BUCKISCH, Gottfried (seit 1691: Ritter von B. und Löwenfels), Jurist und Kirchenhistoriker, getauft 28.1. 1641 in Oels (Schlesien) als Sohn eines Richters, † 19.2. 1699 in Mainz. - B. studierte die Rechte in Leipzig und Jena und wurde Ratmann in Strehlen. 1676 trat er zum Katholizismus über und beteiligte sich als Regierungssekretär in Brieg eifrig an der Gegenreformation im Fürstentum Brieg. B. wurde kaiserlicher Rat und Assessor beim Prager Burgamt und um 1692 Professor für Geschichte und Rechte in Wien. Um 1694 verlor er sein Amt und erhielt nach jahrelangem Umherirren erst kurz vor seinem Tod eine Professur in Mainz. Bekannt ist B. durch sein ungedrucktes Hauptwerk »Schlesische Religionsakten«, eine zuverlässige Quelle zur Geschichte der Reformation und Gegenreformation.
Werke: Prolegomena schles. Kirchenhistorien, Neiße 1685; Observationes hist.-polit. in instrumentum pacis Osnabrugo-Westphalicum, 2 Bde., Wien 1694-96.
Lit.: Räß VIII, 1868, 115 ff.; - Dorothea v. Velsen, Die Gegenref. in den Fürstentümern Liegnitz-Brieg-Wohlau, ihre Vorgesch. u. ihre staatsrechtl. Grdl.n, 1931; - Robert Samulski, in: Zschr. des Ver. f. Gesch. Schlesiens 66, 1932, 155 ff.; - ADB III, 495; - NDB II, 712.