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Band XXVII (2007) Spalten 581-582 Autor: Konrad Fuchs

HADAMAR, Hermann v., Ritter, * 1264, † 1306. - Der Sohn Hermanns oder Sifrids v. Hadamar, deren bei der Erwähnung in das Jahr 1235 fällt, ist zum ersten Mal im Gefolge des Trierer Erzbischofs, zudem des Grafen v. Sponheim und v. Sayn nachweisbar. In der Schlacht bei Worringen an 5.6. 1288, in der die Entscheidung über die Vorherrschaft im Gebiet zwischen Rhein und Maas fiel, Kurköln vom Niederrhein abgedrängt, die Stadt Köln von erzbischöflicher Bevormundung frei und die niederrheinische Geschichte fortan endgültig territorial zersplittert wurde, zeichnete Hermann sich durch Tapferkeit als Mitkämpfer des streitbaren Erzbischofs Siegfried v. Westerburg (1232/1235-1297), seit 1259 Dompropst von Mainz und seit 1275 Erzbischof von Köln, aus. Später stand er als Diplomat in den Diensten Königs Adolfs v. Nassau (reg. 1292-l298). 1292 beauftragte Adolf ihn mit Botschaften an die Städte Dortmund, Duisburg und Sinzig sowie an das Stift Essen. Gelegent1ich findet sich für Hermann die Bezeichnung "nobilis vir", womit eine Hervorhebung gegenüber seinen Standesgenossen aus der Ritterschaft zum Ausdruck gebracht wurde. Der von zeitgenössischen Chronisten und Dichtern hochgelobte Hermann hatte seinen Hauptsitz in Andernach. Seine Nachkommen waren hier bis zu ihrem Aussterben ansässig.

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Lit.: I. Schmitt, in: Unser Nassauer Land. Beilage zum Nassauer Bote (Limburg), 10 (1962), Nr. 5, 3f.; - Hellmuth Gensicke. Zur Geschichte des nassauischen Adels. Die von Hadamar, in: Nassauische Annalen 79 (1968), 329f., 332; - Ders., in: Wilhelm Janssen/Hugo Stehkämper (Hrsg.), Der Tag bei Worringen (1988), 123-133; - Otto Renkhoff, in: Naussauische Biographie (21992), 553.

Konrad Fuchs

Letzte Änderung: 09.04.2011