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Band VI (1993)Spalten 1490-1492 Autor: Ioannes G. Leontiades

PAPADOPOULOS, Chrysostomos I., Erzbischof von Athen und Ganz Griechenland, 10.3. 1923 - 22.10. 1938, * 1.7. 1868 Madytos (Thrakien), + 22.10. 1938 Athen. - Nach Absolvierung der Mittelschule in Konstantinopel (1885-87), Jerusalem (1887-88) und Smyrna (1889) studierte P. Theologie in Athen, Kiew und Sankt Petersburg (1891-95), wo er auch sein Diplom erwarb. 1895-1909 lehrte er an der Theologischen Schule des Heiligen Kreuzes (Qeologik2 Scol2 to* Timiou Stauro*) des Patriarchats von Jerusalem, deren Direktor er 1899 wurde. Nach der Schließung der Schule, inzwischen (1900) zum Priester (Archimandrit) geweiht, wirkte er 1909-1911 als Pfarrer in Alexandreia und widmete sich seinen Studien. Der Veröffentlichung seines Werkes »Geschichte der Kirche von Jerusalem« folgte im selben Jahr 1910 die Ernennung zum Ehrendoktor der Universität Athen. 1911 übernahm er die Leitung der `RizareioV 'Ekklhsiastik2 Scol2 von Athen, die er, obwohl er 1914 zum Professor für Kirchengeschichte an der Universität Athen berufen worden war (ab 1923 Honorarprofessor), bis 1923 innehatte. In Würdigung seines vielfältigen Wirkens wurde P. 1923 zum Erzbischof von Athen gewählt. Es gelang ihm durch die Gesetze, die er 1923 und 1932 seitens des Staates erwirkte, die Kirche von Griechenland zu modernisieren, den Gregorianischen Kalender einzuführen, und die Beziehungen zwischen Kirche und Staat auf eine neue, bessere Basis zu stellen, das nicht zuletzt auch aufgrund seines gemäßigten und konzilianten Charakters. Die Bürde seines hohen Amtes hinderte ihn jedoch nicht, seine wissenschaftliche und schriftstellerische Tätigkeit weiterzuführen. Es wundert deshalb kaum, daß er 1926 als eines der ersten Mitglieder der Akademie von Athen ernannt wurde. Auf wissenschaftlichem Gebiet galt sein Interesse vor allem der Kirchengeschichte, und seine zahlreichen (ca. 500) Publikationen dienten primär der Darstellung der Geschichte der einzelnen orthodoxen Kirchen. Seinem Elan ist schließlich die Gründung der theologischen Zeitschriften Nea Siwn in Jerusalem (1903) und Qeologia und 'Ekklhsia in Athen (1923) zu verdanken.

Werke (Auswahl): `Istorika<< meletai. Jerusalem 1906; `O `éAgioV 'IwannhV 4 CrusostomoV. Alexandreia 1908; `Istoria t+V 'EkklhsiaV `Ierosolumwn. Jerusalem - Alexandreia 1910; `O `éAgioV DionusioV 4 MegaV, #rciepiskopoV 'AlexandreiaV. Alexandreia 1918; `H %er0 mon2 to* Stauro* ka<< 5 &n a"t^ Qeologik2 Scol/. Jerusalem 1919; `Istoria t+V 'EkklhsiaV t+V `ElladoV. Athen 1920; `H 'Ekklhsia t)n 'AJhn)n. Athen 1928; FusiV ka<< carakt2r t+V O"niaV. »PantainoV« XX 1928, 693-779; `H 'Ekklhsia Kuprou &p<< tourkokratiaV (1571-1878). Athen 1929; `O `éAgioV KurilloV 'AlexandreiaV. Alexandreia 1933; 'ApostoloV MakrakhV. Athen 1939; KurilloV LoukariV. Athen 19392; `Istoria t+V EkklhsiaV 'AntioceiaV. Alexandreia 1951; `H 'Ekklhsia t+V BoulgariaV. Athen 1957; TC prwte(on to* &piskopou `RwmhV. Athen 19642.

Lit.: Michael Konstantinidis, Life and Work in the Diocese of Athens. London 19362; - Demetrios S. Mpalanos, CrusostomoV PapadopouloV (1868-1938). Athen 1938; - Gregorios Papamichael - Chrysostomos von Zakynthos - Demetrios S. Mpalanos - Konstantinos I. Dyobouniotes - Amilkas S. Alibizatos - Michael Konstantinides, CrusostomoV PapadopouloV, #rciepiskopoV 'AJhn)n ka<< pashV 'ElladoV. »Qeologia« XVI 1938, 369-408; - T. M. Popescu, Hrisostom Papadopoulos. Bukarest 1939; - Mnhmosuna. »Qeologia« XVII 1939, 257-272; - Gerasimos Konidares, CrusostomoV PapadopouloV, #rciepiskopoV 'AJhn)n ka<< pashV `ElladoV (1868-1938), »'Ekklhsia« XXV 1940, 340 f.; - Ioannes Chr. Konstantinides, `H 'Ekklhsia t)n 'AJhn)n kat0 t2n triakontaetian 1923-1957. Athen 1961 (mit Bibliographie).

Ioannes G. Leontiades

Letzte Änderung: 06.02.1999