MIKI, Paul u. Gefährten: hl. Märtyrer, gest. 5.2. 1597 in Nagasaki, Fest: 6.2. - M. entstammt einer vornehmen, christlichen, japanischen Familie. Schon seit früher Jugend an (ab dem 11. Lebensjahr) von Jesuiten erzogen, trat er mit 22 Jahren, 1580, in den Jesuitenorden ein. Seine frühere, jesuitische Erziehung war im Jesuitenkolleg zu Anziquiama. Sehr bald schon war er einer der berühmtesten Prediger in Japan und gehörte zu den bekanntesten Jesuitenmissionaren unter seinen Landsleuten in Japan. - Im Dezember 1596 wurde er mit 25 Christen verhaftet. Außer ihm waren es zwei Katecheten der "Gesellschaft Jesu", sechs Franziskaner und siebzehn japanische Laien. Unter ihnen drei Knaben. Nach Folterungen wurden sie alle nach Nagasaki gebracht. Dort band man die Missionare und ihre Laienhelfer an große Kreuze. An diese gefesselt sangen sie, so berichten Augenzeugen, christliche Lieder, priesen Gott und ermunterten die Umstehenden zu einem christlichen Leben. - So stellen V. Schauber und H. M. Schindler mit Recht fest: "Paul Miki steht für die zahllosen Märtyrer, die im l6. Jh. in den Christenverfolgungen in Japan ihr Leben ließen." - M. und seine Gefährten wurden am 8. Juni 1862 vom seligen Papst Pius IX. heiliggesprochen. In der Kunst werden sie dargestellt als Märtyrer am Kreuz.
Lit.: J. Torsy-H. J. Kracht: Der Große Namenstagskalender, Freiburg-Basel-Wien 2002, 66-67; - V. Schauber: Pattloch-Namenstagskalender, Dokumentation H. M. Schindler, Augsburg l994, 40; - V. Schauber-H. M. Schindler: Bildlexikon der Heiligen, München l999, 555; - V. Schauber-H. M. Schindler: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf, München 2001, 58; - MartRom (Ed. 2001) 129.
Ekkart Sauser
Literaturergänzung:
Hl. P.M. u. Gefährten († 1597), in: Dirspir 2006, Februar, S. 11f.