BÜTTNER, Matthäus, Kirchenliederdichter, * 9.11. 1620 in Doberstroh (Niederlausitz), † 15.6. 1678 in Baruth (Oberlausitz). - B. wurde 1644 Pfarrer in Friedersdorf (Niederlausitz), 1654 in Lohsa und 1674 in Baruth. Von ihm stammt das Lied »Jesus ist mein Freudenleben.«
Lit.: Koch IV, 47 f.; - ADB III, 662; - DLL II, 319.
Friedrich Wilhelm Bautz
Textanmerkungen:
B. wurde in Dobristroh, Kreis Kalau, Niederlausitz geboren. Von 1641-1646 besucht er das Pädagogikum Stettin als " Matthäus Büttner Senftenberganus ", ab Ostern 1646 Student zu Wittenberg, promoviert ebd. 13.10. 1646 zum Mag. phil., 1646 Kandidat der Theologie, tritt 1647 seine 1. Pfarrstelle in Friedersdorf an; vom 4.8.1655 bis 1674 war er Pfarrer zu Lohsa, Kreis Hoyerswerda in Niederschlesien und starb am 15.1.1678 in Baruth, Kreis Bautzen. Sein o.g. Kirchenliedtext wurde zur Melodie eines ursprünglichen Hirtenliedes, Altdorf 1653, gesungen. Zu dieser Melodie existieren mehrere Texte "Ach was soll ich Sünder machen" von Johann Flittner, "Ach wie groß ist Deine Gnade" von Johann Olearius und "Kommst Du, kommst Du Licht der Heiden" von Ernst Christoph Homburg. Die ursprüngliche Melodie wurde später u.a. von Buxtehude (" Kommst Du, kommst Du Licht der Heiden"), Pachelbel (Op. 105) und Bach (BWV 259 und 770) über "Ach was soll ich Sünder machen" und Reger (im Op. 145,3 "Weihnachten" als Choral "Hosianna Davids Sohne, der jetzt kehret bei uns ein") vertont.
Quelle: Deutsches Geschlechterbuch Bd. 179, S. 1-11, Büttner 2.