ZOËRARDUS (Andreas) und Benedikt, hll. (Fest 17. Juli). Z. (slowak. Svorad) wirkte zunächst in Schlesien in der Ohlauer Gegend als Missionar und trat 1002/1003 in die slowakische Bendiktinerabtei von Zobor (Zubor) bei Trencin (Diözese Nitra) ein und nahm den Namen Andreas an. Mit der Zustimmung des Abtes Philipp zog er sich als Einsiedler in eine Höhle oberhalb der Waag (Vßh) beim heutigen Skalka (Diözese Nitra [Neutra]) zurück, wo er ein strenges Bußleben auf sich nahm (Holzfällen, Nachtwachen auf einem dornigen Baumstamm, Fasten, ins Fleisch eingewachsene Ketten) und schließlich 1009 starb. Nach seinem Tod lebte sein Schüler B.-Stojislav drei Jahre lang in der Höhle des Meisters, ehe er von Räubern erdrosselt und in die Waag geworfen wurde. Nach der Legende ist sein Körper ein Jahr später unverwest aufgrund des Hinweises eines Adlers aufgefunden worden. Beide Heilige wurden im Rahmen einer national-ungarischen Kampagne des Königs Ladislaus I. 1083 in ein neues Grab im Dom von Nitra überführt (wo sie auch heute noch ruhen) und 1085 heiliggesprochen. Ihr Kult ist bis heute in Schlesien, Polen und Ungarn lebendig.
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Andreas Merkt
Letzte Änderung: 09.04.2011