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Band XIV (1998) Spalten 820-829 Autor: Johannes Schaber

BRAIG, Carl, Dogmatiker, Philosoph, * 10. Februar 1853 in Kanzach bei Buchau (Württemberg), + 24. März 1923 in Freiburg i. Br. - Die Eltern CBs besaßen einen einfachen Bauernhof gleich gegenüber der Dorfkirche von Kanzach und waren sehr gläubig. Von den acht Geschwistern wurde mit CB noch ein anderer Bruder Priester und drei Schwestern gingen ins Kloster. Nach dem Besuch der Lateinschule in Buchau und des Gymnasiums in Ehingen begann CB 1873 seine philosophisch-theologischen Studien an der Universität Tübingen bei einigen Professoren der sog. zweiten und dritten Generation der `Tübinger Schule', Johann Ev. Kuhn (1806-1887), Franz X. Linsenmann (1835-1898) und Franz X. Funk (1840-1907). 1876 und 1877 löste er die philosophischen Preisaufgaben der philosophischen Fakultät. Nach dem Abschluß der Studien mit der Promotion zum Dr. phil. trat er ins Rottenburger Priesterseminar ein und wurde am 2. August 1878 in Rottenburg von Bischof Karl Josef Hefele zum Priester geweiht. Nach kurzer Kaplanstätigkeit in Horb a. Neckar wurde CB im Jahr darauf, als Papst Leo XIII. mit der Enzyklika `Aeterni Patris' die Erneuerung der christlichen Philosophie und Theologie im Geist des hl. Thomas von Aquin proklamierte, Repetent im katholischen Tübinger Wilhelmsstift. 1881 trat er mit einer Studie über Thomas von Aquin an die Öffentlichkeit. Zur selben Zeit übernahm er für seinen Lehrer Johannes Ev. Kuhn die Lehrstuhlvertretung im WS 1880/81, WS 1881/82, SS 1882 und im WS 1882/83. Kuhn gehörte seit 1868 der Kammer der Standesherren im Königreich Württemberg an und war seitdem während der Landtagsberatungen immer wieder an seiner Lehrtätigkeit verhindert. Diese übernahmen die Repetenten des Wilhelmsstiftes teilweise oder ganz und lasen die Dogmatik nach Kuhns Heften. Am 14. November 1882 gab Kuhn seinen Lehrstuhl auf und wurde emeritiert. CB machte sich große Hoffnungen, sein Nachfolger auf dem Lehrstuhl für Dogmatik und Apologetik in Tübingen zu werden. Ihm wurde jedoch überraschend Paul Schanz (1841-1905) vorgezogen. Als kurz darauf Bischof Hefele CB dem preußischen Kultusminister Gustav von Goßler für eine Professur in Breslau vorschlug und die Berufung nicht zustande kam, verließ CB Tübingen und wurde am 28. November 1883 für zehn Jahre Stadtpfarrer von Wildbad bei Karlsruhe. Trotz der vielfältigen Anforderungen in Pfarrei und Seelsorge fand CB auch Zeit für wissenschaftliche Publikationen und verschiedene Studienreisen. Das bischöfliche Ordinariat Rottenburg stellte ihn zur Fortsetzung seiner Studien zwischendurch frei, so vom 1.10. 1887-1.5. 1888 für einen Studienaufenthalt in Paris und Toulouse, 6.9.1889-16.1. 1890 für eine Studienreise nach England und 15.9. 1891-14.5. 1892 für einen Aufenthalt in Rom. Bei seiner Reise nach Paris und Toulouse lernte er Marc-Antoine-Marie-François Duilhé de Saint-Projet (1822-1897), Ehrenkanonikus, Professor für Apologetik und später Rektor des Institut Catholique de Toulouse, kennen. CB gab 1889 dessen `Apologie des Christentums' in deutscher Sprache heraus und erkundigte sich bei der theologischen Fakultät der Universität Freiburg nach der Möglichkeit zur Erwerbung des theologischen Doktorats, das er mit der Einreichung seiner Einleitung zur `Apologie des Christentums' als Dissertation am 12. Juni 1889 auch erwarb. In dieser Einleitung prägte er für den deutschsprachigen Raum den Begriff des `Modernismus', der zehn Jahre später seit der Jahrhundertwende zum Inbegriff einer geistigen Strömung wurde, die auf den Ausgleich zwischen modernem Denken und katholischem Glauben bedacht war. CB vertrat eher eine antimodernistische Haltung, obwohl seine besondere Leistung gerade darin bestand, daß er sich mit den Werken zeitgenössischer Philosophen wie Eduard von Hartmann, Hermann Lotze oder Joseph Beck intensiv auseinandersetzte und um die Versöhnung von natürlicher Erkenntnis und kirchlichem Dogma bemüht war. Hoffnungen 1891 auf einen Lehrstuhl in München oder Bonn zerschlugen sich. 1892/93 wurde CB bei den Verhandlungen zur Neubesetzung des Lehrstuhls für Dogmatik an der Universität Münster nach Hermann Schell und Konstantin Gutberlet auf den dritten Platz der Liste gesetzt. Da die beiden erstgenannten kaum Interesse an der Berufung nach Münster zeigten, hatte CB gute Chancen, doch er scheiterte letztlich am Widerstand des zögernden Münsteraner Bischofs Hermann Dingelstad. Als nach monatelangen zermürbenden Streitigkeiten an ihn am 2. November 1893 aus Freiburg i. Br. eine Berufung zum a.o. Professor für theologische Propädeutik erging, die Franz Xaver Kraus (1840-1901) initiiert hatte, nahm CB sofort an. Kraus hatte bereits am 1. April 1885 Erkundigungen über CB bei seinem Lehrer Johannes Ev. Kuhn eingeholt. Obwohl CB und Kraus sehr unterschiedliche kirchliche Standpunkte vertraten, respektierte Kraus den jüngeren, der ihm wiederum zeitlebens in Dankbarkeit verbunden blieb und ihm nach dessen Tod ein umfassendes literarisches Denkmal setzen sollte. - In seiner Antrittsrede am 5. Juni 1894 griff CB ein Thema auf, das sein ganzes Denken durchzieht: `Die Freiheit der philosophischen Forschung in kritischer christlicher Fassung'. Als Lehrer der theologischen Propädeutik mußte CB seine Studenten in das philosophische Denken einführen und verfaßte dazu ein philosophisches Lehrbuch. Von den geplanten zehn Bänden erschienen zwar nur drei, `Vom Erkennen', `Vom Denken' und `Vom Sein. Abriß der Ontologie', doch das letztgenannte sollte insofern große Bedeutung für die Philosophiegeschichte des 20. Jahrhunderts erlangen, als es Martin Heidegger (1889-1976) die Spannung zwischen Ontologie und spekulativer Theologie bewußt machte und ihn so auf seinen Denkweg führte. Bereits als Oberprimaner 1908/1909 am Bertoldgymnasium in Freiburg i. Br. lernte Heidegger diese Schrift kennen. Am 14. Juli 1897 wurde CB als Nachfolger von Friedrich Wörter zum o. Professor für Dogmatik ernannt. Der Höhepunkt seiner akademischen Laufbahn war 1907 die Berufung in das höchste Amt der Universität, das Prorektorat. Rektor der Universität war traditionell der Großherzog von Baden. Im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts ist vor allem sein Kampf gegen den Modernismus und dessen philosophisches Pendant, Positivismus, für sein Denken charakteristisch. Mit mehreren antimodernistischen Streitschriften meldete er sich im sog. `Modernismusstreit', der durch die Enzyklika `Pascendi' (8. September 1907) von Papst Pius X. verschärft worden war, des öfteren als Verteidiger der päpstlichen Verlautbarungen zu Wort. Die Kirche würdigte sein Wirken am 4. Januar 1910 mit der Ernennung zum Päpstlichen Hausprälaten. In jenen bewegten Jahren studierte bei CB der junge Martin Heidegger 1909-1911 katholische Theologie. Heidegger, der ursprünglich den Weg zum Priestertum eingeschlagen hatte, mußte wegen seiner schwächlichen Gesundheit das Freiburger Theologenkonvikt `Collegium Borromaeum' schon 1911 wieder verlassen. Er wechselte von der Theologie zu Philosophie und Mathematik, ließ es sich jedoch nicht nehmen, auch weiterhin die Vorlesungen von CB zu hören und ihn auf Spaziergängen zubegleiten. Heidegger hat kaum autobiographische Notizen hinterlassen, doch seinen Lehrer CB erwähnte er und hielt ihm noch nach Jahrzehnten ein ehrendes Gedenken. Ihn faszinierte vor allem die eindringliche Art des Denkens, die Braig in jeder Vorlesungsstunde Gegenwart werden ließ. Er sah in ihm den letzten aus der Überlieferung der Tübinger spekulativen Schule, der es verstand, ihm die Bedeutung Schellings und Hegels für die spekulative Theologie im Unterschied zum Lehrsystem der Scholastik zu erläutern. Durch CB trat die Spannung zwischen Ontologie und spekulativer Theologie als das Baugefüge der Metaphysik in den Gesichtskreis des suchenden jungen Heidegger. Nach Heideggers Promotion am 26. Juli 1913 scheinen sich ihre Wege getrennt zu haben. - Ähnlich erinnert sich auch Romano Guardini an CB. Weil er von den drei Bänden seines philosophischen Lehrbuches beeindruckt war, ging Guardini 1915 zu CB, um mit ihm über ein Dissertationsthema zu beraten. Als Guardini in ihrem Gespräch auch sagte, wie sehr er vom Lehrbuch angetan sei, antwortete CB in breitem schwäbischem Tonfall: `Ich weiß gar net mehr, was ich g'schrieben hab.' Guardini schildert CB als einen Grübler, dessen Vorlesungen schwer zu verstehen gewesen seien. Als aus Tübingen kommender Schwabe hätte er es im badischen Freiburg auch nicht einfach gehabt. Ein weiterer Schüler CBs, der später auch bekannt wurde, ist der Papsthistoriker und Missionswissenschaftler Josef Schmidlin. Die Biographie CBs ist in ihren Einzelheiten leider bislang noch nicht näher erforscht und eine Würdigung seines akademischen Wirkens noch nicht erfolgt. CB starb am 24. März 1923 und wurde drei Tage später auf dem Hauptfriedhof in Freiburg beigesetzt.

Bibliographie: Friedrich Stegmüller, Karl Braig (1953-1923), in: Oberrheinisches Pastoralblatt 54 (1953), 120-128.

Werke: Die natürliche Gotteserkenntnis nach dem hl. Thomas von Aquin, in: TThQ 63 (1881), 511-596; - Die Zukunftsreligion des Unbewußten und das Princip des Subjektivismus. Ein apologetischer Versuch, Freiburg i.Br. 1882; - Welchen Werth hat für uns das Studium der neueren Philosophie? Mit Bezug auf Albert Stöckls Geschichte der neueren Philosophie, in: StMBO 5 (1884), 149-163; - Die Entdeckungen der atheistischen Wissenschaft (Rezensionen), in: Literarische Rundschau 11 (1885), 33-38, 65-68; - Grundzüge der Aesthetik (Rezension), in: Literarische Rundschau 11 (1885), 172-174; - Lorenz Oken und sein Verhältnis zur modernen Entwickelungslehre, in: Literarische Rundschau 11 (1885), 297-299; - Rezension zu: W. Preyer `Die Erklärung des Gedankenlesens', Leipzig 1886, in: Literarische Rundschau 12 (1886), 87-88; - Rezension zu: Vinzenz Knauer `Grundlinien zur aristotelisch-thomistsichen Psychologie', Wien 1885, in: Literarische Rundschau 12 (1886), 169-170; - Joseph Beck, Encyklopädie der theoretischen Philosophie (Sechste Auflage, vollständig neu bearbeitet von CB), Stuttgart 1886; - Gottesbeweis oder Gottesbeweise? Würdigung neuer und neuester apologetischer Richtungen. In Briefen an Prof. C. Gutberlet in Fulda, Stuttgart 1887; - Die Kunst des Gedankenlesens, in: Frankfurter zeitgemäße Broschüren N.F. 8 (1887), 37-72; - Rezension zu: Christian Pesch `Der Gottesbegriff in den heidnischen Religionen des Alterthums', Freiburg 1886, in: Literarische Rundschau 13 (1887), 45-47; - Rezension zu: P.D. Chantepie de la Saussaye `Lehrbuch der Religionsgeschichte', Freiburg 1887, in: Literarische Rundschau 13 (1887), 232-234; - Rezension zu: François Duilhé de Saint-Projet `Apologie scientifique de la Foi chrétienne', Toulouse 18852, in: Literarische Rundschau 14 (1888), 103-105; - Einleitung und Zusätze zu: François Duilhé de Saint-Projet: Apologie des Christentums auf dem Boden der empirischen Forschung, hrsg. von Carl Braig, Freiburg i.Br. 1889; - Rezension zu: Constantin Gutberlet `Lehrbuch der Apologetik', Münster 1888, in: Literarische Rundschau 15 (1889), 108-112; - Rezension zu: Heinrich Edward Manning `Religio veritatis', Würzburg 1889, in: Literarische Rundschau 15 (1889), 171-174; - Zum Begriff der Materie, in: Natur und Offenbarung 36 (1890), 577-596; - Rezension zu: Fr. Albert Lange `Geschichte des Materialismus und Kritik seiner Bedeutung in der Gegenwart', Iserlohn 1887, in: Literarische Rundschau 16 (1890), 289-294; - Rezension zu: Fran(ois Duilhé de St. Projet `Apologie scientifique de la foi chrétienne, Toulouse 18903 / A. Gourand `Notions élémentaires d'apologétique chrétienne', Paris-Berlin 1889, in: Literarische Rundschau 16 (1890), 321-324; - Zu Platons Timaeus p. 51 E - 52 B, in: PhJ 4 (1891), 22-29; - Vergleichende Religionswissenschaft. Studien von Christian Pesch, in: Literarische Rundschau, in: 17 (1891), 175-180; - Rezension zu: `Translatio et Commentum totius libri Dantis Aldigherii', Pratii 1891, in: Literarische Rundschau 18 (1892), 149-153; - Rezension zu: Moritz Carriere `Materialismus und Ästhetik', Stuttgart 1892, in: Literarische Rundschau 18 (1892), 171-173; - Rezension zu: Gioachino Berthier (Hrsg.), La Divina Comedia di Dante', Freiburg/CH 1892, in: Literarische Rundschau 18 (1892), 374-376; - Die Freiheit der philosophischen Forschung in kritischer christlicher Fassung. Eine akademische Antrittsrede, Freiburg 1894; - Rezension zu: Matthias Kappes (Hrsg.) `Aristoteles-Lexikon', Paderborn 1894, in: Literarische Rundschau 20 (1894), 86-87; - Rezension zu: K. Esser `Die Lehre des Aristoteles über das Wirken Gottes', Münster 1893, in: Literarische Rundschau 20 (1894), 122-124; - Neue philosophische Literatur, in: Literarische Rundschau 20 81894), 337-344, 372-376; - Rezension zu: Otto Willmann `Geschichte des Idealismus I', Braunschweig 1894 / Theodor Simon `Leib und Seele bei Fechner und Lotze', Göttingen 1894, in: Literarische Rundschau 21 (1895), 143-145; - Rezension zu: Wilhelm Schneider `Allgemeinheit und Einheit des sittlichen Bewußtseins', Köln 1895, in: Literarische Rundschau 21 (1895), 203-204; - Rezension zu: Friedrich Pilgram - Wilhelm Zehender `Nach vierzig Jahren. Religionsphilosophischer Briefwechsel', Leipzig 1895, in: Literarische Rundschau 21 (1895), 239-241; - Rezension zu: M. l'Abbé de Broglie `La Réaction contre le Positivisme', Paris 1894, in: Literarische Rundschau 21 (1895), 267-268; - Vom Denken. Abriß der Logik. Die Grundzüge der Philosophie II, Freiburg i.Br. 1896; - Vom Sein. Abriß der Ontologie. Die Grundzüge der Philosophie IV, Freiburg i.Br. 1896; - Rezension zu: Theodor Gomperz `Griechische Denker', Leipzig 1896, in: Literarische Rundschau 22 (1896), 108-109; - Neuere philosophische Literatur, in: Literarische Rundschau 22 (1896), 1-6; - Rezension zu: Franz Kaufmann `Andreas Müller', Frankfurt 1895, in: Literarische Rundschau 22 (1896), 183-184; - Rezension zu: Thomas Wehhofer `Das Lehrbuch der Metaphysik für Kaiser Joseph II. von Josef Frantz', Paderborn 1895, in: Literarische Rundschau 22 (1896), 204; - Rezension zu: Otto Willmann `Geschichte des Idealismus II', Braunschweig 1896, in: Literarische Rundschau 22 (1896), 339-341; - Vom Erkennen. Abriß der Noetik. Die Grundzüge der Philosophie III, Freiburg i.Br. 1897; - Rezension zu: Petri Cardinalis Pázmány `Physica', Budapest 1895, in: Literarische Rundschau 23 (1897), 13-15; - Rezension zu: Josef Hontheim `Der logische Algorithmus in seinem Wesen', Berlin 1895, in: Literarische Rundschau 23 (1897), 76; - Rezension zu: Benedictus Lorenzelli `Philosophiae theoreticae Institutiones', Romae-Ratisbonae-Amstelodami-Parisiis 1896, in: Literarische Rundschau 23 (1897), 106-108; - Rezension zu: Wilhelm Wundt `Grundriß der Psychologie', Leipzig 1896, in: Literarische Rundschau 23 (1897), 146-147; - Rezension zu: Kuno Fischer `Geschichte der neueren Philosophie I (Descartes)', Heidelberg 1897, in: Literarische Rundschau 23 (1897), 170-172; - Rezension zu Johannes Rehmke `Grundriß der Geschichte der Philosophie', Berlin 1896, in: Literarische Rundschau 23 (1897), 265-267; - Rezension zu: Kuno Fischer `Geschichte der neueren Philosophie IX (Schopenhauer)', Heidelberg 1897, in: Literarische Rundschau 23 (1897), 368-369; - Rezension zu: C. Hilty `Glück', Leipzig 1895, in: Literarische Rundschau 24 (1898), 25-26; - Über Wege und Ziele der katholischen Wissenschaft, in: Literarische Rundschau 24 (1898), 161-166; - Rezension zu: Friedrich Wörter `Beiträge zur Dogmengeschichte des Semipelagianismus', Paderborn 1898, in: Literarische Rundschau 24 (1898), 236-237; - Eine Frage an Michael Glossner, in: PhJ 12 (1899), 92-95; - Eine Antwort an Michael Glossner, in: PhJ 12 (1899), 348-350; - Rezension zu: Ad. Tanquerey `Synopsis theologiae dogmaticae', Tornaci 1897-1899, in: Literarische Rundschau 26 (1900), 82-84; - Rezension zu: Paul von Schanz `Ist die Theolgoie eine Wissenschaft?', Stuttgart-Wien 1900, in: Literarische Rundschau 26 (1900), 178-179; - Rezension zu: Christian Pesch `Theologische Zeitfragen', Freiburg 1900, in: Literarische Rundschau 26 (1900), 306-307; - Zur Erinnerung an Franz Xaver Kraus, Freiburg i.Br. 1902; - Rezension zu: Kuno Fischer `Geschichte der neueren Philosophie IV (Kant)', Heidelberg 1898/1899, in: Literarische Rundschau 28 (1902), 17-20; - Die Freiheit der Wissenschaft (= Rezension zu: J.M. Peruter `Voraussetzungslose Forschung, freie Wissenschaft und Katholizismus', Wien-Leipzig 1902), in: Literarische Rundschau 28 (1902), 73-78; - Rezension zu: Hermann Schell `Apologie des Christentums I. Religion und Offenbarung', Paderborn 1901, in: Literarische Rundschau 28 (1902), 84-86; - Rezension zu: Christian Pesch `Theologische Zeitfragen', Freiburg 1901, in: Literarische Rundschau 28 (1902), 86-87; - Rezension zu: Johann Johannsen `Gegen die Konfessionen!', München 1902, in: Literarische Rundschau 28 (1902), 305-306; - Rezension zu: August Zöllig `Die Inspirationslehre des Origenes', Freiburg 1902, in: Literarische Rundschau 28 (1902), 330-331; - Rezension zu: Christian Pesch `Theologische Zeitfragen', Freiburg 1902, in: Literarische Rundschau 28 (1902), 331-332; - Das Wesen des Christentums an einem Beispiel erläutert, oder Adolf Harnack und die Messiasidee. Ein Vortrag, Freiburg i.B. 1903; - Der Papst und die Freiheit. Freiburg i.Br. 1903; - Der Katholizismus im Spiegel der neuesten protestantischen Kritik (Rezension zu: Friedrich Loofs `Symbol oder christliche Konfessionskunde', Tübingen-Leipzig 1902), in: Literarische Rundschau 29 (1903), 1-6; - Rezension zu: Hermann Schell `Christus', Mainz 1903, in: Literarische Rundschau 29 (1903), 145-148; - Rezension zu: Charlotte Lady Blennerhallett `Chateaubriand. Romantik und Restaurationsepoche in Frankreich', Mainz 1903, in: Literarische Rundschau 19 (1903), 216-218; - Von dem Untergang der Dinge, in: HPBl 133 (1904), 465-482; 541-558; - Kant, der Philosoph des Protestantismus, in: HPBl 134 (1904), 81-103; - Rezension zu: Joseph Pohle `Lehrbuch der Dogmatik I-VII', Paderborn 1902/1903, in: Literarische Rundschau 30 (1904), 142-144; - Rezension zu: Kuno Fischer `Geschichte der neuern Philosophie III (Leibniz)', Heidelberg 1902, in: Literarische Rundschau 30 (1904), 363-366; - Der Friedensplan des Leibniz, in: HJ 26 (1905), 715-736; - Rom und der Syllabus, in: HPBl 137 (1906), 637-656; 829-849; - Rezension zu: Gustav Krüger `Das Dogma von der Dreieinigkeit und Gottmenschheit', Tübingen 1905, in: Literarische Rundschau 32 (1906), 94-97; - Modernstes Christentum und moderne Religionspsychologie. Zwei akademische Reden: Das Dogma des jüngsten Christentums, und: Der Ursprung der religiösen Vorstellungen und die Phantasie, Freiburg i.Br. 1907; - Rezension: Hermann Schell `Apologetik des Christentums II', Paderborn 1905, in: Literarische Rundschau 33 (1907), 15-18; - Rezension zu: Franz X. Kiefl `Die wissenschaftliche Berechtigung der katholischen Dogmatik', Würzburg 1906, in: Literarische Rundschau 33 (1907), 112; - Rezension zu: G.W. Leibniz `Philosophische Werke', hrsg. von Ernst Cassierer, Leipzig 1903, 1906, 1904 und 1879, in: Literarische Rundschau 33 (1907), 212-214; - Was soll der Gebildete von dem Modernismus wissen?, in: Frankfurter zeitgemäße Broschüren 28 (1908); - Bossuet und der Modernismus, in: HPBl 144 (1909), 737-747; - Die Christusfrage in der Gegenwart, in: Literarische Rundschau 35 (1909), 217-221, 270-276; - Rezension zu: Hermann Schell `Jahwe und Christus', Paderborn 1908, in: Literarische Rundschau 35 (1909), 540-541; - Jesus Christus außerhalb der katholischen Kirche im neunzehnten Jahrhundert. Drei Vorträge, in: Jesus Christus. Apologetische Vorträge. Freiburg i. Br. 1908, 21911, 105-221; - Wie sorgt die Enzyklika gegen den Modernismus für die Reinerhaltung der christlich-kirchlichen Lehre?, in: Jesus Christus. Apologetische Vorträge, Freiburg i. Br. 1908 (19112), Anhang 389-440; - Der Modernismus und die Freiheit der Wissenschaft, Freiburg i.Br. 1911; - Lebens- und Gewissensfragen der Gegenwart, in: Literarische Rundschau 37 (1911), 321-328; - Zur Christusfrage in der Gegenwart, in: Literarische Rundschau 38 (1912), 409-416.

Lit.: J.B. Renniger, Rezension zu: CB `Die Zukunftrreligion des Unbewußten und das Prinzip des Subjektivismus, Freiburg 1882', in: Literarische Rundschau 9 (1883), 461-463; - Constantin Gutberlet, Rezension zu: Joseph Beck `Encyklopädie der theoretischen Philosophie' (neu bearbeitet von CB), Stuttgart 1886, in: Literarische Rundschau 13 (1887), 13-14; - St. J. Neher, Personal-Katalog der seit 1813 ordinirten und in der Seelsorge verwendeten Geistlichen des Bisthums Rottenburg, Schwäbisch Gmünd 18943; - Nachrichten, in: Literarische Rundschau 20 (1894), 28; - Ludwig Baur, Rezension zu: Carl Braig `Vom Sein. Abriß der Ontologie', Freiburg 1896 / `Vom Erkennen. Abriß der Noetik', Freiburg 1897, in: Literarische Rundschau 25 (1899), 175-177; - Michael Glossner, Carl Braig. Vom Sein, in: Jahrbuch für Philosophie und spekulative Theologie 13 (1899), 52-65; - Ders., Zur Abwehr, in: Ebd. 13 (1899), 501-504; - Ders., Carl Braig. Abriß der Noetik, in: Ebd. 14 (1900), 205-211; - Ders.: Ein zweites Wort an Prof. Dr. Braig, in: Ebd. 14 (1900), 248-251; - Bernhard Krieg, Rezension zu: Carl Braig `Leibniz, sein Leben und die bedeutung seiner Lehre', Hamm 1901, in: Literarische Rundschau 27 (1901), 346; - Franz Schmid, Carl Braig `Das Wesen des Christentums', Freiburg 1903, in: Literarische Rundschau 29 (1903), 187-188; - Ders., Rezension zu: Carl Braig `Der Papst und die Freiheit', Freiburg 1903, in: Literarische Rundschau 29 (1903), 285-286; - Bernhard Dörholt, Rezension zu: Carl Braig `Modernstes Christentum und moderne Religionspsycholgoie', Freiburg 19072, in: Literarische Rundschau 35 (1909), 587-588; - Leonhard Atzberger, Rezension zu: Karl Braig `Der Modernismus und die Freiheit der Wissenschaft', in: Literarische Rundschau 38 (1912), 373-374; - Necrologium Friburgense `Braig, Karl', in: Freiburger Diözesanarchiv N.F. 27 (1926), 28-29; - Wilhelm Kosch (Hrsg.), Das katholische Deutschland I, Augsburg 1933, 224-225; - Martin Heidegger, Mein Weg in die Phänomenologie, in: Ders., Zur Sache des Denkens. 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Johannes Schaber

Letzte Änderung: 07.09.1999