PEKAH, König von Israel 735-732 vor Christus. - Möglicherweise
schon seit längerem Gegenkönig in Gilead, ermordet er den in Samaria
residierenden Pekahja und setzt sich selbst auf dessen Thron. P. versucht
734/33, zusammen mit dem Aramäerkönig von Damaskus das Südreich Juda
in eine antiassyrische Koalition hineinzuzwingen (sog. syrisch-ephraimitischer
Krieg). Das Unternehmen scheitert daran, daß der judäische König Ahas
Thiglath-Pileser III. um Hilfe anruft. Die Folge sind schwere Gebietsverluste
für das Nordreich mit Deportation der Bevölkerung. In einem weiteren
Staatsstreich wird P. ermordet. Seine Nachfolge tritt Hosea, der Sohn
Elas, an (2Kön 15,25. 27-31.37; 16,5-9; Jes 7,1-9).
Lit.: H.J. Cook, P., in: VT 14, 1964, 121-135; - Edwin
R. Thiele, P. to Hezekiah, in: VT 16, 1966, 83-103; - Joong Ho
Chong, The Song of Moses (Deut. 32: 1-43) and the Hosea-P. Conflict:
Diss. Emory, 1990; - IBD, 530 f.; - RE XV, 103 f.; -
JL IV, 844; - IDB III, 708; - LThK VIII, 244; - BHH III,
1410; - BL, 1343; - EncJud XIII, 214 f.; - LB, 1052;
- RBl, 385; - GBL 111, 1151.
Rainer Kessler