KNÖRL, Kilian (Valentin), katholischer Ordensbruder und Missionar, Mitglied der Kongregation der Mariannhiller Missionare (CMM), * 19.2. 1930 Heroldsberg/Oberfranken, † 19.4. 1988 Empandeni/Simbabwe. - Valentin Knörl entstammte einer bäuerlichen Familie und hatte noch drei Geschwister. Eine Schwester trat bei den Missionsschwestern vom kostbaren Blut (CPS) ein, die von dem Trappistenabt Franz Pfanner (1825-1909) gestiftet worden waren. Knörl selbst trat am 27.10. 1947 bei den ebefalls von Pfanner gegründeten Mariannhiller Missionaren in Reimlingen ein und erhielt den Ordensnamen Kilian. Er legte am 1.5. 1953 die ewige Profeß ab. In Reimlingen war ein vor allem in der Landwirtschaft tätig. 1960 wurde er in die Rhodesien-Mission (heute: Simbabwe) gesandt. Er war auf verschiedenen Missionsfarmen und in der Brüderausbildung tätig. 1975 übernahm er schließlich die Missionsfarm in der Empandeni-Mission. Knörl war bei der einheimischen Bevölkerung vor allem als Vieh-Doktor angesehen. Am 19.4. 1988 wurde die Missionsstadion von Empandeni von einer bewaffneten Bande überfallen und ausgeraubt. Unter den Missionaren sollte ein Massaker veranstaltet werden. Knörl wehrte sich gegen die Angreifer, um das Leben eines schon schwer verletzten Mitbruders zu schützen. Er wurde niedergeschossen und starb sofort. Die Bande ließ daraufhin von weiteren Angriffen ab und floh.
Lit.: Adalbert Ludwig Balling, Bruder Kilian (Valentin) Knörl, Mariannhiller Missionar, in: Helmut Moll (Hrsg.), Zeugen für Christus - Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts, Paderborn u.a. 1999, Bd. 2, 1238-1240; - o.V.: In Simbabwe ermordet - Bruder Kilian Knörl CMM (1930-1988), in: mmm 106 (1988), Heft 5, 16-17.
Eric Steinhauer
Letzte Änderung: 06.11.2011