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Band VIII (1994)Spalten 477-484 Autor: Rainer Hering

RODE, Friedrich Gottlieb Theodor, Hauptpastor, Senior und Politiker in Hamburg; * 21.7. 1855 in Hamburg, + 14.6. 1923 in Hamburg. - Der Sohn eines Kaufmanns besuchte in Hamburg die Gelehrtenschule des Johanneums. Nach der Reifeprüfung studierte er Theologie und Philosophie in Zürich, Leipzig und Jena, wo er 1877 mit einer historischen Arbeit zur alten Kirchengeschichte zum Dr. phil. promoviert wurde. Anschließend leistete R. 1877/78 Militärdienst im Infanterie-Regiment Nr. 85 zu Harburg, bevor er am 30.4. 1878 die Theologische Prüfung ablegte. Er wurde Kandidat in seiner Heimatstadt und am 7.10. 1880 zum dritten Diaconus an der Hamburger Hauptkirche St. Petri ernannt. Ein Jahr später, am 14.10. 1881, heiratete er Alice Stauffer aus Steinwehr in Holstein (8.5.1856-27.5.1937), von ihren fünf Söhnen fielen drei im Ersten Weltkrieg. Nebenberuflich wurde R. am 14.3. 1885 zum Pastor am Gast- und Krankenhaus Hamburg gewählt. Vierzehn Jahre nach seinem Amtsantritt an St. Petri, am 10.7. 1894, wurde er dort zum Hauptpastor berufen. 1906 ernannte ihn die Theologische Fakultät in Jena zum Ehrendoktor. Von 1910 an war er Mitglied des Kirchenrates, daneben gehörte er der Synode an und ab dem 27.10. 1920 hatte er das Amt des Seniors inne. Die Evangelisch-lutherische Kirche im Hamburgischen Staate hatte vor 1933 kein Bischofsamt, vielmehr nahm der dienstälteste Hauptpastor als Senior die Rolle eines primus inter pares ein. R.s Stärke lag nicht in der Predigt, sondern in Referaten und kurzen Vorträgen. Bei den Kandidaten der Theologie war R. ein beliebter Examinator. Kirchenpolitisch wurde er als »Kämpfernatur« charakterisiert, die sowohl gegen ein dogmatisches Christentum als auch gegen den sich anbahnenden »antichristlichen Materialismus« agierte. Er wollte die Entfremdung von den einfachen Leuten und die Loslösung der Gebildeten von der Kirche überwinden. So trennte er sich von den von ihm als Ballast empfundenen Dogmen und versuchte, durch Lebenshilfe der Bevölkerung eine Heimat in der Kirche zu geben. Kennzeichnend für ihn waren sein starkes soziales Engagement, sein Interesse an der Hebung der Schulbildung und an der Verbesserung der Wohnverhältnisse der einfachen Bevölkerung. Er war Vorsitzender der Pestalozzi-Stiftung sowie des »wohlthätigen Schulvereins zu Hamburg«. Während der Choleraepidemie von 1892 engagierte er sich als Helfer. Unter Berufung auf den Hamburger Reformator Johannes Bugenhagen wollte er sowohl der Kirche als auch der Bürgergemeinde dienen, also Pastor und Politiker in einem sein. Am 14. Februar 1895 wurde er in die Hamburgische Bürgerschaft gewählt, wo er sich der Fraktion der Rechten anschloß und 1918 die Nationalliberalen führte. Darüber hinaus gehörte er dem Reichstagswahlverein von 1884 an, den er zeitweise leitete und als dessen Vertreter er im Jahre 1900 die Hauptrede auf der Versammlung am Grabe Bismarcks hielt. Trotz seiner konservativen politischen Einstellung sprach er sich 1906 gegen die von vielen als »Wahlrechtsraub« empfundene Änderung des Wahlrechts in der Hansestadt aus, die den Einfluß der Sozialdemokraten verringern sollte. 1913 kandidierte er erfolglos in einer Nachwahl für den Reichstag. Von 1919 bis zu seinem Tode 1923 war er Fraktionsvorsitzender der Deutschen Volkspartei. Er engagierte sich im Parlament vor allem in Bildungsfragen und sozialen Angelegenheiten. 1903 setzte R. sich für einen Neubau des Museums für Völkerkunde ein. Seit 1892 war R. Mitglied der Oberschulbehörde und als solches ab 1897 in der Kommission für das Allgemeine Vorlesungswesen - einem Vorläufer der Universität -, wo er seitdem öffentlich Theologie lehrte. Vorrangig beschäftigte R. sich mit der hamburgischen Kirchengeschichte; seine im Wintersemester 1907/08 gehaltene Vorlesung »Hamburgische Kirchengeschichte seit der Reformation« beispielsweise erfreute sich großer Resonanz. Über die Reformation in Hamburg und die -jubiläen publizierte er ebenso wie über die Trennung von Staat und Kirche in der Hansestadt. 1904 sprach er sich in der Bürgerschaft gegen die Einheitsschule aus, 1910 engagierte er sich vergeblich für eine Verstärkung der Oberlehrer in der Oberschulbehörde. Von 1914 bis 1917 leitete R. eine gemischte Kommission aus Vertretern der Oberschulbehörde und der Schulsynode, die über reformpädagogische Schulversuche berieten. Von November 1918 bis Januar 1919 gehörte R. einer Kommission der Oberschulbehörde an, die über die Forderungen des revolutionären Lehrerrates beraten sollte. Seine Schulpolitik war auf Erhaltung der Einheitlichkeit des Schulwesens im Sinne der christlichen Simultanschule des Kaiserreiches gerichtet. 1918 protestierte er gegen den Beschluß des Arbeiter- und Soldatenrates, den Religionsunterricht in Hamburg abzuschaffen, und hielt Vorträge in Versammlungen, u.a. des Evangelischen Bundes. Am 5. März 1919 brachte R. einen Antrag in der noch nach altem Wahlrecht zusammengesetzten Bürgerschaft ein, den Religionsunterricht wieder einzuführen. Dieser wurde angenommen, doch verlor er an Bedeutung, nachdem die Sozialdemokraten aus den Bürgerschaftswahlen vom 16. März 1919 als stärkste Partei mit der absoluten Mehrheit der Stimmen und Mandate hervorgegangen waren. Nach der durch Reichsgerichtsbeschluß notwendigen Wiedereinführung des Religionsunterrichts ab dem 1. Januar 1921 sprach R. sich für Toleranz aus und forderte dazu auf, nicht mehr für Bekenntnisschulen oder die weltliche Schule ohne Religionsunterricht zu agitieren. Der Religionsunterricht sollte nicht durch eine geistige Enge charakterisiert sein, jedoch seinen Ersatz durch religionsgeschichtlichen oder religionskundlichen Unterricht lehnte R. ab. Weiterhin gehörte er u.a. dem Bürgerausschuß, der Behörde für öffentliche Jugendfürsorge, dem Waisenhauskollegium, der Kommission für das Museum für Hamburgische Geschichte und dem Kuratorium des Schwesternverbandes der hamburgischen Staatskrankenanstalten an. Dem liberalen Theologen wurde im »Hamburger Fremdenblatt« eine »konservative Natur« bescheinigt, die sehr unter der Revolution gelitten habe; zugleich sei er »die Seele des Evangelischen Bundes zum Schutz der Protestantischen Interessen« gewesen. R. war Schriftführer und seit 1898 Vorsitzender des Hauptvereins des Evangelischen Bundes in Hamburg sowie ab 1912 Mitglied des Zentralvorstandes. Weiterhin gehörte er dem Ausschuß der Antiultramontanen Wahlvereinigung an. 1909 unterstützte R. in der Bürgerschaft Pläne, das 1908 gegründete Kolonialinstitut durch zusätzliche Lehrstühle zu erweitern, von denen aber nur wenige bewilligt wurden. In der 9. Sitzung der Bürgerschaft zu Hamburg am 18.3. 1919, der letzten nach vordemokratischem Wahlrecht zusammengesetzten parlamentarischen Vertretung, sprach R. sich gegen die Gründung einer Universität ohne Theologische Fakultät aus, weil er diese »als eine notwendige Ergänzung« der anderen Fakultäten ansah. Schon 1913 hatte er auf der 26. Generalversammlung des Evangelischen Bundes in Görlitz, auf der die Frage der Theologischen Fakultäten mit Bezug auf Frankfurt am Main und Hamburg erörtert wurde, angekündigt, daß sich der Hamburger Hauptverein für die Gründung einer Theologischen Fakultät in Hamburg einsetzen werde. Für seine Tätigkeit als Mitglied der Oberschulbehörde, insbesondere in der Kommission für das Allgemeine Vorlesungswesen, »als Ausdruck der Dankbarkeit für sein unermüdliches Wirken an der Entwicklung des wissenschaftlichen Lebens in Hamburg, dessen Krönung durch eine Universität er durch viele Jahre unbeirrt erstrebte«, ernannten ihn Rektor und Senat am 15.11. 1921 zum Ehrenmitglied der 1919 gegründeten Hamburgischen Universität. Zu seinem 25jährigen Jubiläum als Pastor richteten Freunde und Gemeindemitglieder durch Spenden eine »Hauptpastor Rode-Stiftung« ein, die Bedürftige, insbesondere aus der St. Petri-Gemeinde, unterstützen sollte. Der Hauptpastor an St. Katharinen, Karl Dubbels (1876-1942), charakterisierte R. anläßlich seines zehnten Todestages so: »Mit großer Sicherheit beherrschte er vor allem das weite Gebiet der Kirchengeschichte, unerschöpflich war der Schatz von Erinnerungen, die ihm das Studium der hamburgischen Kirchengeschichte zutrug. Im ganzen vertrat er den Typus des echt hamburgischen Bürgerpastors, den es jetzt fast nicht mehr gibt, auf dem aber Jahrhunderte lang das Wohlwollen und die Dankbarkeit der Bevölkerung gelegen hat. Seine Seelsorge war weitgedehnt, weil er überall wirkte als ein schlichter, frommer, aufrichtender Mann.« Dubbels hob insbesondere R.s Humor hervor, seine Fähigkeit, »mit einem kurzen Wort die Heiterkeit zurückzuerobern und den Humor der ernsten Situation zurückzugeben«. Während seines Seniorates in der Inflationszeit habe R.s Ansehen zur Stabilisierung der kirchlichen Lage beigetragen. - R. galt nicht nur als eine der markantesten Predigergestalten in der Hansestadt, er nahm auch als Politiker eine einflußreiche Rolle ein. In ihm verband sich theologischer Liberalismus mit politischem Konservatismus und sozialem Engagement, ohne jedoch eine Veränderung der damaligen gesellschaftlichen Strukturen anzustreben.

Werke: Geschichte der Reaction Kaiser Julians gegen die christliche Kirche. Jena-Leipzig 1877; Antrittspredigt bei seiner Ordination und Einführung in das Pastorat zu St. Petri in Hamburg am 19.10.1880. Hamburg 1880; Confirmationsrede in der St. Petri- Kirche am 7.4.1881. Hamburg 1881; Confirmationsrede in der St. Petri- Kirche am 30.3.1882. Hamburg 1882; Encyklika und Syllabus. In: Der römische Katholicismus beleuchtet in Vorträgen für den Hamburger und Bremer Protestantenverein gehalten im Winter 1882/83. Hamburg 1883, 149-171; Luther. Öffentlicher Vortrag im Auftrag des Verbandes Hamburger Bürger-Vereine am 15. Mai 1883 gehalten. Hamburg 1883; Vom Gottesdienst der Kirche zum Gottesdienst des Lebens! Predigt über Jacobus 1, 22-27 gehalten im Gast- und Krankenhaus am Sonntag Rogate, den 11.Mai 1890. Hamburg o.J. (1890); (mit A. Trint) Der wohlthätige Schulverein zu Hamburg. Hamburg 1891; (mit H. Tonn) Die Pestalozzi-Stiftung in Hamburg. Hamburg 1891; Antrittspredigt bei seiner Einführung in das Amt des Hauptpastors zu St. Petri in Hamburg am 19.10.1894. Hamburg 1894; Die künftige Wirksamkeit der fünf Hauptkirchen. In: Zeitschrift für die evangelisch-lutherische Kirche in Hamburg 1 (1894/95), 158-176; Predigt am 1. Weihnachtstage: Matth. 1, 18-23. In: Wahrheit und Friede. Evangelienpredigten. Zweiter Band: Predigten über die von der Deutschen Evangelischen Kirchenkonferenz festgesetzte zweite Reihe der Evangelien. Hrsg. von Curt Stage. Berlin 1898, 39-45; Festpredigt am 50. Gedenktage der Einweihung der St. Petri-Kirche am 7.5.1899. Hamburg o.J. (1899); Die Hansestädte in der Verteidigung der Reformation. Vortrag in Lübeck am 11. November 1901. In: Zeitschrift für die evangelisch-lutherische Kirche in Hamburg 7 (1901), 198-214; Alexander Detmer. Freundesworte. In: Zeitschrift für die evangelisch-lutherische Kirche in Hamburg 9 (1903), 242-247; Das evangelische Hamburg. In: Monats-Korrespondenz für die Mitglieder des Evangelischen Bundes 19 (1905), 193-206; St. Petri. In: Hamburgs fünf Hauptkirchen. Hamburg 1906, 1-25; Die Trennung von Staat und Kirche in Hamburg. Hamburg 1909; Die päpstliche Enzyklika. In: Der Elbwart 1 (1910), 141-143; Leichenrede für Arthur Lutteroth, geb. 21.6.1846, gest. 11.6.1912. Hamburg 1912; Reden und Vorträge gehalten bei der 26. Generalversammlung des Evangelischen Bundes (25. bis 29. September 1913) in Görlitz. Berlin 1913; Ein Beitrag zur Frage des Jesuitengesetzes. In: Bismarckwarte 4 (1913), 50; Predigt bei der Übergabe der dritten Gedächtnistafel für die von der St. Petri-Gemeinde betrauerten Gefallenen, gehalten am 24. Oktober 1915 in der St. Petri- Kirche zu Hamburg. Hamburg 1915; Hamburg und die drei früheren Reformationsjubiläen 1617, 1717, 1817. Sonderabdruck aus dem Hamburgischen Gemeindeblatt. Hamburg 1917; Zur Wiedereinführung des Religionsunterrichts in Hamburg. In: Hamburgischer Correspondent Nr. 581 vom 2. Dezember 1920, Morgenausgabe; Die Reformation in Hamburg. Abdruck der für den »Gemeindeboten« 1899 von Hauptpastor Dr. Rode-St. Petri verfaßten Aufsätze. Zum 400-Jahrjubiläum der Evangelisch-lutherischen Kirche im Hamburgischen Staate 1929 hrsg. vom Hamburgischen Hauptverein des Evangelischen Bundes. Hamburg 1929.

Lit.: Stenographische Berichte der Bürgerschaft zu Hamburg. Hamburg 1895-1923, insbesondere 9. Sitzung der Bürgerschaft zu Hamburg am 18.3.1919. Stenographische Berichte. Hamburg 1919, 198-200; - Theodor Blinckmann, Gegen die Selektenschulen. Anhang: Offenes Schreiben an Herrn Dr. Rode, Mitglied der Bürgerschaft. Hrsg. von einer Anzahl Hamburger Lehrer. Hamburg o.J. (1904); - Hans M.W. Rode, Genealogie der Familie Rode. Hamburg 1909; - Hamburgischer Correspondent vom 16.4.1910; - Das hamburgische Schulwesen. Hrsg. von der Gesellschaft der Freunde des vaterländischen Schul- und Erziehungswesens, dem Verein Hamburger Landschullehrer und dem Verein Hamburger Volksschullehrerinnen als 2. Teil des Hamburger Lehrerverzeichnisses. Hamburg 1913; - Hamburger Nachrichten vom 18. Dezember 1918; - Hamburgischer Correspondent Nr. 138 vom 16. März 1919; - Gedenkfeier für Senior Dr. Rode. Ein Stück Geschichte. In: Hamburgischer Correspondent Nr. 292 vom 27. Juni 1923, Morgenausgabe, Beilage; - Werner von Melle, Dreißig Jahre Hamburger Wissenschaft 1891-1921. Rückblicke und persönliche Erinnerungen. Hrsg. auf Anregung der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung. Hamburg 1923-1924, 2 Bde.; - Hamburger Fremdenblatt vom 16. Januar 1924; - Heinz Beckmann, Hamburg: II. Staat Hamburg. In: RGG2, 1599-1603; - Karl Dubbels, Senior D. Rode zum 10jährigen Gedächtnis des Todestages 14.6.1923. In: Hamburger Kirchenkalender 1933. Jahrbuch für die Hamburgischen Gemeinden. Hrsg. im Auftrage des Kirchenrats der Evangelisch-lutherischen Kirche im Hamburgischen Staate von [Heinz] Beckmann und [Theodor] Knolle, 92-96; auch in: Hamburger Nachrichten Nr. 270 vom 13.6.1933; - Gemeindeblatt der Hauptkirche St. Petri in Hamburg, Heft 7/8 1933; - Ahnentafel Rode. Bearbeitet von Hans Rode. Sonderabdruck aus der Zeitschrift für Niedersächsische Familienkunde (Jg. XIX, 1937, Nr.9/12). Hamburg 1937; - (Hugo Friedrich) Beneke, Persönliche Erinnerungen an die Senioren und Hauptpastoren zu meiner Lebenszeit. Ms. Hamburg 1946; - Er war kein Extremist. Senior D. Rode zum Gedächtnis geb. am 21. Juli 1855. In: Die Kirche in Hamburg 2. Jg. Nr.31 vom 31.7.1955 (ohne pagina); - Hundert und mehr Jahre Hamburger Hauptpastoren. Eine Materialsammlung zusammengestellt und kommentiert von Hans Wenn. Ms. Hamburg 1956; - Wilhelm Jensen (Hrsg.), Die hamburgische Kirche und ihre Geistlichen seit der Reformation. Hamburg 1958, bes. 5, 53 und 65; - Georg Daur, Von Predigern und Bürgern. Eine hamburgische Kirchengeschichte von der Reformation bis zur Gegenwart. Hamburg 1970; - Hildegard Milberg, Schulpolitik in der pluralistischen Gesellschaft. Die politischen und sozialen Aspekte der Schulreform in Hamburg 1890-1935 (Veröffentlichungen der Forschungsstelle für die Geschichte des Nationalsozialismus in Hamburg, 7). Hamburg 1970; - Franz Tügel, Mein Weg 1888-1946. Erinnerungen eines Hamburger Bischofs. Hrsg. von Carsten Nicolaisen (Arbeiten zur Kirchengeschichte Hamburgs, 11). Hamburg 1972; - Karin Boveland, Die Hauptpastoren an der St.- Petri- Kirche. In: Carl Malsch (Hrsg.), Die Hauptkirche St. Petri in Hamburg. Baugeschichte - Kunstwerke - Prediger. Hamburg 1979, 71-95; - Gustav Schiefler, Eine Hamburgische Kulturgeschichte 1890-1920. Beobachtungen eines Zeitgenossen. Bearbeitet von Gerhard Ahrens, Hans Wilhelm Eckardt und Renate Hauschild-Thiessen (Veröffentlichungen des Vereins für Hamburgische Geschichte, 27). Hamburg 1985; - Hans- Peter de Lorent, Der Lehrerrat. In: Ders./Volker Ullrich (Hrsg.), »Der Traum von der freien Schule«. Schule und Schulpolitik in Hamburg während der Weimarer Republik (Hamburger Schriftenreihe zur Schul- und Unterrichtsgeschichte, 1). Hamburg 1988, 25-40; - Ders., Schule ohne Vorgesetzte. Geschichte der Selbstverwaltung der Hamburger Schulen von 1870 bis 1986 (Hamburger Schriftenreihe zur Schul- und Unterrichtsgeschichte, 4). Hamburg 1992; - Helmut Stubbe-da Luz, Union der Christen - Splittergruppe - Integrationspartei. Wurzeln und Anfänge der Hamburger CDU bis Ende 1946. Diss. Hamburg 1989; - Ders., Die Politiker Paul de Chapeaurouge, Rudolf Petersen, Kurt Sieveking (Hamburgische Lebensbilder in Darstellungen und Selbstzeugnissen, 4). Hamburg 1990; - Rainer Hering, Die Missionswissenschaft in Hamburg 1909-1959. In: Ders., Theologische Wissenschaft und »Drittes Reich«. Studien zur Hamburger Wissenschafts- und Kirchengeschichte im 20.Jahrhundert (Reihe Geschichtswissenschaft, 20). Pfaffenweiler 1990, 35-85; - Ders., Sozialdemokratisch beeinflußter Staat und Lutherische Kirche in Hamburg: Die Auseinandersetzungen um den Religionsunterricht 1918 bis 1921. In: Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte 78 (1992), 183-207; - Ders., Theologie im Spannungsfeld von Kirche und Staat. Die Entstehung der Evangelisch-Theologischen Fakultät an der Universität Hamburg 1895 bis 1955 (Hamburger Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte, 12). Berlin-Hamburg 1992, bes. 24-83 und 435 f.; - Ders., Die Bischöfe Simon Schöffel, Franz Tügel (Hamburgische Lebensbilder, 10). Hamburg 1995.

Rainer Hering

Letzte Änderung: 17.02.1999