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Band XVII (2000) Spalten 1073-1081 Autor: Stefan Lindinger

PLESSING, Friedrich Victor Leberecht, * 20.12. 1749 in Belleben, † 8.2. 1806 in Duisburg, - Philosoph, Religionswissenschaftler. - P. wurde in Belleben geboren, einer zum Magdeburgischen Saalkreis gehörigen, zwischen Quedlinburg und Halle gelegenen Ortschaft, in der sein Vater Johann Friedrich P. die Pfarrstelle innehatte. P.s Jugendjahre waren von der pietistischen Atmosphäre seines Elternhauses geprägt. 1763 begab er sich nach Ilfeld, um die dortige Klosterschule zu besuchen, brach diesen Aufenthalt aufgrund seines empfindlichen Gesundheitszustandes aber bereits nach einem Jahr ab und ging nach Wernigerode, wohin sein Vater inzwischen als Hospitalprediger berufen worden war. Dort erhielt P. Unterricht an der örtlichen Lateinschule. Schließlich wechselte er 1765 auf die Domschule in Halberstadt. 1768 machte sich P. nach Göttingen auf, um dort Rechts- und Staatswissenschaften zu studieren. Er verwandte zwar nur wenig Mühe auf seine akademische Ausbildung und brach das Studium nach wenigen Monaten ab, doch setzte er sich in der fortschrittlich eingestellten Universitätsstadt erstmals intensiver mit aufklärerischem Denken auseinander. Diesen Erfahrungen in der Sphäre der Akademie folgte ein Intermezzo ganz anderer Art. P. trat als Fähnrich einem niederländischen Regiment bei, das in Nimwegen stationiert war. Seine militärische Karriere währte aber nicht lange, denn bereits Ende 1769 zog es ihn erneut an die Universität. In Wittenberg, Halle und Leipzig studierte er während der nächsten Jahre Theologie. Wie in Göttingen galt dabei sein vorrangiges Interesse nicht den Inhalten seines Studiums. Seiner schwärmerisch-melancholischen Stimmungslage gemäßer waren die literarischen Erzeugnisse der Geniezeit. P.s Leselust kulminierte schließlich in der Lektüre von `Werther'. Er wurde von Goethes Roman so berührt, daß er mit dem Verfasser brieflichen Kontakt aufzunehmen versuchte. - Was nun folgte, ließ P. selbst in die Welt der Literatur eingehen. Ohne dessen Briefe zu beantworten, begab sich der neugierig gewordene Goethe im Dezember 1777 nach Wernigerode, wo sich P. bei seinen Eltern aufhielt. Goethe beschrieb diese Begegnung rückblickend in der 1822 erschienenen `Campagne in Frankreich 1792'. Nach seinen Angaben besuchte er P. incognito, unter der Identität eines Landschaftsmalers aus Gotha. Von der Begegnung mit dem introvertierten Schwärmer und hypochondrischen Melancholiker P. ließ er sich, wie es in der `Campagne in Frankreich' heißt, zu einer Passage des Gedichts `Harzreise im Winter' anregen. Später suchte P. Goethe wenigstens einmal in Weimar auf (1783, außerdem wohl bereits 1778), und Goethe besuchte P. im November 1792 in Duisburg. Der Briefwechsel, der sich zwischen P. und Goethe entspann, ist bis auf einen Brief Goethes (vom 26.7.1782) nicht mehr erhalten. - Im Jahr nach dieser ersten Begegnung mit Goethe hatte sich P. aus seiner melancholischen Erstarrung befreit. 1778 besuchte er die westpreußische Heimatstadt seines Vaters, Konitz, und predigte dort über die `Wahrheit der Vorsehung'. Von dort reiste er nach Königsberg. Der neue Lebensabschnitt begann unter glücklichen Umständen. P.s Vorliebe für Philosophie und Literatur, geweckt in Göttingen und Wittenberg und aufrecht erhalten in Wernigerode, nahm einen produktiveren Charakter an. Diese Interessen spiegeln sich in seinem Königsberger Bekanntenkreis wider. So regte ihn der Umgang mit dem Schauspieler und Dramatiker Johann Christian Brandes zu einer 1780 in der Königsberger gelehrten Zeitung publizierten Besprechung des Trauerspiels `Galora von Venedig' von Traugott Berger an. Darüber hinaus pflegte er Kontakte zu Karl Alexander Herklots, einem Juristen, Staatsbeamten und Dramatiker, zu Theodor Gottlieb von Hippel, Stadtpräsident von Königsberg und Schriftsteller, und zu Hamann. Vor allem aber studierte er ab 1779 bei Kant Philosophie. Diesmal schloß er sein Studium ab und verfertigte eine Dissertation zum Thema der Theodizee, `Versuchter Beweis von der Nothwendigkeit des Übels und der Schmerzen'. Der akademische Erfolg wurde allerdings von einem persönlichen Rückschlag überschattet. Als P. 1783 promoviert wurde, hielt er sich bereits nicht mehr in Königsberg auf. Aufgrund des Skandales um eine Vaterschaftsklage gegen ihn hatte er die Stadt überstürzt verlassen müssen. Es war Kant, der ihn bei der Schadensbegrenzung unterstützte. Er verhalf seinem Studenten zu der Geldsumme, die für einen gerichtlichen Vergleich aufzubringen war, und setzte bei der Universitätsverwaltung durch, daß die Promotion trotz der Abwesenheit des Kandidaten vonstatten gehen konnte. Spuren dieser Affäre finden sich immer wieder in den Briefen P.s an Kant. P. kehrte nach Wernigerode zurück. Im selben Jahr reiste er nach Berlin, wo er seine Beziehungen zu Geheimrat Christian Dohm und Oberkonsistorialrat Karl Franz von Irwing vertiefte, mit denen er bereits vorher in brieflichem Kontakt gestanden hatte (Dohm war der Empfänger einer nie gedruckten und heute verlorenen Abhandlung P.s `Über den Selbstmord' gewesen). In Wernigerode stellte P. ein Buch fertig, dessen Anfänge in die Königsberger Zeit zurückreichen. Die Niederschrift von `Osiris und Socrates' - datiert 1784, doch erschienen bereits zur Herbstmesse 1783 - fiel P. allerdings schwer, denn er besaß wegen seiner mehrfach unterbrochenen Schulausbildung nur unzureichende Kenntnisse der alten Sprachen, namentlich des Griechischen. - `Osiris und Socrates' läßt sich als vergleichende religionsgeschichtliche Untersuchung bezeichnen, in deren Mittelpunkt die Hochkulturen Ägyptens und Griechenlands stehen. Ersteres präsentiert P. als vollkommenes Gesellschaftssystem mit Vorbildcharakter auch für eine moderne Staatsverfassung. Im alten Ägypten, so P., habe ein harmonisches Verhältnis zwischen Regierung, Bevölkerung und Religion bestanden. Alle späteren Kulturen werden, in P.s geschichtsphilosophischem Modell kultureller Dekadenz, als derivativ und inferior angesehen. Der Einklang zwischen Religion und Gesellschaft sei zunehmend Entfremdungserscheinungen gewichen. Dies habe Auswirkungen auf den Charakter der Religion zur Folge gehabt. Mysterienkulte wie der um Osiris seien in Ägypten in die Gesellschaft integriert gewesen, während sie in späteren Kulturen immer mehr zu Sektierertum und Schwärmerei geführt hätten. In einem derartigen Kontext werden das Wirken des Sokrates und die platonische Philosophie behandelt. Die Lehren Platons seien lediglich Verkleidungen des ägyptischen Mythos von Osiris. Der Gegensatz zwischen Sokrates und der Staatsverfassung manifestiere sich vor allem darin, daß ersterer exklusiven Zugang zu einen Daimon für sich beansprucht habe, etwas, was der offiziellen Priesterschaft vorbehalten gewesen sei. Innerhalb der Staatsverfassung sei das Todesurteil gegen Sokrates demnach gerechtfertigt gewesen. P. denunziert auch Phänomene seines Jahrhunderts, wie z.B. Aberglauben, Theosophie, Quietismus, aber auch den Pietismus (in dessen Geiste er erzogen worden war) und übertriebenen Enthusiasmus für Literatur (zu dem er selbst eine Tendenz hatte) als Schwärmereien und stellt sie in die Traditionslinie mit Ägypten. Seine religions- und kulturgeschichtliche Perspektive ergänzt P. durch vergleichende Mythologie und Ansätze zur historisch-kritischen Exegese, wobei sowohl das AT als auch das NT herangezogen werden. Inhaltlich war die Superiorität, die P. der ägyptischen Kultur zuschrieb, aber nicht unumstritten. Als Reaktion auf einschlägige Kritik ließ er immer wieder polemische Bemerkungen gegen seinen wissenschaftlichen Hauptgegner, den graecozentrischen Göttinger Philosophieprofessor Christoph Meiners, in seine Werke und Briefe einfließen. Stilistisch wird P.s Buch von einer gewissen Episodenhaftigkeit, überlangen Zitaten und häufigen Wiederholungen geplagt. Diese Mängel kritisierte auch Kant in seinem einzigen erhaltenen Brief an P. (vom 3.2.1784). - Von Wernigerode aus bemühte sich P. vergeblich darum, eine Anstellung als Hauslehrer, Dozent oder Bibliothekar zu finden, holte gleichzeitig aber Versäumtes nach und perfektionierte seine Griechischkenntnisse in mühevollem Selbststudium. Frucht dieser Anstrengungen, über deren Auswirkungen auf seinen Gesundheitszustand er sich des öfteren in seinen Briefen beklagte, waren einige Aufsätze über griechische Philosophie sowie ein weiteres umfangreiches Werk, das zweibändige `Memnonium'. Darin führt er seinen ägyptozentrischen Ansatz, jetzt fundiert mit besseren Quellenkenntnissen, weiter aus. Abgesehen von einigen allgemeinen Anmerkungen zu den Ursprüngen der menschlichen Kultur, die er als direkt abhängig von der Entwicklung des menschlichen Verstandes interpretiert, bringt dieses Werk allerdings wenig Neues. Dennoch sollte sich die rege schriftstellerische Tätigkeit dieser Jahre auszahlen: 1788 wurde P. - nicht zuletzt aufgrund der Vermittlung seiner einflußreichen Berliner Freunde Dohm und von Irwing - als ordentlicher Professor für Philosophie an die Universität des zu Preußen gehörigen Duisburg berufen. Dort hielt er Vorlesungen über Philosophiegeschichte, Logik und Moralphilosophie sowie über lutherische Dogmatik. 1796 und 1804 fungierte er als Rektor der Universität Duisburg, die sich - schon in den zwei Jahrzehnten vor ihrer Auflösung im Jahr 1818 - in einer schwierigen Situation befand, da die Wirren der Revolution und der Napoleonischen Kriege in massivem Studentenschwund resultierten. Noch im Jahr seiner Ankunft in Duisburg veröffentlichte P. den ersten Band der `Versuche zur Aufklärung der Philosophie des ältesten Alterthums', 1790 folgte der zweiteilige zweite Band dieses Werkes. Wenngleich der Schwerpunkt hier von Ägypten nach Griechenland verlagert wird, gehen auch die `Versuche' nicht wesentlich über bereits Gesagtes hinaus: sie sind ausdrücklich als Fortsetzung des `Memnonium' konzipiert. In den neunziger Jahren ersetzte P. seinen historischen Ansatz durch eine systematische Herangehensweise an die Philosophie, ohne daß dieser Wechsel in einer Publikation resultiert hätte. Einzig ein - nie gehaltener - Vortrag `Über die Tugend' von 1805 wurde später postum publiziert. Während seiner Duisburger Zeit verband P. eine enge Freundschaft mit den Theologen Arnold Wilhelm Möller und Friedrich Adolph Krummacher. Davon abgesehen lebte er recht zurückgezogen. Seit der Jahrhundertwende hatte sich der Gesundheitszustand P.s - trotz seiner in Briefen immer wieder erwähnten Versuche, sich durch Heilwasser aus Spa Linderung zu verschaffen - kontinuierlich verschlechtert. Am 8. Februar 1806 war sein Körper den physischen und psychischen Belastungen nicht mehr gewachsen: P. verstarb an einem Schlaganfall. - Ohne die Begegnungen mit Goethe und Kant wäre P. heute völlig vergessen. Nur in diesem Kontext ist von ihm noch die Rede. Die Sekundärliteratur zu Goethe beschränkt sich meist auf die Frage, ob und inwieweit das Gedicht `Harzreise im Winter' tatsächlich auf dessen Erlebnis mit P. zurückzuführen sei. In Biographien Kants wird das Verhalten gegenüber P. in der Regel als Beispiel für die Realitätsnähe und Mitmenschlichkeit des Königsberger Philosophen herangezogen. Zu Lebzeiten aber war P. durchaus ein Gelehrter, dessen Namen man kannte. Sein Werk, das, obgleich wertend, durch religions- und philosophiegeschichtliches Vergleichen den Spezifika verschiedener Kulturen nahekommen will und dabei den klassischen griechisch-römischen Kulturraum überschreitet, steht sicherlich auf der Höhe der letzten Jahrzehnte des achtzehnten Jahrhunderts. Auch P.s Persönlichkeit ist charakteristisch für seine Zeit. Als Produkt des protestantischen Pfarrhauses führen ihn seine Interessen über das eigentliche Gebiet der Religion hinaus, ohne daß diese geistige Herkunft zu verleugnen wäre. Der Konflikt zwischen aufgeklärter Theologie und pietistischer Introspektion spiegelt sich in säkularisierter Form in der Ambivalenz zwischen seiner Kritik an der Schwärmerei (in `Osiris und Socrates' und in den Briefen an Kant) und seiner eigenen Neigung zu schwärmerischer Melancholie wider. Seine skrupulöse Auseinandersetzung mit der eigenen Befindlichkeit erinnert an die Beiträge in Karl Philipp Moritz' aus der Säkularisation des Pietismus hervorgegangenem `Magazin zur Erfahrungsseelenkunde'. Immer wieder schwankt P. darin zwischen Authentizität und zeitgemäßer Selbststilisierung als melancholischer Schwärmer. Man sollte letztlich aber festhalten, daß er trotz seiner Veranlagung und trotz manch widriger Umstände nicht als Kuriosum des Sturm-und-Drang zugrunde ging, sondern sich - wie in bedeutenderem Rahmen sein Zeitgenosse Goethe - eine bürgerliche Existenz aufbauen konnte. Die vorläufige Summa der Höhen und Tiefen seines Lebens zog er in einem Brief an Dohm (vom 6.2.1789), der 1809 in der Neuen Berlinischen Monatsschrift als Nachruf veröffentlicht worden ist.

Werke: Die Wahrheit der Vorsehung, dargestellt in einer Gastpredigt, gehalten zu Koniz in Westpreußen. Nebst einem Vorbericht und einem Anhang über die Geschichte Josephs, Königsberg 1779; - Kritische Abhandlung über [Traugott Benjamin Bergers] Trauerspiel `Galora von Venedig', in: Königsbergische Gelehrte Zeitung 1780, Nr. 16-20; - Sammlung einiger Gedanken über das alte Ägypten, in: Das preußische Tempe 2, 1781/1782, 3. Stück, 145-171; - Zufällige Gedanken, bey angestellter Untersuchung über den menschlichen Geist, in: Das preußische Tempe 2, 1781/1782; - Versuchter Beweis von der Nothwendigkeit des Übels und der Schmerzen bey fühlenden und vernünftigen Geschöpfen, Dessau 1783; - Osiris und Socrates, Berlin; Stralsund 1783; - Historische und philosophische Untersuchungen über die Denkart, Theologie und Philosophie der ältesten Völker, vorzüglich der Griechen bis auf Aristoteles Zeiten, Elbingen 1785; - Über den Aristoteles, in: K.A. Cäsar (ed.), Denkwürdigkeiten aus der Philosophischen Welt. Band 3, Leipzig 1786, 1-109; - Untersuchung über die platonischen Ideen, in wie fern sie sowohl immaterielle Substanzen, als auch reine Vernunftbegriffe vorstellten, in: K.A. Cäsar (ed.), Denkwürdigkeiten aus der Philosophischen Welt. Band 3, Leipzig 1786, 110-190; - Memnonium oder Versuche zur Enthüllung der Geheimnisse des Alterthums, Leipzig 1787 [Vorrede datiert 1786]; - Memnonium. Zweyter und letzter Band, oder Beschluß der Versuche zur Enthüllung der Geheimnisse des Alterthums, Leipzig 1787; - Versuche zur Aufklärung der Philosophie des ältesten Alterthums, Leipzig 1788; - Versuche zur Philosophie des ältesten Alterthums. Zweiten Bandes erster und zweiter Theil, Leipzig 1790.

Briefe: D. Pott (ed.), Briefe angesehener Gelehrten, Staatsmänner und anderer, an [...] Karl Friedrich Bahrdt, Leipzig 1798, 126-132; - Neue Berlinische Monatsschrift 1809, 1, 5-28 (vom 6.2.1789) [zugänglich im Internet unter http://www.ub.uni-bielefeld.de/diglib/Berlinische_monatsschrift/]; - I. Kant, Gesammelte Schriften 10 (=Briefwechsel 1), Berlin; Leipzig 1922, 307- 326 (Nr. 189a; 190a; 191; 193; 193c; 194; 196; 198; 198a; 199); 355-361 (Nr. 213a; 214); 363f. (Nr.218); 371-388 (Nr. 226; 227a; 228); 473-476 (Nr. 287); 543f. (Nr. 331); - I. Kant, Gesammelte Schriften 11 (=Briefwechsel 2), Berlin; Leipzig 1922, 352-357 (Nr. 524); 378f. (Nr. 539); - I. Kant, Gesammelte Schriften 13 (=Briefwechsel 4), Berlin; Leipzig 1922, 116- 121; 127-131; 135-137; 190f.; 221; 325; 333 [Erläuterungen zu den Briefen]; - Arnulf Zweig (ed.), Kant. Philosophical Correspondence 1759-99, Chicago; London 1967 [englische Übersetzung der Briefe Nr. 226 und 228]; - O. Drude (ed.): F.V.L.P. 1749-1806. Briefe von ihm und an ihn, Duisburg 1970, 21-83 [enthält die wichtigsten Briefe aus anderen Ausgaben]; - J.W. Goethe, Sämtliche Werke II,2, Frankfurt am Main 1997, 433f. (Nr. 357).

Lit.: J.W. Goethe, Harzreise im Winter [1777], in: ders., Sämtliche Werke I,1, Frankfurt am Main 1987, 322-324; sowie in: ders., Sämtliche Werke I,2, Frankfurt am Main 1988, 288-290; - J.W. Goethe, Sämtliche Werke II,2, Frankfurt am Main 1997, 121; 126f.; 433f. [Erwähnungen P.s in Tagebüchern und Briefen 1777 und 1782]; - J.W. Goethe, Sämtliche Werke II,3, Frankfurt am Main 1991, 268f.; 316; 656 [Erwähnungen P.s in Tagebüchern und Briefen 1787 und 1792]; - J.G. Hamann, Briefwechsel. Bände 4-7, Wiesbaden; Frankfurt am Main 1959-1979 [Erwähnungen P.s in Briefen von 1780 bis 1788]; - J.S. Semler, Lebensbeschreibung, Halle 1781; - Ch. Meiners, Geschichte des Ursprungs, Fortgangs und Verfalls der Wissenschaften in Griechenland und Rom. Band 1, Lemgo 1781; - Ch.G. Heyne, Rezension von `Osiris und Socrates', in: Göttinger Gelehrte Anzeigen, 29. Stück, 19.2.1784, 286f; - [Anon.], Rezension von `Osiris und Socrates', in: Archiv für Freimaurer und Rosencreuzer 2, 1785, 395-399; - P.J.S. Vogel, Versuch über die Religion der alten Ägypter und Griechen, Nürnberg 1793; - G.C. Hamberger; J.G. Meusel, Das gelehrte Teutschland oder Lexikon der jetzt lebenden teutschen Schriftsteller. Sechster Band, Lemgo 1798 (5. Auflage), 125; - J.C. Brandes, Meine Lebensgeschichte. Drei Teile, Berlin 1799/1800; - [Anon.], Würdigung, in: Neue Berlinische Monatsschrift 1809, 1, 3-5 [zugänglich im Internet unter http://www.ub.uni-bielefeld.de/diglib/Berlinische_Monatsschrift/]; - G.C. Hamberger; J.G. Meusel, Das gelehrte Teutschland oder Lexikon der jetzt lebenden teutschen Schriftsteller. Fünfzehnter Band, Lemgo 1811 (5. Auflage); - K.L. Kannegießer, Über Goethes Harzreise im Winter, Prenzlau 1820; - J.W. Goethe, Campagne in Frankreich 1792 [1822], in: ders., Sämtliche Werke I,16, Frankfurt am Main 1994, 386-572, hier 535-541; - A.W. Möller, Friedrich Adolph Krummacher und seine Freunde. Briefe und Lebensnachrichten. Band 1, Bremen 1849; - J.W. Schaefer, Goethe und P., in: Deutsches Museum 19, 1861; sowie in: ders., Zur deutschen Literaturgeschichte. Kleine Schriften, Bremen 1864; - H. Düntzer, P., in: ders., Aus Goethes Freundeskreise. Darstellungen aus dem Leben des Dichters, Braunschweig 1868, 343-383; - E. Jacobs, Johann Friedrich P. Prediger und Schriftsteller zu Belleben und Wernigerode, in: Zeitschrift des Harzvereins für Geschichte und Altertumskunde 20, 1887, 456-514; - E. Jacobs, F.V.L.P., in: Allgemeine Deutsche Biographie. Band 26, Leipzig 1888, 277-281; - J. Duboc, Goethe und P., in: ders., Streiflichter. Studien und Skizzen, Leipzig 1902, 174-180; - A. Pfennings, Goethes `Harzreise im Winter'. Eine literarische Studie, Münster 1904; - E. Vincent, Harzreise im Winter, in: ders., Zwei Goethe-Studien, Jena 1929, 7-42; - H. Kleinschmidt, Goethe und P. 1777. Vortrag (= Schriften des Wernigeröder Geschichtsvereins 14), Wernigerode 1932; - E. Sackville-West, Incognito. An Imaginary Conversation, in: German Life and Letters 2, 1949, 298-310 [Text eines Rundfunkprogramms der BBC vom 8.3.1949]; - R.D. Gray, Goethe's `Harzreise im Winter'. An Interpretation, in: German Life and Letters 18, 1965, 279-290; - H. Belmore, »Aber abseits wer ist's«. Thoughts on Goethe's `Harzreise im Winter', in: Publications of the English Goethe Society 39, 1969, 1-15; - O. Drude, Einleitung, in: ders. (ed.), F.V.L.P. 1749-1806. Briefe von ihm und an ihn, Duisburg 1970, 5-20; - H. Henel, Der Wanderer in der Not. Goethes `Wandrers Sturmlied' und `Harzreise im Winter', in: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 47, 1973, 69-94; sowie in: ders., Goethe-Zeit, Frankfurt am Main 1980, 76-100; - A. Schöne, Auguralsymbolik. Goethe, Auf dem Harz im Dezember 1777, in: Goethe-Jahrbuch 96, 1979, 22-53; sowie in: ders., Götterzeichen, Liebeszauber, Satanskult, München 1982, 15-52; - B. Leistner, Goethes Gedicht `Harzreise im Winter', in: Impulse 4, 1982, 70-117; - H. Schrey, Die Universität Duisburg. Geschichte und Gegenwart, Duisburg 1982, 116-124; - K.R. Eissler, Goethe. Eine psychoanalytische Studie 1775-1786. Band 1, Basel; Frankfurt am Main 1983, 43-56; - J. Schmidt, Goethes Bestimmung der dichterischen Existenz im Übergang zur Klassik: `Harzreise im Winter', in: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 57, 1983, 613-635; - D.E. Wellbery; K. Weimar, Johann Wolfgang von Goethe. `Harzreise im Winter'. Eine Deutungskontroverse, Paderborn 1984; - W. von Engelhardt, Goethes Harzreise im Winter 1777, in: Goethe-Jahrbuch 104, 1987, 192-211; - R. Müller, F.V.L.P., in: Deutsches Literatur-Lexikon (3. Auflage). Band 12, Bern; Stuttgart 1990, 55; - H.-E. Friedrich, Der Enthusiast und die Materie. Von den `Leiden des jungen Werthers' bis zur `Harzreise im Winter', Frankfurt am Main; New York 1991; - G.v. Wilpert, Goethe-Lexikon, Stuttgart 1998, 828f.

Stefan Lindinger

Letzte Änderung: 19.05.2000