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Verlag Traugott Bautz
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HAEFFELIN, Johann Casimir, Frhr. v., kath. Theologe, bayer. Kirchenpolitiker, Kardinal, * 3.1. 1737 in Minfeld, Hzgt. Pfalz-Zweibrücken, † 27.8. 1827 in Rom. Der Sohn des Amtsschreibers der Herrschaft Guttenberg, Georg Daniel Haeffelin und seiner Ehefrau Anna Elisabetha, geb. Schönlaub, wurde am 13.1. 1737 einzig auf den Namen "Casimir" getauft, war jedoch später unter den Vornamen "Johann Casimir", "Johann Heinrich Casimir", "Baptist" bzw. "Ludwig" (Luigi) und "Aloisius Casimirus" (Grabmal, Rom) bekannt. - Die bisher gedruckten Quellen, welche insbesondere H.s berufliche Entwicklung skizzieren, weichen, was die Daten betrifft, häufig voneinander ab und sind wiederholt fehlerhaft. Der umfangreiche Bestand an Archivalien, die über H. Auskunft geben, ist bis heute weder vollständig erfaßt, noch ausgewertet. Schottenloher und Bauer beschäftigten sich in jeweils einem Beitrag genauer mit H.; Fendler erstellte 1980 die einzig längere biographische Studie. - Nach dem Besuch der Lateinschule begann H. seine Ausbildung an der von Jesuiten geleiteten Universität von Pont-à-Mousson in Lothringen. Der Schülerkatalog des Konvikts protokolliert für den Zeitraum 1754-1755 den "philosophus" H. gemeinsam mit seinem Bruder Daniel Georgius (* 1738); ein weiterer Bruder H.s, Johann Jacob (1742-1782), wird darin für die Jahre 1760 und 1761 festgehalten; alle drei waren später prononcierte Jesuitengegner. - 1762 ist H. in den Matrikeln der Heidelberger Universität nachweisbar, wo er unter dem Vorsitz des Canonikers und Professors für Kirchenrecht, Peter Gallade (1708-1780), die "Dissertatio ex. iure canonico publico de sponsione et juramento subjectionis, obedientiae et fidelitatis [...]" verteidigt hat, welche 1763 von Gallade publiziert wurde. 1765 versuchte H. mit seiner historisch-theologischen Dissertation über den Dreikapitelstreit "De iusta Theodori Mopsuesteni, theodoreti et ibae damnatione, vulgo de tribu capitulis" vergeblich, die theologische Doktorwürde zu erlangen. Er verließ die Universität als Baccalaureus der Theologie und außerordentlicher Magister der Philosophie. - Es spricht einiges dafür, daß H. das Priesterseminar in Bruchsal besucht hat, dessen Regens der spätere Speyerer Weihbischof Johann Adam Buckel (1743-1745) war. Buckel weihte H. am 18.9. 1762 in der Speyerer Stiftskirche St. German und St. Mauritius zum Subdiakon, am 28.5. 1763 zum Diakon und am 24.9. 1763 zum Priester. Im gleichen Jahr erfolgte H.s Ernennung zum kurpfälzischen Hofkaplan in Mannheim. Mit dieser Berufung rückte er in die nähere Umgebung des pfälzischen Kf. Karl Theodor (BBKL III, 1992), dem er von nun an bis zu dessen Tod 1799 dienen sollte. 1767 wurde H. zum Stiftsscholaster in St. Gangolf, Heinsberg und 1770 zum geistlichen Rat ernannt. Schon seit 1766 arbeitete er gemeinsam mit Andreas Lamey und Stephan v. Stengel in der Mannheimer Bücher- und Zeitungszensur. 1767 verzeichnen die Protokollbücher der kurpfälzischen Akademie der Wissenschaften (AAW) in Mannheim die Aufnahme des "Casimirus Hoffelin, S. Theol. et SS. Canonum Licentiatus [...]" als Extraordinarius. Im gleichen Jahr wurde er vom Kurfürsten nach Rom entsandt, um erste Vorerhebungen zum Bestand der wertvollen Heidelberger "Bibliotheca Palatina" einzuleiten, die der bayerische Herzog Maximilian (BBKL XVI, 1999) 1622 Papst Gregor XV. (BBKL XV, 1990) überlassen mußte. Begleitet wurde H. auf dieser Reise von dem Architekten Peter Anton v. Verschaffelt (BBKL XII, 1997) und dem Mannheimer Oberbaudirektor Nicolas de Pigage. Im November reiste H. in Begleitung des Vorstands der kurfürstlichen Bibliotheken, des Theologen Nicolas Maillot de la Treille (1725-1794), nochmals nach Rom, um die "Bibliotheca Palatina" nun gründlich zu inventarisieren. Dieser Aufenthalt in Rom war ein wichtiger Abschnitt für H.s weitere berufliche Entwicklung. Hier knüpfte er erste Kontakte mit Kirchenvertretern, u.a. mit dem späteren Wiener Nuntius Guiseppe Garampi (BBKL II, 1990), damals noch Vorstand des Vatikanischen Archivs und Bibliothek. Neben der Bibliotheksarbeit, deren Hauptpensum jedoch in den Händen Maillots lag, nutzte H. die Gelegenheit zu Erwerb und Pflege umfassender kunsthistorischer Kenntnisse, die ihm später von Nutzen sein sollten. In der deutschen Kolonie lernte er Künstler und Historiker von Rang und Namen kennen, darunter den von ihm hoch verehrten Kunstgelehrten und Archäologen Johann Joachim Winckelmann (BBKL XVIII, 2001). - Nach Mannheim zurückgekehrt hielt H. an der AAW einen Vortrag über die wissenschaftlichen Ergebnisse seiner Romstudien, die offenbar auch zur Zufriedenheit seines Kurfürsten ausgefallen waren. 1768 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Mannheimer AAW erklärt und übernahm dort - neben Andreas Lamey - die Geschäfte eines zweiten Sekretärs. Im gleichen Jahr erfolgte seine Berufung zum kurfürstlichen Kabinettsantiquar. 1769/1770 leitete er - gemeinsam mit dem Geheimsekretär Goes - das kurfürstliche Münz-(Medaillen-)Kabinett, danach hatte er die Direktion alleine inne. Als Akademiemitglied widmete sich H. in den nachfolgenden Jahren - gemeinsam mit Lamey - insbesondere der römischen Feldforschung in rheinischen Gebieten, eine Wissenschaft, die ihn auch mit dem Hofrat, Archivar und Forscher Christian Ernst Hanselmann freundschaftlich verband. Die Forschungsergebnisse H.s wurden hauptsächlich in den "Acta Academiae Theodoro Palatinae [...]" vorgestellt. 1772 wurde einer seiner ersten Aufsätze, die Karlstagsrede "Discours sur le rapport des sciences [...]" mit kulturhistorischem Inhalt publiziert. Am 10. 2. 1775 hielt H. vor Akademiemitgliedern einen viel beachteten Vortrag über eine Italienreise seines Kurfürsten unter dem Titel "Discours de l'influence des voiages sur les progrès des arts [...]", in der H. über den Einfluß einer Reise auf den Fortschritt von Wissenschaft und Kunst referierte und das Ideal eines reisenden Philosophen, dem "voiageur philosophe" entwickelte (Fuchs, Palatinatus, 136). - Gemeinsam mit seinem Freund Maillot unterhielt der inzwischen zum Geheimen Rat avancierte H. eine enge Korrespondenz mit dem pfälzischen Gesandten am Hl. Stuhl, Tommaso Antici Marchese di Pescia (BBKL XIV, 1998). Darin bemühte sich H. schon seit 1771 um ein Kanonikat für seinen Bruder, den Hofkaplan und Unterbibliothekar Johann Jakob H. in Speyer. Diese Anstrengungen scheiterten jedoch immer wieder an der abweisenden Haltung des Speyerer Fürstbischofs Damian August Philipp Karl Gf. v. Limburg-Stirum (1721-1797) gegenüber Johann Jakob H., dessen Installierung erst 1774 gelang. - Sowohl Casimir als auch sein Bruder Johann Jakob gehörten zu den Gründungsmitgliedern (1775) der kurpfälzischen "Deutschen Gesellschaft" in Mannheim, zu deren Geschäftsverweser Johann Jakob bald ernannt wurde. Beide waren maßgeblich an deren weiterer Entwicklung beteiligt. - In dieser Zeit entstanden viele Beiträge, Kritiken und Rezensionen H.s, die u.a. im Journal "Rheinische Beiträge zur Gelehrsamkeit" publiziert wurden, zu deren Mitherausgeber H. ebenfalls zählte. - Nachdem der Probst des Kollegiatstifts von St. Peter in Mainz, Frhr. Franz Wolfgang v. Ostein am 5.1. 1778 gestorben war, wurde H., nach Überwindung einiger Widerstände, von Papst Pius VI. (BBKL VII, 1994) zu dessen Nachfolger bestimmt. - Schon im Dezember 1777 war der bayerische Regent Maximilian III. Joseph Karl (BBKL XVI, 1999) gestorben. Sein Erbe, Kf. Karl Theodor, verlegte im September 1778 seine Residenz von Mannheim nach München, im Gefolge viele pfälzische Mitarbeiter. H. blieb vorerst jedoch in Mannheim und wurde gemeinsam mit seinem Bruder Johann Jakob vom Kurfürsten, kurz vor dessen Abreise, noch in der Schwetzinger Residenz privatim empfangen. Die Gründe für H.s vorläufigen Verbleib in Mannheim dürften in den unklaren politischen Verhältnissen (Bayerischer Erbfolgekrieg) und der Tatsache zu suchen sein, daß Karl Theodor noch keine weitere Verwendung für H. in München gefunden hatte. So begleitete H., gemeinsam mit Maillot, den Kölner Nuntius Carlo Antonio Guiseppe Bellisomi (1736-1808) bei dessen Pfalzbesuch durchs Land. Bellisomi hatte u.a. den Auftrag, sich für den bei Fürstbischof Limburg-Stirum in Ungnade (Affäre Isenbiehl, vgl. BBKL II, 1990) gefallenen Weihbischof Johann Andreas Seelmann (BBKL IX, 1995) zu verwenden, dessen Partei auch die Brüder H. ergriffen hatten. 1781 siedelte H. endgültig - nachdem er bis dahin beruflich hin- und her gependelt war - zusammen mit dem Hofbibliothekar Maillot von Mannheim nach München um. - Schon 1780 hatte Karl Theodor den unter Maximilian III. eingeleiteten Plan zur Errichtung einer Malteserordenszunge neuerlich aufgenommen, welche als Versorgungsstelle für seinen illegitimen Sohn, Carl August Gf. v. Bretzenheim und den nachgeborenen Adel gedacht war. Gemeinsam mit Maillot wurde H. in die kurfürstliche Kommission berufen, um an den dafür notwendigen Verhandlungen mitzuwirken. Es galt nicht nur die Bedenken der Ordensleitung in Malta, die der römischen Kurie und der bayerischen Bischöfe zu überwinden, sondern auch das Einvernehmen mit dem obersten Schutzherrn der katholischen Kirche und des Malteserordens, Kaiser Joseph II. (BBKL III, 1992) herzustellen. Weiters war eine Sicherstellung der wirtschaftlichen Grundlage des neuen Ordenszweigs zu erarbeiten. In diesem Punkt hatte man sich mit Rom eingangs auf eine Finanzierung über Teilsäkularisierung der bayerischen Klöster geeinigt, doch der päpstliche Beauftragte, Bellisomi, riet angesichts der damit verbundenen Schwierigkeiten davon ab und empfahl die Einrichtung einer festen, alljährlichen Abgabe durch die Ordenshäuser. Ein päpstliches Breve vom Juni 1781 gestattete eine Taxation der Klöster, worauf im Sommer des gleichen Jahres Bellisomi gemeinsam mit dem geistlichen Ratsdirektor Anton Eisenreich, den Prälaten Franz Töpsl (BBKL XII, 1997) und Petrus Gerl eine Inspektionsreise durch die bayerischen Klöster antrat, welche von H. als Mitglied der kurfürstlichen Kommission begleitet wurde. Schon am ersten Ziel, dem Kloster Tegernsee, waren die Verhandlungen festgefahren. Eine Einigung konnte letztlich durch einen v. H. aufgegriffenen Vorschlag erzielt werden: Der Unterhalt des "Gelehrten Schulwesens", der bisher aus Mitteln der aufgehobenen Jesuitenklöster finanziert worden war, sollte vom Prälatenstand und die Finanzierung der neuen Malteserordenszunge durch den Jesuitenfonds übernommen werden. H. gelang es, die beiden widerstrebenden Prälaten Töpsl und Gerl zum Unterzeichnen eines von ihm entworfenen Zirkularschreibens an alle Klöster, mit der entsprechenden Empfehlung, zu überreden. Nach Zustimmung durch Papst Pius VI. wurde sowohl die Gründung einer bayerischen Zunge des Malteserordens, die Übertragung der Jesuitengüter an die Ordenszunge und die Bereitschaft des Prälatenstands zur Übernahme des Schulwesens durch ein kurfürstliches Reskript im Sommer 1781 veröffentlicht. Kurz darauf folgte eine weitere Inspektionsreise H.s durch Bayern, die der Abklärung der Wirtschaftlichkeit des ehemaligen Jesuitenbesitzes dienen sollte. - Um jedoch nicht ganz die Kontrolle über das "Gelehrte Schulwesen" zu verlieren, gründete Karl Theodor noch im gleichen Jahr eine unabhängige Schulkuratel, in der H. eine leitende Stellung einnahm. Er hatte u.a. die allerhöchsten kurfürstlichen Instruktionen an das General-Studiendirektorium zu übermitteln. In diesen Verwaltungsbereich fiel ab Februar 1782 auch die gesamte Universität (Ingolstadt). Dort war H. am 5.11. 1781 auf Grund seiner bisherigen wissenschaftlichen Arbeiten und Leistungen, unter Prokanzler Joseph Maximilian Wibmer, die theologische Doktorwürde verliehen worden. Im Dezember 1781 unterzeichnete der Landesfürst die Stiftungsurkunde für die neue Zunge des Malteserordens. Weitere diplomatische Verhandlungen in der Ordensfrage - unter Leitung des neuen außerordentlichen Gesandten Gf. Karl Albert v. Minucci - führten den inzwischen zum Legationsrat ernannten H. im Januar 1782 nach Rom, wo neuerlich Tommaso Antici sein Mittelsmann für die Vertretung der bayerischen Interessen war. Im März reiste H. mit einer bayerischen Gesandtschaft nach Malta, um in La Valetta die Verhandlungen mit dem Bailli von Almeyda weiterzuführen. Überall erwies sich H. als geschickter Diplomat, der interne Konflikte nutzte, um Widerstände zu brechen. Die noch erhaltene Korrespondenz H.s, seine Entwürfe, Gutachten, Konzepte, Instruktionen und Memoires an Kf. Karl Theodor, an Tommaso Antici bzw. den Minister Matthäus Gf. v. Vieregg oder Johann Baptist Frhr. v. Flachslanden belegen seine Bemühungen um ein positives Verhandlungsergebnis. Resultat war die Zusammenlegung der praktisch nicht mehr existierenden Englischen Zunge mit der Bayerischen, zu der König Georg III. seine Zustimmung erteilt hatte. Bayern erhielt ein Großpriorat, der 13-jährige Carl August Gf. v. Bretzenheim wurde zum Großprior der neu geschaffenen Zunge ernannt und Münchens ehemalige Jesuiten-Kirche "St. Michael" wurde Prioratskirche. H. selber trat als Einnahmeverweser nicht nur der Bayerischen, sondern auch der Deutschen Zunge bei. In Anerkennung seiner Verdienste erhielt er den Posten eines Generalvikars des Bayerischen Großpriorats und das Amt eines Komturs der Kommende Kaltenberg, aus der H. Einkünfte in Höhe von 4000 fl./Jahr bezog. - Die 1781 signalisierte positive Bereitschaft Roms bzgl. einer Teilsäkularisierung bayerischer Klöster wollte man nicht ungenutzt lassen. In der Folge war H. in die komplizierte Abwicklung und Aufhebung (1783) des Ridlerklosters in München, des Prämonstratenserstifts Osterhofen und insbesondere des Augustiner-Chorherrenstifts Indersdorf involviert. 1787/88 verfolgte er gemeinsam mit Tommaso Antici und dem Minister Oberhofen ein Vorhaben, das die Umwidmung bayerischer Stifte in Kommenden realisieren sollte. - Schon vor den beginnenden Verhandlungen zum Malteserprojekt hatte sich H. Gedanken hinsichtlich einer Neuordnung der geistlichen Behördenordnungen gemacht, wobei er wohl auch an eine vorzeitige Ablösung des unbeliebten Ratsdirektors Anton Eisenreich gedacht haben mag. Zwei kritische Memoranden "Memoire sur l'institution d'un conseil ecclésiastique" und "Observations sur la constitution du Conseil ecclésiastique de Baviere" hatte er zu einer derartigen Reorganisation im Frühjahr 1781 formuliert und nach Rom geschickt. In den "Observations" machte H. den Vorschlag, in München eine von Rom und den bayerischen Bischöfen anerkannte zentrale Kommission von Vertretern aller Domkirchen zu installieren, an deren Spitze ein "Apostolischer Kommissär" stehen sollte, welcher von bischöflichen Kommissären bzw. Offizialen in seiner Arbeit unterstützt werden sollte (Bauer, Geistl. Rat 152 ff.). Im "Memoire sur l'institution" versuchte H. die Vorteile einer zentralisierten Kommission und deren Aufgaben darzustellen. Ob H.s Vorschläge während des Papstbesuchs im April 1782 in München bei Karl Theodor zur Sprache kamen, ist nicht belegt, kann aber vermutet werden. Letztendlich kam es auf Wunsch der Kurie jedoch nur zu einer Rekonstruktion der vor 1768 angetroffenen Verhältnisse des Geistlichen Rats. - Im April 1783 wurde der 78-jährige Propst des Münchner Chorstifts "Unsere Liebe Frau", Joseph Ferdinand Guidowald Gf. v. Spaur, zum Präsidenten des Geistlichen Rats und H. zu dessen Vizepräsidenten ernannt. Auf Grund der Untauglichkeit Spaurs hatte H. damit eine wichtige Schlüsselrolle errungen. Gleichzeitig wurde er von Karl Theodor zum Geheimen Konferenzreferendär für alle geistlichen Angelegenheiten berufen. Zur Seite standen H. fortan zwei enge Vertraute, die neuen Geistlichen Räte, der kurfürstliche Hofbibliothekar Gerhoh (Caspar) Steigenberger (1741-1787) und der Hofrat Maximilian v. Mayrhofen. Die Eröffnungsrede am 6. Mai 1783 hielt diesmal nicht der Präsident des Geistl. Rats, sondern der neue Vizepräsident H. Bei dieser progressiven Rede traten H.s von der Aufklärung geprägten Grundsätze und Zielsetzungen deutlich zum Vorschein. Mit Berufung eines weiteren Vertrauten, Franz Joseph v. Stengel in den Geistlichen Rat, konnte H. seinen Einfluß auf den Kurfürsten zusätzlich festigen. Eine erste Reform gelang H. noch im gleichen Jahr, die Durchsetzung einer Entlohnung aus Kirchenmitteln für die klerikalen Räte (bisher nur den weltlichen Räten vorbehalten), die zu einer festen Besoldung werden sollte. - 1782/83 wurde H. zum päpstlichen Hausprälaten und Vizepropst des Münchner Kollegiatstifts erhoben. Neuerlich griff er die Gedanken aus dem Jahr 1781 zu einer Installation eines Apostolischen Kommissariats auf. Seine konkreten Vorstellungen und Aufgaben eines solchen Amts sind seiner umfangreichen Korrespondenz mit Tommaso Antici nach Rom zu entnehmen. Für den neuen Kommissär forderte H. den Rang eines Bischofs bzw. Erzbischofs und empfahl dem Wiener Nuntius Garampi seinen Freund Maillot als geeignete Besetzung; zeitgleich brachte er jedoch seine Bedenken gegen Maillot beim Minister für das Auswärtige, Gf. v. Vieregg, zum Ausdruck und sich selbst ins Spiel. Doch H.s Pläne in dieser Causa scheiterten 1784 an den starken Vorbehalten Garampis und Pius VI., die einen Interessenskonflikt zwischen Kurie und bayerischen Staat bei einer Personalunion von Vizepräsident und Apostolischer Kommissär befürchteten. - In die nachfolgende Amtszeit H.s fielen die vom Geistlichen Rat mit dem bayerischen Episkopat geschlossenen Rezesse mit den jeweiligen Ordinariaten von Augsburg (1785) und Regensburg (1789), in die er gleichfalls eingebunden war. - Insbesondere widmete sich H. jedoch weiter der Umsetzung eines Prestigeobjekts Karl Theodors, der Errichtung einer eigenen Nuntiatur in München. Dazu hatte 1784 - nach dem Scheitern der Installation eines Apostolischen Kommissariats - Antici in einem Memorandum angeregt. Der Kurfürst erhoffte sich damit eine größere Unabhängigkeit von Bischöfen und den Nuntiaturen von Wien und Köln. Unter strenger Geheimhaltung nahmen H. und Antici die Verhandlungen in dieser Causa auf. Im Frühsommer 1784 gab Pius VI. seine Zustimmung und am 14. 2. 1785 wurde der Name des neuen Münchner Nuntius, der mit den gleichen Fakultäten wie die Nuntien von Wien und Köln versehen war, bekannt gegeben: Guilio Cesare Zoglio (Zollio). Dieser traf jedoch erst im Frühsommer des Jahres 1786 - nach seiner Ernennung zum Titularbischof v. Athen - in München ein und wurde bald darauf von H. eigenmächtig mit dem Ehrenkreuz des Malteserordens ausgezeichnet. - Mit Errichtung dieser neuen Nuntiatur und damit weiteren Beschneidung der erzbischöflichen Gerichtsame, brach die schon länger bestehende Krise zwischen Episkopat und Kurie um territoriale Interessen vollends aus. Mit der "Emser Punktation" 1786 brachten die deutschen Bischöfe mit (vorerst) kaiserlicher Unterstützung ihren Protest zum Ausdruck. Der "Nuntiaturstreit" zwischen den deutschen Kirchenoberhäuptern und dem Papst gab dem Febronianismus neuen Aufwind und ließ München und Rom noch näher rücken. Die Münchner Nuntiatur blieb allen Protesten zum Trotz besetzt. - Die komplizierte und angespannte kirchenpolitische Situation in Deutschland nutzte H. für einen weiteren bayerischen Vorstoß zur Errichtung einer eigenen "Territorialkirche", dabei kam es zu einer engen Zusammenarbeit mit der Regierung Pfalz-Zweibrückens. 1787 dokumentierte er seine Gedanken und Wünsche bezüglich einer die "Staatsgrenzen berücksichtigenden Diözesanverfassung" in einer 41 Punkte umfassenden kirchengeschichtlichen Untersuchung mit dem Titel "Von den ächten Gränzen der Bißthümer und Erzbißthümer und von Wiederherstellung derselben in einem jeden wohlgeordneten Staate", die einem Brief an den Zweibrückenschen Sondergesandten von Kinkel beilag, dem ein Promemoria an den Kurfürsten folgte. Darin kritisierte H. die aktuellen kirchen- und staatspolitischen Bedingungen und plädierte für Reformen, wie die Wahrnehmung der alten Regalienrechte durch den bayerischen Staat gegenüber der Kirche. Doch trotz seiner forschen Vorstöße bei Kf. Karl Theodor mußte H. vorerst in dieser Sache eine Niederlage gegen die diplomatischen Interessen der römischen Kurie hinnehmen. - Nächstes Ziel war die Errichtung eines von der Freisinger Diözese und Salzburger Metropolitanverband unabhängigen Münchner "Hofbistums" mit eigener Gerichtsbarkeit. Schon im Oktober 1783 war das Münchner Kollegiatstift U. L. Frau durch päpstliche Bulle mit der kurfürstlichen Hofkapelle vereinigt worden. Ihr Hof- und Militärpfarrer, der kurfürstliche Beichtvater und Jesuit Ignaz Franck (BBKL 23, 2004) zeigte gleichfalls Interesse an einer Herauslösung des Hofsprengels aus der Diözese Freising, wobei er auf den Posten eines "sacellanus apostolicus" spekulierte, der ihm vom Papst in Aussicht gestellt worden war. Ignaz Franck war einer der leitenden Köpfe der Ex-Jesuiten-Partei am kurfürstlichen Hof und ewiger Widersacher H.s, den er schon von Mannheim kannte. Jedoch schien H. in der Funktion als Vizepropst des vereinigten Chorstifts die besseren Karten um eine Rangerhöhung zu haben, zumal er auf die Unterstützung durch Nuntius Zoglio und Fürst v. Bretzenheim rechnen konnte. Letztere verwendeten sich gemeinsam mit Kf. Karl Theodor in Rom für H., um ihm auf Grund seiner Verdienste die Würde eines Titularbischofs zu verschaffen. Am 9. März 1787 wurde der Bitte stattgegeben und am 12. April leitete Nuntius Zoglio den notwendigen Informativprozeß ein. Es folgten die obligaten Zeugenverhöre, zu denen die Kanoniker des Stiftes U.L. Frau zu München, Joseph Felix von Effner und der Legationssekretär Philipp Wacquier (Wagnerieri) de la Barthe geladen wurden, beides Freunde H.s, die ihm ein positives Zeugnis seiner Befähigung für die Führung der bischöflichen Amtsgeschäfte ausstellten. Weitere notariell beglaubigte Zeugnisse wurden u.a. durch Andreas Seelmann und Johannes Adam Buckel beigebracht. - H. intensivierte angesichts dieser in Aussicht gestellten neuen Würde nochmals seine Anstrengungen, die Hofkapelle zum Zentrum eines praktisch und rechtlich von der Diözese Freising unabhängigen und von einem Obersten Hofkaplan verwalteten Hofsprengels zu machen (Bauer, Geistl. Rat, 198). Dazu faßte er die Ämter eines Bischofs und Obersten Hofkaplans, verbunden mit allen geistlichen Rechten, für sich ins Auge. Unschwer erlangte er die Befürwortung des Kurfürsten und des Nuntius in dieser Sache. Dagegen erwies es sich als schwierig, Rom von der Notwendigkeit einer solchen Neuordnung zu überzeugen. Ohne daß eine Entscheidung in der Frage "Hofbistum" gefallen wäre, wurde H. im September 1787 zum Titularbischof von Chersones ernannt. Seine Konsekration durch Nuntius Zoglio - unter Assistenz der Prälaten von Polling und Benediktbeueren - erfolgte am 11.11. 1787 in St. Michael. H.s neue Würde war kirchenpolitisch bedeutungslos und brachte ihm keine weiteren finanziellen Vorteile. Bewegung in die Causa "Hofbistum" kam erst durch den Tod des Freisinger Bischofs Ludwig Joseph Frhr. v. Welden 1788. Sein Nachfolger, Ernst Maximilian Prokop v. Törring-Jettenbach, stimmte der Berufung eines Obersten Hofkaplans, der vom Kurfürsten zu ernennen war, am 23.10. 1789 zu. Zoglio und Antici gelang es, das Einverständnis Roms in dieser Causa im Dezember 1789 zu erlangen. Dieser Posten war mit weit reichenden Befugnissen ausgestattet und dem Heiligen Stuhl unterstellt. Mit dem Apostolischen Breve "Convenit provide" wurde am 15.12. 1789 ein externes Münchner Hofbistum, welches jedoch auf Hofkirche und Kollegiatstift begrenzt war, eingerichtet und im Februar 1790 der neue Oberste Hofkaplan und -bischof ernannt. Es war allerdings nicht H., der dieses für sich erhoffte Amt erhielt, sondern der alte Geistliche Ratspräsident Gf. v. Spaur. Ein Jahr später wurde Spaur jedoch von Kajetan Maria v. Reisach, Titularbischof von Dibona, nicht nur in der Funktion als Hofbischof, sondern auch als Präsident des Geistlichen Rats abgelöst, womit H. seine bisherige uneingeschränkte Handlungsfreiheit als Vizepräsident verlor. Ebenso ging H. sein Posten in der Geheimen Konferenz verlustig, der mit dem neuen Geheimen Referendär Johann Caspar von Lippert, einem Vertrauten Ignaz Francks, besetzt wurde. - Diese Niederlagen waren eine markante Zäsur in H.s Laufbahn, für die es mehrere Ursachen gab: Seinen Gegnern - insbesondere der Gruppe um den Jesuiten Ignaz Franck - war es zwischenzeitlich gelungen, ihren kirchenpolitischen Einflußbereich am kurfürstlichen Hof zu stärken. In Folge wurden viele Reformer und Vertrauensleute H.s ihrer Ämter enthoben. Besonders verhängnisvoll erwies sich für H. die Aufdeckung seiner Beziehungen zu dem seit 1785 durch ein kurfürstliches Mandat verbotenen Illuminatenorden. Seine Zugehörigkeit als Mitglied der Münchner Gesellschaft "Athenae" ist durch die erhalten gebliebenen Listen "Die bekannteren Glieder der Illuminaten [...]" als "Phylo Biblius" (Nr. 45) und der Liste "Ordensmitglieder nach Ordnung der Aufnahme und Enroullierung" (Nr. 5) unter dem selbst beigelegten Ordensnamen "Pontifex" belegt. H. verteidigte sich zwar stets, nur in der Vorbereitungsklasse den Grad eines Minervalen erreicht und sich bald vom Orden distanziert zu haben, was jedoch nicht zutreffend sein kann. Noch 1784 hatte er sich für verfolgte Mitglieder eingesetzt, wie im Fall des katholischen Theologen Johann Michael Sailer (BBKL VIII, 1994), der als angeblicher "Aufklärer" und "Kantianer" seines Dillinger Lehrstuhls enthoben worden war und durch H.s Fürsprache ein vorläufiges Unterkommen in der Malteserkommende Ebersberg fand. 1785 hatte H. sich gegen den Vorwurf einer Unterwanderung des Geistlichen Rats durch Illuminaten und Freimaurer verteidigen müssen. Zusätzlichen Schaden nahm H.s Ruf, als sein Verhältnis mit der Witwe von Thiereck, einer Kammerdienerin und Hausdame am kurfürstlichen Hof, aus dem auch Kinder hervor gegangen sein sollen, bekannt wurde. Keine Freunde schaffte sich H. auch mit seinem oft recht eigenmächtigen Handeln und selbstgefälligem Auftreten, so etwa, als er im Auftrag des Malteserordens anläßlich der Wahl des neuen Kaisers Leopold II. (BBKL IV, 1992) im Oktober 1790 nach Frankfurt reiste und dort den Eindruck eines offiziellen bayerischen Gesandten erweckte, womit er den wirklichen bayerischen Abgesandten Gf. v. Oberndorff brüskierte. Diese und andere "Entgleisungen" konnten selbst Karl Theodor und der stets wohlwollende Nuntius Zoglio auf Dauer nicht ignorieren. 1792 mußte H. auch seine Funktion in der geheimen Schulkuratel resignieren. H.s kirchenpolitische Einflußnahme war damit vorläufig drastisch eingeschränkt, obwohl er bis zum Tod Karl Theodors das Vizepräsidium im Geistlichen Rat behielt. - Das von H. ins Leben gerufene Hofbistum von München konnte unter der Leitung v. Reisachs keine weitere Bedeutung erlangen und wurde mit dessen Tod, 1805, durch Kf. Maximilian IV. Joseph (ab 1806 Kg. Maximilian I. Joseph, BBKL XVI, 1999) wieder in die Diözese Freising eingegliedert. - Eine letzte Würdigung erwies Kf. Karl Theodor 1790 seinem langjährigen Berater H., indem er ihn im Juni das Adelsprädikat verlieh und im Herbst gemeinsam mit seinem Bruder Georg Daniel in den Reichsfreiherrnstand erhob. - Ende März 1782 wurde der kurfürstliche Kabinettsantiquarius H. als Mitglied in der historischen Klasse (ab 1805 Ehrenmitglied) der Münchner AAW aufgenommen. Dabei spielte möglicherweise sein Freund Gerhoh Steigenberger eine vermittelnde Rolle, dem H. zuvor zum - vorerst - stellvertretenden Vorstand der Münchner Hofbibliothek verholfen hatte. Neben der Tätigkeit als Gutachter bei Preisaufgaben der AAW verfaßte H. in der nachfolgenden Zeit zahlreiche Aufsätze und Stellungnahmen. So kommentierte er 1789 beispielsweise den Fall "Karl Klocker" (BBKL IV, 1992) und dessen Thesen in der "Dissertation de clausula Aschaffenburgensi". - Am 13. Januar 1795 starb der Münchner Nuntius Zoglio, für den H. den Trauergottesdienst abhielt. - In den Jahren ohne politische Aufgabe widmete H. sich verstärkt der diplomatischen Arbeit für den Malteserorden. So reiste er 1796 als Generalvikar des bayerischen Malteser-Großpriorats zunächst nach Rom und Neapel, wobei er diese Reisen mit seinen kunsthistorischen Interessen zu verbinden wußte. Im Juni setzte H. seine Reise nach Malta fort, wo er kriegsbedingt ein Jahr verblieb. 1797 informierte H. von dort seinen Kurfürsten über den Tod des Großmeisters Emanuel de Rohan-Polduc und die erfolgreiche Neuwahl eines würdigen bayerischen Nachfolgers, Ferdinand Frhr. v. Hompesch (BBKL XX, 2002). Seinen Aufenthalt auf Malta und die dortigen Verhältnisse beschrieb H. in zahlreichen Briefen, u.a. an seinen Freund, den Kanzler der bayerischen Ordenszunge, Friedrich v. Woschitka, nach München. Kurz vor dem Einmarsch französischer Truppen auf Malta kehrte H. im Oktober 1797 nach München zurück, um im April 1798 einen seit 1793 laufenden Privatprozeß gegen den Hofrat Emanuel Maria v. Delling fortzuführen, der erst 1799 unter Hinzuziehung des Kurfürsten abgeschlossen werden konnte. - Nach dem Tod Kf. Karl Theodors im Februar 1799 wurden zahlreiche Minister und Beamte auf Anweisung seines Nachfolgers Maximilian IV. Joseph ihrer Posten enthoben, H.s Ämter blieben jedoch unangetastet. Er wußte sich rasch den geänderten Verhältnissen anzupassen und seine Karriere neuerlich anzukurbeln. Am 2. 4. 1799 trat er den Posten als Münchner Oberhofbibliothekar mit einem Gehalt v. 2000 Gulden an und erhielt den schwierigen Auftrag einer Reorganisation des gesamten pfalz-bayerischen Bibliothekswesens. H. machte erste Einwürfe über eine zu erlassende Anweisung und Reformierung, welche er als Fundament der Aufklärung verstand. In einem Vortrag "Worin besteht die wahre Volksaufklärung", gehalten in einer öffentlichen Versammlung der AAW, unternahm H. den Versuch, das Verhältnis und Auftrag zwischen Staat und Wissenschaft zum Wohle des Volkes zu erklären. Er regte eine engere Anbindung von Bibliothek und AAW an, um deren Gelehrte als Mitarbeiter für die Bibliothek zu gewinnen, was durch ein kurfürstliches Reskript 1802 auch geschah. H. entwickelte erste Ideen zu einer Nationalbibliothek, eines zentralen Bestandskatalogs, Eignungsprüfungen für Bibliothekare, Verpflichtung derselben zu wissenschaftlicher Publikationstätigkeit und deren verbesserte Besoldung. Eine im Januar 1802 erlassene kurfürstliche Verordnung hatte die Aufhebung fast aller Klöster in Bayern und 1803 die Auflösung der Prälatenklöster verfügt. In der Folge wurde der Bestand fast aller pfalz-bayerischen Klosterbibliotheken in die Münchner Hofbibliothek eingebracht; die Sammlung der Mannheimer AAW wurde 1803 in die Münchner Akademie inkorporiert. Unter H.s Leitung wurde im gleichen Jahr die Zeitschrift "Beyträge zur Geschichte und Literatur, vorzüglich aus den Schätzen der pfalzbaierischen Centralbibliothek zu München" ins Leben gerufen. - Der Reichsdeputations-Hauptschluß im Jahr 1803 und die Säkularisation führten zum Zusammenbruch der alten Reichskirche. Die deutschen Domkapitel waren aufgelöst worden, Bischofsstühle verwaist. Die unklaren Diözesangrenzen, Nachwuchsprobleme und staatliche Eingriffe in Kirchenangelegenheiten machten eine Neuordnung der Diözesanverhältnisse notwendig. Bemüht um Sicherung der eigenständigen staatskirchlichen Einflußnahme strebte Bayern ein eigenes Landeskonkordat an. Dabei orientierte sich der bayerische Minister, Maximilian Joseph Gf. v. Montgelas (BBKL VI, 1993) am Vorbild des französischen Konkordats von 1801. Ziel war die völlige Unabhängigkeit der bayerischen Landeskirche mit interner Direktion zwischen Bischöfen und Staat und einem königlichen Nominationsrecht. Doch das frühere einvernehmliche Verhältnis zwischen München und Rom war nach dem Tod Karl Theodors 1799 merklich abgekühlt. - Aufgrund seiner guten Beziehungen und Erfahrungen mit Rom wurde H. am 18.11. 1803 auf Empfehlung Montgelas' zum Bayerischen Sondergesandten ernannt und für erste Konkordatsverhandlungen mit Papst Pius VII. (BBKL VII, 1994) nach Italien entsandt. Alle Anträge H.s scheiterten jedoch vorerst an den gegenläufigen Vorstellungen des Hl. Stuhls, der an Sonderkonkordaten mit Einzelstaaten kein Interesse hatte und ein Reichskonkordat, wie von Fürstprimas Karl Theodor v. Dalberg (BBKL I, 1990) propagiert, bevorzugte. - Der Zusammenbruch des Hl. Römischen Reichs Deutscher Nation ließ jedoch die angestrebten Ziele Bayerns wieder in greifbare Nähe rücken. 1806 erstellte H. eine "Präliminarpunktation" zur Frage der Einteilung der Diözesen; 1806/1807 folgten Verhandlungen in München und Regensburg, geführt zwischen den bayerischen Unterhändlern Alois Gf. v. Rechberg und Joseph Maria Nepomuk Frhr. v. Fraunberg auf der einen Seite und dem Vertreter Roms, dem Kölner Nuntius Annibale della Genga, dem späteren Papst Leo XII. (BBKL IV, 1992). Rom forderte eine freie Wahl der Bischöfe durch die Domkapitel, Exemption einzelner Bistümer, Sicherung der freien Verbindung zum Hl. Stuhl, Erhöhung der Dotation und Verpflichtung Bayerns zur Erhaltung der röm.-kath. Religion in ihrem vollen Bestand. Diese Verhandlungen scheiterten 1807/09 an den gegenläufigen Vorstellungen der Kurie und kamen auf Grund der politischen Verhältnisse - Besetzung des römischen Kirchenstaats durch napoleonische Truppen und Gefangennahme des Papstes (1808) - vorerst zum Erliegen. - Die Idee eines Reichskonkordats wurde nach der Niederlage Napoleons auf dem Wiener Kongreß 1814/15 zwar nochmals aufgegriffen, scheiterte jedoch am Widerstand der souveränen Staaten wie Bayern. 1816 beauftragte Gf. v. Montgelas nochmals den 78-jährigen H. als Unterhändler für die wieder neu aufgenommenen Konkordatsverhandlungen mit Rom. Zentraler Streitpunkt war neben den Fragen zu Bischofsernennungen und Bistumszirkumskriptionen das königliche Nominationsrecht. Im August 1816 ging von München ein neu zusammengestelltes Konkordatspaket nach Rom zu Händen H.s ab. Bevor dazu jedoch neue Verhandlungen aufgenommen werden konnten, hatte H. im September an Kardinalsekretär Ercole Consalvi (BBKL I, 1990) eine eigenmächtig verfaßte und modifizierte Punktation übergeben. Er bemühte sich, den Forderungen der Kurie mehr entgegen zu kommen, deren Bedingungen jedoch ungünstiger waren, als die ausverhandelten Konzessionen von 1806/07. In München war man mit H.s Nachgiebigkeit sehr unzufrieden. - 1817 kam es zum Sturz Gf. v. Montgelas', die kirchenpolitische Haltung unter den neuen Ministern Rechberg-Thürheim-Lerchenfeld war uneinheitlich. Neue, gemäßigte Instruktionen Friedrich Karl Gf. v. Thürheims scheinen H. in seiner schon geschwächten Verhandlungsposition zu weiteren Kompromissen gegenüber der Kurie verleitet zu haben. Letztlich gewährte Rom ein eingeschränktes Nominationsrecht für die Bischofsstühle München, Regensburg und Würzburg sowie für die Domdekane. Wichtige Zielsetzungen Bayerns blieben jedoch unberücksichtigt. Am 5.6. 1817 wurde das bayerische Konkordat von Kardinalsekretär Consalvi und H. unterzeichnet und für die Ratifizierung nach München geleitet, wo es auf breite Ablehnung stieß und nach Rom zurück verwiesen wurde. Zusätzlich stellte man dem - wohl angesichts seines Alters - überforderten H. den Regensburger Domkapitular Franz Xaver Gf. von Rechberg zur Seite, um die neuerlichen Verhandlungen zu einem Ende zu bringen, was einer Teilentmachtung H.s gleichkam. - Kg. Maximilian I. Joseph beharrte auf dem vollen königlichen Nominationsrecht für alle bayerischen Erzbistümer für sich und seine katholischen Nachfolger. Er berief sich dabei auf das insbesondere Frankreich zustehende Nominationsrecht. Die Neuordnung der bayerischen Diözesanverhältnisse konnte schließlich am 24.10. 1817 in München und am 9.11. in Rom ratifiziert werden. Das in Art. IX vertraglich gesicherte königliche Nominationsrecht wurde dem bayerischen König durch päpstliches Indult vom 13.11. verliehen. Der Konkordatsabschluß 1817 ermöglichte die Errichtung der Erzbistümer Bamberg (mit Suffraganbistümern Würzburg, Eichstätt und Speyer) und München-Freising (mit Augsburg, Passau u. Regensburg); Bischöfe u. Domkapitel wurden dotiert, der bayerische Staat konnte sich weitgehend das Recht auf die Besetzung fast aller höheren kirchlichen Ämter sichern, das Wahlrecht der Domkapitel ging verloren, die Bischöfe erhielten größere Unabhängigkeit. - Das Konkordat, dessen Garantien durch das neue Religionsedikt (1818) von Kg. Maximilian I. Joseph beschnitten wurden, konnte 1818 in die neue bayerische Verfassung aufgenommen werden. H. wurde nochmals in neue Verhandlungen zwischen München und Rom eingebunden, welche u.a. die Wahl des neuen Metropolitansitzes (München oder Freising) und der künftigen Domkirche (Liebfrauenkirche oder St. Michaels-Hofkirche) und daraus resultierende Streitigkeiten der Finanzierung betrafen. Die Widersprüche zwischen Religionsedikt und Konkordat und die langwierigen Auseinandersetzungen mit Rom konnten erst mit der "Tegernseer Erklärung" vom 15. 9. 1821 zu einem vorläufigen Abschluß gebracht werden. - Doch nicht nur kirchenpolitische Aufgaben beschäftigten H. in Rom, wo er erst im Palazzo Zannoni-Pulieri und später im Palazzo Rondanini am Corso wohnte. Seine Wohnung hatte sich rasch zu einem gesellschaftlichen Mittelpunkt entwickelt, insbesondere für Künstler der deutschen Kolonie. 1805 beherbergte H. zum ersten Mal den jungen bayerischen Kronprinzen Ludwig, den späteren Kg. Ludwig I. (BBKL V, 1993), der sich auf Bildungsreise durch Italien befand und sich rasch zu einem begeisterten Kunstsammler entwickelte. Über Ludwigs Besuch (Jan.-Juli) berichtete H. wöchentlich an dessen Vater Maximilian I. Joseph nach München. Bald erhielt die bayerische Gesandtschaft und damit H. vom Kronprinzen den Auftrag, den römischen Kunstmarkt zu beobachten und Käufe für die bayerischen Sammlungen in München zu vermitteln. Die Folge war eine langjährige enge und rege Tätigkeit H.s als Kunstagent für den Münchner Hof, begleitet von einer intensiven Korrespondenz mit Kronprinz Ludwig. H. konnte dabei sein ganzes Organisationstalent entfalten und wichtige persönliche Kontakte nutzen; so knüpfte er Verbindungen zu Archäologen und Wissenschaftlern wie Alexander und Wilhelm v. Humboldt, für dessen Aufnahme in die bayerische AAW er sich persönlich in einem Schreiben 1805 einsetzte. H. pflegte Umgang mit bekannten Malern wie Angelika Kauffmann und Christian Gottlieb Schick, den er stark förderte, zu Kupferstechern wie Raffaello Morghen, Kunstsammlern wie den Abbé Rivani aus Florenz, Bildhauern des Klassizismus wie Antonio Canova und Bertel Thorvaldsen (BBKL XV, 1999), der zu seinem wichtigsten Berater wurde. - In Zusammenarbeit mit dem Zentraldirektor der bayerischen Sammlungen, Johann Christian von Mannlich und dem damaligen Galerieinspektor Georg von Dillis, dem in Rom die Aufsicht für Prüfung und Billigung der Käufe oblag, kam es in den nachfolgenden Jahren zum Erwerb und Ausfuhr zahlreicher wertvoller Kunstgegenstände, wie beispielsweise des bekannten "Barberinischen Fauns", einer hellenistischen Skulptur (heute Glyptothek München). - H.s Auftreten scheint jedoch nicht immer frei von autoritärem Gebaren gewesen zu sein; so kam es zu Streitigkeiten zwischen ihm und dem Historienmaler Johann Martin v. Wagner, da H. dessen privaten Briefwechsel mit Kronprinz Ludwig kontrollierte. Über die angespannte politische Lage in Rom berichtete H. in seiner diplomatischen Korrespondenz an zahlreiche Adressaten, nicht nur an den Münchner Hof. So schrieb er in den Jahren 1808-1810 über die aktuellen Verhältnisse an den Großherzog Karl Friedrich v. Baden, einem Verbündeten Frankreichs und dessen Minister Georg Ludwig v. Edelsheim. - 1810 konnte H. Kronprinz Ludwig dessen Ernennung zum Ehrenmitglied der L'Accademia [romana di belli arte] San Luca in Rom mitteilen. Im Sommer des gleichen Jahres wurde H. zum außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister beim König beider Sizilien nach Neapel akkreditiert und konnte damit die von ihm erwünschte Übersiedelung nach Neapel antreten, wo er von Kg. Joachim Murat und seiner Frau Caroline (geb. Bonaparte) herzlich aufgenommen wurde. Auch in Neapel beschäftigte sich H. neben seiner Gesandtschaftstätigkeit weiterhin als Kunstagent. So stattete er den Architekten und Archäologen Carl Haller v. Hallerstein mit finanziellen Mitteln für seine Ausgrabungsarbeiten in Griechenland (Insel Ägina) aus und sorgte gemeinsam mit Johann Martin v. Wagner für den Ankauf und Weitertransport der von Haller entdeckten aeginetischen Statuen nach Bayern (Glyptothek München). - Nach der Niederlage Napoleons erhielt H. 1815 die Order nach Rom zurückzukehren und nahm seine amtlichen Verpflichtungen am päpstlichen Hof und gesellschaftlichen Beziehungen mit den Künstlern der deutschen Kolonie wieder auf. - Vom Bildhauer Johann Haller wurde H. mit einer Büste 1819 in einer Ausstellung im Palazzo Caffarelli gewürdigt. Der enge und persönliche Kontakt mit Kronprinz Ludwig blieb bis kurz vor H.s Tod aufrecht erhalten. - Zu einem Höhepunkt in H.s langer Amtszeit für das Haus Wittelsbach zählt sicherlich das Zustandekommen des bayerischen Konkordates 1817. Kg. Maximilian I. Joseph leitete zum Dank im März 1818 diplomatische Schritte zur Kardinalserhebung H.s in Rom ein. Doch H.s von der Aufklärung geprägte Lebensanschauung, die seinerzeitige "unsittliche" Lebensführung und seine Zugehörigkeit zum Illuminatenorden wurden von den Gegnern neuerlich thematisiert und ließen den Papst zögern. H. sah sich gezwungen, in einem Memorandum "Schiarimenti dati a Sua Santitia Pio VII." zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen und sich zu verteidigen. Die Vorbehalte des Hl. Stuhls in der Kardinalsfrage wurden letztlich - vermutlich aus Achtung und Würdigung gegenüber der bayerischen Regierung - überwunden und H. am 6.4. 1818 zum Kardinal kreiert. - Im Januar 1827 beging der inzwischen gebrechliche, jedoch geistig rüstige H. seinen 90. Geburtstag in Rom, wo er am 27. August starb und in seiner Titularkirche "Santa Anastasia" seine letzte Ruhestätte fand. - H. hatte als Hofkaplan am kurpfälzischen Hof seine Karriere begonnen. Er bekleidete in den nachfolgenden Jahren zahlreiche Posten und Ämter am (pfalz-) bayerischen Hof, die ihm Titel und ein gutes Einkommen sicherten: Kabinettsantiquarius, Direktor des kurfürstlichen Münzkabinetts, Ordinarius u. 2. Sekretär der AAW Mannheim, ordentliches Mitglied der AAW Mannheim (später auch München), wo er sich früh um die selbständige Forschung über römische Funde und kurpfälzische Altertumssammlungen verdient machte, ordentlicher Geistlicher Rat, Stiftsscholaster v. St. Gangolf, Propst des Kollegiatstifts St. Peter in Mainz, kurfürstl. wirklicher Geheimer Rat, kurfürstl. Schatzmeister, Generalvikar des bayerischen Malteser-Großpriorates, Komtur zu Kaltenberg, infulierter päpstlicher Hausprälat, Vizepropst des Kollegiatstifts zu U.L. Frau in München, geheimer Referendar in geistlichen Angelegenheiten, Vizepräsident des Geistlichen Rats, Schulkurator und Geheimer Dezimationskommissar, Oberhofbibliothekar aller kurfürstl. Bibliotheken und bayerischer Vatikangesandter. Er wurde in den Reichsfreiherrnstand erhoben, Titularbischof von Chersones und Kardinal. Viele dieser Stellungen hatten ihm ein jährlich steigendes Einkommen erbracht; Haupterbe seines ansehnlichen Vermögens wurde nach seinem Tod ein Verwandter, der von H. protegierte Legationssekretär Franz Xaver v. Mehlem (1780-1858), welcher "Aloisius Casimirus Baro Haeffelin" in St. Anastasia 1828 ein Grabmal errichtete. - Schriftstücke u. Korrespondenzen aus H.s Hand mit Theologen, Politikern, Gelehrten seiner Zeit geben Zeugnis einer bemerkenswerten, vielseitig interessierten und talentierten, Aufklärung und Humanismus verpflichteten Persönlichkeit, die in München unter Kf. Karl Theodor und Kg. Maximilian I. Joseph zu einer zentralen und einflußreichen Schlüsselfigur der bayerischen staatskirchenrechtlich-territorialistischen Kirchenpolitik und einem deren wichtigsten Agenten seiner Zeit aufstieg. Seine Gegner betrachteten H. jedoch als glatten Schmeichler, als intrigant und rücksichtslos in eigenen Belangen. Neben einer vielseitigen Bildung und sprachlicher Gewandtheit besaß H. eine wache Intelligenz, gepaart mit Ehrgeiz, Ausdauer, Zähigkeit, Realismus und Geschmeidigkeit; er war kompromißfähig und verschwiegen; Begabungen, die ihn zum geschickten Diplomaten auf dem glatten Parkett der Kirchenpolitik befähigten, auf dem er für das Haus Wittelsbach sechs Jahrzehnte tätig war.
Werke: Dissertatio ex. iure canonico publico de sponsione et iuramento subiectionis, obedientiae et fidelitatis: a clericis inferioribus praestari suis praelatis solito: quam praeside R. P. Petro Gallade [...] propugnabit d. Joannes Henric. Casimirus Haeffelin, Heidelberg 1763; Dissertatio historico-theologica de justa Theodori Mopsuesteni, theodoreti et ibae damnatione, vulgo de tribus capitulis: quam [...] placido eruditorum examini submittit author et defendens Joannes Casimirus Haeffelin, Heidelberg 1765; Discours sur le rapport des sciences et des arts avec l'état politique ou de l'influence des lettres sur le bien général d'une nation et en particulier sur celui sur Palatinat [...], Mannheim 1772; Discours sur l'état des lettres en Saxe: á l'occasion du mariage de M. [...] monseigneur le prince Charles Auguste comte palatin du Rhin [...] et de Madame Marie Amélie duchesse de Saxe [...], lu à la séance publique de l'académie electorale des sciences et belles lettres le 23. April 1774, Mannheim 1774; Discours de l'influence des voiages sur les progrès des arts, lu à l'occasion du voiage de son Altesse Serenissime Electorale Palatine en Italie: a la séance d'Académie des Sciences et Belles Lettres, le X. fevr. MDCCLXXV [...], Mannheim 1775; Worin besteht die wahre Volksaufklärung?: Eine akademische Rede in welcher das ächte Verhältniß der Wissenschaften gegen die Staatsverwaltung u. jenes der Staatsverwaltung gegen die Wissenschaften aus historischen Gründen dargethan wird, Denkschrift, München 1799; Schiarimenti: dati à sua Santità Pio VII. da Monsignor Haeffelin, Vescovo di Chersoneso inviato strordinario e Ministro plenipotenzario di S. M. il Re di Baviera presso la S. Sedi, Rom 1818; Relation des negociations qui précédèrent le traité conclu en 1782 entre S[on] A[ltesse] S[érénissime] E[lectorale] Bavaro-Palatine et l'ordre de Malte, in: Literärische Monats-Berichte für bayerische Staats- und Geschäfts-Männer, München 1818, 45ff. 49-55f.; Rede beym Antritte d. geistl. Rathsvicepräsidentenstelle an seinen Mitvorstand und sämmtliche Räthe, in: Münchner Intelligenzblätter v. 14.8.1783, 305-308; Dissertatio de Lupoduno, in: Historia et commentationes Academiae Electoralis Scientiarum et Elegantiorum Litterarum Theodoro-Palatinae, Nebentit.: Acta Academiae Theodoro-Palatinae [=Acta ], Bd. III (1773), 185-213; Dissertatio de Balneo Romano in agro Lupodunensi reperto, in: Acta, Bd. III (1773), 213-227; Dissertatio de sepulcris Romanis in agro Schwetzingano repertis, cum Appendice de veteri Solicinio hodie Schwetzingen, in: Acta, Bd. IV (1778), 52-80; "Observations sur une colonne de granit connue dans le Palatinat sous le nom de colonne des géans", in: Acta, Bd. IV (1778), 81-103; Beiträge zur Geschichte der Deutschen Alterthümer oder Beweise, daß viele Alterthümer, die bisher als römische Überbleibsel angesehen worden, wahre teutsche Denkmäler sind, in: Acta, Bd. V (1783), 19-89; Observations sur la mosaique des anciens à l'occasion de quelques tableaux en mosaique, qui se trouvent à la galerie de peinture de S.A.S.E. Palatine, in: Acta, Bd. V (1783), 89-104; Observations sur l'itineraire de Theodose, connu sous le nom de Table de Peutinger, in: Acta, Bd. V (1783), 105-126, Teilabdr. in: RBZG II, 1799, 50-58; Von dem Gothischen Geschmacke, welcher sich in der teutschen Schrift und besonders in dem teutschen Drucke erhalten hat, in: RBZG [Rheinische Beiträge zur Gelehrsamkeit] II (1776), 180-222, 290-313, 360-373, wieder abgedr. in: SchKDG I (1787), 57-154; Nachricht und Bemerkungen über einige merkwürdige Säulen aus Kornstein (Granit), besonders über jene, die unter dem Namen Riesensäule bekannt ist, in: RBZG I (1777), 1757-175, 239-260; Entdeckungen einiger Alterthümer in dem kurfürstlichen Lustgarten zu Schwetzingen, in: RBZG I (1777), 87-93; Von dem Ursprunge der deutschen Buchstaben. Eine Abhandlung, die in der kurpfälzischen deutschen gelehrten Gesellschaft den 15. Wintermonat 1780 von dem Herrn Probst Häffelin vorgelesen worden ist, in: RBZG III (1780), 89-102, 214-236, 367-384, wieder abgedr. in: SchKDG I, 155-216; Brief an Herrn von K. über eine merkwürdige Stelle, aus den Bruchstücken des Cornelius Nepos, zur Aufklärung der Kunstgeschichte der alten Deutschen, in: RBZG I/II (1780), 28-36; Über die öffentliche Sitzung der kurpfälzischen Gesellschaft zu Mannheim, den 27. Wonnemonat 1780, in: RBZG II (1780) 36, Forts. derselben Sitzung, ebd., 97; Brief [an Herrn v. K. in Alzei] über einen tanzenden Bären auf römischen Münzen, in: RBZG III (1780), 342; Allgemeine Schrift, oder Schrift der Weltweisen; Unmöglichkeit derselben, in: SchKDG [Schriften der Kurfürstlichen Deutschen Gesellschaft in Mannheim] I (1787), 217; Von den ersten geschriebenen teutschen Werken, Handschriften, Vergleichung derselben mit dem Drucke. Wunsch einer gleichförmigen Schrift unter den teutschen Völkern, in: SchKDG I (1787), 219-255; Anton Klein/Kasimir v. Häffelin: Vom Ursprunge der Aufklärung der Pfalz in der Vaterlandssprache, SchKDG, 1787 (enthält u.a. Von dem Gothischen Geschmacke; Von dem Ursprunge der deutschen Buchstaben).
Besprechungen: H. B.: Beobachtungen über das Universum, in: RBZG I (17782), 389-397; An.: Kurzer Auszug der pfälzischen Geschichte von den ältesten Zeiten an bis auf den Zurückfall des Herzogthumes Baiern an das Kurhaus Pfalz. Zum Gebrauche der Schulen. Mannheim 1779(!), in: RBZG II (1778), 71-73; Lorenz Westenrieder: Baierische Beyträge zur schönen und nützlichen Litteratur, in: RBZG II (1779), 235-238; Friedrich Peter Wund: Von Otto V. dem großen, Pfalzgrafen von Wittelsbach [...]. Eine Vorlesung der ökonomischen Gesellschaft zu Lautern", in: RBZG II (1779), 392-396; Andreas Lamey: Diplomatische Geschichte der alten Grafen von Ravensberg [...], Mannheim 1779, in: RBZG III, 1, 353ff.
Archive (Auswahl): Archiv der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München (AAW): V/5/1767 fol. 5 + V/5/1768 fol. 27: Aufnahmeprotokolle AAW Mannheim; I/25 fol. 19: Korr. AAW/Kf. Karl Theodor (24. 2. 1794); Best. "PA v. Haeffelin": Korr. Haeffelin/AAW München (10. 5. 1808); - Archiv der Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, Rom: Friedrich Noack: Schedarium (= "Schede") der Künstler in Rom (als elektr. Ressource unter: http://db.biblhertz.it/noack/data.xml), Schede "Haeffelin" (hier weitere Quellen zu Haeffelin, wie div. Art. i. Köln. Ztg. 1817-1827, Allg. Ztg. 1805-1856, Morgenbl. Kunstbl.; etc.); - Archiv des Erzbistums München-Freising: AEM Realia VN 580: "Kurfürstl. Geistl. Rat", 2 Bde.; AEM Realia VN 2126-2128: "Freisingische Beamte"; AEM Nachlaß Clemens Braun 81: Diarium (betr. "Malteserangelegenheit". Verf. verm. Peter Gerl, nicht datierte Abschr. d. Rottenbucher Augustiner-Chorherren Clemens Braun); - Archiv Deutsches Museum München, Urkundensammlung: HS 6121-6122: Korr. Haeffelin/Baron Georg Friedrich v. Reichenbach (1814, 1815); - Archives Départementales Meurthe & Moselle Nancy: H 2139: "Catalogue des écoliers", Université Pont-á-Mousson (1754); - Archivum Secretum Apostolicum Vaticanum Roma, Segreteria di Stato (= AV SS): "Atti del consistorio segreto tenuto dalla Santità Papa Pio VII. nel palazzo apostolico Quirinale, il 6 aprile 1818"; Best. "Acta Congregationis consistorialis": Vol. 188 fol. 98r-110v: (betr. Informativprozeß, Verleihung d. Bischofstuhles v. Chersones in partibus); Best. "Epoca Napoleonica, Baviera": ENB 4 + 7 (darunter: "Observations sur la constitution du conseil ecclésiastique de Baviere", o. D.; "Memoire sur l'institution d'un conseil ecclésiastique" v. 10.5.1781); ENB 14-15, 27: Cesare Zoglio/Päpstl. Staatssekreteriat (1786-1791); Best. "Nunziatura di Vienna": ANV 128 fol. 406 ff: Korr. Haeffelin/Nuntius Garampi (1783); Best. "Nuntiatura di Germania": NG 410: Nuntius Garampi/Staatsekretär Pallavicini (1783); Best. "Sacra Congregazione degli Affari Ecclesiastici Straordinari": AES 147 fasc. 82 fol. 7ff. (Konkordat 1817); AES Germania Pos. 135 fasc. 79 fol. 94-100 (Konkordat 1817), AES Germania Pos. 135 fasc. 77 Fol. 59-95 (Konkordatsverhandlungen u. Vertrag 1817); - Bayerische Staatsbibliothek München: Best. "Codex germanicus monacensis": cgm 1906, sub. Lit. 5, Lit.: Circular Aufsatz (1781); cgm 2706, fol. 108f.: Korr. Kardinal Antonelli/Haeffelin (3.8.1782); cgm 3187: Korr. Steigenberger/Töpsl (20.8.1785) [betr. Illuminatenzugehörigkeit Haeffelins]; cgm 4282: "Aus den Statuten des Ordens St. Johann v. Jerusalem, 1793" (verm. v. Haeffelins Hand); cgm 7759/4: Korr. Haeffelin/Bayerische Akademie der Künste (1800); cgm 5231: Korr. Haeffelin/Kg. Maximilian I. Joseph (30.9.1809); cgm 6346: Korr. Haeffelin/Georg v. Dillis (20.1.1809); cgm 6798: Korr. Haeffelin/Konrad Eberhard (o. D.); cgm 6238: Biographie d. Malers Johann Martin Wagner; Best. "Codex latinus monacensis": clm 26460: Korr. Nuntius Garampi/Gerhoh Steigenberger (17.5.1783), [Rolle Haeffelins als Garant f. eine kirchenpol. Entwicklung Bayerns]; clm 28692: Gutachten Haeffelins zu Akademieschriften; Best. "Nachlässe": Korr. Haeffelin/M. de Lori (23.1.1785); Best. "Autogr. Haeffelin, Kasimir v.": Korr. Haeffelin/kurfürstl. Justizsenat, Hamburg (13.6.1795); Korr. Haeffelin/ unbek. (27.12.1786/23.6.1803/27.1 + 20.5.1804/24.8. + 9.9.1813); Korr. Haeffelin/kurfürstl. Regierung Neuburg (11.1.1787); Korr. Haeffelin/Abbé Roc(c)atani (20.3.1787, 1778); Korr. Haeffelin/oberstes Pflegegericht d. Johanniterordens in Kastel (26.6.1807); Korr. Haeffelin/Konrad Eberhard (1.8.1811); Korr. Haeffelin/Kardinal Gabrielli (31.8.1821/16.4.1822); Korr. Haeffelin/Monsigore A. Benigni (26.11.1822); - Bayerisches Hauptstaatsarchiv München: Der überwiegende Anteil der Aktenüberlieferung d. Geistl. Rats ist nach wie vor auf die gr. Pertinenzbestände (Hofamtsregistratur I, Generalregistratur, Gerichtsliteralien Faszikel) aufgeteilt. Protokolle, Privilegien- u. Aktenbde. d. Geistl. Rats sind als Bestand "Kurbayern Geistlicher Rat" aufgestellt. Der Bestand "Kurbayern Geistl. Rat, Aufsicht über d. Klöster" ist im Aufbau begriffen. Die "Mayr'sche Generaliensammlung" (GS) ist i. d. Präsenzbibliothek aufgestellt (vgl. u.a. GS (1797), 446-447 (1784), 979, 818ff. [Rezeß/Augsburg v. 26.4.1785], 977-979); Best. "Politische Akten der Kurpfalz und Zweibrücken" (Kasten blau): K.bl. 427/4, 428/22: dort Akten, Entwürfe, Korr. bzgl. Gründung e. bayerischen Zunge d. Malteserordens; K.bl. 419/20: Korr. Haeffelin/Baron v. Kinkel, Zweibrücken (10.5.1787) m. Beil. "Von den Gränzen der Bißthümer [...]"; K.bl. 197/4: Berichte d. Sondergesandten v. Kinkel, Zweibrücken; Best. "Politische Akten Bayerns 15.-18. Jhdt." (Kasten schwarz): K.s. 6 194, 442v-445r, Nr. 41: Illuminatenlisten: I. Der bekannteren Glieder der Illuminaten Secte in Pfalzbaierschen Staaten [Nr. 45]; K.s. 15680 + 20985: (Erklärung des geistl. Ratsvorstandes über die Freimaurer und Illuminaten Gesellschaft); K.s. 398/20: Tit. "Bistum Chersonesus i. d. Provinz Kreta"; Best. "Generalregistratur" (GR): GR 742 Nr. 79: Korr. Haeffelin/Hofrat Woschitka (1797); Best. "Hofamtsregistratur" (HR): HR 479/21: Glückwünsche des Ratskollegiums zur Ernennung als Titularbischof (8.11.1787); HR 479/20: Antr. betr. Besoldungserhöhungen d. geistl. Ratsmitglieder (6. 9. 1788); HR 294/8: Korr. Haeffelin, betr. Etat, Umbauten Hofbibliothek; Best. "Ministerium des Äußeren" (MA): MA 379, UA 3: Interzipierte Briefe Bermiller u. Esebeck (1790); MA III. Rom 1: Bayerische Gesandtschaftsakten "Haeffelin" (Dipl. Berichte Haeffelin/ Kf. (Kg.) Maximilian I. Joseph); MA III. Rom 1-4, 2484, 2485 + MA III. Sizilien I.: Bayerische Gesandtschaftsakten "Haeffelin" (Dipl. Berichte); MA III. Rom 1-4: Nr. 9263: Nachlaß Haeffelin (1827-1833); MA T Nr. 379f., 7-13: Illuminaten, Liste der "Ordensglieder nach Ordnung der Aufnahme und Enroullierung" [Nr. 5], MA I 379 Nr. 4, S. 24 f.: Illuminaten, Liste A, B, C; MA 9382, 9383: Bayerische Gesandtschaft i. Rom (hier Akten u. Ernennungsdekret Haeffelins zum bayer. Gesandten i. Rom, 1803 -1819); Nr. 9385/7: Ernennungsdekret z. außerordentlichen Gesandten u. bevollmächtigten Minister beim König beider Sizilien in Neapel (1810); MA 5995/3: Prozess Haeffelin gegen Erben des Gesandtschaftssekretärs Widder (1817); MA 2483: Konkordatsentwurf Haeffelins (1806); MA 8134, MA 8523, MA 88134, MA 88137: Dokumente d. Konkordatpakets (1816), MA 88140 Urfassung des Konkordats-Vertrags (5.6.1817); MA 2487: Schiarimenti dati à sua Santità Pio VII. [...] v. 15. März 1818; Best. "Bayern Urkunden": Nr. 1686: Konkordat 1817 (rückdatierte bayer. Urfassung d. Vertrags); Best. "Innenministerium" (MInn): MInn 1712 Nr. 48, 49: Päpstl. Breve "Oberster Hofkaplan" (15. 12. 1789); Gutachten Haeffelin, betr. päpstl. Breve; MInn 24076: Akten Hofbibliothek, darunter: "Worin besteht die wahre Volksaufklärung [...]" (1799); MInn 24076/IV+ V: Reg.-Bl. (1802 + 1803), Korr., Berichte, Anträge Haeffelin/Aretin (1802-1804); MInn 24079/II, III: Akten Neuorganisation Hofbibliothek unter Haeffelin (1799-1803), u.a. Anträge Haeffelins, Weisungen Kf. Max Joseph (1802/03); Best. "Ministerium f. Finanzen" (MF): MF 10866: Korr. Haeffelin, betr. Hofbibliothek (1802); Best. "Staatsverwaltung" (Stvw.): Stvw. 3118-3159: geistl. Ratsprotokolle; Best. "Gesandtschaft Päpstlicher Stuhl": GPSt 1062: Korr. Maillot de la Treille/Tommaso Antici (dort u.a. handschriftl. Beill. u. Korr. Haeffelin/Tommaso Antici betr. "Affäre Seelmann", 1778); GPSt 1067: Korr. Haeffelin/Tommaso Antici; GPSt 1129: Korr. Seelmann/Tommaso Antici (1778), GPSt 2133: Korr. Aretin/Haeffelin (1803-1804); GPSt 705, 713, 726, 728: Akten Konkordat (1817); Best. "Geheimes Hausarchiv", Nachlaß Kg. Ludwig I. (NL I.): NL I. A 19 + NL I. A 19/1-10 + NL I., II, Bd. 5: Korr. Haeffelin/Kronprinz Ludwig (1805-1825); NL I. A 43: Verz. v. Kunstgegenständen erstellt v. Haeffelin f. Konrad Eberhard, Rom (1812); Best. "Kriegsarchiv": Kriegsministerium: MK 19793: Konkordat 1817 (Depeschen, Noten, Korr. Haeffelin/Rechberg/Kronprinz Ludwig etc.); Best. "Klosterliteralien Polling": darunter u.a.: KL Lit. Polling 163, fol. 230: Korr. Haeffelin/Steigenberger (14.11.1781); - Bistumsarchiv Speyer: Tauf- Ehe- u. Sterbebuch d. kath. Kirchengemeinde Kandel, 1687-1758, S. 315; - Erzbischöfliches Archiv Freiburg: Best. Ha Nr. 415: Weihetagebuch des Speyerer Weihbischofs Johann Adam Buckel 1746-1771; - Freies Deutsches Hochstift Frankfurt, Goethehaus: Best. Mül. VIII 13232: Korr. Haeffelin/Friedrich Müller, Cicerone v. Kronprinz Ludwig (20. 6. 1804); Mül. VIII 9498: Korr. Haeffelin/Friedrich Müller (15. 1. 1806); - Hessisches Staatsarchiv Darmstadt: Best. A O2 (geistl. Sachen): Kollegiatstift St. Peter, Mainz; - Kurpfälzisches Museum, Heidelberg: Inv.-Nr. G 1036: "Kasimir Haeffelin", unbezeichnetes zeitgenössisches Porträt (nach 1782); - Landesarchiv Rheinland-Pfalz, Speyer: Best. A 02 Nr. D 79, 80: Kollegiatstift St. Peter, Mainz; - Landesarchiv Baden-Württemberg, Generallandesarchiv (GLA) Karlsruhe: Best. "Kurpfälzische Standeserhebungen": Nr. 182 (Erhebung i. d. Freiherrenstand 1790); Nr. 48/2151: Dipl. Korr. Haeffelin/Großherzog Karl Friedrich v. Baden u. Minister Georg Ludwig v. Edelsheim (1808-1810); - Salzburger Landesarchiv: LAS GA 75: Promemoria des freisingischen Geh. Rat Degen (Stellungnahme zu Haeffelins unnachgiebiger Haltung betr. Frage der Übertragung der Salesianerinnen von St. Anna, München nach Indersdorf); - Sächsisches Staatsarchiv Dresden. Best. Nr. 2260-63 + Nr. 2661: Gesandtschaftsberichte des sächs. Gesandten in München, Riaucour (1787-1790); - Universitätsarchiv München: Matr. 4814: Matrikel der Universität Ingolstadt; Annales almae literarum universitatis Ingolstadii [...], München 1859 (vgl. Lit.); Best. K-I-1: Theolog. Fakultätsakten.
Lit.: Efemeridi letterarie di Roma, Nr. 23, Roma 10.VI. 1775; - Rheinische Beiträge zur Gelehrsamkeit, 5 Jgg., 10 Bde., Mannheim 1777-1778, 1779-1781 (Forts. 1782: "Pfalzbaierische Beiträge zur Gelehrsamkeit") Bd. I, 90f. u. passim; Bd. II, 384, 412; Bd. III, 87-102, 214-234, 367-384; - Stats-Anzeigen 1782-1793, ges. [...] v. August Ludwig Schlözer, Bd. I (1782), 259, 265; - Lorenz Westenrieder: Geschichte der baierischen Akademie der Wissenschaften, München 1784-1807, Bd. II (1778-1800), 463, 469; - Kurmainzischer Hof- und Staatskalender auf das Jahr 1780, Würzburg 1780, 35 u. Jg. 1792, 38; - Münchener Intelligenzblatt (14. August 1783), 305ff.; - Seiner Churfürstlichen Durchleucht zu Pfalzbaiern [...] Hof- und Staats-Kalender für das Jahr 1785, 41-42, 202 und Jg. 1794, 32; - Andreas Ulrich Mayer: Das uniustifizierliche Betragen des Herrn Cäsar Zoglio, Nunzius in München und Erzbischofes zu Athen, sammt der von Pius VI. an den Herrn Nunzius erlassenen Dezimationsbulle und dem zur Reichsdiktatur den 22. August gebrachten kaiserl. Hofdekrets, die zuständigen Nunziaturgerichte in Deutschland [...] betreffend, Frankfurt-Leipzig 1788, 9, 11, 12, 91f.; - J. K. Free (= Stephan Zalhaas): Rezension über die in München mit Erlaubniß der Obern herausgegebene Piece unter dem Titel: Was waren die Bischöffe in den älteren Zeiten, und was sind sie nun?: oder historisch-kritische Abhandlung über die Nothwendigkeit der Einsetzung eigner Landes-Bischöfe, Schwabing bey München 1790, 21 u. passim; - Augustin Barruel: Abbé Barruels Nachrichten zur Erörterung der Geschichte der Entstehung, der Fortschritte und Folgen der Jakobiner in und außer Frankreich, London 1802, 350; - ders.: Memoires pour servir à l'histoire du Jacobinisme, Bd. IV, Lyon 1818/1819, 207, 211; - Catalogus bibliogaphicus sive continuatio librorum saeculi quarti typographici etc., Wien 1805, 193, (1806), 202; - Annuario pontifcio, Rom 1806, 96; - Diarium, geheimes, in Betreff der in den Kur-Landen zu Baiern durch die Güter der erloschenen Gesellschaft Jesu neu errichteten Maltheser-Ordenszunge, dann deren von den Prälaten-Klöstern dagegen freywillig übernommenen und auf ihre Kosten zu unterhaltenden Schulen in obigen Landen, angefangen den 23. May 1781, in: Miszellen für die königlich-baierischen Staaten und die angräzenden Länder, München 1806, 11, 24, 61, 67; - J[eremias] D[avid] Reuss: Philologia, Lingue, Scriptores Graeci [...], in: Repertorium commentationum a societatibus litterariis editarum, secundum diciplinarum ordinem digessit, Bd. VIII, Göttingen 1810, 12, 60-61, 142, 260, 346, 375, 547, 548, 551; - L'ami de la religion, et du roi; Journal ecclésiastique, politique et littéraire, Bd. 13, Paris 1817, 139; Bd. 17 (1818), 20, 88, 347, 390; - Georg Friedrich v. Martens: Supplément au recueil des principaux traités d'alliance, de paix, de trêve, de neutralité, de commerce, de limites, d'échange, etc., Tom. VII., Göttingen 1818, 106; - Anton von Bucher: Sämtliche Werke, hrsg. v. J. v. Klessing, Bd. II, München 1819, 136; - Georg Friedrich Creuzer: Symbolik und Mythologie der alten Völker, besonders der Griechen, T. 5, Leipzig-Darmstadt 1822, 34810,349; - ders.: Zur Geschichte alt-römischer Cultur am Ober-Rhein und Neckar, Leipzig-Darmstadt 1833, 88, 102, 104; - Jakob Nöggerath: Das Gebirge in Rheinland-Westphalen nach mineralogischem und chemischen Bezuge, Bonn 1822, 160; - Francesco Cancellieri: Notizie istoriche delle stagioni e de'siti diversi in cui sono stati tenuti i conclavi nella citta di Roma etc., Rom 1823, 98; - Fortunato Panzavecchia: L'ultimo periodo della storia di Malta sotto il governo dell'Ordine Gerosolimitano, Malta 1835, 201, 203, 206, 207, 360; - Charles van Hulthem/August Voisin: Bibliotheca Hulthemiana ou Catalogue Méthodique, Bd. III., Gand 1836, 5; - Dora Hensler: Lebensnachrichten über Barthold Georg Niebuhr aus Briefen desselben und aus Erinnerungen einiger seiner nächsten Freunde, Bd. 2, Hamburg 1838, 255; - Heinrich Laube (Hrsg.): Wilhelm Heinse's sämmtliche Schriften, Bd. 9, Leipzig 1838, 150, 156; - Georg v. Dillis: Verzeichnis der Gemälde in der Königl. Pinakothek zu München, München 18392, Nr. 562, 144; - Ludwig Albert Frhr. von Gumppenberg: Das Bayerische Groß-Priorat des Johanniter-Ordens, in: Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte, Bd. 4, München 1843, 68ff.; - Constantin Höfler: Konkordat und Konstitutionseid der Katholiken in Bayern, Augsburg 1847, 63ff.; - Count C. A. de Goddes de Liancourt/James A. Manning: Pius the Ninth; or the first year of his Pontificate, London 1847, 96; - George Phillips: Du droit ecclésiastique dans ses principes généraux, Tom. III., Paris 1851, 445; - Just Matthias Thiele: Thorvaldsen's Leben, nach den eigenhändigen Aufzeichnungen, nachgelassenen Papieren und dem Briefwechsel des Künstlers, Bd. 1, Leipzig 1852, 164, 180; - Joseph Bergmann: Pflege der Numismatik in Österreich im XVIII. und XIX. Jahrh., in: Sitzungsberichte der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Classe, Bd. 27, Wien 1858, 598; - René François Rohrbacher: Histoire universelle de l'eglise catholique, (continuée par J. Chantrel et Dom Chamard), Bd. 28, Paris 1859, 396, 399; - Rotmar/Engerd/Mederer/Permaneder: Annales Ingolstadiensis Academiae [...]; Nebentitel: Annales almae literarum universitatis Ingolstadii, München 1859, 56, 71, 102, 113-115, 154; - Johann Friedrich Schulte: Das katholische Kirchenrecht, T. 2, Giessen 1856, 13, 18; T. 1, Giessen 1860, 493; - Adolf Haakh: Beiträge aus Württemberg zur neueren Kunstgeschichte, Stuttgart 1863, 28, 242, 283; - Friedrich Hector Hundt: Die Urkunden des Klosters Indersdorf Bd. II, hrsg. d. d. Archiv für vaterl. Geschichte 25 (1864), 400, 404, 412f. - Franz Xaver Remling: Neuere Geschichte der Bischöfe zu Speyer, sammt Urkundenbuche, unveränderter Nachdr. d. 1. Aufl. Speyer 1867, Pirmasens 1975, 676; - Sebastian Brunner: Der Humor in der Diplomatie und Regierungskunde des 18. Jahrhunderts: Hof- Adels- und diplomatische Kreise Deutschlands geschildert aus geheimen Gesandtschaftsberichten und anderen ebenfalls durchwegs archivalischen bisher unedirten Quellen, Bd. 1, Wien 1872, 252f.; - Joseph v. Görres: Gesammelte Briefe, Bd. III, München 1874, 250; - Hermann v. Sicherer: Staat und Kirche in Baiern vom Regierungsantritt des Kurfürsten Max Joseph IV. bis zur Erklärung von Tegernsee 1799-1821, München 1874, 72-97ff., 106, 111ff., 133-134, 162-163, 181, 206, 211, 220, 223, 226, 284ff.; Historisch-politische Blätter für das katholische Deutschland 73, hrsg. v. G. Philipps u. G. Görres (1874), 145-149, 201-203, 435; - Ludwig Rockinger: Die Pflege der Geschichte durch die Wittelsbacher. Akademische Festschrift zur Feier des Wittelsbacher-Jubiläums, München 1880, 29-30 [Mitteilungen aus d. Tagebuch Maillot de la Treille: 30-38ff.]; - Bernhard Seuffert: Geschichte der Deutschen Gesellschaft in Mannheim, in: Anzeiger für deutsches Altertum und deutsche Literatur, Bd. VI (1880), 276ff.; Bd. VIII (1882), 167; - Max Frhr. v. Lerchenfeld: Zur Geschichte des bayerischen Concordats, Nördlingen 1883; - Julius Sax: Die Bischöfe und Reichsfürsten von Eichstädt, Bd. 2, Landshut 1885, 689; - Max v. Seydel: Bayerisches Staatsrecht, Bd. 3, München 18(86.)87, 434; - Heinrich Brück: Geschichte der katholischen Kirche in Deutschland im neunzehnten Jahrhundert, Bd. 1, Mainz 1887, 259f.; Bd. 2 (1889), 1-29; - Hans Reidelbach: König Ludwig I. von Bayern und seine Kunstschöpfungen: zu allerhöchstdessen hundertjähriger Geburtstagsfeier, München 1888, 318; - Franz v. Reber: Die Erwerbung von Raphaels Madonna Tempi durch König Ludwig I., in: Jahrbuch für Münchner Geschichte, Bd. 3, München 1889, 225 ff; - Johann Nepomuk v. Ringseis: Erinnerungen des Dr. Johann Nepomuk v. Ringseis, hrsg. v. Emilie Ringseis, Bd. IV, Regensburg 1891, 94; - Joseph Gebele: Das Schulwesen der königl. bayer. Haupt- und Residenzstadt München in seiner geschichtlichen Entwicklung: und unter Berücksichtigung der älteren bayerischen Schulzustände aus archivalischen Quellen dargestellt, etc., München 1896, 62; - Adalbert Schulz: Die St. Michaels-Hofkirche in München. Ihre Geschichte und Beschreibung zur Feier des dreihundertjährigen Jubiläums der Einweihung, München 1897, 98; - Engelbert Lorenz Fischer: Cardinal Consalvi: Lebens- und Charakterbild des großen Ministers Papst Pius' VII., Mainz 1899, 310; - Die Tagebücher des Grafen August von Platen: Aus der Handschrift des Dichters hrsg. v. G. v. Laubmann u. L. v. Scheffler, Bd. 2, Stuttgart 1900, 819; - "Gesetzblatt für das Königreich Baiern 1818", in: Hermann Rehm: Quellensammlung zum Staats- und Verwaltungsrecht des Kgr. Bayern, Leipzig 1903, 397; - Johann Walter: Beiträge zur Geschichte der Dörfer Minfeld und Freckenfeld, Landau 1905, 205f.; - Josef Weiß: Von den Beziehungen der pfälzischen Kurfürsten zum Geistesleben am Mittelrhein, in: Jahresbericht der Görresgesellschaft, Köln 1905, 24ff.; - Leopold Engel: Geschichte des Illuminatenordens. Ein Beitrag zur Geschichte Bayerns. Vorgeschichte, Gründung (1776), Beziehung zur Freimaurerei, Verfolgung durch die Jesuiten, Fortentwicklung bis zur Jetztzeit, Berlin 1906, 316, 371, 431f.; - P[adre] Ilario Rinieri: La Secolarizzazione degli Stati Ecclesiastici della Germania per opera del primo Console (Ges. Titel: La diplomazia pontificia nel sec. XIX, Vol. III, t. 3), Roma 1906, 105; - Friedrich Noack: Deutsches Leben in Rom 1700-1900, Stuttgart 1907, 148, 188; - ders.: Das deutsche Rom, Rom 1912, 120, 142; - ders.: Pfälzische Romfahrer, in: ZGORh Bd. 78, NF. 39 (1926), 415ff.; - ders.: Das Deutschtum in Rom seit dem Ausgang des Mittelalters, Bd. 1, Berlin 1927, 272, 390f.; Bd. 2 (1927), 231, 551; - Fritz Endres: Die Errichtung der Münchener Nuntiatur und der Nuntiaturstreit bis zum Emser Kongreß [...], in: Beiträge zur bayerischen Kirchengeschichte Bd. 14, Erlangen 1908, 197-243, 261-292: 261, 263; Bd. 15 (1909), 16-53: 21 [Diss. v. 6. März 1908]; - Daniel Häberle (Mitarb.): Pfälzische Bibliographie IV, Heidelberg 1908, 553; - August Rosenlehner: Ein alter Reorganisationsplan der kurpfalz-bayerischen Hofbibliotheken 1799, in: Zentralblatt für Bibliothekswesen Bd. 25, 1908, 433, 435-437, 441; - Ludwig Steinberger: Plan der Errichtung eines Bistums zu München unter Kurfürst Karl Theodor von Pfalzbaiern 1783, Festschr., Freiburg 1910, 343-354; - ders.: Die Gründung der Baierischen Zunge des Johanniterordens. Beitrag zur Geschichte der Kurfürsten Max II. Emanuel, Max III. Joseph, Berlin 1911, XIII, 5932ff. , 127161 128, 139, 141239 ff ., 142245, 143250, 152297, 153303, 158331, 159-160343-162, 164, 165-167, 170-174, 179-180, 184, 186495, 187498 ff , 188-189517, 190518, 191520, 192, 207610ff ., 208621, 210-213652ff., 215-216674 ff ., 217684, 218696, 219-220702, 222-223, 224735, 225-226747ff., 228766ff., 236 (Reg.); - Eugen Stollreither (Hrsg.): Ein deutscher Maler und Hofmann. Lebenserinnerungen des Johann Christian von Mannlich 1741-1822, Berlin 1910, 100, 102, 519; - Ludwig Emil Grimm: Erinnerungen aus meinem Leben, hrsg. v. Adolf Stoll, Leipzig 1913, 252f.; - Franz Zwerger: Geschichte der realistischen Lehranstalten in Bayern, Berlin 1914, 152-153 u. passim; - Karl August Geiger: Das Bayerische Konkordat vom 5. Juni 1817, Regensburg 1918, 70-75; - Anton Doeberl: Die Bayerischen Konkordatsverhandlungen in den Jahren 1806 und 1807, in: Historische Forschungen und Quellen, H. 7 u. 8, München 1924, 34-46, 94-95, 116; - Friedrich Dörnhöffer (Hrsg.): Katalog der älteren Pinakothek zu München, München 192515, 82, 143, (1928), 150f.; - Michael Doeberl: Entwicklungsgeschichte Bayerns, Bd. 2, München 19283, 325; - Heinrich Hartmann: Päpstlicher Stuhl und Bayerische Post, in: Archiv f. Postgeschichte in Bayern, 1929, 1ff.; - Winfrid von Pölnitz: Ludwig I. von Bayern und Johann Martin von Wagner: ein Beitrag zur Geschichte der Kunstbestrebungen König Ludwigs I. [Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte Bd. 2], München 1929, 6ff., 36-37, 57, 61, 69, 102-111, 110 u. passim; - Ernst Hanfstaengl: Amerika und Europa von Marlborough bis Mirabeau, München 1930, 130-131; - Adolf Kistner: Die Pflege der Naturwissenschaften in Mannheim zur Zeit Karl Theodors, Mannheim, 1930, 11, 15ff. 19, 21f. 197; - Karl Schottenloher: Der bayerische Gesandte Kasimir Haeffelin in Malta, Rom und Neapel (1796-1827), in: ZBLG 5 (1932), 380-415; - ders.: Bücher bewegten die Welt: eine Kulturgeschichte des Buches, Stuttgart 1951, 394-395; - Joseph Schmidlin: Papstgeschichte der neuesten Zeit, Bd. 1, München 1933², 99, 226; - Repertorium der diplomatischen Vertreter aller Länder seit dem Westfälischen Frieden: (1648) = Repertory of the diplomatic representatives of all countries since the peace of Westphalia, veröffentl. v. Internat. Ausschuß f. Geschichtswiss. Bd. 1, Oldenburg 1936, 13, 23-24; - Friedrich Ludwig Zacharias Werner: Die Tagebücher des Dichters Zacharias Werner, Leipzig 1939, 183; - Hubert (Beda) Bastgen: Bayern und der Heilige Stuhl in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts: nach den Akten d. Wiener Nuntius Severoli u. d. Münchner Nuntien Serra-Cassano Mercy d'Argenteau u. Viale Prèla, sowie d. Weisungen d. röm. Staatsekreteriates aus d. vatikanischen Geheimarchiv [Beiträge zur altbayerischen Kirchengeschichte 17. 18 = N.F., 4.5], T. I, München 1940, 33, 71, 177, 187, 202, 204, 205ff., 210, 211, 215; T. II, 1051 und passim - Paula Fischer: Pater Frank, Diss., München 1944, 26, 30, 53, 54; - Anton Chroust (Bearb.): Gesandtschaftsberichte aus München 1814-1848, Abt. 3. Die Berichte der preußischen Gesandten 1814-1825 [Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte, Bd. 39], München 1949, 112, 119, 151, 165, 172, 174; - Paul Ruf: Die Bayerische Staatsbibliothek, in: Bayerische Kulturpflege. Beiträge zur Geschichte der schönen Künste in Bayern, hrsg. d. d. Bayer. Staatsministerium für Unterricht und Kultus, München 1949, 51, 58f.; - ders.: Säkularisation und bayerische Staatsbibliothek, Bd. I, München 1962, 9, 51 u. passim; - Hans Rall: Kurbayern in der letzten Epoche der alten Reichsverfassung 1745-1801 [Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte, Bd. 45], München 1952, 411ff, 440; - ders.: Zeittafeln zur Geschichte Bayerns und der mit Bayern verknüpften oder darin aufgegangenen Territorien, München 1974, 41; - ders.: Kurfürst Karl Theodor, regierender Herr in sieben Ländern, Forschungen zur Geschichte Mannheims und der Pfalz, 1. korr. Nachdr. 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Joseph von Bayern, Pfalzgraf, Kurfürst und König, München 1957, 183, 760, 878 (Reg.); - Andreas Kraus: Die Historische Forschung an der churbayerischen Akademie der Wissenschaften 1759-1806 [Schriftenreihe zur Bayerischen Landesgeschichte, Bd. 59], München 1959, 106-107, 152 u. passim; - ders.: Vernunft und Geschichte. Die Bedeutung der deutschen Akademien der Wissenschaften für die Entwicklung der Geschichtswissenschaft im späten 18. Jahrhundert, Freiburg 1963, 54, 73, 112, 513f.; - Bernhard Zittel: Die Vertretung des Hl. Stuhls in München 1785-1954, in: Der Mönch im Wappen. Aus Geschichte und Gegenwart des katholischen München, München 1960, 419-498: 419, 427-428, 431 und passim; - Franz Dobmann: Georg Friedrich Freiherr von Zentner als bayerischer Staatsmann in den Jahren 1799-1821, Kallmünz 1962, 146; - Historisches Jahrbuch, hrsg. v. d. Görres-Gesellschaft, München-Freiburg 1962, 263, 410; - Richard van Dülmen: Anfänge einer geistigen Neuorientierung in Bayern zu Beginn des 18. 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Ursula Rumpler
Letzte Änderung: 29.08.2007