MAGT, Leonhard: Bildschnitzer: geb. in Nürnberg (?), gest. 1532 in Innsbruck. - M. war in der Vischer-Werkstatt in Nürnberg tätig. Durch den Bildgießer Stefan Godl kam er nach Innsbruck. Er war bis zu seinem Tode Mitarbeiter Godls in der kaiserlichen Gießhütte in Mühlau. Bekannt wurde M. zunächst durch seine Arbeit an den Heiligenstatuetten des Hauses Habsburg, die Kaiser Maximilian besonders gut gefielen. Auf Grund dessen erhielten Magt und Godl von Kaiser Maximilian noch den Auftrag, einige der großen Statuen für das Grabmal zu schaffen. So modellierte M. in den Jahren 1518-1532 siebzehn Statuen für das Maximiliangrab in der Innsbrucker Hofkirche. Er schnitzte die Figuren nicht in Holz, sondern modellierte sie in Lehm und Wachs. Besonders gelungen gelten die Köpfe Philipps des Guten, Leopolds des Heiligen, Margarethas, Friedrichs III., Sigmunds des Münzreichen. - Außer diesen Werken in der Hofkirche zu Innsbruck gibt es noch vereinzelte Werke: Madonna für St. Sebald in Nürnberg (1520), sog. Schwarzes Kreuz in der Kirche auf dem Blasienberg bei Völs bei Innsbruck (1522), das »Ehrenbild« eines nackten Mannes in Graz (1525) und das Epitaph für Ulrich Fugger in der Pfarrkirche zu Schwaz in Nordtirol.
Lit.: G. Pfaundler: Tirol-Lexikon, Innsbruck 1983, 242-243; - E. Egg: Die Hofkirche in Innsbruck, Innsbruck-Wien-München 1974, 34, 35, 37, 42, 44, 51, Abb. 54-87, 90-105.
Ekkart Sauser
Letzte Änderung: 09.04.2011