REINICKE, Friedrich Wilhelm Karl, protestantischer Theologe, * 4. Juni 1850 in Dessau, † 28. September 1915 in Elbeu. - R.s Vater Leopold war in Dessau Regierungs-Canzlei-Vorstand. Nach dem Besuch des Herzoglichen Gymnasiums in Dessau begann R. im Sommersemester 1867 das Studium der evangelischen Theologie, Philosophie und Philologie in Leipzig, das er zum WS 1868/69 in Berlin fortsetzte. Er besuchte u.a. Vorlesungen der Alttestamentler August Dillmann (1823-1894) und Paul Kleinert (1837-1920, BBKL 3, 1595-1597) sowie des Praktischen Theologen Franz Karl Ludwig Steinmeyer (1811-1900, BBKL 10, 1332-1334). Leopold R. nahm am Studium seines Sohnes regen Anteil, sein Interesse hatte jedoch stark reglementierende Züge. Nachdrücklich bemühte er sich um ein Stipendium für seinen Sohn, das dieser dann ab dem WS 1869/70 auch erhielt. Am 2. September 1870 und am 22 Juli 1872 legte R. seine Examina in Dessau bzw. Berlin jeweils mit der Note Gut ab. - Schon drei Wochen vor dem Zweiten Examen hatte R. in Berlin die Stelle eines Domhilfspredigers angetreten, Anfang 1874 wurde er Inspektor am dortigen Domkandidatenstift. Obwohl das Stift keine Fortsetzung der Universität sein sollte und die Ausbildung dezidiert auf die kirchliche Praxis und die Entwicklung eines »pastoralen Habitus« (O. Janz, Bürger, 199) zielte, erwarb R. nach der öffentlichen Verteidigung der Promotionsthesen (10. März 1874) in Berlin den Grad des Lic. theol. In Halle wurde er vom dem Literaturhistoriker Richard Gosche (1824-1899) mit der Studie »Quae sit ratio inter libri Ieremiae textum Hebraicum masoreticum et Graecum Alexandrinum« zum Dr. phil. promoviert. Im Anschluss daran unternahm R. seit Oktober 1874 eine ausgedehnte Reise nach Siebenbürgen, auf der er v.a. die dortigen kirchlichen Verhältnisse studierte. - 1876 wurde R. zum Pfarrer der deutsch-evangelischen Gemeinde in Jerusalem ernannt. Am Totensonntag 1876 hielt er seine Antrittspredigt. R.s Amtszeit war weniger von der Expansion als von der Konsolidierung der evangelische Gemeinde in Jerusalem geprägt. Allein im diakonischen Bereich konnte R. große Erfolge verzeichnen. Die Zahl der Kinder im Syrischen Waisenhaus nahm stark zu, erstmals in Palästina wurden auch blinde Knaben aufgenommen und unterrichtet. Obwohl die unterschiedlichen Gemeindeentwicklungen sowie dogmatische und nationale Differenzen in dieser Zeit die Trennung von der anglikanischen Gemeinde beschleunigten, die im November 1886 in der Auflösung des Jahrzehnte alten Bistumsvertrages mit der anglikanischen Kirche gipfelte, unterhielt R. zu ihr gut nachbarliche Beziehungen. Aufgrund seiner Arabisch-Kenntnisse kam er in engen Kontakt mit den Einheimischen. - Über seine Arbeit in Palästina berichtete R. regelmäßig in den »Neuesten Nachrichten aus dem Morgenlande« nach Deutschland. Auf einführende Bemerkungen über die äußeren Umstände seiner Arbeit wie das Klima, die Entwicklung der Landwirtschaft oder Personalnachrichten aus der Gemeinde folgten Informationen über den Fortgang von Mission und Diakonie. R.s Tätigkeitsberichte waren durchgängig von einem schroffen Ton gegenüber dem religiösen Konkurrenten Islam und den anderen christlichen Konfessionen geprägt. Zu deutschem Sendungs- und Erwählungsbewußtsein gesellte sich ein Sammelsurium von populären Vorurteilen, Verallgemeinerungen und Phobien gegenüber allem Nichtdeutschen und Nichtprotestantischem. Nur die englische Missionsarbeit beschrieb er freundlich. Den Islam charakterisierte er ausgehend von der Prämisse der Absolutheit des Christentums - in ihrer lutherisch-deutschen Ausprägung - als ein überaltertes, dem Niedergang geweihtes Menschenwerk in Religionsgewand, das unfähig geworden sei, seinen Anhängern ethische Maßstäbe zu vermitteln (Brief [1884], 74; Ansprache [1885], 8-9). Das Wachstum der griechisch-katholischen Gemeinde mit ihrem »total veräußerlichten Christentum und ihren ganz und gar laxen ethischen Begriffen« begründete R. allein mit den ihr zufließenden russischen Geldern (Jahresbericht [1882], 21). Auch der katholischen Kirche unterstellte er den Einsatz von Geld zugunsten äußerlicher Missionserfolge auf Kosten der rein religiös bestimmten deutsch-protestantischen Mission. Bei den oberflächlichen und in religiösen Dingen opportunistischen Arabern zeige die katholische Methode große Erfolge (Brief [1884], 77-82; Jahresbericht [1881], 25). - In R.s Liste der Stereotype durften auch Juden nicht fehlen. Über das Wachstum der jüdischen Gemeinde in Jerusalem wußte er zu berichten, daß dieses nicht »auf dem Gebiet mühsamen und redlichen Erwerbes« stattfinde. »Denn in gewerblicher Hinsicht vermögen sie nur selten etwas Solides und Tüchtiges zu leisten [...]. Wohl aber steigt die Bedeutung der Juden [...] auf dem Gebiet des Geldgeschäftes«. Mit ihren Währungsspekulationen gefährdeten sie dabei Wohlstand und wirtschaftliches Fortkommen ihrer Mitbürger (Der vergangene Winter, 73-79). - Dem gegenüber standen deutscher Fleiß und deutsche Innerlichkeit. Seinen Lesern in der Heimat versicherte R. die Legitimität deutscher Mission und Weltpolitik mit der Aussage: »Unter allen Nationen ist die deutsche die geschickteste zur Colonisation fremder Länder. Deutscher Fleiß versteht es, überall etwas zu Stand und Wesen zu bringen, und deutsche Ausdauer läßt sich durch momentane Schwierigkeit nicht überwinden. Unter allen Völkern hat das deutsche die größte Gemüths- und Verstandestiefe, besonders auf religiösem Gebiet« (Religiöse Zustände, 112). - Im Jahr 1878 nahm auch R. mit einem kleinen Beitrag an der literarischen Debatte über die sog. Tempelgemeinde des alttestamentlich-prophetischen religiösen Schwärmers und Sozialreformers Christoph Hoffmann (1815-1885, BBKL 2, 949-951) teil. Während es in dem Streit v.a. um Hoffmanns rationalistisches Sakramentsverständnis ging, das auf die Abschaffung von Taufe und Abendmahl zielte, dürfte in R.s ablehnender Stellungnahme gegen Hoffmann auch die Konkurrenzsituation auf missionarischem Gebiet wegen Hoffmanns großer Erfolge mit Schulen, Hospitälern und christlich-sozialen Siedlungen eine gewichtige Rolle gespielt haben (Entgegnung, 96-97). - R.s Tätigkeit in Jerusalem brachte ihn mit dem Deutschen Palästina-Verein in Verbindung, dem er seit 1878 angehörte. Seit 1890 war er Kassenprüfer des Vereins. Nachdem er lange Jahre dem sog. Erweiterten Comité angehört hatte, wurde R. 1897 in den geschäftsführenden Vorstand gewählt. In dieser Funktion wurde er dann 1910 in den Vorstand des Deutschen evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft des heiligen Landes abgeordnet. Auch dem Jerusalemsverein diente er als Vertrauensmann und Kassenprüfer. - Als im August 1884 Georg Rietschel (1842-1914, BBKL 8, 344-345) zum 1. Direktor des Königlichen Predigerseminars in Wittenberg ernannt wurde, wurde R. zu seinem Nachfolger als »Mitdirektor ... in zweiter Stelle« und zum Ephorus des Seminars bestellt. Bereits im September wurde R. vom preussischen Kultusminister der Professorentitel verliehen. Am 19. Oktober 1884 führten Georg Rietschel und Heinrich Leonhard Heubner (1780-1853) R. in sein Amt ein. In Wittenberg übernahm R. schnell zahlreiche soziale Aufgaben. Er gehörte den Vorständen der Glöcknerstiftung, der »Herberge zur Heimat«, des »Kaiser Friedrich-Siechenhauses« und des »Paul Gerhard-Stifts« an. Das Diakonissen-Mutterhaus Katharinenstift und ein Heim, in dem gefährdete Lehrlinge betreut und ausgebildet wurden, gingen auf seine Initiative zurück (Die Anstalten der inneren Mission in Wittenberg, in: Monatsschrift für innere Mission 33 [1911], 167-170). Seit dem 28. März 1885 war R. nebenamtlich für die »Kreis-Schulinspektion im Bezirk der Diöcese Wittenberg« zuständig. Für dieses Wirken sprach ihm das Merseburger Regierungspräsidium wiederholt seine Anerkennung aus. - In seinen Lehrveranstaltungen im Predigerseminar, die hauptsächlich dem Alten Testament und der Systematischen Theologie galten, behandelte R. mit Vorliebe entweder protestantische Klassiker wie Friedrich Schleiermacher (1768-1834, BBKL 9, 253-270) und Richard Rothe (1799-l867, BBKL 8, 759-823) oder aber neuere theologische Literatur v.a. aus dem liberal-protestantischen Milieu wie etwa Adolf von Harnacks (1850-1930) »Wesen des Christentums« oder Wilhelm Herrmanns (1846-1922) »Ethik«. Im Sommer 1903 diente Herrmanns Buch zu einer intensiven Diskussion des Themas Politik und Ethik vor dem Hintergrund der sozialen Frage. Im selben Semester mußte R. aber in seinem AT-Seminar einsehen, daß seine Anforderungen an die Teilnehmer zu hoch waren. Der Vorwurf, die zahlreichen Verpflichtungen im diakonischen Bereich seien »auf Kosten der wissenschaftlichen Leistung« gegangen und R. sei nicht in der Lage gewesen, in Kirchengeschichte und Systematischer Theologie »tief grabende Arbeit in den Quellen zu tun« (O. Dibelius, Predigerseminar, 246-247), geht über sein Ziel hinaus. Wissenschaftliche Publikationen legte R. freilich nicht vor, auch seine Texte aus der Jerusalemer Zeit richteten sich nicht an ein akademisches Publikum, sondern an missionsinteressierte Laien und Pfarrer. - Von seinem Freund und Kollegen in der Leitung des Seminars August Dorner (1846-1920) übernahm R. 1889 das Amt des Konservators des Wittenberger reformationsgeschichtlichen Museums, der »Lutherhalle«. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das noch im Aufbau begriffene Museum organisatorisch in einer schweren Krise. Die Leitungs- und Aufsichtsgremien hatten durch Desinteresse der beteiligten Behörden und personelle Veränderungen weitgehend aufgehört zu existieren. Anschaffungen von Exponaten im größeren Rahmen konnte R. aus Geldmangel ebensowenig tätigen wie das Haus konzeptionell voranbringen (J. Jordan, Geschichte, 26-36). Mehrfach wies R. darauf hin, daß er keine Akten von seinem Vorgänger übernommen habe, weshalb er weder über die Verwaltungsvorschriften des Hauses noch über frühere Ankäufe und Angebote orientiert sei (vgl. den Brief R.s an Julius Köstlin [1826-1902, BBKL 4, 293-298] vom 13. November 1897, Nachlaß Köstlin, Universitätsarchiv Halle, Rep. 27, Nr. 451, Nr. 148). Eine ordentliche Haushaltsführung mit Etat fand während der Amtszeit R.s nicht statt, die geringen Ausgaben streckte er vor und erhielt sie über das Merseburger Regierungspräsidium und das Kultusministerium erstattet. Für seine Museumsarbeit erhielt R. erst seit dem März 1900 eine Aufwandsentschädigung von 300 Mark, als er mit Katalogisierungsarbeiten befaßt war und zahlreiche Anfragen der Mitarbeiter der Weimarer Lutherausgabe zu Handschriften und Lutherdrucken im Besitz des Museums zu beantworten hatte. R.s Amtsführung wurde von dem ihm vorgesetzten Merseburger Regierungspräsidenten Freiherr von der Recke wiederholt als vorbildlich und für die Sammlungsentwicklung verdienstvoll gewürdigt (Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin, Rep. 76 III, Sekt. 19, Abt. XXIII, Nr. 4, Band 2, Bl. 137-138; 165). - Am 21. März 1907 hielt R. sein letztes Kolleg am Predigerseminar, nach einer kurzen Feier verließ er »in aller Stille« das Seminar und am 14. April auch Wittenberg (Jahresbericht der Seminargemeinschaft ... über die Zeit vom 25. Februar 1907 bis 5. März 1908, 3; Wittenberger Tageblatt, Nr. 87, 14. April 1907, 1). R.s »stiller Abschied« war kein harmonischer. Als ihn sein Kollege Emil Quandt (1835-1911) am 5. April 1907 bat, seinen Nachfolger Karl Dunkmann (1868-1932, BBKL 16, 405-408) in sein Amt offiziell einzuführen, lehnte dies R. »entschieden« ab (Archiv des Predigerseminars Wittenberg, Nr. 172: Personalakte Karl Dunkmann). Grund für R.s Verhalten, dem das »Wittenberger Tageblatt« (Nr. 87, 14. April 1907, 1) attestiert hatte, die »personifizierte Harmonie« zu sein, dürften die enttäuschten Hoffnungen des 56-Jährigen auf die Ernennung zum 1. Direktor des Predigerseminars gewesen sein. Die Berliner Kirchenleitung wollte einen jungen Direktor mit wissenschaftlichen Ambitionen (O. Dibelius, Predigerseminar, 250) und versetzte R. zur Entschädigung ehrenvoll auf die traditionsreiche Pfarrstelle in Elbeu. Die Ernennung zum nebenamtlichen Konsistorialrat und die Arbeit in der Kirchenleitung konnten R. für den Verlust des Kontaktes mit jungen Theologen jedoch nicht entschädigen. - Mit R.s Nachfolger Dunkmann hielt im Seminarbetrieb ein anderer Geist Einzug. Hatte R. auch in der Exegese die Lektüre der neueren wissenschaftlichen Literatur, v.a. Julius Wellhausen (1844-1918), und auch außerbiblischer Schriften bevorzugt, so ließ Dunkmann sehr viel stärker am Bibeltext arbeiten. - Aus eigener Erfahrung charakterisierte Otto Dibelius (1880-1967) R. als einen hochsensiblen, in sich gekehrten Menschen, dem es nicht auf Außenwirkung ankam. Am Leben und Fortkommen der Seminaristen habe er regen Anteil genommen, seine »tiefe Frömmigkeit« und »schlichte Herzensgüte« habe auf diese großen Einfluß gehabt (O. Dibelius, Predigerseminar, 250). Wie seine Vorgänger Heubner und Rothe predigte R. nur selten. Statt Reden vor großen Auditorien bevorzugte er Andachten im kleineren Kreis. Dennoch waren seine Predigten am Reformationstag und am Karfreitag stets gut besucht (ebda., 248). - Am 5. November 1878 heiratete R. in Jerusalem die am dortigen deutschen Krankenhaus tätige Oberschwester und Apothekerin Hilda Weber (1842-1932). Aus der Ehe ging ein Sohn hervor. Im Dezember 1904 wurde R. der Kronen-Orden dritter Klasse verliehen. - R.s Nachlaß wird in der Bibliothek des Predigerseminars der Evangelischen Kirche der Union in Lutherstadt Wittenberg aufbewahrt (Bestand 1, Nr. 608-619). Der Nachlaß umfaßt: von R.s Vater gesammelte persönliche Unterlagen und Briefe v.a. aus der Studienzeit R.s; Predigten aus den Jahren 1869-1907; Ein Notizheft mit Lebensläufen und Tätigkeitsberichten v.a. aus der Jerusalemer Zeit; Bilder; Manuskripte aus der Studienzeit: »Adductio diversarum interpretationum principalium loci Daniel 9, 24-27 et judicium de iis« und »Disseratur de Jes. XXXVIII, 9-20« (1870); Redemanuskript »Ninive's Königspaläste« (1876); Briefe an die Eltern aus Berlin und Jerusalem und zwei Kaiserliche Urkunde zur Einweihung der Wittenberger Schloßkirche 1892 bzw. zur Einweihung der Erlöserkirche in Jerusalem 1898. - Photographien R.s sind wiedergegeben bei R. Kabus, Lutherhalle, 15; O. Dibelius, Predigerseminar, 242; R. Pflanz, Verlassen, 100.
Werke: Theses Theologicae quas ... ordinis theologorum in Universitate Litteraria Friderica Guilelma Berolinensi pro gradu licentiati in Sacrosancta Theologia rite obtinendo die X. m. Martii a. MDCCCLXXIV ... publice defendet Carolus Reinicke; Berlin 1874; Ansprache, in: Neueste Nachrichten aus dem Morgenlande (= NNM) 20 (1876), 187-194; Brief [20. 6. 1877], in: NNM 21 (1877), 82-98; Brief [5. 10. 1877], in: NNM 21 (1877), 130-134; Brief [7. 12. 1877], in: NNM 22 (1878), 28-32; Brief [31. 5. 1878], in: NNM 22 (1878), 63-69; Entgegnung, in: NNM 22 (1878), 96-97; Ein Ausflug nach Hebron, in: NNM 22 (1878), 123-129; Gedächtnispredigt für den am 11. Mai heimgegangenen evangelischen Bischof von Jerusalem Gobat, in: NNM 23 (1879); Evangelische Bewegung im Heiligen Land, in: NNM 23 (1879), 143-150; Jahresbericht, in: NNM 24 (1880), 25-29; Das evangelische Aussätzigenhaus bei Jerusalem im Jahre 1879, in: NNM 24 (1880), 29-34; Religiöse Zustände im heiligen Land, in: NNM 24 (1880), 69-77, 112-118; Jahresbericht, in: NNM 25 (1881), 23-28; Der vergangene Winter in Jerusalem, in: NNM 25 (1881), 73-79; Bücheranzeige, in: NNM 25 (1881), 87-88; Jahresbericht, in: NNM 26 (1882), 18-27; Bericht über das Aussätzigen-Asyl zu Jerusalem für das Jahr 1881, in: NNM 26 (1882), 124-130; Bericht, in: NNM 26 (1882), 135-144; Der evangelische Gottesacker auf Zion, in: NNM 26 (1882), 144-149; Bericht, in: NNM 27 (1883), 25-31; Jahresbericht, in: NNM 27 (1883), 32-39; Der Besuch Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Karl von Preußen in Jerusalem, in: NNM 27 (1883), 46-51; Brief, in: NNM 27 (1883), 71-78; Bericht über das Aussätzigen-Asyl zu Jerusalem für das Jahr 1882, in: NNM 27 (1883), 78-86; Die Juden in Jerusalem, in: NNM 27 (1883), 93-106; Brief, in: NNM 27 (1883), 145-159; Jahresbericht, in: NNM 28 (1884), 25-33; Brief [Jerusalem, 1. Juli 1884], in: NNM 28 (1884), 71-84; Ansprache, in: NNM 29 (1885), 7-14; [Rechenschaftsbericht für 1898], in: Das Kaiser Friedrich-Siechenhaus in Wittenberg, o.O. o.J. [Wittenberg 1899], 1-6; [Rechenschaftsbericht für 1898], in: Das Wittenberger Paul Gerhardt-Stift, o.O. o.J. [Wittenberg 1899], 1-4; Die Anstalten der inneren Mission in Wittenberg, in: Monatsschrift für innere Mission 33 (1911), 167-170.
Lit.: Einladung zu den öffentlichen Prüfungen im Herzoglichen Gymnasium zu Dessau und in der damit verbundenen Realschule am 8. und 9. April 1867, Dessau 1867; - Jahresberichte der Seminargemeinschaft des Königlichen Prediger-Seminars zu Wittenberg über das Jahr 1899ff; - Richard Pflanz, Verlassen, nicht vergessen. Das heilige Land und die deutsch-evangelische Liebesarbeit, Neu-Ruppin 1903; - Paul Conrad, Das königliche Domkandidatenstift 1854-1904. Festschrift zum fünfzigjährigen Stiftsjubiläum, Berlin 1907; - [Nachruf], in: Amtliche Mitteilungen des königlichen Konsistoriums der Provinz Sachsen 47 (1915), 149; Hellwig, Gedenkrede am Sarge des Herrn Prof. D. Dr. Reinicke, in: Jahresbericht der Seminargemeinschaft des Königlichen Prediger-Seminars zu Wittenberg über die Zeit vom 1. August 1915 bis 1. Oktober 1916, 6-7; Hermann Guthe, Zum Gedächtnis an Karl Reinicke, in: Zeitschrift des Deutschen Palästina-Vereins 49 (1916), 1-3; - Julius Jordan, Die Sammlungen der Lutherhalle Wittenberg, in: Wittenberger Tageblatt, Nr. 165, 16. Juli 1916; Nr. 171, 23. Juli 1916 (auch in: Wittenberger Allgemeine Zeitung, Nr. 165, 16. Juli 1916; Nr. 171, 23. Juli 1916); - August Dorner, Zum Jubiläum des Wittenberger Predigerseminars, in: Protestantische Monatshefte 21 (1917), 210-213; - Otto Dibelius, Das königliche Predigerseminar zu Wittenberg 1817-1917, Berlin o.J. [1918]; - Johannes Seitz, Erinnerungen und Erfahrungen, Chemnitz 1919, 19223; - Christian Rohrer, Die Tempelgesellschaft, oder ein neuzeitlicher Versuch zur Verwirklichung der Verkündigung Jesu von Nazareth, Stuttgart, 1920; - Julius Jordan, Zur Geschichte der Sammlung der Lutherhalle, Wittenberg 1924; - Hans Wilhelm Hertzberg, Fünfundsiebzig Jahre deutsche evangelische Gemeinde Jerusalem, Leipzig 1927; - Bruno Doehring, Das Domkandidatenstift zu Berlin. Ein geschichtlicher Rückblick zur Hundertjahrfeier, Berlin 1954; - Hartmut Lehmann, Pietismus und weltliche Ordnung in Württemberg vom 17. bis zum 20. Jahrhundert, Stuttgart u.a. 1969; - Hans-Joachim Beeskow, Die Staatliche Lutherhalle Wittenberg vor ihrer Wiedereröffnung - Ein Rück- und Ausblick, in: Martin Luther Ehrung 1983 der Deutschen Demokratischen Republik. Pressebulletin, o.O. o.J. [Berlin 1983], 50-56; - Ronny Kabus, Staatliche Lutherhalle Wittenberg - 100 Jahre reformationsgeschichtliches Museum (= Schriftenreihe der Staatlichen Lutherhalle Wittenberg 1), Wittenberg 1984; - Oliver Janz, Bürger besonderer Art. Evangelische Pfarrer in Preußen 1850-1914, Berlin, New York 1994; - Martin Treu, Die Entwicklung Wittenbergs zur Lutherstadt, in: Stefan Oehmig (Hrsg.), 700 Jahre Wittenberg. Stadt, Universität, Reformation, Weimar 1995, 53-65; - Fritz Barth, Templer und andere Erweckungsbewegungen im nördlichen Schwarzwald und weit darüber hinaus, Bad Wildbad 1997.