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Band XV (1999)Spalten 1191-1198 Autor: Matthias Wolfes

RATHJE, Johannes, Journalist und Schriftsteller; * 29. Dezember 1879 in Lüneburg, † 16. Dezember 1956 in Peine. - R. studierte Geschichte, Germanistik und Volkswirtschaft in Kiel, Berlin und Göttingen. Anschließend war er zunächst in Halle, dann in Greifswald als Journalist tätig. Vermutlich im Frühjahr 1902 trat er dem Nationalsozialen Verein Friedrich Naumanns (1860-1919) bei. Im Jahr darauf wurde R. Mitglied der von Martin Rade (1857-1940) im September 1903 gegründeten »Vereinigung der Freunde der Christlichen Welt«. Nach der Wahlniederlage im Juni 1903 trat R. mit zahlreichen weiteren Anhängern Naumanns der Freisinnigen Vereinigung bei. Für einige Monate übernahm er das Amt des Parteisekretärs für Mitteldeutschland mit Sitz in Halle. Seine erste feste journalistische Anstellung fand R., der zwischenzeitlich bei dem Heidelberger Historiker Erich Marcks (1861-1938) mit einer Arbeit unter dem Titel: »Die Behördenorganisation im ehemals kurkölnischen Herzogtum Westfalen« (Phil. Diss. Heidelberg 1905) promoviert hatte, als politischer Redakteur der liberalen »Halleschen Allgemeinen Zeitung«. Im Oktober 1906 ging R. die Ehe mit Hanna Kolbatz (1881-1967) ein, der Tochter eines Pfarrers und einer mecklenburgischen Landadligen. Dieser Ehe entstammten drei Kinder, die 1907, 1910 und 1913 geboren wurden. R.s weiterer beruflicher Werdegang führte nach Stationen in Berlin, Kiel (als Generalsekretär der Nationalliberalen Partei in Schleswig-Holstein) und Karlsruhe im Juli 1913 nach Nürnberg, wo R. die Chefredaktion des renommierten demokratischen »Fränkischen Kuriers« übernahm. Während der Nürnberger Jahre engagierte R. sich in verschiedenen berufsständischen und parteipolitischen Verbänden; zeitweise gehörte er der Zentralleitung der Fortschrittlichen Volkspartei an. Seit der Nürnberger Tagung im April 1914 war er überdies Mitglied im Vorstand des Evangelisch-Sozialen Kongresses. Im Oktober 1918 siedelte R. nach Berlin über, um dort eine Tätigkeit für die Deutsch-Hannoversche Partei aufzunehmen. Nachdem sich dieses Vorhaben jedoch mit dem Zusammenbruch der alten Staatsordnung und damit auch jener Partei erledigt hatte, trat R. auf Vorschlag Hellmut von Gerlachs (1866-1935) Mitte November dem Gründungsstab der Deutschen Demokratischen Partei bei. Die Gründung der Partei selbst erfolgte am 20. November. R.s Aufgabengebiet in der Parteiführung umfaßte den gesamten Presse- und Wahlkampfbereich. Zu Jahresbeginn 1919 veröffentlichte er die separat erschienene Schrift: »Deutsche Volkspartei oder Deutsche demokratische Partei?«, in der er die DDP als Sammlungspartei der bürgerlichen »deutschen Linken« darstellte. Von vorrangiger Bedeutung für den Aufbau der neuen Partei war jedoch die von R. verantwortete Herausgabe der »Demokratischen Partei-Korrespondenz«. Die Arbeit an diesem Nachrichtenblatt wurde noch unmittelbar während der Parteigründung aufgenommen. In seiner Funktion als Schriftleiter war R. besonders darum bemüht, neben der pressedienstlichen Aufgabe des Blattes auch die politische Analyse ausreichend zur Geltung zu bringen. Er erreichte, daß nahezu alle führenden DDP-Politiker und zahlreiche der Partei nahestehende Intellektuelle sich in der »Korrespondenz« zu zentralen politischen Problemen der Zeit äußerten. Wiederholt konnte R. z.B. Martin Rade, der 1919/20 der Preußischen Landesversammlung angehörte, als Mitarbeiter gewinnen [Rades Artikel für die DDP-Korrespondenz werden im Verzeichnis der Sekundärliteratur aufgeführt], aber auch Hugo Preuß (1873-1954), Anton Erkelenz (1878-1945), Gertrud Bäumer (1873-1954) oder Friedrich Payer (1847-1931) gehörten zu den Autoren. R. selbst veröffentlichte nur selten namentlich gezeichnete Beiträge. So erschien etwa in der letzten noch von ihm verantworteten Ausgabe ein umfangreicher, programmatischer Artikel unter dem Titel: »Was heißt und zu welchem Ende treiben wir demokratische Politik?«. Obwohl R. in seiner Stellung als Pressechef einen großen Einfluß auf die Öffentlichkeitsarbeit der DDP ausüben konnte, wollte er sich nicht langfristig an die parteipolitische Arbeit binden. Schon im März 1920 legte er sein Amt als Pressesprecher nieder, um die Chefredaktion der liberalen »Kieler Zeitung« zu übernehmen. Der Arbeit des DDP-Vorstandes blieb R. über die Dauer seiner politischen Tätigkeit in Berlin hinaus verbunden. So wurde er auf dem Parteitag 1920 in Nürnberg durch Kooption in den Geschäftsführenden Parteiausschuß berufen. Der 1921 vom Bremer Parteitag gewählte Parteiausschuß bestätigte ihn in diesem Amt. Auch auf Landesebene wurde R. bald zu einer der wichtigsten Persönlichkeiten innerhalb der Landesverbandsleitung. Im Herbst 1922 wählte ihn der Landesparteitag in das Amt des Provinzialvorsitzenden. In diesen Jahren trat R. auch in engere persönliche Beziehungen zu den beiden Kieler Theologen Otto Baumgarten (1858-1934) und Hermann Mulert (1879-1950), die selbst zu den Trägern der DDP-Landesorganisation gehörten. Im Juli 1923 legte R. die Chefredaktion der »Kieler Zeitung« nieder, um die Leitung der »Hannoverschen Landeszeitung« zu übernehmen. Mit diesem Schritt war auch ein Parteiwechsel verbunden, da die »Hannoversche Landeszeitung« die Funktion eines Parteiblattes der separatistischen Deutsch-Hannoverschen Partei versah. An das Schicksal dieser Partei band R. nunmehr auch sein persönliches Ergehen weitgehend. Im Zuge des Auflösungsprozesses der Partei geriet auch R. in eine tiefe Krise, in der sogar die Fortführung seiner journalistischen Laufbahn ernsthaft bedroht war. Nachdem R. zwischenzeitlich als Wahlkampfhelfer des Berliner demokratischen Reichstagskandidaten Bruno Weil (1883-1961), als politischer Beobachter im Auftrag des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens und als freier Mitarbeiter der »Frankfurter Zeitung« tätig gewesen war, konnte er jedoch Ende 1930 eine Stelle als politischer Redakteur der »Nordhäuser Zeitung« übernehmen. Seit 1933 sah R. sich einer schweren Zwangslage ausgesetzt. Der liberale Journalist mußte jahrelang - um der materiellen Sicherung seiner Familie willen, wie er sich später rechtfertigte - die journalistische Tätigkeit an der mittlerweile »gleichgeschalteten« Zeitung aufrechterhalten. Später wurde ihm deswegen durch die sowjetische Besatzungsmacht die seit 1943 bezogene Pension aberkannt. Trotz der Mitgliedschaft in der Nordhausener Bekennenden Gemeinde ließ R. sich so in den alltäglichen Propagandabetrieb des Dritten Reiches integrieren. Seinen verhängnisvollen Ausdruck fand dieser Umstand in der im Spätsommer 1938 eingegangenen Mitgliedschaft in der NS-Partei. R.s innerer Widerstand gegen das gewalttätige Regime, von dem er glaubwürdig in seinen erst kürzlich veröffentlichten autobiographischen Aufzeichnungen Zeugnis gab, blieb auf diese Weise faktisch weitgehend folgenlos. Dabei hatte auch die Verfolgung der Juden in R.s weitere Verwandtschaft sowie in den Kreis seiner früheren journalistischen Kollegen hart eingegriffen und auch die letzten Zweifel am verbrecherischen Charakter der NS-Herrschaft beseitigt. Vor diesem Hintergrund stellt sich die im Sommer 1943 aufgenommene Arbeit an der Biographie des Marburger Theologen Martin Rade auch als Ausdruck einer Flucht vor dem Terror des Dritten Reiches dar. Mit diesem Buch, das erst 1952 nach einer verwickelten Vorgeschichte im Verlag von Ehrenfried Klotz in Stuttgart erscheinen konnte, gelang R. die bisher umfassendste Schilderung liberalprotestantischer Kirchen- und Theologiegeschichte. Orientiert an der Persönlichkeit des Begründers der kulturprotestantischen Zeitschrift »Die Christliche Welt« wird hier ein breites Panorama des zeitgenössischen Liberalprotestantismus in seiner Blütezeit seit den späten achtziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts entworfen. Insofern bezeichnet der Titel: »Die Welt des freien Protestantismus« die von R. gegebene Darstellung durchaus angemessen. Das Buch stützt sich auf einen umfangreichen Bestand an Korrespondenz und weiteren Dokumenten, die R. aus dem Mitarbeiterkreis der Zeitschrift sowie dem damals noch in Privatbesitz befindlichen Nachlaß Rades zugänglich gemacht worden waren. Nicht zuletzt, weil heute dieses Material nicht (mehr) vorliegt, hat R.s Darstellung einen erheblichen Quellenwert. Seine überragende Bedeutung aber erhält das Buch durch eine unübertroffen lebendige, detailfreudige, zugleich differenzierte und keineswegs unkritische Zeichnung jener großen Zeit des deutschsprachigen theologischen und kirchenpolitischen Liberalprotestantismus. - Nach 1945 schloß R. sich der Liberaldemokratischen Partei an. An einer intensiven Mitwirkung hinderte ihn allerdings, abgesehen von Vorbehalten, die aus dem Nordhausener Parteiverein gegen R. vorgebracht wurden, die Besatzungsmacht. Ihr galt R. wegen seiner journalistischen Tätigkeit nach 1933 und seiner Zugehörigkeit zur NSDAP als politisch in hohem Maße belastet. Eine weitere Erschwernis seiner Lage trat ein, als R. eine ernste Erkrankung erlitt, die auch trotz wiederholter operativer Eingriffe lange Zeit nicht geheilt werden konnte. Nachdem ihm trotz seiner körperlichen Schwäche im Anschluß an eine mehrwöchige Untersuchungshaft eine längere Gefängnisstrafe zu drohen schien, entschloß R. sich im Februar 1949 zur Flucht. Unter dramatischen Umständen gelangte er über Berlin in das niedersächsische Peine, wo er - bald auch gemeinsam mit seiner Frau - bei dem Sohn eine neue Heimat fand. Hier schloß R. die Arbeit an der Rade-Biographie ab. Nachdem das Buch erschienen war, erfuhr R. eine von ihm selbst nicht erwartete breite Anerkennung für seine Leistung. Vor allem verlieh ihm die Marburger Theologische Fakultät die Würde eines Doktors der Theologie ehrenhalber. In der am 17. Juli 1953 überreichten Urkunde wurde hervorgehoben, daß R. durch sein Werk Martin Rade »ein bleibendes Denkmal gesetzt und der Theologischen Fakultät Marburg einen wertvollen Beitrag zu ihrer Geschichte geschenkt« habe, daß er zudem »der evangelischen Theologie und der deutschen Geistesgeschichte ein reiches Quellenmaterial wissenschaftlich erschlossen« und »den Charakter des Freien Protestantismus erstmalig in einem geschichtlichen Gesamtbild vergegenwärtigt und zu umfassender Beurteilung dargeboten« habe.

Werke (Auswahl): Die Behördenorganisation im ehemals kurkölnischen Herzogtum Westfalen, Phil Diss. Heidelberg 1905; Die religiöse Krise im deutschen Protestantismus, in: Badischer Landesbote vom 14. Oktober 1911. Nr. 241 des 39. Jahrganges (Erstes Blatt), 1 und 2; Die religiöse Krise im deutschen Protestantismus [II], in: Badischer Landesbote vom 28. Oktober 1911. Nr. 253 des 39. Jahrganges (Erstes Blatt), 1 und 2 [Teil I und II nachgedruckt in: Mitteilungen der Ernst-Troeltsch-Gesellschaft 10 (1997), 156-170]; [Johannes Rathje (Hrsg.):] Allgemeine Werbeflugschriften der Deutschen Demokratischen Partei, Berlin-Zehlendorf 1918; Deutsche Volkspartei oder Deutsche demokratische Partei? (Flugschriften der Deutschen demokratischen Partei. Nr. 3), Berlin-Zehlendorf (Demokratischer Verlag) 1919; Demokratische Partei-Korrespondenz. Verlag der Deutschen demokratischen Partei. Berlin SW 11, Köthener Str. 35. Verantwortl.: Dr. Johannes Rathje, Berlin [Die Staatsbibliothek Berlin Preußischer Kulturbesitz verfügt über folgenden Bestand: Ausgaben vom 20. Dezember 1918 bis 31. Oktober 1920; die Deutsche Bücherei Leipzig verfügt über die kompletten Jahrgänge 2 (1919) und 3 (1920) (Signatur: ZC 4394); einzelne Ausgaben der Demokratischen Partei-Korrespondenz befinden sich in diversen Nachlässen und zeitgeschichtlichen Sammlungen.]; Was heißt und zu welchem Ende treiben wir demokratische Politik?, in: Demokratische Partei-Korrespondenz. Nr. 55 vom 8. März 1919, Sp. 1-3; Das neue Jahr, in: Demokratische Partei-Korrespondenz. Nr. 34 vom 28. Dezember 1918, Sp. 1; Ernst Troeltsch †, in: Kieler Zeitung vom 3. Februar 1923. Nr. 56 des 60. Jahrganges (Erstes Blatt), 1; Die Welt des freien Protestantismus. Ein Beitrag zur deutsch-evangelischen Geistesgeschichte. Dargestellt an Leben und Werk von Martin Rade, Stuttgart 1952; Persönliches von Martin Rade, in: Freies Christentum. Herausgegeben im Auftrag des Deutschen Bundes für freies Christentum 5 (1953), Nr. 2, 19-21; Mein Leben. Aufgezeichnet für meine Kinder und Enkel. Herausgegeben und kommentiert von Matthias Wolfes, in: Mitteilungen der Ernst-Troeltsch-Gesellschaft 10 (1997), 12-170. - Ein Teilnachlaß Johannes Rathje befindet sich in der Universitätsbibliothek Marburg (Signatur: MS 858).

Lit.: Martin Rade: Staat, Kirche und Religion, in: Demokratische Partei-Korrespondenz. Nr. 2 vom 3. Januar 1919, Sp. 1-2, und Nr. 3 vom 4. Januar 1919, Sp. 1-2; - Martin Rade: Kulturaufgaben und Reich, in: Demokratische Partei-Korrespondenz. Nr. 50 vom 3. März 1919, Sp. 2-3; - Martin Rade: Demokratie und Weltanschauung, in: Demokratische Partei-Korrespondenz. Nr. 110 vom 16. Mai 1919, Sp. 1-2 [parallel veröffentlicht in der Königsberger Hartung'schen Zeitung vom 15. Mai 1919]; - Martin Rade: Weltgerichtskomödie, in: Demokratische Partei-Korrespondenz. Nr. 152 vom 8. Juli 1919, Sp. 1 [parallel veröffentlicht in der Königsberger Hartung'schen Zeitung vom 10. Juli 1919]; - Martin Rade: Die Finanznot im Reich, eine Hilfe zum Reich, in: Demokratische Partei-Korrespondenz. Nr. 177 vom 8. August 1919, Sp. 1-2; - Martin Rade: Demokratie und Kirche [redaktionelles Referat], in: Demokratische Partei-Korrespondenz. Nr. 255 vom 11. November 1919, Sp. 2; - Martin Rade: Kirchenpolitik nach zwei Fronten, in: Demokratische Partei-Korrespondenz. Nr. 256 vom 12. November 1919, Sp. 1-2; - Martin Rade: Kann und soll die Demokratische Partei eine Kulturpartei sein?, in: Demokratische Partei-Korrespondenz. Nr. 289 vom 22. Dezember 1919, Sp. 1-2; - Martin Rade: Partei und Kirchenfreunde, in: Demokratische Partei-Korrespondenz. Nr. 117 vom 4. Juni 1920, Sp. 8-10; - Martin Rade: Nach der Schlacht, in: Demokratische Partei-Korrespondenz. Nr. 122 vom 10. Juni 1920, Sp. 1; - Martin Rade: Verabschiedung der altpreußischen Kirchengesetze, in: Demokratische Partei-Korrespondenz. Nr. 145 vom 7. Juli 1920, Sp. 1-3; - Martin Rade: Zum Kirchen-Austritts-Gesetz, in: Demokratische Partei-Korrespondenz. Nr. 212 vom 23. September 1920, Sp. 1-2; - Jahresversammlungen der Freunde der Christlichen Welt [von 1892 bis 1927], in: [Martin Rade (Hrsg.):] An die Freunde. Vertrauliche d.i. nicht für die Oeffentlichkeit bestimmte Mitteilungen. Nr. 87/1927 (8. August 1927), 999-1002; - Martin Rade zum 80. Geburtstag 4. April 1937, in: Die Christliche Welt 51 (1937), 281-320; - Johannes Herz: (Hrsg.): Evangelisches Ringen um soziale Gemeinschaft. Fünfzig Jahre Evangelisch-Sozialer Kongreß, Leipzig 1940; - Martin Rade zum Gedächtnis, in: Die Christliche Welt 54 (1940), 241-264; - Freier Protestantismus damals und heute. Karl Barth und Otto Dibelius über die 'Welt des freien Protestantismus' [Briefe an Johannes Rathje]. Mit einem Nachwort von Georg Wünsch, in: Freies Christentum 5 (1953), Heft 10, 115-120; - Hans Pribnow: Martin Rade und die Christliche Welt. Ein Kapitel deutscher Geistes- und Kirchengeschichte, in: Freies Christentum 5 (1953), 76-80; - Georg Wünsch: Offenbarung und evangelische Freiheit [Rezension zu: Johannes Rathje: Die Welt des freien Protestantismus], in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 5. Juni 1954; - Wilhelm Schneemelcher: »Christliche Welt«. Das Problem des 'Freien Protestantismus', in: Evangelische Theologie 10 (1955), 255-281; - Georg Wünsch: Johannes Rathje +, in: Freies Christentum 9 (1957), Nr. 2, 22-23; - Linksliberalismus in der Weimarer Republik. Die Führungsgremien der Deutschen Demokratischen Partei und der Deutschen Staatspartei 1918-1933. Eingeleitet von Lothar Albertin. Bearbeitet von Konstanze Wegner in Verbindung mit Lothar Albertin (Quellen zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Dritte Reihe: Die Weimarer Republik. Band 5), Düsseldorf 1980; - Rudolf von Thadden (Hrsg.): Die Krise des Liberalismus zwischen den Weltkriegen (Sammlung Vandenhoeck), Göttingen 1978; - Hans Walter Krumwiede: Evangelische Kirche und Theologie in der Weimarer Zeit (Grundtexte zur Kirchen- und Theologiegeschichte. Band 2), Neukirchen-Vluyn 1990; - Martin Rade. Theologe-Publizist-Demokrat (1857-1940). Eine Ausstellung der Universitätsbibliothek Marburg vom 26. April bis 20. Mai 1990. Herausgegeben von Ana Maria Mariscotti de Görlitz, Uwe Bredehorn und Hans-Gerd Happel (Schriften der Universitätsbibliothek Marburg. Band 47), Marburg 1990; - Martin Rade. Aspekte seines Wirkens. Redaktion: Ana Maria Mariscotti de Görlitz und Walter Wagner (Schriften der Universitätsbibliothek Marburg. Band 52), Marburg 1990; - Hans Martin Müller (Hrsg.): Kulturprotestantismus. Beiträge zu einer Gestalt des modernen Christentums, Gütersloh 1992; - [Martin Rade (Hrsg.):] An die Freunde. Vertrauliche d.i. nicht für die Oeffentlichkeit bestimmte Mitteilungen (1903-1934) [Nr. 1/1903 - Nr. 111/1934]. Nachdruck mit einer Einleitung von Christoph Schwöbel, Berlin / New York 1993; - Christoph Schwöbel: Einleitung, zu: [Martin Rade (Hrsg.):] An die Freunde. Vertrauliche d.i. nicht für die Oeffentlichkeit bestimmte Mitteilungen (1903-1934) [Nr. 1/1903 - Nr. 111/1934]. Nachdruck mit einer Einleitung von Christoph Schwöbel, Berlin / New York 1993, V-XXXIV; - Friedrich Wilhelm Graf (Hrsg.): Liberale Theologie. Eine Ortsbestimmung (Troeltsch-Studien. Band 7), Gütersloh 1993; - Hartmut Ruddies: Liberales Kulturluthertum. Martin Rade 1857-1940, in: Friedrich Wilhelm Graf (Hrsg.): Profile des neuzeitlichen Protestantismus. Band 2: Kaiserreich, Gütersloh 1993, 399-422; - Kurt Nowak: Biographie und Lebenslauf in der Neueren und Neuesten Kirchengeschichte, in: Verkündigung und Forschung 39 (1994), 44-62; - Erich Foerster: Lebenserinnerungen. Nach seiner Handschrift von Mai und Juni 1943 neu geschrieben und mit Ergänzungen versehen von seinem Enkel Erich Schulz-Du Bois, Preetz in Holstein [Privatdruck] 1996; - Matthias Wolfes: Einleitung zu: Johannes Rathje: Mein Leben. Aufgezeichnet für meine Kinder und Enkel, in: Mitteilungen der Ernst-Troeltsch-Gesellschaft 10 (1997), 12-170, hier: 12-37.

Matthias Wolfes

Letzte Änderung: 07.03.1999