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Band XVII (2000)Spalten 674-686 Autor: Stefan Lindinger

ISELIN, Isaak, * 7.3. 1728 in Basel, † 15.7. 1782 in Basel - Geschichtsphilosoph, Verfasser pädagogischer und ökonomischer Schriften. I. wuchs nach der Scheidung seiner Eltern vaterlos auf. Die Erziehung durch seine Mutter, Anna Maria Burckhardt, förderte I.s Hang zur Kontemplation. Dieser Charakterzug liegt der Intensität zugrunde, mit der er sich mit Kunst und Wissenschaften beschäftigte. Zu den geistigen Vorbildern seiner Jugendjahre zählten v.a. Bodmer und Haller sowie die antiken Schriftsteller, und durch seinen Freund Jean Rodolphe Frey lernte er auch die französischen Klassiker kennen. Prägend für I.s Haltung zur Religion wurde die Begegnung mit Vertretern der `vernünftigen Orthodoxie', wie dem Pfarrer der Französischen Kirche, Jean Rodolphe Ostervald, deren tolerante Gesinnung nach den religiösen Auseinandersetzungen der ersten Jahrzehnte des 18. Jahrhunderts die Basler Staatskirche dominierte. - Von 1742 bis 1745 studierte I. an der Philosophischen Fakultät der Universität Basel. Nach dem Abschluß als `Magister Artium' begann er ein Jurastudium am selben Ort. In seine Studienzeit fielen die Anfänge der Mitarbeit in den zahlreichen Bürgergesellschaften, die in der Schweiz kurz vor ihrer Blütezeit standen: I. fungierte 1746 als Präsident der `Freien Gesellschaft' zu Basel. 1747 wechselte er, begleitet von zwei Berner Studenten, dem Juristen Karl Ludwig Jenner und dem Mediziner Johann Georg Zimmermann, von Basel an die Juristische Fakultät der Universität Göttingen, wo sich ihm besonders die historisch ausgerichteten Vorlesungen des Naturrechtlers Johann Jakob Schmauß und des Theologen Johann Lorenz Mosheim einprägten, und wo er Albrecht von Haller persönlich kennenlernen konnte. I.s Aufenthalt endete mit einer durch die Lektüre von Beat Ludwig Muralts `Brief über die Reisen' ausgelösten inneren Krise. Er faßte den Entschluß, allen Karriereplänen zu entsagen, um ein kontemplatives Leben zu führen. Doch kurze Zeit später verwarf er diesen Vorsatz, und nach der Rückkehr in die Heimatstadt 1748 beendete I. seine Ausbildung und wurde 1751 zum Doktor beider Rechte promoviert. Im Jahre 1752 unternahm er eine mehrmonatige Reise nach Paris. Dort lernte er u.a. Fontenelle, Buffon und Rousseau kennen. Zurück in Basel war I. als Privatdozent tätig, bemühte sich aber ohne Glück - die Vergabe öffentlicher Stellen wurde durch das Los entschieden - um eine Professur oder ein Amt in der Staatsverwaltung. - Das Jahr 1755 brachte I. den ersten größeren publizistischen Erfolg, die `Philosophischen und patriotischen Träume eines Menschenfreundes', die mehrere Neuauflagen erlebten. Es handelt sich dabei um ein staatsphilosophisches Werk, das ein Modell der bestmöglichen Regierung entwirft, sich aber auch an konkreten Problemen der öffentlichen Verwaltung orientiert. Zu I.s Themenkreisen zählen neben allgemeineren naturrechtlichen, ethischen und politischen Fragestellungen vor allem die Sozialstruktur und das Erziehungswesen eines Staates. Auch wenn I. auf eine durchgehend theologische Fundierung der menschlichen Gesellschaft verzichtet, findet sich in den `Philosophischen und patriotischen Träumen' eine knappe historisch-dogmatische Darstellung der Religion. I. betont, daß dem Menschen eine aktive Rolle in der Schöpfung Gottes zugewiesen ist. Ausdruck dieses tatkräftigen Christentums ist demnach die gestalterische Beteiligung am Gemeinwesen. Das gesamte publizistische Werk I.s nach den `Philosophischen und patriotischen Träumen' ist gekennzeichnet von dieser praktischen Auffassung von Religion, die verbunden wird mit naturrechtlichem Gedankengut und Ideen Platons und der Leibniz-Wolffschen Aufklärung. Von seiner gemäßigt-spätaufklärerischen Position aus bekämpfte I. sowohl schwärmerische und intolerant-orthodoxe Religiosität als auch die deistische und materialistische Aufweichung von Religion. - Schließlich wurde I. in die Lage versetzt, dem eigenen Postulat einer aktiven Beteiligung an der Gesellschaft gerecht zu werden: 1756 erfolgte seine Wahl zum Ratsschreiber von Basel, ein Amt, das er, nur unterbrochen von einer lebensbedrohlichen Krankheit in den Jahren 1758 bis 1760, für den Rest seines Lebens bekleidete. Im Rahmen seiner Tätigkeit war er um Reformen in der Staatsorganisation bemüht, insbesondere auf den Gebieten des Schulsystems, der Wirtschaftspolitik und des Bürgerrechtes. Allerdings scheiterten I.s Reformbestrebungen zumeist an konservativ eingestellten Kreisen innerhalb der Basler Verwaltung. 1760 nahm man I. in die Kommission zur Reform des Basler Schulwesens auf, ab dem folgenden Jahr war er auch in der landwirtschaftlichen Kommission vertreten. Im Jahre 1761 versammelte sich in Schinznach erstmals die `Helvetische Gesellschaft', in der neben I. Felix Balthasar, Daniel Fellenberg, Vinzenz Bernhard Tscharner sowie Niklaus Emanuel Tscharner federführend waren. Diese Vereinigung hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die konfessionellen und regionalen Gegensätze in der Schweiz zu versöhnen, und führte so Protestanten wie Katholiken aus allen Kantonen des Landes zusammen. 1762 wurde I. Ehrenmitglied der ökonomischen Gesellschaft von Bern und stand in engem Kontakt zu der dortigen `Patriotischen Gesellschaft'. - Ungeachtet der Vielzahl dieser Aufgaben hatte I. wieder angefangen, sich der Schriftstellerei zu widmen. Neben einigen kleineren Werken entstand die `Geschichte der Menschheit', die 1764 in erster Auflage erschien. I. zeichnet darin, ausgehend von der Frage, ob für ein Volk Glückseligkeit möglich sei, ein teleologisches Bild der Geschichte. Als Glückseligkeit gilt ihm dabei ein Zustand größtmöglicher Humanität. In diesem Zusammmenhang untersucht I. den Urzustand der Menschheit und die Geschichte einzelner Völker mit den begrifflichen Mitteln von Ethnologie und Psychologie. Anders als Rousseau und seine Anhänger stellt er gerade die zivilisatorische Kraft des Menschen in den Vordergrund. Die `Geschichte der Menschheit' kann als I.s endgültiger publizistischer Durchbruch gewertet werden. Ausdruck von I.s intellektueller Statur in den deutschsprachigen Ländern ist auch seine Mitarbeit an der `Allgemeinen Deutschen Bibliothek' ab 1767. - Die `Geschichte der Menschheit' brachte I. nicht nur in näheren Kontakt zum Herausgeber der `Allgemeinen Deutschen Bibliothek', dem Berliner Spätaufklärer Nicolai, sondern auch zu Johann Caspar Lavater, an den er ein Exemplar seines Buches gesandt hatte. Im Jahr 1768 entspann sich ein Briefwechsel zwischen I. und Lavater, der sich wie I. für pädagogische Fragestellungen interessierte, und von dessen charismatischer Persönlichkeit I. fasziniert war. Der stets zur Missionierung anderer aufgelegte Lavater warf I. vor, sein Christentum sei zu lau. Dies stürzte I. in eine innere Krise, die er aber auch diesmal überwand, und die ihn letztlich nur dazu veranlaßte, seine eigene pragmatisch-aktive Auffasung von Religion zu bekräftigen. Der persönlichen Beziehung von I. und Lavater tat dieser Vorfall keinen Abbruch, denn sie vermochten es, die Position des anderen zu respektieren. - Seit dem Ende der sechziger Jahre verstärkte I. seine Beschäftigung mit pädagogischen und wirtschaftspolitischen Fragen. 1768 gab er ein Lesebuch für Jugendliche heraus. Er engagierte sich für Basedows umfassendes Unterrichtswerk, das `Elementarwerk', und bemühte sich, durch Propagandaschriften und organisatorische Ratschläge Basedow und Ulysses von Salis bei der Etablierung ihrer Erziehungsanstalten zu unterstützen. Im Zusammenhang mit der philanthropischen Bewegung veröffentlichte er 1775 die von Christoph Kaufmann mitverfaßten `Philanthropischen Ansichten redlicher Jünglinge'. 1776 bot ihm Basedow an, die Leitung des Ende 1774 eröffneten Dessauer Philanthropinums zu übernehmen, doch I. lehnte mit Hinweis auf sein fortgeschrittenes Alter ab. 1777 kam es zur Verbindung mit Pestalozzi, dessen `Lienhard und Gertrud' er 1781 zur Publikation verhalf. - Auf dem Felde der Ökonomie hatte er sich inzwischen, bedingt vor allem durch eine Wirtschaftskrise zu Anfang der siebziger Jahre, dem Denken der französischen Physiokraten um Quesnay angenähert, deren Modell eines natürlichen Wirtschaftskreislaufes großen Stellenwert auf Reformen im agrarischen Bereich legte. In diesen Zusammenhang fällt zunächst seine Schrift `Versuch über die gesellige Ordnung' von 1772, die der Propagierung der physiokratischen Lehren auch im deutschen Sprachraum dienen sollte. 1776 wurde auf I.s Veranlassung der bedeutendste deutsche Physiokrat, Johann August Schlettwein, auf den neueingerichteten Lehrstuhl für Physiokratie an die Universität Basel berufen. Im selben Jahr veröffentlichte I. die `Träume eines Menschenfreundes', eine Vertiefung der Betrachtungen, die er im `Versuch über die gesellige Ordnung' angestellt hatte. Auch hier zeigt sich sein Gegensatz zu Rousseau ganz deutlich. I. betont das Prinzip der Selbsterhaltung in der menschlichen Zivilisation und leitet davon das Recht auf Freiheit und Eigentum, aber auch den Respekt vor der Freiheit und dem Eigentum anderer ab. Für I. ist das Individuum auf die Gesellschaft hingeordnet. Auf wirtschaftlichem Gebiet sieht er folgerichtig den Wohlstand gegründet auf Warenaustausch, dessen Basis wiederum die Landwirtschaft ist. I. betrachtet die wirtschaftliche Ordnung nicht isoliert, sondern gebunden an die sittliche und die bürgerliche Ordnung. Zu den Stützen dieser Ordnung zählt die Religion. Sie soll die guten Sitten gewährleisten, weshalb ihre Förderung zu den Aufgaben des Staates zählt. Von großer Wichtigkeit angesichts der erst vor kurzem beigelegten konfessionellen Zwistigkeiten in der Schweiz erscheint auch I.s Postulat der religiösen Toleranz. Weiterhin betont I. auch hier die zentrale Rolle des Erziehungswesens und diskutiert die Frage, wie die Ausbildung der Landwirte als Träger des allgemeinen Wohlstandes zu organisieren ist. - Die Verbindung von physiokratischem und pädagogisch-philanthropischem Denken wird auch am Projekt der `Ephemeriden' deutlich, einer ab 1776 erscheinenden Zeitschrift nach dem Vorbild der `Ephémérides' des französischen Physiokraten Abbé Beaudeau. Der Sache der Physiokraten wurde vor allem durch die Erhebung bisher fehlender statistischer Daten, wie zum Beispiel der Getreidepreise, geholfen. Im Hinblick auf die Pädagogik verfolgte man die Entwicklung der Philanthropine und besprach philanthropische Schriften. Daß auch der Zusammenhang mit der Religion nach wie vor Bestand hatte, zeigen die zahlreichen einschlägigen Beiträge in den `Ephemeriden'. Autoren der Zeitschrift waren neben I. Johann Georg Schlosser, Niklaus Emanuel Tscharner und Johann Heinrich Pestalozzi. Als praktisches Gegenstück zur theoretischen Gemeinschaftsanstrengung in den `Ephemeriden' läßt sich die 1777 auf Veranlassung I.s in Basel nach dem Vorbild der `Helvetischen Gesellschaft' gegründete `Gesellschaft des Guten und Gemeinnützigen' verstehen, zu deren vielfältigen Aktivitäten Preisaufgaben für Schüler, die Verbreitung von Schulbüchern und später die Unterstützung von Schulabgängern bei der Berufswahl und die Erwachsenenbildung zählten. - 1781 wurde I. zum korrespondierenden Mitglied der `Société du Musée de Paris' ernannt. Am Ende dieses Jahres erkrankte er schwer, trug sich aber noch mit Plänen, ein Nationalepos zu schreiben, in dem die Geschichte der Menschheit anhand der Entwicklung des Ackerbaues dargestellt werden sollte. Doch I. erholte sich nicht mehr und starb am 15. Juli 1782 in Basel.

Werke: Rezension von Emer de Vattel, `Loisir Philosophique', in: Göttingische Zeitung von gelehrten Sachen, 1748, 2. Zugabe zum `Januar', 79ff.; Themata Selecta ex Jure Naturae et Gentium et ex Doctrina Civili, Basel 1749; Über die Stutzer, in: Der Eidsgenoß, 1749, 10. Stück, 73ff.; Filokles, in: Der Eidsgenoß, 1749, 20. Stück, 153ff.; Satire über die Baslermädchen, in: Der Eidsgenoß, 1749, 21. Stück, 162ff.; Tentamen Iuris Publici Helvetici, Basel 1751; Versuche, Basel 1751; Observationes Historicae Miscellaneae, Basel 1754; Der patriotische Redner, in: Der Helvetische Patriot. 1. Jahrgang, 1755, 8. Stück, Nr. IV, 398ff.; Philosophische und Patriotische Träume eines Menschenfreundes, Freiburg; Basel 1755; Zürich 1758; 1762; Aufrichtige und wohlmeinende Warnungen wegen dem Wahl-Eyde, Basel 1755; Entwurf einer Gesellschaft der Wissenschaften und Künste, in: Der Helvetische Patriot. 2. Jahrgang, 1756, 2. Stück, Nr. 111, 103ff.; Brief an den Patrioten über die `Bürgeraufnahmung', in: Zugabe zum Helvetischen Patrioten, 1757, 58-87; Freimüthige Gedancken über die Entvölckerung unserer Vatterstadt, Basel 1758 [Zwei Auflagen]; Anmerkungen über die Unparteiische Betrachtung der Freimüthigen Gedanken über die Entvölkerung unserer Vaterstadt, Basel 1758; Der Patriot, [Biel] 1758; Der Antipatriot, Biel 1758; Unvorgreifliche Gedanken über die Verbesserung der B...schen hohen Schule, Zürich 1758; [I.I. ed.], U. Balthasar, Patriotische Träume eines Eydgnossen, Freystadt 1758; Von der Üppigkeit, in: Helvetische Nachlese, 1759, 10. Ausgabe, 422ff.; Versuch über die Gesezgebung, Zürich 1760; Versuch über das Erhabene in der Gelehrsamkeit, in: Carlsruher Beiträge zu den schönen Wissenschaften, 1. Band, 1760, 3.Stück, 241ff.; Rede und Verse bei der Überreichung des obrigkeitlichen Geschenkes an die Universität anläßlich der dritten Jahrhundertfeier der Universität Basel, in: Festschrift, Basel 1760; Ode für die Freikompagnie, in: Verrichtung der Bürgerlichen Freikompagnie, Basel 1760; Philosophische und Politische Versuche, Zürich 1760; 1767 [ND Hildesheim 1978]; Politischer Versuch über die Berathschlagung, Basel 1761; Neue Betrachtungen über die Annahme neuer Bürger in Basel, in: Propagandaschrift für die Bürgeraufnahme, Basel 1762; Plutus oder von den Reichthümern, Basel 1762; Über die Geschichte der Menschheit, Frankfurt; Leipzig 1764; Zürich 1768; 1770; Basel 1779; Karlsruhe 1784; Basel 1786; 1791 [ND Hildesheim 1976]; Anrede an die in Schinznach versammelte Helvetische Gesellschaft, in: Verhandlungen der Helvetischen Gesellschaft 1764, 135ff.; Vorwort, in: N.A. Kirchberger, Geschichte der eydsgenössischen Tugend. Rede vor dem `Äußern Stand' zu Bern, Basel 1765; Sammlung dem Nutzen und dem Vergnügen der Jugend geheiliget, Basel 1768; Zwei Bände, 1773; Schreiben an die Helvetische Gesellschaft über Basedows Vorschläge zur Verbesserung des Unterrichtes der Jugend, Basel 1769; Palämon oder von der Üppigkeit, in: N.E. Tscharner; I.I., Über die Nothwendigkeit der Prachtgesetze in einem Freystaate, Zürich 1769; Vermischte Schriften. Zwei Bände, Zürich 1770; Der zweyte Palämon oder von dem Aufwande, Zürich 1770; I.I; Johann Caspar Lavater, Einige Briefe über das Basedowsche Elementarwerk, Zürich 1771 [auch in: Gesammelte Briefe über die Basedowsche Erziehungsmethode, Offenbach 1775]; Versuch über die gesellige Ordnung, Basel 1772 [ND Hildesheim 1969]; Rezension von Wielands `Goldenem Spiegel', in: Allgemeine Deutsche Bibliothek 18, 1773, 329-363; Schreiben an Ulysses von Salis von Marschlins über die Philanthropinen, Basel 1775; [I.I. ed.], C. Kaufmann et al., Philanthropische Ansichten redlicher Jünglinge, Basel 1775; Träume eines Menschenfreundes. Zwei Bände, Basel 1776; Karlsruhe 1784; [I.I. ed.], Ephemeriden der Menschheit oder Bibliothek der Sittenlehre und der Politik, Basel 1776-1778; Leipzig 1780-1782; Versuch eines Bürgers über die Verbesserung der öffentlichen Erziehung in einer republikanischen Handelsstadt, Basel 1779; [I.I. ed.], I.G.M. [Leonhard Gruber], Grundriß der nötigsten pädagogischen Kenntnisse für Väter, Lehrer und Hofmeister, Basel 1780; Vorwort, in: Über Armut, Bettelei und Wohltätigkeit. Sammlung von 1779 bei der Basler Aufmunterungsgesellschaft eingetroffenen Schriften, Basel 1780; Vorwort, in: Über die Aufwandgesetze. Sammlung von Schriften, die bei der Basler Aufmunterungsgesellschaft eingetroffen, Basel 1781; Schreiben eines Vaters an seinen Sohn, der sich der Handelschaft widmet, Basel [1781; auch in: J.G. Zollikofer, Moral für Kaufleute, Leipzig 1789]; Pädagogische Schriften. Nebst seinem pädagogischen Briefwechsel mit Johann Caspar Lavater, Ulysses von Salis und Johann Georg Schlosser. Herausgegeben von Hugo Göring und mit einer Einleitung von Edmund Meyer, Langensalza 1882 [ND Kronberg i. Ts. 1978]; Bedenken über eine eidgenössische Pflanzschule u.d. Tit. Aus den Papieren eines Schinznachers. Ed. J. Keller, in: J. Bühlmann, Praxis der schweizerischen Volks- und Mittelschule, Jahrgang 1888, Band 8, 32-35; Reisetagebuch 1754. Ed. F. Schwarz, in: Basler Jahrbuch 1917; Pariser Tagebuch 1752. Ed. F. Schwarz, Basel 1919; Verzeichnis von Beiträgen und Rezensionen I.s in den `Ephemeriden der Menschheit' und der `Allgemeinen Deutschen Bibliothek' in: U. Im Hof, I.I. und die Spätaufklärung, Bern; München 1967, 258-260; Verzeichnis ungedruckter Texte I.s in: U. Im Hof, I.I. Sein Leben und die Entwicklung seines Denkens bis zur Abfassung der `Geschichte der Menschheit' von 1764. Zweiter Band, Basel 1947, 583-588; 591-593; I.I. und die Spätaufklärung, Bern; München 1967, 261-263.

Briefe: S. Hirzel (ed.), Geschichte der Helvetischen Gesellschaft in den ersten fünf Jahren. Verhandlungen der Helvetischen Gesellschaft 1784; F.K.v. Moser (ed.), Briefwechsel zwischen Herrn I.I. und [Moser], in: Patriotisches Archiv für Deutschland. Band 4, Frankfurt; Leipzig 1786; L. Sieber (ed.), Zwei Reliquien aus I.I.s Studentenzeit. Festgruß zur Säkularfeier der Gemeinnützigen Gesellschaft, Basel 1877 [Brief und Ode an Birr]; H. Göring (ed.), Briefwechsel mit Johann Caspar Lavater, Ulysses von Salis und Johann Georg Schlosser, in: Pädagogische Schriften, Langensalza 1882 [ND Kronberg i. Ts. 1978]; F. Schwarz (ed.), [Briefe an J.R. Frey], in: I.I., Pariser Tagebuch 1752, Basel 1919; F. Schwarz (ed.), Briefwechsel des Basler Ratsschreibers I.I. mit dem Luzerner Ratsherrn Felix Balthasar, Basler Zeitschrift 24, 1925; G. Steiner (ed.), Korrespondenz des Peter Ochs. 1. Band (= Quellen zur Schweizer Geschichte. N.F. III. Abt. Band 1), Basel 1927; [Briefe an J.G. Zimmermann], in: A. Stern, Über I.I.s Geschichte der Menschheit, in: Zeitschrift für schweizerische Geschichte 10, 1930, 205-253, hier 245-253; [Zwei Briefe an S. Geßner], in: Zürcher Taschenbuch 1931, 149-152; [Brief an M. Mendelssohn], in: M. Mendelssohn, Gesammelte Schriften. 11. Band, Berlin 1932; L. Frison (ed.), I.I. Zehn Briefe an Thomas Abbt. Erstausgabe und Einführung, in: Recherches germaniques 6, 1976, 250-268; H. Jacob-Friesen (ed.), Profile der Aufklärung. Friedrich Nicolai - I.I. Briefwechsel (1767-1782), Bern u.a. 1997.

Lit.: H.J. Leu, Allgemeines Helvetisches, Eydtgenössisches oder Schweitzerisches Lexicon. Band 10, Zürich 1756; - L. Meister, Helvetiens Berühmte Männer in Bildnissen dargestellt [...] nebst kurzen biographischen Nachrichten. Band 1. Zürich; Winterthur 1782; - S. Hirzel, Denkmahl I.I. gewidmet, Basel 1782; Zürich 1799; - J.G. Schlosser, Rede auf I.I., gehalten am 4. Juni 1783 in der Helvetischen Gesellschaft zu Olten, Basel 1783 [auch in: Verhandlungen der Helvetischen Gesellschaft 1783, 71f.; Deutsches Museum 1783, II, 417ff.]; - W.G. Becker, I.s Leben und Tod, in: Ephemeriden der Menschheit, 1783 (Jan.), 1-16; - Geschichte der ersten fünf Jahre der Helvetischen Gesellschaft, meist aus Briefen I.s und S. Hirzels gezogen. Verhandlungen der Helvetischen Gesellschaft 1784; - H.J. Holzhalb, Allgemeines Helvetisches, Eydtgenössisches oder Schweitzerisches Lexicon. Supplementbände. Band 3, Zürich 1788; - H. Bernoulli; S. Hirzel, Zur Feyer I.s bei der Aufstellung seiner Büste im Versammlungssaal der gemeinnützigen Gesellschaft, Basel 1814; - [D. Bernoulli], I.I., in: Neujahrsblatt für Basels Jugend, hrsg. von der Gesellschaft des Guten und Gemeinnützigen, Basel 1821; - W. Vischer, Erinnerungen an I.I. Einladungsschrift zur Promotionsfeier des Pädagogiums, Basel 1841; - [A.S. Vögelin], I.I., in: 57. Neujahrsblatt der Zürcher Hülfsgesellschaft, 1857; - J.C. Mörikofer, Die schweizerische Literatur des 18. Jahrhunderts, Leipzig 1861, 311-321; - K. Morell, Die Helvetische Gesellschaft, Winterthur 1863, 192f; - E. Meyer, I.I.s Leben und Wirken, Jahresbericht der königlichen Realschule, Vorschule und Elisabethenschule zu Berlin 1873; - A.v. Miaskowski, I.I., ein Beitrag zur Geschichte der volkswirtschaftlichen, sozialen und politischen Bestrebungen der Schweiz im 18. Jahrhundert, Basel 1875 [auch in: Beiträge zur vaterländischen Geschichte 10, Basel 1875]; - E. Meyer, I.I.s Leben und Wirken. Einleitung, in: I.I., Pädagogische Schriften. Nebst seinem pädagogischen Briefwechsel mit Johann Caspar Lavater, Ulysses von Salis und Johann Georg Schlosser, Langensalza 1882 [ND Kronberg i. Ts. 1978], 1-111; - J. Keller, Das Rhätische Seminar Haldenstein-Marschlins, in: Pädagogische Blätter für Lehrerbildung und Lehrerbildungsanstalten 12, 1883; - J. Keller, Goethe im Kreise I.I.s, in: Goethe-Jahrbuch 6, 1885, 84-94; - J. Keller, I.I.s Verdienste um die Verbreitung der Basedowschen Pädagogik in der Schweiz, in: Pädagogische Blätter für Lehrerbildung und Lehrerbildungsanstalten 14, 1885, 201-222; 297-314 [auch in: 12. Jahresbericht des Lehrerinnenseminars in Aarau, 1885]; - Bernoulli, I.I., in: Allgemeine Deutsche Biographie. Band 23, Leipzig 1886, 772-776; - J. Keller, Die Gründung der Helvetischen Gesellschaft in Schinznach 1761 und 1762, in: R. Walser (ed.), Helvetia. Band 9, Basel 1886; - J. Keller, Zur Erinnerung an einen Pädagogen des 18. Jahrhunderts, in: Pädagogische Blätter für Lehrerbildung und Lehrerbildungsanstalten 16, 1887; - J. Keller, Aus der ersten Zeit des Dessauer Philanthropins, in: Pädagogische Blätter für Lehrerbildung und Lehrerbildungsanstalten 17, 1888; - J. Keller, Zinzendorfs Aufnahme in der Schweiz, in: Basler Jahrbuch 1888; - J. Keller, Nachklänge zu Klopstocks Aufenthalt im Oberland, in: Basler Jahrbuch 1889; - [C. Wieland], Dem Andenken I.I.s, zur Feier der Enthüllung seines Denkmals, Basel 1891; - J. Baechtold, Geschichte der deutschen Literatur in der Schweiz, Frauenfeld 1892; 1919, 674f.; - J. Keller, Ein Stück Lavater, aus seinen Briefen an I. (1768/69), in: Kirchenblatt für die reformierte Schweiz, 1892; - J. Keller, Joseph II. Schweizer Reise, in: Taschenbuch der Historischen Gesellschaft des Kantons Aargau, 1896; - J. Keller, Das Philanthropinium in Marschlins, in: Pädagogische Blätter für Lehrerbildung und Lehrerbildungsanstalten 28, 1899; - A. Langmesser, Jakob Sarasin, der Freund Lavaters, Lenzens, Klingers u.a., Zürich 1899; - P. Zinck, I.I. als Pädagog. Ein Beitrag zur Geschichte der Pädagogik des 18. Jahrhunderts, Leipzig 1900; - E. Gnüchtel, I.I. und sein Verhältnis zum Philanthropinismus, Leipzig 1907; - C.C. Bretschneider, I.I., ein Schweizer Physiokrat des 18. Jahrhunderts, Bern 1908; - F. Weiß-Frey, Heinrich Iselin von Rosenfeld und sein Geschlecht, Basel 1909; - P. Menzer, Kants Lehre von der Entwicklung in Natur und Geschichte, Berlin 1911, 245-251; - G. de Reynold, Histoire littéraire de la Suisse au 18e siècle II, Lausanne 1912, 752-759; - H. Girgensohn, Das Problem des geschichtlichen Fortschritts bei I. und Herder, Erlangen 1913; - P. Hagebring, I.s Geschichtsphilosophie, in: Historische Vierteljahrsschrift 17, 1916, 465-488; - F. Schwarz, I.I. als Student in Göttingen, in: Basler Jahrbuch 1916; - K. Goedecke, Grundriß zur Geschichte der Deutschen Dichtung. Band VI.I, Dresden 1916, 476-478; - G. Steiner, I.I.s Pariser Tagebuch. Rezension der von Ferdinand Schwarz veranstalteten Edition, in: Basler Nachrichten, 23.-25. Dezember 1919; - K. Schwarber, Nationalbewußtsein und Nationalstaatsgedanken der Schweiz [...], Basel 1919; - P.M.A. Regli, I.I.s `Geschichte der Menschheit', eine Vorarbeit zu Herders `Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit'?, München 1919; 1920; - E. Sieber, Die Idee des Kleinstaates bei Denkern des 18. Jahrhunderts in Frankreich und Deutschland, Basel 1920, 51-57; - G. Steiner, Der Einfluß I.s auf Peter Ochs, Basler Jahrbuch 1921; - W. Herber, I.I., ein Soziologe des 18. Jahrhunderts, Münster 1922; - F. Schwarz, Das Sprengische Geschäft, ein Religionshandel im alten Basel, in: Basler Jahrbuch 1922; - P. Wernle, Der schweizerische Protestantismus im 18. Jahrhundert. Drei Bände, 1922-1925; - R. Konetzke, I.I. und der Staatsgedanke der Aufklärung, in: Schweizerische Monatshefte für Politik und Kultur III 4/5, 1923; - F. Schwarz, I.I.s Jugend- und Bildungsjahre, in: 101. Neujahrsblatt der Gesellschaft des Guten und Gemeinnützigen, Basel 1923; - F. Schwarz, Der Kampf um die Wiederaufnahme neuer Bürger in Basel (1757-1762), in: Basler Jahrbuch 1925; - E.H. Müller, I.I.s Pariser Tagebuch als musikgeschichtliche Quelle, in: Zeitschrift für Musikwissenschaft 7, 1925; - G. Steiner, Stifter der Helvetischen Gesellschaft, in: Basilisk. Sonntagsbeilage der National-Zeitung Basel, 7. Februar 1926; - F. Speiser, I.I. über die Geschichte der Menschheit, in: Festschrift für Paul Speiser von seinen Kindern, Basel 1926, 15-53; - F. Werneke, Pestalozzi und die Physiokraten, Langensalza 1927, 11f.; 73-78; - H. Schönebaum, Der junge Pestalozzi (1747-1782), Leipzig 1927, 58-60; - C. Roth, I.I., in: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Vierter Band, Neuenburg 1927, 364; - A. 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Stefan Lindinger

Letzte Änderung: 18.05.2000