HAYDT, Johannes Bonus: katholischer Ordenspriester, Prediger und Mariologe, Augustinereremit (OESA). * 1649 in München, † um 1708 ebendort. - Haydt wirkte vor allem als Prediger und geistlicher Autor in den Augustiner-Klöstern von Ingolstadt und München. In seinem wohl wichtigsten Werk, dem "Mariale Augustinianum" von 1707, stellt er die Marienverehrung im Augustinerorden dar. Neben dem Ordensvater Augustinus behandelt Haydt in biographisch-aszetischer Weise die Marienfrömmigkeit einzelner beispielhafter Ordensmitglieder.
Werke: Ioannis Boni Haydt Kurzer Begriff oder Lebens-Verfassung samt denen Miraclen und Wunderwerken des Heiligen Nicolai von Tolentin aus dem Eremitenorden des H. Augustini, Ingolstadt, 1694; - Mariale Augustinianum: Marian. Augustiner-Schatz, München, 1707;- Palma triumphalis, Augsburg 1713; - Psalterium Decachordum, das ist: Marianischer Psalter mit Zehen Saiten bezogen, oder Hundert Sittlich-Moralische Ehren-Predigen der seeligisten Mutter Gottes Mariae: samt beygefügten vier und zwantzig Lob- und Ehren-Predigen von dem Heil. Martyrer ... Sebastiano, Augsburg, 1713. Haydt hat übersetzt: Bernardo Finetti, Freund in der Noth, Kempten 1698.
Lit.: Max Dreher: Die Augustiner-Eremiten in München: im Zeitalter der Reformation und des Barock (16. bis Mitte des 18. Jahrhunderts), Hamburg 2003 (Studien zur Kirchengeschichte; 1), 301-307; - Adolar Zumkeller: Manuskripte von Werken der Autoren des Augustiner-Eremiten-Ordens in mitteleuropäischen Bibliotheken, Würzburg 1966, 446; ders., Das Münchener Augustinerkloster in der Zeit des Barock, ein Zentrum religiösen und geistigen Lebens in Bayern, in: AnAug. 55 (1992), 269-286 (= Cor Unum 50 [1992], 61-74).
Lex.: DBA (I), 489, 416; - DSp. VII, 90 f.; - MarLex. III, 88 f.
Eric Steinhauer
Letzte Änderung: 09.04.2011