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Band XV (1999)Spalte 678 Autor: Ekkart Sauser

GUMBERT (Guntbert): hl. Abtbischof, geb. 8. Jh. in Ansbach, gest. um 790 (11.3. ?) in Ansbach. Fest: 15.7., früher 11.3. - G. gehörte der karolingischen Reichsaristokratie an. Bischof Burkhard von Würzburg lehrte ihn, wie man inmitten allen Reichtums arm leben kann. Gründete auf seinem Gut in Ansbach um 750 ein Benediktinerkloster, das er als Abt leitete. Nach Alois Schmid soll dieses bereits vor 748 gegründet worden sein, und zwar »als Stützpunkt der fränkischen Raumerfassung, dem Karl der Gr. 786 Immunität und freie Abtwahl gewährte«. Der Legende nach war G. Schirmvogt der Domkirche und Bischof von Würzburg. Nach einer anderen Legende soll er sehr beliebt gewesen sein. Während seiner Wahl zum Bischof von Würzburg starb er. Reliquien von ihm befinden sich in der Gumbertuskirche zu Ansbach wie in Köln und Brüssel. In der Kunst wird er dargestellt als Bischof mit Stab und Kirchenmodell.

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Lit.: LThK3 Bd. 4, Sp. 1100 (A. Schmid); - BHL 3691; - A. Bayer: S. Gumberts Kloster und Stift in Ansbach, Würzburg 1948; - Prinz 257 f.; - K. Rommel: Afra, Candidus und Fridolin-Kirchennamen und biblische Zahlen, Stuttgart 1998, 52; - LCHI Bd. 6, Sp. 462-463 (L. Schütz); - BiblSS VII 519; - Detzel 400; - Braun 312; - Kerle 238; - V. Schauber: Pattloch Namenstagskalender, Dokumentation H. M. Schindler, Augsburg 1994, 199.

Ekkart Sauser

Letzte Änderung: 09.04.2011