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Band XIV. (1998) Spalten 833-834 Autor: Ekkart Sauser

BRUCKMAYR, Albert II.: Abt der Benediktinerabtei Kremsmünster/Oberösterreich, * 3.12. 1913 in Schärding, † 26.6. 1982 in Wels/Oberösterreich. - Einer Kaufmannsfamilie entstammend, machte er seine Gymnasialstudien am Stiftsgymnasium zu Kremsmünster in den Jahren 1924-1932, Eintritt in das Stift Kremsmünster und Einkleidung am 17.8. 1932, nach Studien in S. Anselmo zu Rom zwischen 1933-1937 am 11.7. 1937 in Kremsmünster zum Priester geweiht, dann Studien für Latein und Griechisch an den Universitäten Wien und Berlin, 1940 Doktor der Philosophie, 1944 Doktor der Theologie, Kaplansstellen in Viechtwang und Scharnstein, 1945-1964 Präfekt am Stiftskonvikt, seit 1945 Professor am Stiftsgymnasium, am 5.10. 1964 zum Abt gewählt, Abtweihe am 28.10. 1964 in der Stiftskirche von Kremsmünster, dabei fand die erste Konzelebration in Österreich statt. - Schon als junger Professor am Stiftsgymnasium verstand er es, den Schülern echte Begeisterung vor allem für Latein und Griechisch beizubringen, es ging von ihm ein tief kultivierender Geist aus. Dies vor allem bewirkte, daß er als Coadjutor und dann als alleiniger Abt von Kremsmünster gewählt wurde. Sein Wahlspruch: "Christus hodie" (Christus heute) spricht das aus, was ihn für sich und für andere zutiefst bewegte: Christusverkündigung in der Gegenwart und für die Gegenwart. Er kann als letzter Abt "im alten Stil" angesprochen werden - und dies in des Wortes bester Bedeutung: Hoheitsvoll und sehr liebenswürdig, Ehrfurchtgebietend und zugleich sehr teilnahmsvoll - zärtlich begegnete er dem Konvent und allen, die zu ihm kamen, vor allem seinen ehemaligen Schülern. Für das geistliche Profil von Kremsmünster wurde vor allem bedeutend die Einrichtung des "Klosters auf Zeit" wie der Jugendvespern und der Jugendwochen. Das 1.200jährige Jubiläum des Stiftes leitete er gekonnt und mit hoher Kultur. Mit dem Benediktinerpriorat Mariazell und mit der Gründung des Stiftes in Barreiras hielt er intensiven Kontakt und zwar ganz persönlich durch Reisen dorthin. Als Freund der Wissenschaften hatte er stets ein Augenmerk auf das Wachstum der Bibliothek und der Sammlungen. Von 1974-1981 war er Vorsitzender der Ordenkonferenz des Bistums Linz und damit auch Mitglied des Priesterrates. Bei aller Würdigkeit in seinem Auftreten war er sehr kooperativ und versuchte immer wieder, Außenstehende mit in den Aufbau des Klosters einzubeziehen. Er war ein Förderer der Liturgie und persönlich sehr fromm, was seine Frühmessen bereits um 5 Uhr früh bezeugen.

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Werke: Untersuchungen über die Randscholien der 28 Reden des heiligen Gregorios von Nazianz im cod. Vindob.theol.gr.74 (Diss. 1940); Das Ärgernis des Judentums an Paulus (Diss. 1944); Die Lehre von den Sinneswahrnehmungen in der antiken Philosophie (Gymn.-Programm 1953); Dieser und jener Äon. Eine Studie zum Geschichtsbild des hl. Paulus (Gymn.Programm 1954), Studie zu St. Augustins Traktat Contra Cresconium, in: Professoren-Festschr. 1949, 201-219.

Lit.: Th. Pichler, Abt Albert Bruckmayr von Kremsmünster (gest. 26. Juni 1982), in: Erbe u. Auftrag 58 (1982) 455-458; - P. Pitschmann, Abt Albert Bruckmayr-Kremsmünster: In: StudMittOSB 93 (1982) 1061-1065; - B. Wintersteller, Constantes estote. Zum Gedenken an Abt DDr. Albert Bruckmayr, in: Gymn.. Jber. 125 (1983) 15-28; - A. Kellner, Profeßbuch des Stiftes Kremsmünster, Kremsmünster 1968, 571-572; - Th. Pichler, Ergänzungen zu P. Altmann Kellners Profeßbuch des Stiftes Kremsmünster, Stellenbesetzung 1945-1985, Kremsmünster 1985, 87-91.

Ekkart Sauser

Letzte Änderung: 09.04.2011