HARTMUT: Benediktinerabt, gest. 23.1. nach 905 in St. Gallen. - Zunächst war H. einfacher Benediktinermönch und Schüler des großen Benediktiners Rhabanus Maurus. Im Jahre 872 wurde er als Nachfolger von Grimalt Abt von St. Gallen. Otfried von Weißenburg widmete 868 seine Dichtung "Krist", eine Form von Evangelienharmonie in südrheinfränkischer Mundart dem Freunde H. - Wie Grimalt war auch H. ein mächtiger Bauherr in St. Gallen. 883 dankte er ab und begann sein Leben als Rekluse in St. Gallen. In Zurückgezogenheit und Abtötung lebte er seine Tage bis zu seinem Tode nach dem Jahre 905.
Lit.: J. Torsy-H. J. Kracht: Der Große Namenstagskalender, Freiburg-Basel-Wien 2002, 47; - V. Schauber: Pattloch-Namenstagskalender, Dokumentation H. M. Schindler, Augsburg 1994, 23; - V. Schauber-H. M. Schindler: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf, München 2001, 33; - J. Torsy: Lexikon der Deutschen Heiligen, Köln 1959, 214; - A. Schütte: Handbuch der Deutschen Heiligen, Köln 1941, 157; - Joh. Ev. Stadler-J. N. Ginal: Vollständiges Heiligenlexikon II, 827; - L. Burgener: Helvetia sancta I, 301; - O. Doerr: Das Institut der Inklusen in Süddeutschland. Beiträge zur Geschichte des alten Mönchtums 18, Münster/W. 1934, 90; - A. Hauck: Kirchengeschichte Deutschlands, II 636.
Ekkart Sauser
Letzte Änderung: 09.04.2011