BÜTTNER, Johann Samuel, Pfarrer, * 28.4. 1831 als Pfarrerssohn in Harsefeld bei Stade, † 23.7. 1905 in Hannover. - B. verlebte seine Kindheit in Daverden an der Unterweser und besuchte seit 1847 das Domgymnasium in Verden. Er studierte 1850-53 in Erlangen und Göttingen und wurde Hauslehrer in Hildesheim. Dann war B. 9 Jahre Gehilfe seines Vaters in Daverden und wirkte seit 1866 als Pfarrer in Horneburg bei Stade. Er wurde 1869 nach Hannover an das Diakonissenhaus »Henriettenstift« berufen. - B. entfaltete als Vorsteher des Henriettenstifts, das bei seinem Amtsantritt nur 36, aber bei seinem Tod 457 Diakonissen zählte, eine nach innen und außen bedeutsame Wirksamkeit und gewann auf dem Gebiet der weiblichen Diakonie je länger, desto mehr die Stellung eines angesehenen Führers. Auch der Heidenmission und der lutherischen Diasporapflege galt seine Liebe. Viele Jahre war B. Vorsitzender des Hannoverschen Lutherischen Gotteskastens.
Werke: Gottes Befehl im Diakonissenberuf, 1883 (18953); Diakonissenunterricht, 1891 (18972); Suchet in der Schr. (Andachtsbuch), 19003; Pastorale Seelenstud., 1905; Passionsbetrachtungen (8 Jgg.), 1906; Mit Christo verborgen in Gott (Jg. Predigten), 1906.
Lit.: Theol. Jber. 1905, 1407 (Nestle; mit Lit.); - G. Lohmann, J. S. B., in: AELKZ 1905, Nr. 37-39; - Johannes Schwerdtmann, Zur Erinnerung an J. S. B., 1907; - Allg. hann. Biogr., hrsg. v. Wilhelm Rothert, I, 1912, 77 ff.; - RE XXIII, 279 ff.