BURCHARD, Bischof von Basel, * um 1040, † 12.4. 1107 in Basel. - B. war erst Domherr in Eichstätt, dann Kämmerer des Erzbischofs von Mainz und wurde 1072 Bischof von Basel. Im Investiturstreit stand er zeitlebens zu Heinrich IV. B. wirkte am 24.1. 1076 in Worms mit bei der Absetzung Gregors VII. und holte dafür die Zustimmung des lombardischen Episkopats auf der Synode zu Piacenza. Am 24.3. 1084 nahm er in Rom teil an der Weihe des Gegenpapstes, des Erzbischofs Wibert von Ravenna, und der Kaiserkrönung Heinrichs IV. Für seine treuen Dienste schenkte ihm dieser 1080 die Grafschaft Härkingen im Buchsgau, 1084 das Schloß Rappoltstein im Elsaß und 1095 die Abtei Pfäfers im Kanton St. Gallen. B. erbaute die Stadt Erlach am Bielersee und gründete in Basel das Kloster St. Alban.
Lit.: Albert Burckhardt, Bisch. B. v. B., in: Jb. f. Schweiz. Gesch. 7, Zürich 1882, 58 ff.; - L. Vautrey, Histoire des évêques de Bâle I, Einsiedeln 1884, 120 ff.; - Rudolf Wackernagel, Gesch. der Stadt Basel I, Basel 1907, 5; - A. Ceisele, Bisch. B. v. B. u. seine Beziehungen z. Markgräflerland, in: Das Markgräflerland. Btrr. zu seiner Gesch. u. Kultur 27, Schopfheim 1965, 65 ff.; - ADB III, 554 f.; - NDB III, 24; - DHGE X, 1228 f.; - EC III, 224.