Verlag Traugott Bautz |
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VERENA, Heilige (Fest: 1. September), * um 300, † um 350 in Zurzach/Schweiz.Sie gehört bis heute zu den meistverehrten Kirchengestalten in der Schweiz. Der Legende nach kam die Jungfrau V. im Gefolge der Thebäischen Legion aus Ägypten in die Schweiz. Auf ihr Bemühen ist die Bekehrung vieler Alemannen zurückzuführen. Die letzten Jahre ihres Lebens verbrachte sie in Zurzach, wo sie sich der Krankenpflege und Armenfürsorge widmete sowie als Pfarrhaushälterin wirkte. Bald nach ihrem Tod wurde über ihrer Grabstätte eine Kirche errichtet. Um das Jahr 800 schloß man ein Benediktinerkloster daran. Heute ist das Verena-Münster der einzige noch bestehende Teil der Klosteranlage. Die verschiedenen Versionen ihrer »Vita« sind in insgesamt 78 lateinischen Handschriften aus dem alemannischen und niederösterreichischen Raum bezeugt.
Gabriele Lautenschläger
Textanmerkungen:
Verena wurde im Jahr 2003 vom Basler Bischof Kurt Koch zur neuen Bistumspatronin erhoben.
Literaturergänzung:
2002
Barbara Hutzl-Ronge, Quellgöttinnen, Flußheilige, Meerfrauen, 2002, 58-62; -
2005
Irina Bossart, Von der Migrantin zur Basler Bistumspatronin. Die heilige Verena von Zurzach. Eine historische und theologische Annäherung, in: Baselbieter Heimatblätter, Liestal Jg. 70 (2005) H. 2 S. 41-73; -
2007
Kurt Derungs, Der Kult d. hl. V. Baden 2007; -
2008
Wolfgang Hafner, Wie V. zur Heiligen wurde. Wegspuren e. Thebäerin entlang d. Aare. Luzern 2008; -
2009
Walter Bühlmann, Mit Kamm u. Krug. Entdeckungsreise zu V. von Zurzach. Luzern 2009.
Letzte Änderung: 09.04.2011