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Band XXXII (2011) Spalten in Vorbereitung Autor: Claus Bernet

REES, Emory J., * 13.2. 1870 bei Vermillion (Illinois), † 29.9. 1947 in Urbana (Illinois). Missionar, Quäker. - Emory J. Rees wurde 1870 nahe Vermillion in Illinois als Sohn von Isaac (geb. 1840) und Arminta (geb. Mills) Rees geboren. Seine Geschwister waren Alpheus, Olive, Milo und Anna. Emory Rees erhielt seine Ausbildung an der High School in Urbana und arbeitete als Lehrer. Zwar wuchs er in einer strikten Quäkerfamilie auf, doch schon frühzeitig kamen ihm Zweifel an der Religion und er wurde Atheist, da er das Quäkertum seiner Zeit mehr als leere Hülle denn als lebendigen Glauben erleben musste. Dennoch besuchte er hin und wieder Religionsgruppen, und 1897 erlebte er bei einem evangelikalen Treffen eine Bekehrung zum Christentum. Er studierte an der Cleveland Bible Training School und arbeitete kurzfristig als Missionar in Maine. Regelmäßig besuchte er nun das Vermillion Monthly Meeting der Quäker und wurde bald als Minister (Prediger) anerkannt. In sich fühlte er den Ruf, nach Afrika gehen zu müssen. 1898 heiratete er Deborah Gorman (1876-1967). Nachdem ihre ersten drei Kinder in Afrika verstarben, überlebten die Töchter Dorothy (geb. 1911) und Emory Keith. Das Paar Rees missionierte von 1899 bis 1903 in Südafrika und von 1904 bis 1926 unter Leitung amerikanischer Quäker im östlichen Afrika, dem heutigen Kenia, in Kaimosi und Maragoli Outstation. Dort übersetzte Emory Rees das Alte und Neue Testament sowie andere religiöse Schriften und Traktate in die Sprache Kavirondo und Logooli. 1926 kehrte Emory J. Rees aus Afrika zurück und lebte wieder in Urbana. Dort verstarb er 1947 im 77. Lebensjahr.

Lit. (Auswahl): In memoriam. In: The American Friend, XXXV, 21, 1947, 406; - Emerson, Elizabeth H.: Emory J. Rees, language pioneer. A biographical sketch. Gowanda 1958.

Claus Bernet

Letzte Änderung: 07.07.2009