BEN DOSA, Chanina: Wundercharismatiker des Judentums im 1. Jh. n. Chr.; lebte in einer galiläischen Stadt namens Arab in der Nähe von Sepphoris, ca. 10 Km von Nazareth entfernt; war Schüler von Jochanan ben Zakkai, der einer der größten und prominentesten Toraweisen seiner Zeit war; seine Herkunft ist nicht genau bestimmbar; der Name Dosa läßt sich zwar von dem griechischen Dositheus ableiten, jedoch trugen einige Rabbinen seinerzeit diesen Namen; Ben Dosa war verheiratet und lebte in selbstgewählter Besitzlosigkeit; der Mischna zur Folge war seine größte Fähigkeit, daß er für lebensbedrohlich Erkrankte betete und je nachdem, ob ihm das Gebet flüßig oder stockend von den Lippen kam, vorhersagen konnte, ob die Erkrankten überleben werden; war nicht nur als Heiler bekannt, sondern auch als Retter in der Not: er hatte Einfluß auf das Wirken von Dämonen und konnte den Regen beeinflussen; Außerdem soll er immun gegen Schlangenbisse gewesen sein; er selbst verstand sich nicht als Prophet.
Quellen: Kollmann, Bernd: Neutestamentliche Wundergeschichten, Kohlhammer, Stuttgart, 2002; Vermes, Geza: Jesus, der Jude. Ein Historiker liest Evangelien, Neukirchener Verlag des Erziehungsvereins GmbH, Neukirchen-Vluyn, 1993; www.hagalil.com: http://www.hagalil.com/judentum/feiertage/av/ben-sakai.htm, Herausgeber David Gall, München.
Stephanie Laß
Letzte Änderung: 09.04.2011