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Band VI (1993)Spalten 1485 Autor: Johannes Madey

PANSELENOS, Manuel, griech. Maler, über dessen Leben keine Einzelheiten bekannt sind. Man hört von ihm erstmals im 17. Jahrh. Auf diese Quelle stützt sich Dionysios von Phurna, der Verf. des »Malerbuches vom Berge Athos« (ca. 1730). P. wird 1744 auch von dem russischen Pilger Vasilij Bars'kij erwähnt. Eine Zeitlang glaubte man, P. sei eine legendäre Erscheinung, doch herrscht heute Übereinstimmung darüber, daß er wohl ein aus Thessalonike stammender Maler gewesen sei. Im Gegensatz zu älteren Untersuchungen, z.B. von H. Brockhaus, Ch. Bayet, S. Bettini usw., die ihn in die erste Hälfte des 16. Jahrh. setzten, sind neuere Autoren wie Millet, Lazarev, Xyngopoulos der Auffassung, daß er in der ersten Hälfte des 14. Jahrh. gewirkt habe. Man schreibt ihm u.a. die Fresken des Protaton in Karyes/Athos zu. Nach Bars'kij soll er auch in dem - heute nicht mehr bestehenden - Rossikon und im Kloster Chilandari gewirkt haben. Sein Name bezeichnet gegenwärtig eine bestimmte Richtung athonitischer Malerei; ihr kraftvoller Stil ist mit Fresken in Kirchen in Thassalonike, Makedonien und Serbien aus der gleichen Zeit eng verwandt.

Lit.: A. Papadopoulos-Kerameus, `Ermhneia t+V zwgrafik+V tecnhV, St. Petersburg 1909, 3-6; - A. Lazarev, Istorija vizantijs'koj Öivopisi, Moskau 1947, 378; - A. Xyngopoulos, Thessalonique et la peinture macédonienne, Athen 1955, 29-34; - G. Millet, Recherches sur l'Iconographie de l'Évangile, Paris 21916, 656-659; - LThK 2VIII, 23.

Johannes Madey

Letzte Änderung: 06.03.2003