FORTESCUE, Hadrian: Sel., Vater, Terziar, Märtyrer, geb. um 1476 in England, gest. 8. oder 9.7. 1539 in London. Fest: 8.7. - F. wurde als Sproß einer Adelsfamilie der Grafschaft Devon in England geboren. Er war vorbildlich in Ehe und Familie. Dann trat er dem Malteserorden bei. Auch lebte er nach den Satzungen des Dritten Ordens des Hl. Dominikus. Er hatte sich in Oxford dieser Laiengruppe angeschlossen. Sein Ziel war es immer, den Willen Gottes zu suchen, auf die Einsprechungen des Hl. Geistes zu achten sowie täglich seine guten Vorsätze zu erneuern. In seinen Gebeten ging es ihm besonders darum, Gott um die Gnade der Beharrlichkeit zu bitten. Er weigerte sich, in Sachen des Glaubens König Heinrich VIII. den Treueid zu schwören. Deshalb wurde er in den Kerker geworfen. Sein Tod am 8. oder 9. Juli 1539 erfolgte durch den Henker mit dem Schwert. Papst Leo XIII. hat seine Verehrung am 13. Mai 1895 bestätigt. Im Tagesgebet seines Festes am 8. Juli werden seine große Frömmigkeit sowie seine einzigartige Tapferkeit gepriesen.
Lit.: Proprium des Predigerordens III Feier des Stundengebetes, Proprium der Heiligen, Köln 1991, 432-433; - LThK2 Bd. IV, Sp. 220 (H. O. Evennett); - J. Spillmann: Geschichte der Katholikenverfolgung in England I, Freiburg2 1910, 241 ff.; - CathEnc VI, 146 f.; - Baudot-Chaussin VII, 204 f.
Ekkart Sauser
Literaturergänzung:
Richard Rex, Blessed A.F. A martyr without a cause?, in: AnBoll 115.1997, S. 307-353.