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Band III (1992) Spalten 637-638 Autor: Hartmut Rosenau

JONATHAN, der Makkabäer, 160-143 v. Chr. Feldherr, Fürst und Hohepriester der Juden. J. (jehonatan = »Geschenk Jahwes«) ist nach 1.Makk 2, 1-5 einer der fünf Söhne des Makkabäers Mattathias gewesen, der sich den Hellenisierungsmaßnahmen unter dem Seleukidenherrscher Antiochus IV. Epiphanes und seinen Nachfolgern in Palästina massiv entgegenstemmte. Wie sein Bruder Judas setzte J. mit großer Unterstützung des Volkes den Kampf gegen die Überfremdung des jüdischen Kultes erfolgreich fort (s. 1.Makk 9,23-13,32). Durch seine Kriegserfolge ist er zu einem gewichtigen und daher umworbenen Bündnispartner in der Auseinandersetzung vor allem zwischen Seleukiden, Ptolemäern und Römern um die Herrschaft in Palästina geworden, was er durch taktisches Geschick zugunsten seiner makkabäischen Interessen auszunutzen verstanden hat. Doch schließlich ist er von dem Ptolemäer Tryphon gefangengenommen und umgebracht worden (vgl. auch JosAnt XIII, 1-10).

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Lit.: Emil Kautzsch, Die Apokryphen u. Pseudepigraphen d.AT I, 1900 (Nachdr. 1962), 24-81; - Martin Noth, Gesch. Israels, 1950 (19768), 333, 336 ff., 362; - Julius Wellhausen, Israelit. u. jüd. Gesch., 1958, 241-258; - Martin Rehm, Art. »Jonathan 3.«, in: LThK V, 1960, 1117; - Martinus Adrianus Beek, Gesch. Israels, 1961 (19764), 136-140; - Martin Metzger, Grundriss d. Gesch. Israels, 1963, 181 ff., 190; - Antonius H. J. Gunneweg, Gesch. Israels bis Bar Kochba, 1972 (19762), 156-160, 164, 166; - Siegfried Herrmann, Gesch. Israels in alttestamentl. Zeit, 1973 (19802), 444-448, 451, 463.

Hartmut Rosenau

Letzte Änderung: 09.04.2011