Verlag Traugott Bautz |
![]() |
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
MÜLLER, Johannes, 1864-1949, protestantischer Theologe, nach anfänglichem Dienst in der Judenmission Einsatz für die »entkirchlichten Gebildeten«, Herausgeber der »Blätter zur Pflege persönlichen Lebens«, von 1914 bis 1941 sog. »Grüne Blätter«; seit 1916 leitete er im oberbayrischen Schloß Elmau seine weithin bekannt gewordene »Freistätte persönlichen Lebens« mit der Zielsetzung, dem »Menschen von heute« zu einem seinem Wesen entsprechenden Leben im Sinne der Ethik Jesu zu verhelfen. Daß Müller sich von 1933 an ganz der »nationalen Wiedergeburt« Deutschlands verschrieb, sah er nach 1945 als den großen Irrtum seines Lebens ein. Nach seinem Tode endete die Elmauer Bewegung.
Lit.: P.G. Aring, Christliche Judenmission, Neukirchen 1980, 71 ff.; - ders., Christen und Juden heute - und die »Judenmission«? 2. Aufl., Frankfurt/Main 1989, 231 ff.; - S. Wagner, Franz Delitzsch. Leben und Werk, München 1978, 154 ff.; - J.v. Walter, Die Geschichte des Christentums, Band II/2, Gütersloh 1950, 904 ff.
Paul Gerhard Aring
Werkeergänzung:
2010
Johannes Müller ; Heinrich Lhotzky, Blätter zur Pflege des persönlichen Lebens. Eine Auswahl aus d. Jahresbänden 1 - 10 der Jahre 1898 - 1907. Hrsg. von Matthias Dräger. St. Goar 2010.
Literaturergänzung:
2005
Harald Haury, Von Riesa nach Schloß Elmau. Johannes Müller (1864-1949) als Prophet, Unternehmer u. Seelenführer e. völkisch naturfrommen Protestantismus. Gütersloh 2005 (=Religiöse Kulturen der Moderne; 11); -
2009
Thomas Martin Schneider, Glanz u. Elend d. Kulturprotestantismus. Adolf von Harnack u. Johannes Müller-Elmau, in: MeKG 58.2009, S. 193-203.
Letzte Änderung: 09.04.2011