BERNADOTTE, Oscar Carl August, schwedischer Prinz, * 5.11. 1859 in Stockholm als zweiter Sohn König Oskars II., † 1953. - Bei seiner Verehelichung mit der Hofdame Ebba Henrietta Munck 1888 entsagte B. seiner Stellung als erbberechtigtes Mitglied des Königshauses und erhielt den Titel Prinz. Er war Marineoffizier und 1897-1903 Admiral. B. war 1892 bis 1943 Bundespräsident des schwedischen CVJM (KFUM) und Repräsentant dieser Vereinigung im Präsidium des Weltbundes in Genf. 1927 schenkte er dem KFUM Schloß Fridhem bei Visby als Ferienheim. Eine sehr eifrige Tätigkeit entfaltete B. als Vorsitzender der schwedischen Abteilung der »Evangelischen Allianz«. Auf seine Anregung und unter seiner Leitung wurden nach englischem Vorbild 1898 die »Södertäljekonferenzen« geschaffen als jährliche Zusammenkünfte zur Vertiefung des geistlichen Lebens. Er bemühte sich um die geistliche Betreuung der Soldaten und Seeleute und förderte die Arbeit der Mission und der Heilsarmee.
Lit.: RGG I, 1063.
Friedrich Wilhelm Bautz
Literaturergänzung:
2009
Gunna Wendt, Die Bernadottes u.d. Romanoffs. Europäische Dynastien auf d. Mainau. Frauenfeld 2009.
Letzte Änderung: 09.04.2011