in »Hochland« erschienen waren, nur auszugsweise aufgenommen).

Herausgegebene Werke, Übersetzungen: Meister Eckhart (= Deutsche Mystiker 3), Kempten-München 1914; Der Frankfurter. Eine deutsche Theologie (= Der Dom. Bücher der deutschen Mystik), Leipzig 1920 [München 21946; in der Reihe »Der Dom«, Frankfurt a. M. 21980]; Lieder der deutschen Mystik, München 1922 [in revidierter Form: Der Cyperwein. Lieder der deutschen Mystik, Paderborn 1940]; Augustinus. Ein Lesebuch aus seinen Werken (= Katholikon III), München 1922; De Maistre, Vom Papste I-II, übersetzt von Moritz Lieber (= Katholikon V), München 1923; Ignaz von Döllinger. Geschichte und Kirche (= Bücher der Bildung 3), München 1924; Ferdinand Gregorovius, Rom im Mittelalter I-II (= Bücher der Bildung 6-7), München 1924-1925; Ferdinand Gregorovius, Rom in der Renaissance I-II (= Bücher der Bildung 23-24), München 1925; Hermann von Helmholtz. Natur und Naturwissenschaft (= Bücher der Bildung 11), München 1925; Herder. Von deutscher Art und Kunst (= Bücher der Bildung 27), München 1926; J. G. Herder. Auswahl (= Kunstwart-Bücherei 39/40), München 1926; Der stumme Jubel. Ein mystischer Chor, Bonn 1926 (1. Aufl. anonym) [in erweiterter Form: Salzburg-Leipzig 21936; München-Heidelberg 31936]; Joseph von Görres. Mystik, Magie und Dämonie. »Die christliche Mystik« in Auswahl, München-Berlin 1927; Augustinus. Bekenntnisse und Gottesstaat. Sein Werk ausgewählt (= Kröners Taschenausgabe 80), Stuttgart 1930 [21934, 31939, 41947, 51965]; Thomas von Aquino. Summe der Theologie (übersetzt von Wilhelm Hohn) I-III (= Kröners Taschenausgabe 105-106, 109), Stuttgart 1934-1938 [21938, 31954, [4]1985]; Augustinus. Confessiones / Bekenntnisse. Lateinisch und deutsch, München 1955 [31966; Frankfurt a. M. [4]1985 (= Insel Taschenbuch 1002, mit einem Vorwort von Ernst Ludwig Grasmück)].

Aufsätze und Beiträge: Bernhards Kampf mit Abälard, in: Hochland 5/I (1908) 527-545; Stimmung in Welt und Seele. Ebd. 6/I (1908) 257-265; Seliges Leben. Eine Osterbetrachtung im Geiste deutscher Mystik. Ebd 6/II (1909) 1-15; Eros = Misericordia. Ebd. 7/I (1909) 129-138; Bildungsaufgaben der deutschen Katholiken, in: 57. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands in Augsburg, Augsburg 1910, 387-400; Klerus und Satire, in: Das Neue Jahrhundert 1913, 54 f. (pseud. »Hildebrand«); Ein Brevier des Modernismus. Ebd. 193 f. (pseud. »Hildebrand«); Niedergang und Hebung der katholischen Predigt. Ebd. 229-233 (pseud. »Hildebrand«); Die Kirche und die Gebildeten. Ebd. 253-257 (pseud. »Hildebrand«); Bischof Faulhaber über die Gebildetenseelsorge. Ebd. 400 f. (pseud. »Hildebrand«); Ein neuer Schlag ins Wasser. Ebd. 411 (pseud. »Hildebrand«) ; Ecclesia militans. Ebd. 1914, 338-340 (pseud. »Hildebrand«); Ein Wort zur Lage. Ebd. 375-377 (pseud. »Hildebrand«); Ignatius von Loyola, in: Freie deutsche Blätter 1915, 255-265 (pseud. »Dr. Josef Graef«); Der Krieg und das religiöse Empfinden der Völker. Ebd. 317-321 (pseud. »E. Hildebrand«); Nunc aeternum. Ebd. 479-483 (pseud. »E. Hildebrand«); Die Tränen Sauls [Novelle]. Ebd. 588-597; Der getreue Ritter. Eine Erzählung aus den Kreuzzügen, in: Sonntag ist's 1 (1915/16) [60 Folgen]; König und Kanzler. Roman aus der Zeit der englischen Glaubensspaltung. Ebd. 3 (1917/18) Heft 1-23 (pseud. »Erik Sanders«); Anmeldungen von Sterbenden und Ähnliches. Ebd. 3 (1918) 252-256 (pseud. »Dr. Hans Graef«); Der Symbolismus des Mittelalters, in: Summa. Eine Vierteljahresschrift. Viertes Viertel, Hellerau 1918, 48-71; Omul. Eine sibirische Geschichte, in: Sonntag ist's 4 (1919) 332-334 (pseud. »Mich. Grulenko«); Die hundert Rubel. Eine russische Dorfgeschichte. Ebd. 361-364, 385-388, 409-414 (pseud. »J. Ursberg«); Fénélon und Frau von Guyon, in: Sebastian Merkle - Bernhard Bess (Hrsg.), Religiöse Erzieher der katholischen Kirche, Leipzig 1920, 155-182; Literatur zur Mystik, in: Deutsche Vierteljahresschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 2 (1924) 302-328; Die Ehe als Sakrament, in: Graf Hermann Keyserling (Hrsg.), Das Ehebuch, Celle 1925, 399-426; Vom Geistesleben des Mittelalters. Ein Literaturbericht, in: Deutsche Vierteljahresschrift für Literaturwissenschaft und Geistesleben 5 (1927) 172-212; Johannes Ev. Wagner und sein Werk, in: Süddeutsche Monatshefte 26 (1928) 193-204; Buch und Leser. Rede zum Tag des Buches in München, in: Kunstwart 42 (1929) 73-77; Hildegard von Bingen, in: Archiv für Kulturgeschichte 20 (1930) 249-260; Eckhart und Nietzsche, in: Blätter für deutsche Philosophie 3 (1930) 404-425; Der Mensch in der Gottlosigkeit. Eine Rede, in: Kunstwart 45 (1932) 681-698; Arche in der Sintflut. Bayerns Sinn und Aufgabe, in: Münchner Neueste Nachrichten, 5. März 1933, 1 f. [wieder abgedruckt in: Franz Seiler - Otto Kopp (Hrsg.), Bewährtes, gewahrtes, gemehrtes Erbe. Eine Gabe zum 26. Oktober 1965 (zum 70. Geburtstag von Fürst Joseph Ernst Fugger von Glött), Zürich 1965, 31-41]; Spengler kontra Spengler. Kritische Bemerkungen, in: Hochland 31 /I (1933/34) 162-173; Tragische Welt. Ebd. 481-498; Um das Alte Testament. Ebd. 32/I (1934/35) 99-118; Göttliches und Menschliches in der Kirche, in: Erich Kleineidam - Otto Kuss (Hrsg.), Die Kirche in der Zeitenwende. Abhandlungen zu religiösen Zeitfragen, Paderborn 1935, 238-268 [Salzburg-Leipzig 31938, 330-355]; Kugel und Würfel in Goethes Garten, in: Karlheinz Schmidthüs (Hrsg.), Christliche Verwirklichung. Romano Guardini zum fünfzigsten Geburtstag dargebracht von seinen Freunden und Schülern (= Zeitschrift der Schildgenossen. Beiheft 1), Rothenfels a. M. 1935, 258-266; Metaphysik und Formideal des Leibes in der griechischen Antike, in: Vom Wert des Leibes in Antike, Christentum und Anthropologie der Gegenwart, Salzburg-Leipzig 1936, 9-55; Albertus Magnus 1193-1280, in: Willy Andreas - Wilhelm von Scholz (Hrsg.), Die großen Deutschen. Neue Deutsche Biographie I, Berlin 1936 [21943], 215-229 [in erweiterter Form in: Götz Frh. von Pölnitz (Hrsg.), Lebensbilder aus dem Bayerischen Schwaben I, München 1950, 57-88]; Begegnungen mit Carl Muth, in: Hochland 34/I (1936/37) 4-6; Dritter Humanismus? Ebd. 34/II (1937) 345-356; Mensch und Tier in der Legende. Ebd. 35/I (1937/38) 89-107; Die Kirche in der Auflösung der antiken Kultur, in: Erich Kleineidam - Otto Kuss (Hrsg.), Die Kirche und die Welt. Beiträge zur christlichen Gesinnung in der Gegenwart, Salzburg-Leipzig 1938, 91-134 [als Sonderausgabe in der Reihe »Libelli« XCVII, Darmstadt o. J.]; In den Ruinen von Port Royal, in: Johannes Maaßen (Hrsg.), Von der Herrlichkeit des christlichen Lebens, Freiburg 1937, 79-104; Bilder und Bilderstürmer, in: Hochland 36 (1938/39) 103-119; Hodie. Ebd. 37 (1939/40) Dezember-Heft, eingestampft [wieder abgedruckt ebd. 43 (1950/51) 105-114], jedoch als Manuskript vervielfältigt im Caritasverlag und von der Kirchlichen Kriegshilfe Abt. Schrifttum, Freiburg i. Br.: Das Heute der Zeit vor dem Heute der Ewigkeit. Eine weihnachtliche Betrachtung zum Sinn der Geschichte (das biblische Hodie), Advent 1941; Das Dämonische in der Geschichte (Vortrag in der Martin-Luther-Kirche, Ulm, am 25. Oktober 1945), in: Die Wandlung 1 (1946) 502-521; Das technische Zeitalter in theologischer Betrachtung, in: Der Brenner, 16. Folge 1946, 73-101; Problematik der Humanitas, in: Hochland 39 (1946/47) 97-115 [Separatdruck: Heidelberg 1947]; Chaos und Dämonie. Ebd. 41 (1948/49) 17-36; Metaphysik der Liebe, in: Karl Borgmann (Hrsg.), Anruf und Zeugnis der Liebe. Beiträge zur Situation der Caritasarbeit, Regensburg 1948, 19-37; Leib und Verleiblichung in geschichtsphilosophischer Betrachtung, in: Beuroner Hochschulwoche 1948, Freiburg 1949, 49-76; Goethe und die katholische Welt, in: Frankfurter Hefte 4 (1949) 1060-1070; Heiligkeit und Krankheit, in: Geist und Leben 4 (1950) 172-195; Der Staatsmann im Christentum, in: Schweizerische Rundschau 52 (1953) Januar-Heft; Technik und Menschenseele, in: Theologische Quartalschrift 135 (1955) 1-27; Bischof Udalrich von Augsburg, in: Augusta 955 - 1955. Forschungen und Studien zur Kultur- und Wirtschaftsgeschichte Augsburgs, München 1955, 19-52; Christoph von Schmid, in: Götz Frh. von Pölnitz (Hrsg.), Lebensbilder aus dem Bayerischen Schwaben 5, München 1956, 307-343 [wieder abgedruckt in: Hans Pörnbacher (Hrsg.), Christoph von Schmid und seine Zeit, Weißenhorn 1968, 9-31]; Geschichtslehre aus Philosophie und Theologie. Drei Vorträge, gehalten am 6., 7. und 8. August 1951 bei den Salzburger Hochschulwochen, in: Salzburger Jahrbuch für Philosophie und Psychologie 1 (1957) 72-116; Sein und Sinn der Geschichte. Vortrag, gehalten am 30. Juli 1959 auf dem 13. Deutschen Studententag in Bamberg, in: Lebendiges Zeugnis. Fortsetzung der Akademischen Bonifatius-Korrespondenz, Paderborn, Dezember/Wintersemester 1959/60, Heft 1/2, 5-40; Peter Dörfler, in: Götz Frh. von Pölnitz (Hrsg.), Lebensbilder aus dem Bayerischen Schwaben 7, München 1959, 406-454; Philosophischer Aspekt der demokratischen Krisis, in: Philosophisches Jahrbuch 68 (1960) 66-83; Das Böse, in: Heinrich Fries (Hrsg.), Handbuch theologischer Grundbegriffe I, München 1962, 184-197; Augustinus. »Du, Herr, mir innerlicher als ich mir selbst«, in: Josef Sudbrack - James Walsh (Hrsg.), Große Gestalten christlicher Spiritualität, Würzburg 1969, 30-46; Zwei Flügel braucht der Mensch. Vier Legenden (= Die kleine Gabe 16), Ostfildern 1976; Von allerhand Käuzen und Schlitzohren. Fünf Erzählungen (= Die kleine Gabe 22), Ostfildern 1977. - Der literarische Nachlaß Joseph Bernharts befindet sich in der Handschriftenabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek München, die Bibliothek Joseph Bernharts als eigene Abteilung in der Bibliothek des Priesterseminars der Diözese Augsburg (Stauffenbergstraße 8, 86161 Augsburg). Beide Institutionen verfügen über ein vollständiges Schrifttumsverzeichnis Joseph Bernharts (maschinenschriftl. Manuskript), bearbeitet von Franziska Wenger.

Neuausgaben im Auftrag der Joseph-Bernhart-Gesellschaft: Vermächtnis und Verpflichtung. Auswahl aus Werken Joseph Bernharts. Festgabe für Lehrer und Schüler des Joseph-Bernhart-Gymnasiums, Türkheim 1975; Franz von Assisi. Leben und Wort, Türkheim 41976; Thomas Morus. Roman [König und Kanzler, 1917/18]. Mit einem Nachwort »Der Humanist und der Ernstfall« von Kultusminister Prof. Dr. Hans Maier, Weißenhorn 1979; Joseph Bernhart. Leben und Werk in Selbstzeugnissen. Ausgewählt und mit einer biographischen Einführung hrsg. von Lorenz Wachinger, Weißenhorn 1981; Schwäbische Porträts. Hrsg. von Lorenz Wachinger mit einem Vorwort von Arthur Maximilian Miller, Weißenhorn 1984; De profundis (mit einem Vorwort zur Neuausgabe von Eugen Biser), Weißenhorn 51985; Der Kaplan. Aufzeichnungen aus einem Leben. Neu hrsg. von Georg Schwaiger, Weißenhorn 41986 [51992, 61993]; Die unbeweinte Kreatur. Reflexionen über das Tier. Neu hrsg. von Georg Schwaiger, Weißenhorn 21987; Chaos und Dämonie. Von den göttlichen Schatten der Schöpfung. Neu hrsg. von Georg Schwaiger, Weißenhorn 21988; Tragik im Weltlauf. Hrsg. (und mit einem Nachwort »Joseph Bernharts `Tragik im Weltlauf' im Spiegel seiner Biographie« versehen) von Manfred Weitlauff, Weißenhorn 1990 [enthält: Tragik im Weltlauf (1917); Tragik der Welt (1932); Hodie (1939); Geschichtstheologischer Vortrag (1944, unveröff.); Geheimnis der Bosheit (1944, unveröff.); Die Frohbotschaft vom Kreuze (1944, unveröff.); Das Dämonische in der Geschichte (1945); Problematik der Humanitas (1946); Philosophischer Aspekt der demokratischen Krisis (1960)]; Erinnerungen 1881-1930. Hrsg. von Manfred Weitlauff. 1. Teil: Text [teilweise 1961-1966 in »Hochland« erschienen und 1972 nochmals von Max Rößler herausgegeben; hier der vollständige Text aus dem handschriftl. Nachlaß], 2. Teil: Anmerkungen und Dokumente, Weißenhorn 1992; Sinn der Geschichte. Mit Vorträgen und Aufsätzen zum Thema aus den Jahren 1918-1961. Hrsg. von Manfred Weitlauff, Weißenhorn 1994 [enthält: Sinn der Geschichte (1931); Der Symbolismus des Mittelalters (1918); Arche in der Sintflut (1933); Geschichtslehre aus Philosophie und Theologie (1951); Der Geisteskampf des Mittelalters (1952, unveröff.); Sein und Sinn der Geschichte (1959); Kugel und Würfel in Goethes Garten (1961, unveröff.)]; Tagebücher und Notizen 1935-1947. Hrsg. von Manfred Weitlauff, Weißenhorn 1997 [aus dem handschriftl. Nachlaß, unveröff.]; Heilige und Tiere. Mit einem Nachwort von Manfred Weitlauff, Weißenhorn 31997; Die philosophische Mystik des Mittelalters von ihren antiken Urspüngen bis zur Renaissance [1922]. Mit weiteren Beiträgen Joseph Bernharts zum Thema (in Vorbereitung).

Lit.: Arthur Maximilian Miller, Die Vorausgegangenen. Peter Dörfler und Joseph Bernhart. Begegnungen im Zeichen der Freundschaft, Memmingen 1973; - ders., Joseph Bernhart, Theologe, Kulturphilosoph, Schriftsteller, in: Adolf Layer (Hrsg.), Lebensbilder aus dem Bayerischen Schwaben 12, Weißenhorn 1980, 311-336; - ders., Rückblick auf jene, die Antwort wußten, Würzburg 1981, 7-19; - Albert Lupp, Joseph Bernhart, ein gegenwartsbezogener Weiser des Überzeitlichen. Festvortrag am 2. März 1979 in Türkheim, Türkheim (als Manuskript vervielfältigt) 1974; - Eugen Biser - Theo Waigel, Joseph Bernhart. Das philosophisch-theologische und politische Werk (= Katholische Akademie Augsburg. Akademie-Publikationen 51), Augsburg [1979]; - Eugen Biser, Zur Aktualität von Joseph Bernharts »De profundis«, in: Renovatio. Zeitschrift für das interdisziplinäre Gespräch 42 (1986) 1-14; - ders., Mystik und Kritik. Joseph Bernhart im Spannungsfeld von Augustin und Nietzsche, in: Ders., Glaubenszeugnis. Kunst - Kritik - Mystik. Beiträge zum Jahr der Kultur (= Katholische Akademie Augsburg. Akademie-Publikationen 89), Augsburg 1991, 57-77; - ders., Die dunkle Krone. Zu Joseph Bernharts Essays über die Tragik im Weltlauf, in: Stimmen der Zeit 209 (1991) 357 f.; - ders., Der verwundete Denker. Ein Durchblick durch die Motivwelt Joseph Bernharts, in: Münchener Theologische Zeitschrift 45 (1994) 63-68; - Lorenz Wachinger, Streit um das Tragische, in: Christ in der Gegenwart, Nr. 27 vom 5. Juli 1992, 221 f.; - Paul Stöcklein, Der unbeugsame Dissident Josef Bernhart, in: Ders., Einspruch gegen den Zeitgeist. Begegnungen und Reflexionen aus den Jahren 1930 bis 1990, Bonn-Berlin 1992, 108-118; - Joseph Bernhart (1881-1969). Theologe - Philosoph - Kulturhistoriker (= Münchener Theologische Zeitschrift 44, Heft 3), St. Ottilien 1993; - Rainer Bendel, Das Kirchenbild Joseph Bernharts (= Studien zur Theologie und Geschichte 10), St. Ottilien 1993; - Manfred Weitlauff, Joseph Bernhart (1881-1969), ein bedeutender katholischer Denker unseres Jahrhunderts. Leben und Werk im Spiegel seiner autobiographischen Schriften, Günzburg [Landratsamt] 1994; - ders., Bernhart, Joseph, in: Lexikon für Theologie und Kirche 2 (31994) 282 f.; - ders., Joseph Bernhart - ein christlicher Tragiker?, in: Ders. - Abraham Peter Kustermann (Hrsg.), Joseph Bernhart (1881-1969). Zwei Reden über Wissen, Bildung und Akademiegedanken - Deutungen zu Leben, Werk und Wirkung (= Kleine Hohenheimer Reihe), Stuttgart (Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart) 1995, 9-47; - ders., Joseph Bernhart (1881-1969). Ein Lebensbild. Ebd. 113-174 (dieser Band enthält außerdem auf S. 49-81 und S. 83-112 Joseph Bernharts Vorträge »Stufen des Wissens« [1947] und »Bildung in dieser Zeit« [1953]); - ders., »Kore«. Ein Leben im Dienst Joseph Bernharts und seines literarischen Lebenswerkes, in: Ders. (Hrsg.), Joseph Bernhart. Tagebücher und Notizen 1935-1947, Weißenhorn 1997, 731-807; - Otto Weiß, Der Modernismus in Deutschland. Ein Beitrag zur Theologiegeschichte, Regensburg 1995, 478-485; - Lydia Maidl - Rainer Bendel, Zum Denken des Gegensatzes bei Romano Guardini und Joseph Bernhart, in: Münchener Theologische Zeitschrift 47 (1996) 231-252.

Manfred Weitlauff

Werkeergänzung:

1918

Umlernen. Ein Wort zur Stunde an die Intellektuellen, in: Der Tag (Illustrierter Teil) Nr. 270, 27.11.1918, 1f.;

2007

Zeit-Deutungen. Schriften, Beitr. u. bislang unveröffentl. Vorträge zu Problemen d. Politik u. Kultur aus d. Jahren 1918-1962. Komm. u. hrsg. von Manfred Weitlauff und Thomas Groll. Weißenhorn 2007;

2008

Das Dämonische in der Geschichte. Ein Vortrag, in: MThZ 59.2008, S. 365-383.

Literaturergänzung:

2005

Manfred Lochbrunner, Hans Urs von Balthasar u. seine Philosophenfreunde. Fünf Doppelporträts. Würzburg 2005; -

2008

Themenheft von MThZ 59.2008, S. 292-364; -

2009

Klaus Wolf, Literar. Mittelalterrezeption bei J.B. Literaturgeschichtl. Überlegungen zum hist. Roman "Rudolf von Schlüsselberg", in: JVAB 43.2009, S. 7-21.

Letzte Änderung: 04.02.2010