Verlag Traugott Bautz |
![]() |
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
JUTTA von Sangershausen: Sel. Witwe, gest. 12.5. 1260 bei Kulmsee. Fest: 5.5. - Nach dem Tode ihres Mannes ging sie auf Wanderschaft, lebte in evangelischer Armut und pflegte Kranke und Aussätzige. Im Jahre 1256 ging sie nach Preußen und ließ sich als Einsiedlerin bei Kulmsee nieder. Entsprechende Aufforderungen, dorthin zu gehen, empfing sie von Anno von Sangershausen, dem Hochmeister des Deutschen Ritterordens und vom Dominikanerbischof Heidenreich von Kulm. Hier in Kulmsee führte sie weiterhin ein Leben des Gebetes und der werktätigen Liebe. J. Torsy bemerkt: »Besonders verehrte sie die im Herzen Jesu versinnbildlichte Liebe Gottes zu den Menschen« (Der Große Namenstagskalender... S. 126). Sie stand nach H. Westpfahl in Beziehungen zu Mechtild von Magdeburg und Johannes Lobedau. Bald nach ihrem Tode setzte in Preußen ihre Verehrung ein. Ihr Grab im Dom zu Kulmsee ist verschollen. In der Kunst wird sie dargestellt als Einsiedlerin, im Gebet versunken. Sie gilt als Patronin von Preußen.
Ekkart Sauser
Literaturergänzung:
2006
Quellen zum Leben u. zur frühen Verehrung d. hl. J.v.S. Hrsg. von Peter Gerlinghoff. Sangerhausen 2006; -
2008
Miroslaw Mróz, J.v.S. u. ihre Missionswirkung im Mittelalter. Sorge u. Fürsorge nach d. Vorbild d. hl. Elisabeth, in: Elisabeth von Thüringen u.d. neue Frömmigkeit in Europa. Frankfurt/M. 2008, S. 77-90.
Letzte Änderung: 09.04.2011