PAPHNUTIOS von der Thebais: hl. Bischof, geb. 3. Jh., gest. um 360 in Ägypten, Fest: 11.9., bei den Kopten: 9.2. und 1.5. - Maximinus Daja, der Christenverfolger, ließ ihm um das Jahre 308 ein Auge ausstechen und die Kniekehle durchtrennen. Dann wurde er zur Zwangsarbeit im Bergwerk verurteilt. Nach seiner Befreiung im Jahre 311 lebte er mehrere Jahre als Mönch bei Antonios dem Großen. Dann wurde er Bischof der oberägyptischen Thebais. Er war ein großer Kämpfer gegen den Arianismus. Nach Sokrates trat er auf dem l. Konzil von Nikaia (325) als Bischof der Thebais auf. Weil er in der Christenverfolgung ein Auge verloren hatte und er ein sehr asketisches Leben führte, genoß er hohes Ansehen in Nikaia. - In der Kunst wird er dargestellt als Bischof, mit der Hl. Schrift, im Steinbruch arbeitend. Neben ihm steht ein Engel. Er ist auch Patron der Bergleute.
Lit.: LThK2 Bd. 8, Sp. 34 (O. Volk); - LThK3 Bd. 7, Sp. 1325 (Fr.-B. Stammkötter); - Sokrates HE I 11: PG 67 101-104; - Baudot-Chaussin IX 243 f.; - ECatt IX 552 f.; - BiblSS 10, 35 ff.; - F. Winkelmann: Paphnutios, der Bekenner und Bischof, Hildesheim 1968; - G. Denzler: Das Papsttum und der Amtszölibat Bd. I, Stuttgart 1973; - S. Heid: Zölibat in der frühen Kirche, Paderborn 1997; - V. Schauber: Pattloch-Namentagskalender, Dokumentation H. M. Schindler, Augsburg 1994, 273; - V. Schauber-H. M. Schindler: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf, München 2001, 475; - MartRom (Ed. 2001) 481.