Verlag Traugott Bautz |
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TAYLOR, William, methodistischer Missionsbisch., * 2.5. 1821 Rockbridge, Virginia, † 18.5. 1902 Palo Alto, Californien/USA. - T. wurde 1846 ordiniert und 1848 für die methodistische Home Mission in Californien bestimmt, das er im Jahr des Goldrauschs (1849) erreichte; sieben Jahre predigte er hier den »forty-niners«, manchmal vor bis zu 20.000 Zuhörern. 1856-1861 durchzog er den Westen Kanadas und den Osten der USA, ging 1861 über Zwischenstationen in England und Kleinasien nach Australien, 1866 erstmals nach Südafrika und wieder nach Australien; von 1870-1875 wirkte T. in Indien, 1877-1884 in Südamerika (Peru, Chile) und schließlich von 1884-1896 wieder in Afrika (Kongo). Seine Reformpläne und sein Konzept der »sich selbst erhaltenden Missionen«, die zu seiner Ernennung zum Bisch. v. Afrika durch die Generalkonferenz der Methodisten führten, scheiterten zwar letztlich, trugen aber zu einer Belebung der Missionstätigkeit seiner Kirche bei. - T. gilt als einer der hervorragendsten Vertreter seiner Kirche im 19. Jahrhundert.
Lit.: O. v. Barchwitz-Krauser, Six Years with W. T. in South America, 1885; - Edward Davies, The Bishop of Africa, 1885; - Goodsil Filley Arms, History of the W.T. self-supporting missions in South America, 1921; - George Gillanders Findlay/William West Holdsworth, The History of the Wesleyan Methodist Missionary Society 4, 1922, 289ff.; - Julius Richter, Geschichte der evangelischen Mission in Afrika, 1922 (passim); - John Haywood Paul, The Soul-Digger, or Life and Times of W.T., 1928; - Wade Crawford Barclay, History of Methodist Missions 3, 1957; - DAB XVIII (1936) 345f.; - Who was who in America I: 1897-1942, 71968, 1221; - RGG2 V, 1031; - RGG3 VI, 664.
Norman B. Springlane
Literaturergänzung:
2009
Peter Feinman, W.T. in Chile. A Methodist missionary case study (1877-1903), in: Methhist 47.2009, S. 84-100.
Letzte Änderung: 17.12.2011