BRAIG, Carl, Dogmatiker, Philosoph, * 10. Februar 1853 in Kanzach
bei Buchau (Württemberg), + 24. März 1923 in Freiburg i. Br.
- Die Eltern CBs besaßen einen einfachen Bauernhof gleich gegenüber
der Dorfkirche von Kanzach und waren sehr gläubig. Von den acht Geschwistern
wurde mit CB noch ein anderer Bruder Priester und drei Schwestern
gingen ins Kloster. Nach dem Besuch der Lateinschule in Buchau und
des Gymnasiums in Ehingen begann CB 1873 seine philosophisch-theologischen
Studien an der Universität Tübingen bei einigen Professoren der sog.
zweiten und dritten Generation der `Tübinger Schule', Johann Ev. Kuhn
(1806-1887), Franz X. Linsenmann (1835-1898) und Franz X. Funk (1840-1907).
1876 und 1877 löste er die philosophischen Preisaufgaben der philosophischen
Fakultät. Nach dem Abschluß der Studien mit der Promotion zum Dr.
phil. trat er ins Rottenburger Priesterseminar ein und wurde am 2.
August 1878 in Rottenburg von Bischof Karl Josef Hefele zum Priester
geweiht. Nach kurzer Kaplanstätigkeit in Horb a. Neckar wurde CB im
Jahr darauf, als Papst Leo XIII. mit der Enzyklika `Aeterni Patris'
die Erneuerung der christlichen Philosophie und Theologie im Geist
des hl. Thomas von Aquin proklamierte, Repetent im katholischen Tübinger
Wilhelmsstift. 1881 trat er mit einer Studie über Thomas von Aquin
an die Öffentlichkeit. Zur selben Zeit übernahm er für seinen Lehrer
Johannes Ev. Kuhn die Lehrstuhlvertretung im WS 1880/81, WS 1881/82,
SS 1882 und im WS 1882/83. Kuhn gehörte seit 1868 der Kammer der Standesherren
im Königreich Württemberg an und war seitdem während der Landtagsberatungen
immer wieder an seiner Lehrtätigkeit verhindert. Diese übernahmen
die Repetenten des Wilhelmsstiftes teilweise oder ganz und lasen die
Dogmatik nach Kuhns Heften. Am 14. November 1882 gab Kuhn seinen Lehrstuhl
auf und wurde emeritiert. CB machte sich große Hoffnungen, sein Nachfolger
auf dem Lehrstuhl für Dogmatik und Apologetik in Tübingen zu werden.
Ihm wurde jedoch überraschend Paul Schanz (1841-1905) vorgezogen.
Als kurz darauf Bischof Hefele CB dem preußischen Kultusminister Gustav
von Goßler für eine Professur in Breslau vorschlug und die Berufung
nicht zustande kam, verließ CB Tübingen und wurde am 28. November
1883 für zehn Jahre Stadtpfarrer von Wildbad bei Karlsruhe. Trotz
der vielfältigen Anforderungen in Pfarrei und Seelsorge fand CB auch
Zeit für wissenschaftliche Publikationen und verschiedene Studienreisen.
Das bischöfliche Ordinariat Rottenburg stellte ihn zur Fortsetzung
seiner Studien zwischendurch frei, so vom 1.10. 1887-1.5. 1888 für
einen Studienaufenthalt in Paris und Toulouse, 6.9.1889-16.1. 1890
für eine Studienreise nach England und 15.9. 1891-14.5. 1892 für einen
Aufenthalt in Rom. Bei seiner Reise nach Paris und Toulouse lernte
er Marc-Antoine-Marie-François Duilhé de Saint-Projet (1822-1897),
Ehrenkanonikus, Professor für Apologetik und später Rektor des Institut
Catholique de Toulouse, kennen. CB gab 1889 dessen `Apologie des Christentums'
in deutscher Sprache heraus und erkundigte sich bei der theologischen
Fakultät der Universität Freiburg nach der Möglichkeit zur Erwerbung
des theologischen Doktorats, das er mit der Einreichung seiner Einleitung
zur `Apologie des Christentums' als Dissertation am 12. Juni 1889
auch erwarb. In dieser Einleitung prägte er für den deutschsprachigen
Raum den Begriff des `Modernismus', der zehn Jahre später seit der
Jahrhundertwende zum Inbegriff einer geistigen Strömung wurde, die
auf den Ausgleich zwischen modernem Denken und katholischem Glauben
bedacht war. CB vertrat eher eine antimodernistische Haltung, obwohl
seine besondere Leistung gerade darin bestand, daß er sich mit den
Werken zeitgenössischer Philosophen wie Eduard von Hartmann, Hermann
Lotze oder Joseph Beck intensiv auseinandersetzte und um die Versöhnung
von natürlicher Erkenntnis und kirchlichem Dogma bemüht war. Hoffnungen
1891 auf einen Lehrstuhl in München oder Bonn zerschlugen sich. 1892/93
wurde CB bei den Verhandlungen zur Neubesetzung des Lehrstuhls für
Dogmatik an der Universität Münster nach Hermann Schell und Konstantin
Gutberlet auf den dritten Platz der Liste gesetzt. Da die beiden erstgenannten
kaum Interesse an der Berufung nach Münster zeigten, hatte CB gute
Chancen, doch er scheiterte letztlich am Widerstand des zögernden
Münsteraner Bischofs Hermann Dingelstad. Als nach monatelangen zermürbenden
Streitigkeiten an ihn am 2. November 1893 aus Freiburg i. Br. eine
Berufung zum a.o. Professor für theologische Propädeutik erging, die
Franz Xaver Kraus (1840-1901) initiiert hatte, nahm CB sofort an.
Kraus hatte bereits am 1. April 1885 Erkundigungen über CB bei seinem
Lehrer Johannes Ev. Kuhn eingeholt. Obwohl CB und Kraus sehr unterschiedliche
kirchliche Standpunkte vertraten, respektierte Kraus den jüngeren,
der ihm wiederum zeitlebens in Dankbarkeit verbunden blieb und ihm
nach dessen Tod ein umfassendes literarisches Denkmal setzen sollte.
- In seiner Antrittsrede am 5. Juni 1894 griff CB ein Thema auf,
das sein ganzes Denken durchzieht: `Die Freiheit der philosophischen
Forschung in kritischer christlicher Fassung'. Als Lehrer der theologischen
Propädeutik mußte CB seine Studenten in das philosophische Denken
einführen und verfaßte dazu ein philosophisches Lehrbuch. Von den
geplanten zehn Bänden erschienen zwar nur drei, `Vom Erkennen', `Vom
Denken' und `Vom Sein. Abriß der Ontologie', doch das letztgenannte
sollte insofern große Bedeutung für die Philosophiegeschichte des
20. Jahrhunderts erlangen, als es Martin Heidegger (1889-1976) die
Spannung zwischen Ontologie und spekulativer Theologie bewußt machte
und ihn so auf seinen Denkweg führte. Bereits als Oberprimaner 1908/1909
am Bertoldgymnasium in Freiburg i. Br. lernte Heidegger diese Schrift
kennen. Am 14. Juli 1897 wurde CB als Nachfolger von Friedrich Wörter
zum o. Professor für Dogmatik ernannt. Der Höhepunkt seiner akademischen
Laufbahn war 1907 die Berufung in das höchste Amt der Universität,
das Prorektorat. Rektor der Universität war traditionell der Großherzog
von Baden. Im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts ist vor allem
sein Kampf gegen den Modernismus und dessen philosophisches Pendant, Positivismus, für sein Denken charakteristisch. Mit mehreren
antimodernistischen Streitschriften meldete er sich im sog. `Modernismusstreit',
der durch die Enzyklika `Pascendi' (8. September 1907) von Papst Pius
X. verschärft worden war, des öfteren als Verteidiger der päpstlichen
Verlautbarungen zu Wort. Die Kirche würdigte sein Wirken am 4. Januar
1910 mit der Ernennung zum Päpstlichen Hausprälaten. In jenen bewegten
Jahren studierte bei CB der junge Martin Heidegger 1909-1911 katholische
Theologie. Heidegger, der ursprünglich den Weg zum Priestertum eingeschlagen
hatte, mußte wegen seiner schwächlichen Gesundheit das Freiburger
Theologenkonvikt `Collegium Borromaeum' schon 1911 wieder verlassen.
Er wechselte von der Theologie zu Philosophie und Mathematik, ließ
es sich jedoch nicht nehmen, auch weiterhin die Vorlesungen von CB
zu hören und ihn auf Spaziergängen zubegleiten. Heidegger hat kaum
autobiographische Notizen hinterlassen, doch seinen Lehrer CB erwähnte
er und hielt ihm noch nach Jahrzehnten ein ehrendes Gedenken. Ihn
faszinierte vor allem die eindringliche Art des Denkens, die Braig
in jeder Vorlesungsstunde Gegenwart werden ließ. Er sah in ihm den
letzten aus der Überlieferung der Tübinger spekulativen Schule, der
es verstand, ihm die Bedeutung Schellings und Hegels für die spekulative
Theologie im Unterschied zum Lehrsystem der Scholastik zu erläutern.
Durch CB trat die Spannung zwischen Ontologie und spekulativer Theologie
als das Baugefüge der Metaphysik in den Gesichtskreis des suchenden
jungen Heidegger. Nach Heideggers Promotion am 26. Juli 1913 scheinen
sich ihre Wege getrennt zu haben. - Ähnlich erinnert sich auch
Romano Guardini an CB. Weil er von den drei Bänden seines philosophischen
Lehrbuches beeindruckt war, ging Guardini 1915 zu CB, um mit ihm über
ein Dissertationsthema zu beraten. Als Guardini in ihrem Gespräch
auch sagte, wie sehr er vom Lehrbuch angetan sei, antwortete CB in
breitem schwäbischem Tonfall: `Ich weiß gar net mehr, was ich g'schrieben
hab.' Guardini schildert CB als einen Grübler, dessen Vorlesungen
schwer zu verstehen gewesen seien. Als aus Tübingen kommender Schwabe
hätte er es im badischen Freiburg auch nicht einfach gehabt. Ein weiterer
Schüler CBs, der später auch bekannt wurde, ist der Papsthistoriker
und Missionswissenschaftler Josef Schmidlin. Die Biographie CBs ist
in ihren Einzelheiten leider bislang noch nicht näher erforscht und
eine Würdigung seines akademischen Wirkens noch nicht erfolgt. CB
starb am 24. März 1923 und wurde drei Tage später auf dem Hauptfriedhof
in Freiburg beigesetzt.
Bibliographie: Friedrich Stegmüller, Karl Braig (1953-1923),
in: Oberrheinisches Pastoralblatt 54 (1953), 120-128.
Werke: Die natürliche Gotteserkenntnis nach dem hl. Thomas
von Aquin, in: TThQ 63 (1881), 511-596; - Die Zukunftsreligion des
Unbewußten und das Princip des Subjektivismus. Ein apologetischer
Versuch, Freiburg i.Br. 1882; - Welchen Werth hat für uns das Studium
der neueren Philosophie? Mit Bezug auf Albert Stöckls Geschichte der
neueren Philosophie, in: StMBO 5 (1884), 149-163; - Die Entdeckungen
der atheistischen Wissenschaft (Rezensionen), in: Literarische Rundschau
11 (1885), 33-38, 65-68; - Grundzüge der Aesthetik (Rezension), in:
Literarische Rundschau 11 (1885), 172-174; - Lorenz Oken und sein
Verhältnis zur modernen Entwickelungslehre, in: Literarische Rundschau
11 (1885), 297-299; - Rezension zu: W. Preyer `Die Erklärung des Gedankenlesens',
Leipzig 1886, in: Literarische Rundschau 12 (1886), 87-88; - Rezension
zu: Vinzenz Knauer `Grundlinien zur aristotelisch-thomistsichen Psychologie',
Wien 1885, in: Literarische Rundschau 12 (1886), 169-170; - Joseph
Beck, Encyklopädie der theoretischen Philosophie (Sechste Auflage,
vollständig neu bearbeitet von CB), Stuttgart 1886; - Gottesbeweis
oder Gottesbeweise? Würdigung neuer und neuester apologetischer Richtungen.
In Briefen an Prof. C. Gutberlet in Fulda, Stuttgart 1887; - Die Kunst
des Gedankenlesens, in: Frankfurter zeitgemäße Broschüren N.F. 8 (1887),
37-72; - Rezension zu: Christian Pesch `Der Gottesbegriff in den heidnischen
Religionen des Alterthums', Freiburg 1886, in: Literarische Rundschau
13 (1887), 45-47; - Rezension zu: P.D. Chantepie de la Saussaye `Lehrbuch
der Religionsgeschichte', Freiburg 1887, in: Literarische Rundschau
13 (1887), 232-234; - Rezension zu: François Duilhé de Saint-Projet
`Apologie scientifique de la Foi chrétienne', Toulouse 18852,
in: Literarische Rundschau 14 (1888), 103-105; - Einleitung und Zusätze
zu: François Duilhé de Saint-Projet: Apologie des Christentums auf
dem Boden der empirischen Forschung, hrsg. von Carl Braig, Freiburg
i.Br. 1889; - Rezension zu: Constantin Gutberlet `Lehrbuch der Apologetik',
Münster 1888, in: Literarische Rundschau 15 (1889), 108-112; - Rezension
zu: Heinrich Edward Manning `Religio veritatis', Würzburg 1889, in:
Literarische Rundschau 15 (1889), 171-174; - Zum Begriff der Materie,
in: Natur und Offenbarung 36 (1890), 577-596; - Rezension zu: Fr.
Albert Lange `Geschichte des Materialismus und Kritik seiner Bedeutung
in der Gegenwart', Iserlohn 1887, in: Literarische Rundschau 16 (1890),
289-294; - Rezension zu: Fran(ois Duilhé de St. Projet `Apologie scientifique
de la foi chrétienne, Toulouse 18903 / A. Gourand `Notions
élémentaires d'apologétique chrétienne', Paris-Berlin 1889, in: Literarische
Rundschau 16 (1890), 321-324; - Zu Platons Timaeus p. 51 E - 52 B,
in: PhJ 4 (1891), 22-29; - Vergleichende Religionswissenschaft. Studien
von Christian Pesch, in: Literarische Rundschau, in: 17 (1891), 175-180;
- Rezension zu: `Translatio et Commentum totius libri Dantis Aldigherii',
Pratii 1891, in: Literarische Rundschau 18 (1892), 149-153; - Rezension
zu: Moritz Carriere `Materialismus und Ästhetik', Stuttgart 1892,
in: Literarische Rundschau 18 (1892), 171-173; - Rezension zu: Gioachino
Berthier (Hrsg.), La Divina Comedia di Dante', Freiburg/CH 1892, in:
Literarische Rundschau 18 (1892), 374-376; - Die Freiheit der philosophischen
Forschung in kritischer christlicher Fassung. Eine akademische Antrittsrede,
Freiburg 1894; - Rezension zu: Matthias Kappes (Hrsg.) `Aristoteles-Lexikon',
Paderborn 1894, in: Literarische Rundschau 20 (1894), 86-87; - Rezension
zu: K. Esser `Die Lehre des Aristoteles über das Wirken Gottes', Münster
1893, in: Literarische Rundschau 20 (1894), 122-124; - Neue philosophische
Literatur, in: Literarische Rundschau 20 81894), 337-344, 372-376;
- Rezension zu: Otto Willmann `Geschichte des Idealismus I', Braunschweig
1894 / Theodor Simon `Leib und Seele bei Fechner und Lotze', Göttingen
1894, in: Literarische Rundschau 21 (1895), 143-145; - Rezension zu:
Wilhelm Schneider `Allgemeinheit und Einheit des sittlichen Bewußtseins',
Köln 1895, in: Literarische Rundschau 21 (1895), 203-204; - Rezension
zu: Friedrich Pilgram - Wilhelm Zehender `Nach vierzig Jahren. Religionsphilosophischer
Briefwechsel', Leipzig 1895, in: Literarische Rundschau 21 (1895),
239-241; - Rezension zu: M. l'Abbé de Broglie `La Réaction contre
le Positivisme', Paris 1894, in: Literarische Rundschau 21 (1895),
267-268; - Vom Denken. Abriß der Logik. Die Grundzüge der Philosophie
II, Freiburg i.Br. 1896; - Vom Sein. Abriß der Ontologie. Die Grundzüge
der Philosophie IV, Freiburg i.Br. 1896; - Rezension zu: Theodor Gomperz
`Griechische Denker', Leipzig 1896, in: Literarische Rundschau 22
(1896), 108-109; - Neuere philosophische Literatur, in: Literarische
Rundschau 22 (1896), 1-6; - Rezension zu: Franz Kaufmann `Andreas
Müller', Frankfurt 1895, in: Literarische Rundschau 22 (1896), 183-184;
- Rezension zu: Thomas Wehhofer `Das Lehrbuch der Metaphysik für Kaiser
Joseph II. von Josef Frantz', Paderborn 1895, in: Literarische Rundschau
22 (1896), 204; - Rezension zu: Otto Willmann `Geschichte des Idealismus
II', Braunschweig 1896, in: Literarische Rundschau 22 (1896), 339-341;
- Vom Erkennen. Abriß der Noetik. Die Grundzüge der Philosophie III,
Freiburg i.Br. 1897; - Rezension zu: Petri Cardinalis Pázmány `Physica',
Budapest 1895, in: Literarische Rundschau 23 (1897), 13-15; - Rezension
zu: Josef Hontheim `Der logische Algorithmus in seinem Wesen', Berlin
1895, in: Literarische Rundschau 23 (1897), 76; - Rezension zu: Benedictus
Lorenzelli `Philosophiae theoreticae Institutiones', Romae-Ratisbonae-Amstelodami-Parisiis
1896, in: Literarische Rundschau 23 (1897), 106-108; - Rezension zu:
Wilhelm Wundt `Grundriß der Psychologie', Leipzig 1896, in: Literarische
Rundschau 23 (1897), 146-147; - Rezension zu: Kuno Fischer `Geschichte
der neueren Philosophie I (Descartes)', Heidelberg 1897, in: Literarische
Rundschau 23 (1897), 170-172; - Rezension zu Johannes Rehmke `Grundriß
der Geschichte der Philosophie', Berlin 1896, in: Literarische Rundschau
23 (1897), 265-267; - Rezension zu: Kuno Fischer `Geschichte der neueren
Philosophie IX (Schopenhauer)', Heidelberg 1897, in: Literarische
Rundschau 23 (1897), 368-369; - Rezension zu: C. Hilty `Glück', Leipzig
1895, in: Literarische Rundschau 24 (1898), 25-26; - Über Wege und
Ziele der katholischen Wissenschaft, in: Literarische Rundschau 24
(1898), 161-166; - Rezension zu: Friedrich Wörter `Beiträge zur Dogmengeschichte
des Semipelagianismus', Paderborn 1898, in: Literarische Rundschau
24 (1898), 236-237; - Eine Frage an Michael Glossner, in: PhJ 12 (1899),
92-95; - Eine Antwort an Michael Glossner, in: PhJ 12 (1899), 348-350;
- Rezension zu: Ad. Tanquerey `Synopsis theologiae dogmaticae', Tornaci
1897-1899, in: Literarische Rundschau 26 (1900), 82-84; - Rezension
zu: Paul von Schanz `Ist die Theolgoie eine Wissenschaft?', Stuttgart-Wien
1900, in: Literarische Rundschau 26 (1900), 178-179; - Rezension zu:
Christian Pesch `Theologische Zeitfragen', Freiburg 1900, in: Literarische
Rundschau 26 (1900), 306-307; - Zur Erinnerung an Franz Xaver Kraus,
Freiburg i.Br. 1902; - Rezension zu: Kuno Fischer `Geschichte der
neueren Philosophie IV (Kant)', Heidelberg 1898/1899, in: Literarische
Rundschau 28 (1902), 17-20; - Die Freiheit der Wissenschaft (= Rezension
zu: J.M. Peruter `Voraussetzungslose Forschung, freie Wissenschaft
und Katholizismus', Wien-Leipzig 1902), in: Literarische Rundschau
28 (1902), 73-78; - Rezension zu: Hermann Schell `Apologie des Christentums
I. Religion und Offenbarung', Paderborn 1901, in: Literarische Rundschau
28 (1902), 84-86; - Rezension zu: Christian Pesch `Theologische Zeitfragen',
Freiburg 1901, in: Literarische Rundschau 28 (1902), 86-87; - Rezension
zu: Johann Johannsen `Gegen die Konfessionen!', München 1902, in:
Literarische Rundschau 28 (1902), 305-306; - Rezension zu: August
Zöllig `Die Inspirationslehre des Origenes', Freiburg 1902, in: Literarische
Rundschau 28 (1902), 330-331; - Rezension zu: Christian Pesch `Theologische
Zeitfragen', Freiburg 1902, in: Literarische Rundschau 28 (1902),
331-332; - Das Wesen des Christentums an einem Beispiel erläutert,
oder Adolf Harnack und die Messiasidee. Ein Vortrag, Freiburg i.B.
1903; - Der Papst und die Freiheit. Freiburg i.Br. 1903; - Der Katholizismus
im Spiegel der neuesten protestantischen Kritik (Rezension zu: Friedrich
Loofs `Symbol oder christliche Konfessionskunde', Tübingen-Leipzig
1902), in: Literarische Rundschau 29 (1903), 1-6; - Rezension zu:
Hermann Schell `Christus', Mainz 1903, in: Literarische Rundschau
29 (1903), 145-148; - Rezension zu: Charlotte Lady Blennerhallett
`Chateaubriand. Romantik und Restaurationsepoche in Frankreich', Mainz
1903, in: Literarische Rundschau 19 (1903), 216-218; - Von dem Untergang
der Dinge, in: HPBl 133 (1904), 465-482; 541-558; - Kant, der Philosoph
des Protestantismus, in: HPBl 134 (1904), 81-103; - Rezension zu:
Joseph Pohle `Lehrbuch der Dogmatik I-VII', Paderborn 1902/1903, in:
Literarische Rundschau 30 (1904), 142-144; - Rezension zu: Kuno Fischer
`Geschichte der neuern Philosophie III (Leibniz)', Heidelberg 1902,
in: Literarische Rundschau 30 (1904), 363-366; - Der Friedensplan
des Leibniz, in: HJ 26 (1905), 715-736; - Rom und der Syllabus, in:
HPBl 137 (1906), 637-656; 829-849; - Rezension zu: Gustav Krüger `Das
Dogma von der Dreieinigkeit und Gottmenschheit', Tübingen 1905, in:
Literarische Rundschau 32 (1906), 94-97; - Modernstes Christentum
und moderne Religionspsychologie. Zwei akademische Reden: Das Dogma
des jüngsten Christentums, und: Der Ursprung der religiösen Vorstellungen
und die Phantasie, Freiburg i.Br. 1907; - Rezension: Hermann Schell
`Apologetik des Christentums II', Paderborn 1905, in: Literarische
Rundschau 33 (1907), 15-18; - Rezension zu: Franz X. Kiefl `Die wissenschaftliche
Berechtigung der katholischen Dogmatik', Würzburg 1906, in: Literarische
Rundschau 33 (1907), 112; - Rezension zu: G.W. Leibniz `Philosophische
Werke', hrsg. von Ernst Cassierer, Leipzig 1903, 1906, 1904 und 1879,
in: Literarische Rundschau 33 (1907), 212-214; - Was soll der Gebildete
von dem Modernismus wissen?, in: Frankfurter zeitgemäße Broschüren
28 (1908); - Bossuet und der Modernismus, in: HPBl 144 (1909), 737-747;
- Die Christusfrage in der Gegenwart, in: Literarische Rundschau 35
(1909), 217-221, 270-276; - Rezension zu: Hermann Schell `Jahwe und
Christus', Paderborn 1908, in: Literarische Rundschau 35 (1909), 540-541;
- Jesus Christus außerhalb der katholischen Kirche im neunzehnten
Jahrhundert. Drei Vorträge, in: Jesus Christus. Apologetische Vorträge.
Freiburg i. Br. 1908, 21911, 105-221; - Wie sorgt die Enzyklika
gegen den Modernismus für die Reinerhaltung der christlich-kirchlichen
Lehre?, in: Jesus Christus. Apologetische Vorträge, Freiburg i. Br.
1908 (19112), Anhang 389-440; - Der Modernismus und die Freiheit
der Wissenschaft, Freiburg i.Br. 1911; - Lebens- und Gewissensfragen
der Gegenwart, in: Literarische Rundschau 37 (1911), 321-328; - Zur
Christusfrage in der Gegenwart, in: Literarische Rundschau 38 (1912),
409-416.
Lit.: J.B. Renniger, Rezension zu: CB `Die Zukunftrreligion
des Unbewußten und das Prinzip des Subjektivismus, Freiburg 1882',
in: Literarische Rundschau 9 (1883), 461-463; - Constantin Gutberlet,
Rezension zu: Joseph Beck `Encyklopädie der theoretischen Philosophie'
(neu bearbeitet von CB), Stuttgart 1886, in: Literarische Rundschau
13 (1887), 13-14; - St. J. Neher, Personal-Katalog der seit 1813
ordinirten und in der Seelsorge verwendeten Geistlichen des Bisthums
Rottenburg, Schwäbisch Gmünd 18943; - Nachrichten, in: Literarische
Rundschau 20 (1894), 28; - Ludwig Baur, Rezension zu: Carl Braig
`Vom Sein. Abriß der Ontologie', Freiburg 1896 / `Vom Erkennen. Abriß
der Noetik', Freiburg 1897, in: Literarische Rundschau 25 (1899),
175-177; - Michael Glossner, Carl Braig. Vom Sein, in: Jahrbuch
für Philosophie und spekulative Theologie 13 (1899), 52-65; -
Ders., Zur Abwehr, in: Ebd. 13 (1899), 501-504; - Ders., Carl
Braig. Abriß der Noetik, in: Ebd. 14 (1900), 205-211; - Ders.:
Ein zweites Wort an Prof. Dr. Braig, in: Ebd. 14 (1900), 248-251;
- Bernhard Krieg, Rezension zu: Carl Braig `Leibniz, sein Leben
und die bedeutung seiner Lehre', Hamm 1901, in: Literarische Rundschau
27 (1901), 346; - Franz Schmid, Carl Braig `Das Wesen des Christentums',
Freiburg 1903, in: Literarische Rundschau 29 (1903), 187-188; -
Ders., Rezension zu: Carl Braig `Der Papst und die Freiheit', Freiburg
1903, in: Literarische Rundschau 29 (1903), 285-286; - Bernhard
Dörholt, Rezension zu: Carl Braig `Modernstes Christentum und moderne
Religionspsycholgoie', Freiburg 19072, in: Literarische Rundschau
35 (1909), 587-588; - Leonhard Atzberger, Rezension zu: Karl Braig
`Der Modernismus und die Freiheit der Wissenschaft', in: Literarische
Rundschau 38 (1912), 373-374; - Necrologium Friburgense `Braig,
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Wilhelm Kosch (Hrsg.), Das katholische Deutschland I, Augsburg 1933,
224-225; - Martin Heidegger, Mein Weg in die Phänomenologie, in:
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81-90 (82 f.); - Ders., Vorwort, in: Frühe Schriften, Frankfurt
a.M. 1972, IX-XI (XI); - Hubert Schiel, Briefe Freiburger Theologen
an Franz Xaver Kraus. Ein Beitrag zur Geschichte der Freiburger Theologischen
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- Richard Schaeffler, Frömmigkeit des Denkens? Martin Heidegger
und die katholische Theologie, Darmstadt 1978, 1-10, 30-32; -
Rudolf Reinhardt, Ein `Kulturkampf' an der Universität Freiburg. Beobachtungen
zur Auseinandersetzung um den Modernismus in Baden, in: Georg Schwaiger
(Hrsg.), Aufbruch ins 20. Jahrhundert. Zum Streit um Reformkatholizismus
und Modernismus, Göttingen 1976 (Studien zur Theologie und Geistesgeschichte
des Neunzehnten Jahrhunderts; 23), 90- 138 (94, 129); - Franz
Träger, Das empirische Denken Carl Braigs (1853-1923), in: Perspektiven
der Philosophie 5 (1979), 341-356; - Bernhard Casper, Martin Heidegger
und die Theologische Fakultät Freiburg 1909-1923, in: Freiburger Diözesanarchiv
100 (1980), 534-541; - Franco Volpi, Alle origini della concezione
Heideggeriana dell'Essere. Il Trattato Vom Sein di Carl Braig, in:
Rivista Critica di Storia della filosofia 2 (1980), 183-194; -
Elmar Fastenrath, Christologie im Zeitalter des Modernismus. Die Analyse
der Problematik in den Schriften des Freiburger Dogmatikers Carl Braig,
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(Hrsgg.), Im Spannungsfeld von Tradition und Innovation. FS für Joseph
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