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Verlag Traugott Bautz
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BETTINGER, Franziskus (seit 1909: Ritter von), Erzbischof von München und Freising, * 17.9. 1850 in Landstuhl (Pfalz) als Sohn eines Hufschmieds, † 12.4. 1917 in München. - B. studierte in Innsbruck und Würzburg und besuchte in Speyer das Priesterseminar. 1873 empfing er die Priesterweihe und wirkte dann als Seelsorger in verschiedenen Gemeinden der Pfalz. B. wurde 1895 Domkapitular und Dompfarrer von Speyer und 1909 Domdekan. Prinzregent Luitpold von Bayern ernannte ihn am 23.5. 1909 zum Erzbischof von München und Freising, und Pius X. erhob ihn am 25.5. 1914 zum Kardinal. Im 1. Weltkrieg war er Feldpropst der bayrischen Armee. B. schuf eine Gesamtkirchengemeinde für München und führte den Bonifatiusverein in der Erzdiözese ein. Der sozialen Frage gegenüber war er aufgeschlossen und trat auch für die christlichen Gewerkschaften ein.
Lit.: Max Buchberger, Im Purpur bei den Feldgrauen, 1917; - Ders., Heimgang Sr. Em. des hochwürdigen Herrn Kard. u. EB F. v. B., in: Schematismus der Geistlichkeit des Erzbist. München u. Freising f. das J. 1918, 279 ff.; - Konrad Gf. Preysing, Kard. B. Nach persönl. Erinnerungen, 1918; - DBJ II, 27 ff.; - DHGE VIII, 1625 f.; - EC II, 1525 f.; - LThK II, 323; - NDB II, 195.
Friedrich Wilhelm Bautz
Literaturergänzung:
2003
Specht, Joachim: Der Schmiedesohn als Kardinal - Vor 125 Jahren begann das Wirken Franz Bettingers, des späteren Erzbischofs von München und Freising, als Dorfpfarrer in unserem Landkreis. In: Heimat-Jahrbuch. Rhein-Pfalz-Kreis. Hrsg. vom Rhein-Pfalz-Kreis. Bd. 20 (2003), 84-88.
Letzte Änderung: 01.01.2010