Verlag Traugott Bautz |
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ORAISON, Marc, * 1914, † 1979. Französischer Psychiater, kath. Priester. Nach seinen humanistischen Studien ließ er sich zunächst an der medizinischen Fakultät der Universität Bordeaux immatrikulieren, wo er sich im Fach Psychiatrie spezialisierte. Später studierte er noch Theologie am Institut Catholique von Paris und ließ sich 1948 zum Priester weihen. Auch als Priester setzte er seine medizinischen und psychologischen Forschungen fort. Insbesondere ging es O. darum, die Psychologie Freuds mit der katholischen Morallehre zu versöhnen. Eine seiner gewagten Schriften kamen auf den Index Romanus, aber O. publizierte eifrig weiter. Seine Werke sowie seine Autobiographie wurden auch ins Englische übertragen.
Lit.: Encyclopedic Dictionary of Religion, Philadelphia-Washington, D.C., 1979, 2607.
Johannes Madey
Werkeergänzung:
Zwischen Angst und Illusion. Christliche Existenz in tiefenpsychologischer Sicht. Freiburg, 1960; Zwang oder Liebe. Psychologische Grundlagen der religiösen Erziehung. Salzburg, 1961; Eine Moral für unsere Zeit, Freiburg/Br. 1968; Psychologie des ehelosen Lebens, Mainz 1969; Dickschädel. Autobiographie, Frankfurt am M. 1970; Was ist Sünde? Frankfurt am M. 1970; Der Buchstabe tötet. Entscheidungshilfen für Christen. Freiburg/Br., 1972; Meditationen über den Sinn des Lebens, Mainz 1972; Die Zeit d. Alibis. (Dt. Übertr. v. H. J. Bormann. Frankfurt am M. 1973; Mit Konflikten Leben, Olten 1973.
Literaturergänzung:
1995
Gianni Manzone, Senso di colpa e coscienza del peccato in M.O., in: ATT 1.1995, S. 230-258.
Letzte Änderung: 09.04.2011