ODULF: hl. Benediktiner, gest. nach 854 in Utrecht, Fest: 12.6. - O. wurde an der Domschule zu Utrecht ausgebildet. Dann erhielt er die Priesterweihe und wirkte zunächst an der Eigenkirche seines Vaters Ludgis in Oorschot-Nordbrabant, Niederlande. Hierauf trat er als Mönch im Kathedralkloster St. Martin zu Utrecht ein. Von Bischof Friedrich wurde er bald darauf als Seelsorger an die neu errichtete Kirche in Stavoren gesandt. Vor seinem Tode kehrte er wieder in das Kathedralkloster zu Utrecht zurück. Der Tradition nach wurden später Teile seiner Reliquien nach Stavoren und Evesham in Worcestershire überführt. In der Kunst wird er dargestellt in priesterlichem Gewand mit Taufschale.
Lit.: J. Torsy-H. J. Kracht: Der Große Namenstagskalender, Freiburg Basel-Wien 2002, 181; - LThK
2 Bd. 7, Sp. 1103 (A. M. Zimmermann); - Zimmermann II, 301 ff.; - Baudot-Chaussin VI 211 f.; - BHL 6318-6321; - J. Torsy: Lexikon der Deutschen Heiligen, Köln 1959, 421; - MG SS XV l, 356; - A. Schütte: Handbuch der Deutschen Heiligen, Köln 1941, 273; - V. Schauber: Pattloch-Namenstagskalender Dokumentation H. M. Schindler, Augsburg 1994, 158; - V. Schauber-H. M. Schindler: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf, München 2001, 289; - MartRom(Ed. 2001)316.
Ekkart Sauser
Letzte Änderung: 09.04.2011