Verlag Traugott Bautz |
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BAUER, Hans, Orientalist, * 16.1. 1878 in Grasmannsdorf (Oberfranken) als Sohn eines Landwirts, † 6.3. 1937 in Halle (Saale). - B. studierte an der Gregoriana in Rom Theologie, empfing 1903 die Priesterweihe und wurde 1904 Kuratus am Krankenhaus in Bamberg. Seit 1906 studierte er in Berlin und Leipzig semitische Sprachen, promovierte 1910 in Berlin und habilitierte sich 1912 in Halle. Bald darauf trat B. zum Protestantismus über. Er wurde 1922 ao. und noch in demselben Jahr o. Professor für semitische Sprachen in Halle. Bekannt ist H. als Begründer einer neuen Lehre vom semitischen und hebräischen Verbum und durch seine Entzifferung der ugaritischen Keilschrifttexte von Ras Schamra (Nordsyrien).
Lit.: Otto Eißfeldt, H. B., in: AfO 11, 1936/37, 405 f.; - Ders., Kl. Schrr., hrsg. v. Rudolf Sellheim u. Fritz Maaß, II, 1963, 110 - Hans Wehr, H. B., in: ZDMG 91, 1937, 175 ff.; - Bruno Meißner, in: FF 13, 1937, 144; - NDB I, 639.
Friedrich Wilhelm Bautz
Literaturergänzung:
2008
Holger Gzella, "Hans Bauer und die historisch-vergleichende Semitistik", in: O. Jastrow, S. Talay, H. Hafenrichter (Hrsgg.), Studien zur Semitistik und Arabistik. Festschrift für Hartmut Bobzin zum 60. Geburtstag, 141-182. Wiesbaden 2008.
Letzte Änderung: 09.04.2011