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Band XIV. (1998) Spalten 1240-1241 Autor: Ekkart Sauser

MAYR, Philipp Benitius M.: Servitenpater, Prof. an der Univ. Innsbruck, * 1759 zu Hall in Tirol, + 1826 in Innsbruck. - In der »Geschichte der Universität Innsbruck« von Jakob Probst wird M. »eine Zierde der Universität Innsbruck« gemannt. Aus der nächsten Umgebung von Innsbruck stammend, trat er ins Servitenkloster zu Innsbruck ein. Schon bald bekam er Kontakt mit der Universität Innsbruck. 1793 wurde er zum »akademischen Prediger« bestellt. 1804 erlangte er die Professur der Religionsphilosophie und später der Ästhetik an der Innsbrucker Universität. In seinem eigene Orden hatte er die Verpflichtung eines Lektors der Moral und der Pastoral. Viele seiner Gelegenheitsreden wurden veröffentlicht. Am Bekanntesten sind die sechs Bände seiner Predigten, die 1839 in Druck gingen. Zu seiner Zeit herrschte an der Theologische Fakultät der Universität Innsbruck ein ziemlich antikirchlicher Geist. Im Gegensatz dazu stand M., zusammen mit dem berühmten Franziskanerpater Herkulan Oberrauch, der Moraltheologe war. Trotzdem standen auch diese beiden in Rufe, allzu liberal zu sein. - So stellt Simon Marian Prem fest: »Unter dem Sammelnamen Josephiner begriff man fortan all jene Geistliche, die im Gegensatz zu den Muckern freiere Ansichten besaßen. So kam es, daß nicht bloß der Servit Benitius Mayr in den Ruf des Josephinismus geriet, sondern selbst der gelehrte Franziskaner und bekannte Mystiker Herkulan Oberrauch«. - Bis heute erinnert in Innsbruck, und zwar in der Universitätskirche (auch Jesuitenkirche genannt) ein Monument an ihn, des ihm seine vielen Freunde und Verehrer stifteten. Es ist dies eine große Tafel zwischen den beiden Eingängen, an der Wand gegenüber der berühmten Pastik des Gekreuzigten. Darauf steht zu lesen: DOM Honori et virtuti Philippi Benitii Mayr.

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Lit.: Festschrift des Verlages Felizian Rauch Innsbruck, herausgegeben anlässlich der Hundertjahrfeier der Wiedererichtung der theol. Fakultät Innsbruck (1857-1957) und der Gründung des theol. Konviktes Ganisianum (1858-1958). Dort Artikel von J. Resch: Innsbruck als Stätte der Priesterbildung, 37; - J. Gelmi, Kirchengeschichte Tirols, Innsbruck-Wien-Bozen 1986, 131.

Ekkart Sauser

Werkeergänzung:

2009

Der Väter Bund mit d. Herzen d. Welterlösers. Festpredigt bei d. erstmaligen feierl. Erfüllung d. Landesgelübdes in Innsbruck am 25. September 1796 / eingel. u. komm. von Roman A. Siebenrock, in: ZKTh 131.2009, S. 134-149

. Literaturergänzung:

2009

Roman A. Siebenrock, Das "uneingelöste" Gelöbnis. Zur Theol. ausgew. Herz-Jesu-Predigten nach d. Tiroler Landesgelöbnis vom 1. Juni 1796, in: ZKTh 131.2009, S. 107-133.

Letzte Änderung: 09.04.2011