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Verlag Traugott Bautz
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MORONE, Giovanni, italienischer Kardinalbischof und Kirchenpolitiker, Konzilslegat und -präsident, * 25.9. 1509 in Mailand, † 1.12. 1580 in Rom. - M., Sohn des einflußreichen Kanzlers und Parteigängers der Sforzas Girolamo Morone († 1529), der ihn auch früh zum Mailänder Senator machte, und der Amabilia Fisiraga, studierte beide Rechte, Theologie und Philosophie in Padua, wo er sich in allen Disziplinen auch den Doktorengrad erwarb. 1528 wird M. zum Bischof von Tortona ernannt, wo er aber nur ganz kurze Zeit amtiert. 1529 erhält M. von Clemens VII. (s.d.) in Anerkennung der Verdienste seines Vaters sowie im Gegenzug für sein diplomatisches Wirken am französischen Königshof von Franz I. (12.9. 1494-31.3. 1547, reg. 1515-1547) die Bistümer Modena und Novara; Modena wurde ihm allerdings von Alfonso d'Este, dem von 1505-1534 regierenden Herzog von Ferrara, Modena und Reggio, sowie Ippolito, dem Neffen des Herzogs Alfonso von Ferrara und bereits selber Erzbischof von Mailand, streitig gemacht, so daß M. erst am 28.1. 1533 seine Residenz beziehen konnte und schließlich 1550 zugunsten Aegidius (Egidio) Foscararis († 1554) unter dem Vorbehalt jährlicher Pensionsbezahlung und der Beibehaltung einiger Benefizien verzichtete, um es nach dessen Tod jedoch wieder zu übernehmen. 1533 feierte M. in Modena die Primiz und begann umgehend Diözesanreformen, die auf die sittliche Stärkung des Klerus, Wahrung der Residenzpflicht, liturgische Förderung und katechetische Kompetenz zielten. Die im Herbst des Jahres durchgeführte Visitation begründete M. im vorausgehenden »Edictum generale per visitationem«. 1542 geht M. entsprechend seiner irenischen Grundhaltung behutsam gegen das sich in seinem Bistum ausbreitende Luthertum vor und verlangt von den Kryptoprotestanten die Zustimmung zu den »Articuli orthodoxae professionis«, die der damalige Kardinallegat in Bologna, Gasparo Contarini (s.d.) verfaßt hatte und die die strittige Rechtfertigungsfrage ausklammern. 1542 schreitet M. gegen den die Werkgerechtigkeit überbetonenden Jesuitenprediger Alfonso Salmeron (s.d.) ein, dem er die Wortverkündigung untersagt. - 1536 betraute Paul III. (s.d.) M. mit der Nuntiatur am Hofe König Ferdinands I. von Habsburg (10.3. 1503-25.7. 1564) als Nachfolger Pier Paolo Vergerios (s.d.) und bereist in den folgenden zwei Jahren im Gefolge des Monarchen den Donau- und ostmitteldeutschen Raum; die Bistumsreform nach dem Vorbild von Bischof Gian Matteo Giberti (20.9. 1495-30.12. 1543) von Verona setzte während M.s Abwesenheit dessen Vikar Gian Domenico Sigibaldi fort. 1539 (M. hatte zwischenzeitlich den Kapuzinern Niederlassungsrecht gewährt) ist M. erneut bei Ferdinand und begleitet ihn Anfang 1540 in die Niederlande und nach Hagenau, wo M. an den Religionsgesprächen teilnimmt. Nach Österreich zurückgekehrt bricht M. zum Jahresende zum Wormser Religionsgespräch auf, in dessen Verlauf M.s Diplomatik wiederholt von Granvella (Antoine Perrenot de Granvelle, s.d.) attackiert wird und von dem er am 19.1. 1541 abreist. An der Seite des Kardinals Gasparo Contarini agiert M. auf dem Regensburger Reichstag von 1541 diplomatisch behutsam, mögliche Vermittlungspositionen gegenüber den Protestaten auslotend; diese Haltung wird ihn unter Gian Pietro Carafa (Paul IV., s.d.), dem Reorganisator der römischen Inquisition, dem Verdacht mangelnder Kirchentreue aussetzen (s.u.). M. bestätigt die Katholizität der von Contarini mit den Protestanten ausgehandelten, von der Kurie allerdings am 27.5. 1541 verworfenen Einigungsformel über die Rechtfertigungslehre. Nach seiner am 2.6. 1542 erfolgten Erhebung zum Kardinal favorisiert M., Anhänger des Evangelismus und der Spiritualenkreise um die Kardinäle Contarini, Reginald Pole (s.d.) und Vittorio Colonna (1492-1547, s.d.), den Augustinereremiten Pietro Martire Vermigli (Pierre Marytr Vermigli, s.d.) als seinen Nachfolger im Bistum, grenzt sich allerdings deutlich von den norditalienischen Kryptoprotestanten und den modenesischen Häretikern ab. Im Oktober 1542 wurde M. zusammen mit den Kardinälen Pole und Pier Paolo Parisio zum Konzilslegaten benannt; in Trient trifft M. am 22.11. ein, doch der Konzilszusammentritt kommt nicht zustande, so daß M. im Juli 1543 unverrichteter Dinge abreist. Im Verlauf dieses Winters steht M. unter dem spritituellen Einfluß Poles und seiner Mitarbeiter Marcantonio Flaminio und Alvise Priuli, die M. mit dem theologischen Denken des Juan de Valdés (s.d.) bekanntmachen. M.s Irenik erfährt deutliche Verhärtungen, die sich u.a. der Lektüre des Traktats »Beneficio di Cristo« und der Rezeption des Schrifttums des Kardinals Federico Fregoso verdanken. - Aus Trient zurück wirkt M. vom Mai 1544 bis Juli 1548 als Kardinallegat für Bologna; das Konzil wird nun am 15.3. 1545 definitiv einberufen und wird trotz äußerst geringer Anwesendenzahl am 13.12. eröffnet, tritt zu den einzelnen Sessiones aber nur in größeren und unregelmäßigen Abständen zusammen, so daß der Reformprozeß nur schleppend vorankommt und immer wieder vom Scheitern bedroht ist. Im Herbst 1550 beruft der am 7.2. gewählte Julius III. (s.d.) M., (s.d.) Cervini und Pole nach Rom, damit diese den Reformflügel bei der bevorstehenden Wiedereröffnung des Tridentinischen Konzils verstärken; M. genoß neben Aleander (s.d.) den Ruf, ein hervorragender Kenner der deutschen Verhältnisse zu sein. Vom September 1552 bis 1560 wirkte M. als Diözesanbischof von Novara, und am 18 2. 1555 bricht M. im Rang eines Kardinalslegaten beim Kaiserhof zur Teilnahme am Augsburger Reichstag auf, wo er am 24.3. eintrifft; in seinem Gefolge reisten die Jesuiten Jerónimo Nadal (11.8. 1507-3.4. 1580) und Diego Lainez (s.d.) als theologische Berater. M.s Augsburger Aufenthalt ist nur kurz, denn in Begleitung des Kardinals Otto Truchseß von Waldburg (1514-1573, s.d.) bricht M. nach dem Ableben Julius' III. zum römischen Konklave auf, das zunächst Marcello Cervini (Marcellus II., s.d.) wählt, nach dessen Tod erneut zusammentritt, um mit der Wahl Gian Pietro Carafas (Paul IV.) einen entschiedenen Habsburggegner auf den Stuhl Petri zu erheben und Partei M.s ernsthaft zu schwächen. Seit 1552 nämlich hatte Gian Pietro Carafa gegen M. einen Inquisitionsprozeß angdestrengt, der jedoch von Julius III. noch supprimiert werden konnte; M. selber war übrigens am 27.2. 1550 von Julius III. in die Inquisition berufen worden. Immerhin aber scheint Julius III. geplant zu haben, durch Änderung des Papstwahlgesetzes M.s Ausschluß zu bewirken. Doch nach dessen Tod (23.3. 1555) greift Paul IV. das heimlich zusammengetragene Anklagematerial erneut auf, leitet am 26.6. das förmliche Ermittlungsverfahren ein und läßt M. am 31.7. 1557 in der Engelsburg inhaftieren und den Prozeß, der im Zusammenhang mit der neuen antispanischen Kuriendiplomatie zu sehen ist, eröffnen. M.s Verhaftung ist sicherlich im Zusammenhang mit der im April erfolgten Entmachtung Kardinal Reginald Poles zu sehen. Im zweijährigen Prozeßverlauf werden teilweise abstruse Anschuldigungen gegen M. vorgetragen, und erst 1559 erhält M. eine Abschrift der Klageschrift zur Ansicht. Von Antonio Massa und Marcantonio Borghese (1504-1574, Vater des späteren Papstes Paul V. [s.d.]) verteidigt schaltet sich sogar der spanische König Philipp II. (21.5. 1527-13.9. 1598), wenngleich aus rein politischen Gründen, zugunsten M.s in das Verfahren ein, das nach dem Tod Pauls IV. am 18.8. 1559 (die stadtrömische Bevölkerung stürmte die Gefängnisse, um die zahllosen Inhaftierten zu befreien, darunter wohl auch M.s Sekretär, den gleichfalls von der Inquisition angeklageten Domenico Morando) bereits am 21.8. eingestellt wird und M. bereits am Wahlkonklave für Pius IV. (s.d.) teilnehmen kann, für den die Entscheidung am 25.12. fällt. Pius IV. rehabilitierte M. am 13.3. 1560 durch Konsistoriumsbeschluß völlig und betraut M. mit dem Staatssekretariat; allerdings ist M. stark im Ansehen beschädigt, so daß Pius IV. von seiner Ernennung zum Konzilslegaten absehen muß (den Grund gibt eine Berichtsbemerkung des spanischen Gesandten Francisco Vargas vom 13.10. 1560 wieder: »per haber sido notado y haber estado en prison tanto tiempo por lo que se sabe« [Döllinger I, 341]) und Pius V. (s.d.) erneut ein Inquisitionsverfahren gegen M. einleitet, allerdings ohne förmlichen Eröffnungsbeschluß. - M., politischer Ratgeber Pius' IV., gilt als Schlüsselfigur der 1563 beginnenden Schlußphase des Tridentiner Konzils, an dem er nach dem Tod Carlo Viscontis (2.3. 1563) als Konzilslegat mitwirkte und dessen Leitung er nach dem Tod der Legaten (s.d.) Ercole Gonzaga (2.3. 1563) und Girolamo Seripando (17.3. 1563) als Ältester gemeinsam mit Bernardo Novagero am 7.3. 1563 übernahm. In nur wenigen Tagen erreicht M. in Verhandlungen in Innsbruck die Stadtpunktannäherung von Kurie und Kaiser Ferdinand I.; nach Trient zurückgekehrt kann M. sowohl die Blockadepolitik der »zelanti«-Fraktion um den Kardinal Simonetta abmildern als auch das Gespräch mit dem lothringer Kardinal (Cardinal de Lorraine) Charles Guise (17.2. 1524-26.12. 1574) aufnehmen, so daß im Juli 1563 die unter den Konzilsvätern umstrittenen Beschlüsse zur Residenzpflicht und zum Weihesakrament verabschiedet werden konnten. In dieser letzten Konzilsphase, das am 4.12. mit abschließenden Beschlussfassungen geschlossen werden konnte, bewährte sich M.s Diplomatie, die Kontroversen in Plenarsitzungen vermied und das Strittige in Spitzengesprächen mit den Wortführern der einzelnen Positionen klärte; tatkräftige Unterstützung erfuhr M. hierbei durch den Konzilsauditor Gabriele Paleotti (4.10. 1522-22.7. 1597), dessen Erhebung zum Kardinal M. wenig später durchsetzen konnte. Am 6.12. verließ M. Trient und kehrte nach Rom zurück, wo er die päpstliche Bestätigung der Konzilsbeschlüsse vorantrieb und die Drucklegung der Konzilsdekrete überwachte. Pius IV. bestätigte sie zunächst mündlich am 26.1. 1564; die schriftliche Sanktionierung erfolgte am 30.6. durch die Promulgation der Bulle »Benedictus Deus«. Den Wunsch Pius' IV., in Deutschland die Umsetzung der Konzilsbeschlüsse zu begleiten, schlug M. aus, um erneut das Bistum Modena zu übernehmen und die eingeleiteten Kirchenreformen fortzuführen. Während dieser zweiten Amtsperiode führte M. 1565 und 1569 zwei Visitationen durch, berief drei Diözesansynoden ein (1565, 1568, 1571), errichtete ein Priesterseminar und gründete das Waisenhaus und Kolleg San Bernardino. Am 16.12. 1571 trat M. definitiv zurück; die Bistumsleitung wurde Sisto Visdomini übertragen. Nach dem Tod von Pius IV. am kandidierte M. für die kaiserliche Partei im am 20.12. eröffneten Konklave; daß mit Antonio Michele Ghisleri schließlich Pius V. gewählt wird verdankt sich den antikaiserlichen Initiativen, die gezielt M.s Beschädigungen aus den früheren Inquisitionsverfahren ausspielten. Unter dem Pontifikat Pius' V. setzt M., wenngleich nicht mehr in exponierter Stellung, seine diplomatische Tätigkeit fort; seine Bemühungen um die Bildung einer antitürkischen Liga finden ihren Höhepunkt in der Einbindung Venedigs und dem Ausgang der Seeschlacht bei Lepanto (Navpaktos, 7.10. 1571), die mit der Stärkung Europas gegenüber den Ottomanen endete. Unter Gregor XIII. (s.d.) gelingt M. die Rückkehr zu den zentralen diplomatischen Fragen. Als Kardinallegat für Genua kann M. den spanischen Machtanspruch Philipps II. zurückdrängen. Auf dem Reichstag zu Regensburg (1576) vertritt M. eindrucksvoll die römische Kurie. In seinen letzten Lebensjahren amtierte M. als Dekan des Kardinalskollegiums und war bis zuletzt mit Fragen der Reorganisation des katholischen Kirchenlebens in ganz Europa befaßt. M. wurde in S. Maria della Minerva beigesetzt. M. gilt als der begabteste Kuriendiplomat des 16. Jahrhunderts; allerdings ist seine Kirchenreformpraxis aus Gründen der eigenen Lebensführung nicht unumstritten, da M. (obwohl Befürworter derselben) sich über die Residenzpflicht hinwegsetzte. M.s theologisches Profil ist, nicht zuletzt aufgrund eigener Erfahrungen mit der Inquisition, unscharf. - Mit Ignatius von Loyola (s.d.) setzte M. die Beschlüsse zur Seminargesetzgebung der Sessio XXIII des Tridentinums mit der auf die Anregungen Claude Lejays (s.d.) zurückgehenden Gründung des Collegium Germanicum (1552) in Rom als Spezialschule unter jesuitischer Leitung am Bischofssitz in Ablösung des überlebten mittelalterlichen Kathedralschulgedankens um. - Als Kardinalbischof war M. Titularbischof der Diözesen Albano (1560-1561), Sabina (1561-1562), Preneste (1562-1564), Tusculo-Frascati (1564-1565), Porto (1565-1570) und Ostia (1570-1580).
Werke/Qu.: Controversiarum praecipuarum in comitis Ratisponensibus tractatarum explicatio, Venedig 1541; Interrogatio del maestro al discepolo per istruire li fanciulli e quelli che non sanno nella via di Dio, 1542; Aedicta sive constitutiones, Novara 1553; Ea quae praedicatores docere et omnino et nullo modo praeterire debebunt, Novara 1554; Verba prolata ab illustrissimo D. Joanne Cardinale M. primo presidente et Legato sacro Concilii Tridenti in eius prima comparitione in generali Congregatione die martiis XIII apriliis MDLXIII, Ripae 1563. - Hugo Laemmer, Monumenta Vaticana historiam ecclesiasticam saeculi XVI illustrantia, Freiburg 1861; Franz Dittrich, Regesten u. Briefe des Cardinals Gasparo Contarini (1483-1542), Braunsberg 1881; Franz Dittrich, Nuntiaturberr. G. M.s v. dt. Königshofe, 1537/40, 1890; Franz Dittrich, Nuntiaturberr. G. M.s v. dt. Königshofe 1539-40 (Qu. u. Forsch. aus dem Gebiet der Gesch., 1,1), Paderborn 1892; Der Reichstag z. Regensburg 1576. Der Pacificationstag z. Köln 1579. Der Reichstag z. Augsburg 1582. Im Auftrage des k. preußischen hist. Inst. in Rom bearb. v. Joseph Hansen (Nuntiaturberr. aus Dtld. nebst ergänzenden Aktenstücken. 3. Abt. 1572-1595, II), Berlin 1894; Walter Friedensburg, Nuntiaturberr. aus Dtld. 1533-1559 nebst erg. Aktenstücken. II: Nuntiatur des M. 1536-1539. Im Auftrage des K. preußischen hist. Inst. in Rom bearb., Gotha 1892; Nuntiaturen M.s u. Poggios. Legationen Farneses u. Cervinis 1539-40. Im Auftrage des k. preußischen hist. Inst. in Rom bearb. v. Ludwig Cardauns. Gesandtschaft Campeggios. Nuntiaturen M.s u. Poggios 1540-41. Im Auftrage des k. preußischen hist. Inst. in Rom bearb. v. L. Cardauns (Nuntiaturberr. aus Dtld. nebst ergänzenden Aktenstücken. 1. Abt.: 1533-1559. Hrsg. durch das k. preußische hist. Inst. in Rom u. die k. preußische Archivverw., Bd. 5/6); Heinrich Lutz, Friedenslegation des Reginald Pole z. Kaiser Karl V. u. Kg. Heinrich II. 1553-1556 (Nuntiaturberr. aus Dtld. nebst ergänzenden Aktenstücken. 1. Abt.: 1533-1559, XV), Tübingen 1981. - CT III,2, 231-762 [Konzilstagebuch v. Gabriele Paleotti].
Lit.: Cesare Cantù, Il Cardinale G. M., commentario, Milano 1866; - Ders., Gli eretici d'Italia. Discorsi storici. 3 vols., Torino 1866-1868; - Ders., Il cardinale G. M.: Memorie del R. Istituto Lombardo di Scienze e Lettere. Classe di lettere e scienze morali e politiche, Milano, 10 (1867) H. 5, S. 24-36; - Guglielmo Enrico Saltini, Girolamo Morone. Memoria storica, Florenz 1868; - Frédéric Sclopis de salerano, Le Cardinal Jean M. Etude historique, Paris 1869; - Theodor v. Sickel, Zur Gesch. des Concils v. Trient (1559-1563). Actenstücke aus östr. Arch., 3 Bde., Wien 1870-1872; - Theodor Brieger, Nachwort zu den v. V. Schultze mitgeteilten Depeschen Contarini's: ZKG 3 (1879), 308-312; - Ders., Zur Corr. Contarini's während seiner dt. Legation. Mitt. aus Beccadelli's Monumenti: ZKG 3 (1879), 492-523; - Ders., Aus it. Arch. u. Bibl. Btrr. z. Reformationsgesch.: ZKG 5 (1882), 574-622; - Ludwig Pastor, Die kirchlichen Reunionsbestrebungen während der Regierung Karls V. Aus den Qu. dargest., Freiburg 1879; - Franz Dittrich, Die Nuntiaturberr. G. M.'s v. Reichstage z. Regensburg 1541: HJ 4 (1883), 395-472.618-673; - Ders., Gasparo Contarini, 1483-1542. Eine Monogr., Braunsberg 1885; - Ders., Nachtrr. z. Biographie Gasparo Contarinis: HJ 8 (1887), 271-283; - Ders., Nuntiaturberr. G. M.s v. dt. Königshofe 1539-1540 (Qu. u. Forsch. aus dem Gebiet der Gesch., 1,1), Paderborn 1892; - Ders., Zur Abwehr: HJ 14 (1893), 226-234; - Ders., Noch einmal Dittrichs Moronedepeschen: HJ 14 (1893), 379; - Wilhelm Maurenbrecher, M.'s Ber. über das Tridentiner Concil mitgeteilt: ZKG 3 (1879), 653-658; - Victor Schultze, Actenstücke z. dt. Reformationsgesch. Aus dem Arch. in Neapel z. ersten Male mitgeteilt: ZKG 3 (1879), 150-184.609-653; - Nicola Bernabei, Vita del cardinale G. M., vescovo di Modena, Modena 1885; - Bartolomeo Fontana, Documenti Vaticani contro l'eresia luterana in Italia: Archivio della R. Società Romana di Storia Patria 15 (1892), 71-165.365-474; - Georg Frhr. v. Hertling/Hermann Grauert, Erkl.: HJ 14 (1893), 223-226; - Walter Friedensburg, Btrr. z. Briefwechsel der kath. Gelehrten Dtld. im Reformationszeitalter. Aus it. Arch. u. Bibl. mitgeteilt: ZKG 16 (1896), 470-499; 18 (1898), 233-297; 20 (1900), 242-259; 23 (1902), 110-155; - Ders., Zur Gesch. des Wormser Konvents 1541: ZKG 21 (1901), 112-127; - Ders., G. M. u. der Brief Sadolets an Melanchthon v. 17. Juni 1537: ARG 1 (1903/1904), 372-380; - Bernhard Duhr SJ, Der erste Jesuit auf dt. Boden, insbesondere seine Wirksamkeit in Köln: HJ 18 (1897), 792-830; - Athanasius Zimmermann SJ, Kard. Pole, sein Leben u. seine Schrr. Ein Btr. z. KG des 16. Jh., Regensburg 1893; - Stephan Ehses, Der »Internuntius Claudius« in Raynalds Annalen z. J. 1541 u. der Prozeß der Inquisition gg. M.: RQ 17 (1903), 293-300; - Ders., Andreas Masius an Kard. M. Zevenaar, 18. Sept. 1561. Die Univ. Duisburg betreffend: RQ 22 (1908), 62-66; - Ein v. Pius IV. beabsichtigtes Dekret z. Papstwahl (Vereinsschr. der Görres-Ges., 1913,3), Köln 1913; - Ders., Briefe v. Trienter Konzil unter Pius IV.: HJ 37 (1916), 49-74; - E. Sol, Il cardinale Ludovico Simonetta, datario di Pio IV e legato al concilio di Trento: Archivio della Reale Società Romana di Storia Patria 26 (1903), 185-247; - Friedrich Roth, Zur Gesch. des Reichstages zu Regensburg im J. 1541: ARG 2 (1904), 250-307; 3 (1905), 18-64; 4 (1906), 65-98; - Josef Susta, Die röm. Curie u. das Concil v. Trient unter Pius IV., 3 Bde., Wien 1904-1914; - Ludwig Rieß, Die Politik Pauls IV. u. seiner Nepoten. Eine weltgeschichtliche Krisis des 16. Jh. (HStud 67), Berlin 1909; - Gottfried Buschbell, Ref. u. Inquisiton in It. um die Mitte des 16. Jh. (Qu. u. Forsch. aus dem Gebiet der Gesch., 13), Paderborn 1910; - Ludwig Cardauns, Zur Gesch. der kirchlichen Unions- u. Reformbestrebungen v. 1538-1542, Rom 1910; - Karl Schellhass, Zur Legation des Kard. M.: QFIAB 13 (1910), 273-376; - Ders., Zur Legation des Kard. M. (1576; Moskau.Bayern), Rom 1911; - Philipp Helle, Die Konferenzen M.s mit Kaiser Ferdinand I. (Mai 1563) u. ihre Einwirkung auf den Gang des Trienter Konzils, Bonn 1911; - Vinzenz Schweitzer, Zum Prozess des Kard. G. M. (RGST 21-22 [Briefmappe, 1. Stück]), Münster 1912; - M. Gustave Constant, La légation du Cardinal M. près l'Empereur et le Concile de Trente. Avril-décembre 1563 (Bibliothèque de l'École des Hautes Études, 233), Paris 1922; - Otto Clemen, Epigramme auf Teilnehmer am Wormser Religionsgespräch 1540/41: ZKG 3.F. 1 [50] (1931), 441-454; - Edwards, Paul III. oder die geistliche Gegenref., Leipzig 1933; - Hubert Jedin, »Geistliche Gegenref.«: HJ 54 (1934), 259-262; - Ders., Kirchenreform u. Konzilsgedanke 1550-1559: HJ 54 (1934), 401-431; - Ders., Krisis u. Wendepunkt des Trienter Konzils 1562/63. Die neuentdeckten Geheimberr. des Bisch. Gualterio v. Viterbo an den hl. Karl Borromäus, Würzburg 1941; - Ders., Der Abschluß des Trienter Konzils 1562/63. Ein Rückblick nach vier Jhh., Münster 1963; - Ders., Kard. Pole u. Vittorio Colonna, in: Ders., Kirche des Glaubens, Kirche der Gesch. Ausgew. Aufss. u. Vortrr. 2 Bde (Freiburg 1966), I 181-194; - Ders., Gesch. des Konzils v. Trient. IV. Dritte Tagunsperiode u. Abschluß. 1: Fkr. u. der neue Anfang in Trient bis z. Tode der Legaten Gonzaga u. Seripando. 2. Überwindung der Krise durch M., Schließung u. Bestätigung, Freiburg/Basel/Wien 1975; - Ders., Kleine Btrr. z. den Konzilsprotokollen v. 1563: ZKG 87 (1976), 1-15; - Franz Xaver Seppelt, Gesch. des Papsttums. Bd. 5: Das Papsttum in der neueren Zeit. Gesch. der Päpste v. Regierungsantritt Pauls III. bis z. Frz. Rev. (1534-1789), Leipzig 1936; - Pietro Tacchi Venturi, Storia della Compagnia di Gesù in Italia. 2 vols., Roma 1950-19515; C Georg Schreiber (Hrsg.), Das Weltkonzil v. 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Klaus-Gunther Wesseling
Literaturergänzung:
2005
Massimo Firpo, Inquisizione romana e controriforma. Studi sul cardinal G.M. (1509-1580) e il suo processo d'eresia. Brescia 2005; -
2009
Klaus Ganzer, Gasparo Contarini und Giovanni Morone. Das Regensburger Religionsgespräch von 1541 u.d. Werden e. Freundschaft, in: CrSt 30.2009, S. 99-133.
Letzte Änderung: 24.07.2009