BEAUMETZ, Jean de, Maler, † 16.10. 1396 in Burgund. - B. war in Arras tätig, wurde aber 1361 in Valenciennes seßhaft. Philipp der Kühne, Herzog von Burgund, ernannte ihn 1375 zum Hofmaler. Ihm wurde der Auftrag zuteil, für die Kartause von Champmol mehrere Gemälde für die Altäre der Kirche sowie 26 Andachtsbilder für die Zellen des Priors und der 24 Mönche zu malen. An den Altarbildern arbeitete B. selbst, während er die Andachtsbilder seinen Mitarbeitern überließ. In seiner Werkstatt arbeiteten 1388 bis zu 19 Maler.
Werke: Kreuzigung mit einem Kartäusermöneh, um 1388-95 (New York, Wildenstein Gallery); dass., um 1388-95 (Paris, Smlg. H. Chalandon).
Lit.: A. Kleinklausz, Les peintres du Duc de Bourgogne, in: La Revue de l'Art ancien et moderne XX, 1906, 162; - Charles Sterling, Oeuvres retrouvées de J. de B., peintre de Philippe le Hardi, in: Bulletin des Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique IV, 1955, 57 ff.; - Thieme-Becker III, 119; Kindlers Malerei Lex. I, Zürich 1964, 255 ff.