PANSELENOS, Manuel, griech. Maler, über dessen Leben keine Einzelheiten
bekannt sind. Man hört von ihm erstmals im 17. Jahrh. Auf diese Quelle
stützt sich Dionysios von Phurna, der Verf. des »Malerbuches vom Berge
Athos« (ca. 1730). P. wird 1744 auch von dem russischen Pilger Vasilij
Bars'kij erwähnt. Eine Zeitlang glaubte man, P. sei eine legendäre
Erscheinung, doch herrscht heute Übereinstimmung darüber, daß er wohl
ein aus Thessalonike stammender Maler gewesen sei. Im Gegensatz zu
älteren Untersuchungen, z.B. von H. Brockhaus, Ch. Bayet, S. Bettini
usw., die ihn in die erste Hälfte des 16. Jahrh. setzten, sind neuere
Autoren wie Millet, Lazarev, Xyngopoulos der Auffassung, daß er in
der ersten Hälfte des 14. Jahrh. gewirkt habe. Man schreibt ihm u.a.
die Fresken des Protaton in Karyes/Athos zu. Nach Bars'kij soll er
auch in dem - heute nicht mehr bestehenden - Rossikon und im Kloster
Chilandari gewirkt haben. Sein Name bezeichnet gegenwärtig eine bestimmte
Richtung athonitischer Malerei; ihr kraftvoller Stil ist mit Fresken
in Kirchen in Thassalonike, Makedonien und Serbien aus der gleichen
Zeit eng verwandt.
Lit.: A. Papadopoulos-Kerameus, `Ermhneia t+V
zwgrafik+V tecnhV, St. Petersburg 1909, 3-6; - A. Lazarev,
Istorija vizantijs'koj Öivopisi, Moskau 1947, 378; - A.
Xyngopoulos, Thessalonique et la peinture macédonienne, Athen 1955,
29-34; - G. Millet, Recherches sur l'Iconographie de l'Évangile,
Paris 21916, 656-659; - LThK 2VIII, 23.