MARCOLINUS von Forli: sel. Dominikaner, geb. 1317 in Forli, gest. 24.1. 1397 in Forli, Fest: 27.1. - M. trat bereits in jungen Jahcn in den Dominikanerorden ein. Er hatte eine große Liebe zum Schweigen und zur Einsamkeit. Die Kontemplation war sein alles. Zu Maria hatte er eine innige Liebe. Viele seiner Mitbrüder, die die Reform Raimunds von Capua ablehnten, verachteten den demütigen M. Über sechzig Jahre lebte er im Konvent von Forli. Er betreute die Armen und Leidenden und nahm sich sehr der Kranken an. Viel Volk nahm an seinem Tode Anteil. Papst Benedikt XIV. erkannte am 9. Mai 1750 seine Verehrung an. Sanftmut und Demut machten ihn schon zu seinen Lebzeiten berühmt.
Lit.: LThK
2 Bd. VII, Sp. 8 (G. Gieraths), Memorie Dominicane 39 (Fi 1922) 20-27; - Baudot-Chaussin I, 41 f.; - Walz 203; - Proprium des Predigerordens, III Feier des Stundengebetes Proprium der Heiligen, Köln 1991, 197.
Ekkart Sauser
Literaturergänzung:
1995
Elio Montanari, Il dossier agiografico sul beato M. da F., in: SFP 65.1995, S.315-509.
Letzte Änderung: 09.04.2011