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Verlag Traugott Bautz
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LIEBSTER, Georg, evangelisch-lutherischer Pfarrer, * 5.4. 1863 in Leipzig als Sohn eines Rechtsanwalts, † 7.7. 1926 in Leipzig. - Gegen Widerstände im Elternhaus entscheidet L. sich unter dem Eindruck der Predigten des Leipziger Professors Gustav Adolph Fricke für das Theologiestudium. Er studiert nach dem Besuch der Nikolaischule in Leipzig, Marburg und Tübingen, verbringt seine Kandidatenzeit als Lehrer in Borna und Reichenbach i.V. Einer ersten Anstellung im geistlichen Amt in Gruna b. Dresden 1890 folgt 1895 die Rückkehr nach Leipzig, wo L. Pfarrer an der Lukaskirche im Arbeiterviertel Volkmarsdorf wird. - Hier bietet sich dem Anhänger Friedrich Naumanns und Mitglied des Nationalsozialen Vereins ein reiches Betätigungsfeld. Als Seelsorger bemüht er sich, dem christlichen Glauben in der sozialdemokratischen Arbeiterschaft Geltung zu verschaffen. Über seine Gemeinde hinaus organisiert L. "Religiöse Diskussionsabende" mit Arbeitern in sozialdemokratischen Lokalen. Diese Arbeit wird systematisch ausgebaut mit der Gründung der Sächsischen Evangelisch-Sozialen Vereinigung 1904: L. spricht als Vorsitzender der mitgliederstarken Leipziger Ortsgruppe regelmäßig über theologische, religiöse und weltanschaulich-philosophische Themen in den Versammlungen, die nach sozialdemokratischem Muster aufgebaut sind und in denen freie Diskussionen ein entscheidendes Element sind. Der bewußte Verzicht auf vordergründige Missionierung und politische Einflußnahme sind für L. dabei grundlegend. Das Studium der sozialistischen Zeitschriften und Literatur, besonders Karl Marx, Karl Kautsky und Joseph Dietzgen gelten ihm als unerläßliche Voraussetzung für diese Arbeit, über die er in "Kirche und Sozialdemokratie" (1908) Rechenschaft gibt. - Aufsehen erregt L. 1910 auf dem Evangelisch-Sozialen Kongreß in Chemnitz mit seinem kontrovers diskutierten Hauptvortrag über "Sozialistische Weltanschauung und christliche Religion", in dem, im Blick auf die sächsischen Arbeitermassen, der liberaltheologisch-historischen Vermittlung des Glaubens über ein Bild von Jesus Christus schroff eine neue lehrhaft-dogmatische Vermittlung entgegengesetzt wird: Der Dialektik des marxistischen Denkens müsse eine religiöse Dialektik entsprechen. - Ein Zeichen für die Wertschätzung seines ganz auf das Religiöse ausgerichteten Denkens sind die 18 geistlichen Betrachtungen, die L. von 1912-1914 für die Kongreßzeitschrift "Evangelisch-Sozial" verfaßt. Eine Weihnachtsbetrachtung von 1912, in der Mitleiden mit den Armen in Anerkenntnis "der Offenbarung der Härte Gottes" anstelle von Weltverbesserung und Almosengeben gefordert wird (Soziale Weihnachten, in: Evangelisch-Sozial (1912), 353-354, Zitat 354), führt in der Zeitschrift zu einer heftigen Debatte um evangelisch- oder religiös-sozial, in der L. von Theodor Schmidt und Leonhard Ragaz heftig angegriffen wird. - L.s besonderes Interesse gilt weiterhin der Reform der Massengemeinde. Ausgehend vom Gemeindeideal Emil Sulzes entwickelt er ein Konzept, das Sulzes `calvinistische' äußere Organisation hin zu einer inneren `lutherischen' Organisation verändert: Wie bei Luther in der Vorrede zur deutschen Messe müssen nach L. zwei Kreise in der Gemeinde unterschieden werden: "die Masse der Auchchristen und ... das Häuflein der Interessierten" (Innere Organisation, in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 3 (1911), 33-38, Zitat 35). Auch im Rückgriff auf die pietistische ecclesiola in ecclesia sollten sich letztere in gesonderten, gleichwohl für alle Gemeindeglieder offenen Veranstaltungen versammeln und gegenseitig stärken. Für die "eigentliche(n) Kerntruppe der Massengemeinden" dachte L. an die Anhänger der Gemeinschaftsbewegung, die von der Kirche "durch Nichtbeachtung...in ein Winkeldasein und allerhand Extravaganzen hineingedrängt" worden seien (Unsere Großstadtgemeinden, ihre Not und deren Überwindung, in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 20 (1912), 305-308, Zitat 307). Von diesem Gemeindekern aus sollte der christlichen Geist an die Masse weitergeben werden. - Ersten Versuchen mit dieser Organisation in Volkmarsdorf setzt L.s Stellenwechsel nach Thekla b. Leipzig 1914 ein Ende. Das gilt auch für sein Engagement für das Leipziger Volksheim, mit dem L. das Ziel der Verständigung zwischen den Klassen der Bevölkerung verband. Die Kriegserlebnisse und der Tod seines ältesten Sohnes im Krieg gehen zusammen mit einer Wende in der geistigen Orientierung. Verstand sich L. zuvor als Schüler Wilhelm Wundts, wendet er sich jetzt dem Lebensphilosophen Georg Simmel zu. Sein Engagement zur Überbrückung der Gräben zur Sozialdemokratie in Verbindung mit dem Pfarrerberuf äußert sich nun u.a. im Eintreten für eine freie Volkskirche und für soziale Kirchenreform. Die Zeit der großen Diskussionen aber ist vorbei, da, so Liebster, für die sozial interessierten jüngeren Pfarrer gilt: "Man berauscht sich an Karl Barths hohen Worten, aber hat keine Lust, den dornigen Pfad der öffentlichen religiösen Diskussion zu beschreiten. Es kommt nur zu einer öden Kritik des modernen Lebens, das man an einem utopischen Zustand, an dem `Reiche Gottes', mißt, und die notwendige Arbeit der religiösen Vermittlung zwischen den Ständen bleibt ungetan." (Gottfried Naumann, in: Die Christliche Welt 32 (1922), Sp.598-601, Zitat 600) Lediglich im Rahmen von Volkshochschulkursen, die er bis zum Ende seines Lebens hält, finden öffentliche religiöse Diskussionen noch einen Raum. - Was bleibt ist die Suche nach neuer religiöser Gemeinschaft. Im Individualismus sieht L. in seinen letzten Lebensjahren zunehmend ein Hindernis für das kirchliche Leben. 1922 entsteht unter seiner Leitung eine solche religiöse Gemeinschaft: Über Standes- und Kirchgemeindegrenzen hinweg treffen sich in Kohren, südlich von Leipzig, in der "Kohrener Woche" jährlich Pfarrer und Gemeindeglieder um "den neuen Lebensstil evangelischer Gemeinden auszubilden". Hinzu kommt das intellektuelle Element der Arbeit an den "großen geistigen Bewegungen der Zeit": "Kohren soll zur evangelischen Volkshochschule werden" (Die Bedeutung der Kohrener Woche für unsere Gemeinden, in: Gemeindeblatt für Böhlitz-Ehrenberg, Thekla usw. Januar und Februar 1923, Abgedruckt, in: Der Soziale Pfarrer, Aus Georg Liebsters Lebensarbeit, Herausgegeben von Johannes Herz, Göttingen 1928, 106-110, Zitate 108-109). - L. ist seinem Standpunkt der strikten politischen Neutralität von Kirche und Geistlichen treu geblieben. Diese Neutralität erachtete er als unabdingbar für die Freiheit seiner religiösen Arbeit. Er ist bei allem Verständnis für die Sozialdemokratie nie Sozialdemokrat geworden. Seine Offenheit im Umgang mit der Sozialdemokratie deutet nicht in die theologische Richtung des Religiösen Sozialismus. Lutherischer Quietismus gepaart mit einer kulturkritischen Weltsicht gingen bei ihm mit einer innerlich und jenseitig ausgerichteten Religiosität zusammen, die die Zeitgenossen eher an den jungen Luther denken ließ.
Werke: Max Klingers Gemälde "Christus im Olymp", in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 35 (1897); Öffentliche religiöse Vorträge mit freier Diskussion für jedermann, in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 13 (1899), 193-196; Fritz von Uhde, in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 49 (1900); Satzungsentwurf zu einer Sächsischen Sozialen Konferenz, in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 38 (1903), 599-601; Die öffentlichen religiösen Diskussionen in Leipzig, in: Evangelisch-Sozial 1 (1904), 170-175; Arbeiterbildungsvereine, in: Evangelisch-Sozial 2 (1905), 17-22; Öffentliche religiöse Diskussionen, in: Monatsschrift für die kirchliche Praxis 5 (1905), 448-460 (auch separat, Tübingen 1905); Korell, in: Evangelisch-Sozial 3 (1906), 111-115; Wie beginnt man die evangelisch-soziale Praxis?, in: Evangelisch-Sozial 3 (1906), 1-2; Zu den Leipziger Diskussionen, in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 11 (1906), 167-170; Zum Fall Korell, in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 29 (1906), 453-455; Kirche und Sozialdemokratie, Gießen 1908 (Studien zur praktischen Theologie, Bd. 2, Heft 1); Die Beschaffung von theologischem Nachwuchs, in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 28 (1908), 440-442; Josef Dietzgen, der sozialdemokratische Philosoph, in: Die Christliche Welt 32 (1909), 759-762. 849-855; Karl Kautskys "Ursprung des Christentums", in: Die Christliche Welt 24 (1910), 170-175; Sozialistische Weltanschauung und christliche Religion, in: Die Verhandlungen des 21. Evangelisch-Sozialen Kongresses, abgehalten in Chemnitz vom 17-19.5.1910, Göttingen 1910, 13-51; Innere Organisation, in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 3 (1911), 33-38; Rezension zu: Dr. Gustav Krüssner, Was ist Christentum? Ein Mahnruf und Programm für alle, denen die religiöse Not unseres Volkes zu Herzen geht, in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 39 (1911), 624; Zu Rudolph Sohms 70. Geburtstag, in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 44 (1911), 705-708; Religiöse Ansprache über 1. Tim. 4,8, in: Evangelisch-Sozial 8 (1911), 321-323; "Unsere Großstadtgemeinden, ihre Not und deren Überwindung", in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 20 (1912), 305-308; Der 23. Evangelisch-soziale Kongreß zu Essen, in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 25/26 (1912), 397-402. 413-416; Der Karfreitagsbrunnen, in: Evangelisch-Sozial 9 (1912), 65-67; Naturgottesdienst im Volksgarten, in: Evangelisch-Sozial 9 (1912), 97-98; Paulus heute, in: Evangelisch-Sozial 9 (1912), 129-131; Zusammenhalt, in: Evangelisch-Sozial 9 (1912), 325-326; Ich lasse mich nicht erbittern, in: Evangelisch-Sozial 9 (1912), 289-290; Kinder eines Vaters, in: Evangelisch-Sozial 9 (1912), 321-322; Soziale Weihnachten, in Evangelisch-Sozial 9 (1912), 353-354; Max Wundts "Griechische Weltanschauung", in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 15 (1913), 292-293; Haltet Euch herunter zu den Niedrigen, in: Evangelisch-Sozial 10 (1913), 2; Wallfahrten, in: Evangelisch-Sozial 10 (1913), 33-34; Trösten, nicht vertrösten, in: Evangelisch-Sozial 10 (1913), 65-66; Der Glaube an Menschen, in: Evangelisch-Sozial 10 (1913), 97-98; Du Kirche!, in: Evangelisch-Sozial 10 (1913), 321-322; Weihnachtshilfe, in: Evangelisch-Sozial 10 (1913), 353; Gott ist Geist. Ansprache bei einem Naturgottesdienst, in: Evangelische Freiheit, Monatsschrift für die kirchliche Praxis in der gegenwärtigen Kultur 13 (1913), 333-335; Die Frommen und die Freien, in: Evangelisch-Sozial 11 (1914), 2-3; Arbeitermangel, in: Evangelisch-Sozial 11 (1914), 33-34; Arbeiterschaft und Kirchenaustritt, in: Evangelisch-Sozial 11 (1914), 53-56; Finderglück, in: Evangelisch-Sozial 11 (1914), 65-66; Der Vulkan, in: Evangelisch-Sozial 11 (1914), 257-258; Die öffentlichen religiösen Diskussionen, in: Johannes Herz (Hrsg.), Zehn Jahre Evangelisch-soziale Arbeit in Sachsen, Dresden 1914, 15-30; Zur Diakonenfrage, in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 5 (1915), 67-72; Zur Diakonenfrage, in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 10 (1915), 149-151; Heiligkeit des Schmerzes, in: Evangelisch-Sozial 12 (1915), 65-67; Sohm und Gregory, in: Evangelisch-Sozial (1917/18), 33-36; Leitsätze zur Frage der kirchlichen Jugendpflege, in: Evangelisch-Sozial (1917/18), 60-61; Die Stellung Luthers zum Sozialen, in: Mitteilungen der Sächsischen Evangelisch-sozialen Vereinigung, Nr.1 (1918), 2-9; Der Diskussionsgedanke im Krieg, in: Mitteilungen der Sächsischen Evangelisch-sozialen Vereinigung, Nr.2 (1918), 21-23; Gedanken zur Entstaatlichung der Kirche, in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 49 (1918), 625-626; Zur Psychologie der Kirchgemeinde, in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 44 (1919); Mennicke, in: Mitteilungen der Sächsischen Evangelisch-sozialen Vereinigung, Nr.5 (1920), 11-12; Sozialistischer Kirchenneubau. Ansprache in einem sozialdemokratischen Verein, in: Friedrich Siegmund Schulze (Hrsg.): Die soziale Botschaft des Christentums für unsere Zeit. Ansprachen von Männern und Frauen verschiedener Richtungen und Parteien, 2. Aufl., Halle 1921, 164-171; Gottfried Naumann, in: Die Christliche Welt 32 (1922); Religion als Weltüberwindung, in: Evangelisch-Sozial (1924), 25-29; Der Vertrauensmann Gottes, in: Evangelisch-Sozial (1925), 2; Moral für Moralisten, in: Evangelisch-Sozial (1925), 20-21; Lutherischer Quietismus, in: Evangelisch-Sozial, 28-30; Marxismus und Kirche, in: Sächsische Evangelisch-soziale Blätter, Mitteilungen der Sächs. Evang.-soz. Vereinigung, Nr.13 (1925), 39-44.
Lit.: C. Berger: Kirche und Sozialdemokratie, in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 47 (1908), 737-742; - Martin Richter, Kirche und Sozialdemokratie, in: Die Christliche Welt 5 (1909), 110-113; - Friedrich Israel, Kirche und Sozialdemokratie, in: Evangelisch-Sozial 2 (1909), 52-53; - Friedrich Naumann, Die Industrialisierung des Christentums, in: Die Hilfe 21 (1910) (Nachdruck, in Ders.: Werke. Herausgegeben von Walther Uhsadel. Band 1: Religiöse Schriften, Köln / Opladen 1964, 819-824); - Martin Rade, der Evangelisch-soziale Kongreß in Chemnitz, in: Die Christliche Welt 22 (1910), 520-525; - Marie Martin: Randglossen einer Frau zu den Verhandlungen über christliche Religion und sozialistische Weltanschauung, in: Die Christliche Welt 24 (1910), 577-584; - Victor Böhmert, Christliche Religion und sozialistische Weltanschauung, in: Der Arbeiterfreund, Zeitschrift für die Arbeiterfrage (1910), 289-305; - Otto Baumgarten, Kirchliche Chronik, in: Evangelische Freiheit, Monatsschrift für die kirchliche Praxis in der gegenwärtigen Kultur 11 (1911), 26-40; - Neuberg, Die Not in unseren Großstadtgemeinden, in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 28 (1912), 446-450; - Emil Sulze, Zur Berichtigung (Nachwort von Georg Liebster), in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 37 (1912), 589-594; - Emil Sulze, Luthertum und Christentum (Nachwort von Georg Liebster), in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 1 (1913), 5-10; - Emil Sulze, Schlußwort, in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 4 (1913), 53-56; - Theodor Schmidt, Schwärmerei oder Glauben? (Nachwort von Georg Liebster), in: Evangelisch-Sozial 10 (1913), 3-5; - H. Broßmann, Schwärmerei oder Glaube? Eine Erwiderung, in: Evangelisch-Sozial 10 (1913), 34-35; - Leonhard Ragaz, Ein Evangelium der Verzweiflung, in: Evangelisch-Sozial 10 (1913), 36-40; - Helene Goetz, Für Liebster, in: Evangelisch-Sozial 10 (1913), 69-71; - Hugo Blitz, Entweder-Oder?, in: Evangelisch-Sozial 10 (1913), 71-73; - Rudolf Schubring, Schwärmerei oder Glaube? Ein Wort zur schwelenden Debatte, in: Evangelisch-Sozial 10 (1913), 98-100; - Theodor Schmidt, Nur noch ein kurzes Wort, in: Evangelisch-Sozial 10 (1913), 263-265; - Willms, Zur Diakonenfrage, in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 6 (1915), 83-86; - Ein alter Diakonus, Zur Diakonenfrage, in: Neues Sächsisches Kirchenblatt 9 (1915), 129-132; - Karl August Busch, Leitsätze zur Frage der kirchlichen Jugendpflege. (Antithesen zu Georg Liebster in Evang.-Sozial 1917/18, 60f.), in: Mitteilungen der Sächsischen Evangelisch-sozialen Vereinigung, Nr.2 (1918), 23-25; - Johannes Herz, Georg Liebster, in: Evangelisch-Sozial 31 (1926), 144-147; - Urban Hager, An Liebsters Sarg, Gedächtnisrede, in: Sächsische evangelisch-soziale Blätter Heft 15 (1926), 1-2; - Karl Aè, Zu Georg Liebsters Tod, in Sächsische evangelisch-soziale Blätter Heft 15 (1926), 3-5; - Amtskalender für die Geistlichen der Sächsischen evang.-luth. Landeskirche 57 (1927), 118f. Bild 110; - Johannes Herz (Hrsg.) in Verbindung mit Pfarrer Urban Hager und Pfarrer Hans Vogel, Der soziale Pfarrer, Aus Georg Liebsters Lebensarbeit, Göttingen 1928 (Evangelium und soziale Frage, Schriftenreihe des Evangelisch-Sozialen Kongresses, Heft 1). Diese Quellensammlung enthält neben einigen genannten Schriften auch eine Reihe hier nicht aufgeführter Texte aus dem Gemeindeblatt für Böhlitz-Ehrenberg, Thekla usw. von 1920-1925 sowie Predigten, Abschnitte aus Ansprachen und nachgelassene Aphorismen; - Herbert Dierkes, Die evangelisch-soziale Bewegung und der sozialdemokratische Arbeiter. 1896-1914, Diss. (Freiburg) 1949, 114-153; - Manfred Schick, Kulturprotestantismus und soziale Frage. Versuche zur Begründung der Sozialethik, vornehmlich in der Zeit von der Gründung des Evangelisch-sozialen Kongresses bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges (1890-1914) (Tübinger wirtschaftswissenschaftliche Abhandlungen 10); - Sebastian Kranich, "Sachsenvolk, wach auf zur gemeinsamen sozialen Arbeit!", Die Entstehung der Sächsischen Evangelisch-Sozialen Vereinigung, in: Gotteshilfe - Selbsthilfe - - Staatshilfe - Bruderhilfe, Beiträge zum sozialen Protestantismus im 19. Jahrhundert, hrsg. von Klaus Tanner, Leipzig 2000, 53-70 (HCh Sonderband; 4).
Sebastian Kranich
Werkeergänzung:
"... er liebte die Gegensätze". Eine nationalsoziale Rede u. sechs schlichte Predigten von G.L. Hrsg. von Sebastian Kranich, in: ZnTh 15.2008, S. 119-172.
Letzte Änderung: 07.08.2008