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Band XVI (1999) Spalten 890-891 Autor: Ekkart Sauser

LAMBICHLER, Josef: kath. Priester, * 9.3. 1883 in Meidling bei Wien, † 14.3. 1956 in Wien. - Er war Sohn eines Berufsoffiziers. Er besuchte zuerst das Gymnasium der Franziskaner zu Hall in Tirol, dann das Gymnasium der Benediktiner zu Meran. Das Theologiestudium absolvierte er am Theologischen Konvikt zu Innsbruck, hier in Innsbruck wurde er auch am 26. Juli 1908 zum Priester geweiht. Zunächst wirkte er als Priester in Flirsch a. Arlberg, in Matrei am Brenner wie in Flaurling bei Innsbruck. Während des Ersten Weltkrieges übersiedelte er als Seelsorger nach Imst im Oberinntal. Im November 1920 wurde er schließlich als Kooperator nach Hall in Tirol versetzt. Hier wirkte er mehr als 35 Jahre als Kooperator und Priester in der Jesuitenkirche dieser bezaubernden Stadt am Inn. Er nahm aus dem Krieg Heimkommende im Katholischen Arbeiterverein und in die Männerkongregation auf, was diesen Menschen einen ungemeinen Halt gab. Auch die Kranken betreute L. sehr. In besonderer Weise jedoch widmete er sich den Kindern. Er war ihr beliebter Katechet, er richtete auf der Gufel am Tulferberg bei Hall ein Ferienheim für Kinder und Jugendliche ein, die später sogenannte »Lambichler Hütte«. Vielen Kindern ermöglichte er in den Sommermonaten ein unbeschwertes Leben. Wegen schwerer Krankheit mußte er nach Wien, konnte aber 1954 wieder nach Hall kommen. Anfang 1956 war ein Krankenaufenthalt in Wien nochmals nötig. Hier verstarb er plötzlich. Sein Leichnam wurde am 16. April 1978 in die Waldaufkapelle der Pfarrkirche zu Hall in Tirol übertragen. Bischof Paulus Rusch von Innsbruck war selbst bei dieser Übertragung anwesend. Heute lebt L. als heiligmäßiger Priester im Andenken der Nordtiroler fort. Er gilt weithin als Sozialapostel dieses Landes.

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Lit.: Direktorium der Diözese Innsbruck, 1999, 69-70.

Ekkart Sauser

Letzte Änderung: 09.04.2011