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Band II (1990)Spalte 258 Autor: Friedrich Wilhelm Bautz

GOBAT, Samuel, Missionar, * 26.1. 1799 in Crémines (Kt. Bern), † 11.5. 1879 in Jerusalem. - G. trat 1820 in das Basler Missionshaus ein und studierte 1823/24 in Paris die arabische Sprache. 1826 wurde er von der »englischen Kirchenmission« ausgesandt und arbeitete in Kairo, 1829-32 in Abessinien und nach seiner Hochzeit mit Maria, Tochter des Inspektors Christian Heinrich Zeller (s. d.) in Beuggen bei Basel, 1834-36 wiederum in Abessinien. G. stand dann in der Heimat im Dienst der Mission, soweit es sein geschwächter Gesundheitszustand zuließ. Er wurde 1839 nach Malta gesandt, um von dort aus Missionsreisen durchzuführen und den Druck der amharischen Bibel zu überwachen. G. kehrte 1843 in die Schweiz zurück und übernahm später die Leitung einer evangelischen Erziehungsanstalt auf Malta. Friedrich Wilhelm IV. von Preußen ernannte ihn 1846 zum evangelischen Bischof in Jerusalem als Nachfolger des anglikanischen Bischofs Michael Salomo Alexander (s. d.). G. sammelte Gemeinden, richtete Schulen ein und gründete Krankenhäuser in Jerusalem, Jaffa, Bethlehem, Nabus und Nazareth.

Lit.: Heinrich Thiersch, S. G., 1884; - Th. Schölly, S. G. Ein Lb., Basel 1900; - Alfred Krafft, Ein ev. Bisch. im Hl. Lande. Lb. des Bisch. S. G., 1928; - Hans Huppenbauer, Dem Mutigen hilft Gott. Aus dem Leben v. S. G., Basel 1942; - Friedrich Schick, S. G., der Blech. v. Jerusalem, 1958; - Karl Heinrich Rengstorf, Der Brief des Blech. S. G. v. J. an den Kaiser Theodoros II. v. Äthiopien v. 28.11.1865, in: OrChr 48, 1964, 221 ff.

Friedrich Wilhelm Bautz

Letzte Änderung: 30.08.2008