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Band VII. (1994) Spalten 1482-1483 Autor: Ekkart Sauser

REGINBERT, Bischof von Brixen (Südtirol), * um 1100, + 1139. - Nach dem Wormser Konkordat 1122 griff der Erzbischof von Salzburg in die verworrenen Verhältnisse im Bistum Brixen ein. Mit Erlaubnis von Rom setzte er 1124 Bischof Hugo einfach ab, der sich aber in Brixen noch etwas halten konnte. Daraufhin bestimmte Erzbischof Konrad I. von Salzburg Reginbert, den Abt von St. Peter zu Salzburg, zum Nachfolger Hugos. Die in Mainz zur Königswahl versammelten Reichsfürsten bestätigten dieses Vorgehen Konrads I. Es ist nicht ganz sicher, wann R. sein Amt in Brixen angetreten hat. Jedenfalls zeichnete er sich durch großen Reformwillen aus. Zeugnis dafür legen seine beiden Klostergründungen in St. Georgenberg bei Schwaz in Nordtirol und Wilten bei Innsbruck ab. - Georgenberg wurde von R. 1130 als Benediktinerkloster gegründet, nachdem bereits um die Mitte des 10. Jh. dort der dem hochadeligen Geschlecht der Aribonen entstammende Ratold von Aibling eine geistliche Niederlassung gestiftet hatte. - Um 1130 entstand dann auch die Niederlassung der Prämonstratenser zu Wilten b. Innsbruck. Vielleicht war davor hier auch ein auf das 9. Jh. zurückreichendes Kloster. Die weißen Herren kamen aus Rott in Schwaben. Der erste Abt Marquard soll ein Schüler des hl. Norbert gewesen sein. 1138 erfolgte die förmliche Bestätigung des Klosters durch Papst Innozenz II. (1130-1143). - R. war dazu eigens nach Rom gereist. Der genaue Ausstellungstag der päpstlichen Bullen ist der 30. August. R. dotierte diese beiden Stifte auch reich. So übertrug er St. Georgenberg die große Pfarrei Vomp bei Schwaz. Dem Kloster Wilten schenkte er die Pfarrei Wilten und das ganze dazugehörige Gebiet.

Lit.: J. Gelmi, Die Brixner Bischöfe in der Geschichte Tirols, Bozen 1984, 52; - J. Gelmi, Kirchengeschichte Tirols, Innsbruck-Wien-Bozen 1986, 27, 33, 34, 36.

Ekkart Sauser