Verlag Traugott Bautz |
![]() |
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
FURSA (Furseus): hl. Abt und Klostergründer aus Irland, geb. 6. Jh. in Irland, gest. 649 in Mezerolles, Frankreich, Fest: 16.1. - F. gilt als Missionar der Ostangeln und als Gründer des Klosters Cnobyeresburg. Von dort ging er um 640 in das Frankenreich. Dort wurde er sehr von Erchinoald, dem Majordomus Chlodwigs II. unterstützt. Nun gründete er da Kloster Lagnay. Er wurde sehr von Eligius von Noyon und Audobert von Cambrai geehrt. Sein Grab in Peronne zog viele Pilger an. J. Hennig stellt dazu fest: »Mit Corbie und St-Riquier war Perrorna Scottorum ein Zentrum insularer Kultur im Frankenreich.« (LThK2 Bd 4. Sp. 464). - Eine andere Bemerkung von J. Hennig ist auch von Bedeutung: »Der Berichts Bedas (HE III 19) über die Visionen des Heiligen, der die irische und festländische Visionenliteratur des Mittelalters tief beeinflusste, war der Hauptgrund für die weite literarische Tradition des F. im Mittelalter.« (LThK2 Bd 4. Sp. 464). Irische, englische und französische Kalender erwähnen seinen Kult. Seine Verehrung im Mittelalter war bedeutsam.
Ekkart Sauser
Literaturergänzung:
1988
Walter Berschin, Biographie u. Epochenstil im lat. Mittelalter. Bd. 2. Stuttgart 1988, S. 104-109; -
2004
Stefanie Hamann, Die "Vita Fursei" als chronol. Quelle, in: AnBoll 122.2004, S. 283-298.
Letzte Änderung: 09.04.2011