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Band XVIII (2001)Spalten 899-900 Autor: Ekkart Sauser

MILADA: Benediktinerin; Äbtissin, gest. 8.2. 994 in Prag. Fest: 8.2. - M. war Tochter des Böhmenherzogs Boleslav I. In Regensburg wurde sie erzogen. In Rom schließlich nahm sie das Gewand der Benediktinerinnen. Einer alten Tradition nach weihte sie Papst Johannes XIII. zur Äbtissin. Dabei erhielt sie den Namen Maria. In Prag wurde ihr eine sehr schöne Aufgabe übertragen: Sie richtete das von ihrem Bruder Boleslav II. gegründete Benediktinerinnenkloster bei der Kirche des hl. Georg ein. Nach ihrem Tode wurde sie in der Annakapelle der Georgskirche beigesetzt. In der Kunst wird sie dargestellt im Habit einer Äbtissin, oder wie ihr der Bischof den Äbtissinnenstab überreicht.

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Lit.: J. Torsy: Der Große Namenstagskalender, Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe, hrsg. von H. J. Kracht, Freiburg-Basel-Wien 19972, 60; - J. Torsy: Lexikon der deutschen Heiligen, Köln 1959, Sp. 405; - A. Schütte: Handbuch der deutschen Heiligen, Köln 1941, 265; - Zimmermann I, 185; - J. Stadler-F. J. Heim-J. N. Ginal: Vollständiges Heiligenlexikon IV 457; - BiblSS IX 477-479; - LChI Bd. 8, Sp. 17 (G. Kaster).

Ekkart Sauser

Letzte Änderung: 09.04.2011