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Band VIII (1994)Spalten 1271-1277 Autor: Rainer Lachmann

SALZMANN, Christian Gotthilf, Theologe, Pädagoge, Philanthrop in bester aufklärerischer Absicht, * 1.6. 1744 in Sömmerda als Sohn des Pfarrers Johann Christian S., † 31.10. 1811 in Schnepfenthal. - Nach glücklicher Kindheit und Schulbesuch in Sömmerda wechselte S. 1756 an die Lateinschule in Langensalza und begründete hier seine Freundschaft mit Georg Gottlob Ausfeld, späterem Theologieprofessor in Jena. Von 1761-1764 studierte S. in Jena Evangelische Theologie und begegnete hier in der sog. »Ära Walch« einer gemäßigten lutherischen Orthodoxie mit »übergangstheologischen« Elementen (J. Fr. Buddeus/Chr. M. Pfaff). Nach theologischem Examen 1764 Mithilfe im väterlichen Pfarrdienst in Erfurt und wissenschaftliche Arbeit am Erfurter Collegium professorum Augustanae Confessionis, wo er auch propädeutische Übungen für angehende Theologen abhielt. 1767 erschien hier S. Disputation; Überlegungen in Richtung einer akademischen Laufbahn als Universitätslehrer. 1768-1772 Pfarrstelle in Rohrborn mit tatkräftigen Initiativen zur Behebung des vielfältigen Elends in seiner Landgemeinde. 1772 auf Zureden seiner Frau, der Pfarrerstochter Sophie Magdalene Schnell, die er 1770 als Vierzehnjährige heiratete und die ihm zeitlebens treue Lebensgefährtin und unentbehrliche Mitarbeiterin im Erziehungsgeschäft blieb, Wechsel an die Erfurter Andreaskirche. Vierjährige Tätigkeit als Pfarrer in Predigtamt, Schule und intensiver Seelsorge an notleidenden Menschen und Familien. Theologischer Positionswandel zum Neologen mit primärem Interesse an der »Religion als einer Angelegenheit des Menschen«. 1780 wichtiges »Wendejahr«: Schritt vom Erfurter Geistlichen zum Liturgen und Religionslehrer an Basedows berühmtem Dessauer Philanthropin als Befreiung aus kirchlich orthodoxer Bindung hin zu philanthropischem Dienst am »mit keiner Kirche streitigen Evangelisch-apostolischen Christentum«. Erscheinen zweier aufsehenerregender, für S. Laufbahn wegweisender (religions-) pädagogischer Schriften, die ihm im Falle seines religionsunterrichtlichen Erstlings- und Hauptwerks seitens seiner Erfurter Kollegen den Vorwurf ketzerischer Auffassungen einbrachten. In Dessau blieb S. drei Jahre. Am 29.2. 1784 siedelte er dann mit seiner Familie nach Schnepfenthal am Rande des Thüringer Waldes über, wo er in Absetzung von Basedows pädagogischen Vorstellungen eine eigene Erziehungsanstalt gründete. Nach anfänglichen Schwierigkeiten entwickelte sich diese nach einem genauen Erziehungsplan konzipierte und geführte Anstalt zu einem eigenständigen philanthropischen Erziehungs- und Schulmodell, das sich sechs Generationen lang bewährte und derzeit - nach Unterbrechung durch Drittes Reich und DDR-Sozialismus - um seine pädagogische Wiederbelebung und Restitution bemüht ist. S., dem es gelang, sehr tüchtige Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten (u. a. GutsMuth), blieb Zeit seines Lebens spiritus rector des ganzen Schnepfenthaler Betriebs. Selbst in den achtziger Jahren, wo S. besonders stark von den Gründungsaufgaben und Bauprojekten in Anspruch genommen war, verzichtete er nicht auf seine literarische Tätigkeit, die er bis zu seinem Lebensende in beinahe unerschöpflicher Produktivität auf volksschriftstellerischem, pädagogischem, theologischem und religionspädagogischem Gebiet entfaltete. S. war eine vielseitig begabte Persönlichkeit, die in bester philanthropischer Manier ein Leben lang leidenschaftlich davon umgetrieben war, durch Aufklärung, Erziehung und Vorbild zur Besserung und Vervollkommnung der Menschen beizutragen. Dem menschlichen Elend galt dabei seine entschiedene Kampfansage: In optimistischer Realvision versprach er seinen Lesern den »Himmel auf Erden« (1797), »die Erlösung des Menschen vom Elende durch Jesum« (1789/90) und faszinierte sie mit seinem großen sechsteiligen Roman »Carl von Carlsberg oder über das menschliche Elend« (1783/1788). Weitere volkserzieherisch motivierte Romane folgten. In allem ging es S. um die Bildung der Menschen zu gottähnlicher Gesinnung. Im Blick darauf wurde ihm das Erziehungsgeschäft immer wichtiger, das er durch seine ungemein erfolgreiche pädagogische Schriftstellerei ebenso förderte wie durch seine vorbildliche, von praktischem Verstand geleitete konkrete erzieherische Arbeit vor Ort. Maßgeblich bestimmte ihn dabei die Hochschätzung des Kindes und seiner Rechte. Er plädierte für die kindgerechte Entwicklung und Übung der menschlichen Kräfte. »Religiöse« Gesinnungsbildung, moralische Besserung, Schulung des Verstandes, Pflege des Gemüts, Kennenlernen von Natur und Heimat, turnerische Übungen und körperliche Arbeit sollten dazu beitragen und standen auf dem pädagogischen Programm der Schnepfenthaler Erziehungsanstalt. Über ihrer Tür steht noch heute »D. D. H.« - »Denken, Dulden, Handeln«, Motto des Philanthropen S., der vor und in allem »für Menschenwohl recht tätig« sein wollte.

Werke: Disputationis Theologicae de Praeparatione Particula Prima, 1767; Unterhaltungen für Kinder und Kinderfreunde, 6 Bde., 1778-1783 (7. u. 8. Bd. nicht v. S.); Beyträge zu Aufklärung des menschlichen Verstandes in Predigten, 1779; Anweisung zu einer zwar nicht vernünftigen, aber doch modischen Erziehung der Kinder, 1780 (ab 3. Aufl. 1792 »Krebsbüchlein«); Ueber die wirksamsten Mittel Kindern Religion beyzubringen, 1780; Predigt bey seinem Abschied von Erfurt, 1781; Gottesverehrungen gehalten im Betsale des Dessauischen Philanthropins, 4 Sammlungen 1781-1783; Moralisches Elementarbuch, nebst einer Anleitung zum richtigen Gebrauch desselben, 2 Theile 1782/1783; Carl von Carlsberg oder über das menschliche Elend, 6 Theile 1783-1788; Reisen der Salzmannischen Zöglinge, 1., 2. u. 6. Bd. 1784/1786/1793; Vorrede zu Rudolf Christoph Lossius: »Die ältesten Geschichten der Bibel für Kinder in Erzählungen auf Spaziergängen«, 1784; Verehrungen Jesu gehalten im Betsale des Dessauischen Philanthropins, 1784; Noch etwas über die Erziehung nebst Ankündigung einer Erziehungsanstalt, 1784; Charaden, eine angenehme Uebung des Witzes und Nachdenkens für Kinder, 1784; Ueber die heimlichen Sünden der Jugend, 1785; Ist's recht über die heimlichen Sünden der Jugend öffentlich zu schreiben? Beantwortet durch Christian Gotthilf Salzmann, 1785; Beytraege zur Verbesserung des oeffentlichen Gottesdienstes der Christen, von Hermes, Fischer und Salzmann, 2 Bde. à 2 Stück 1785-1788; Nachrichten aus Schnepfenthal für Eltern und Erzieher, 2 Bde. 1786/1788; Nachrichten für Kinder aus Schnepfenthal, 1787; Apologie des Carls von Carlsberg, 1787; Gutachten Salzmanns zu einem modernen Katechismusentwurf vom 26.12.1787 (in: Zschr. f. Geschichte d. Erziehung u. d. Unterrichts 1/1911, 295-299); Herausgabe der »Bibliothek für Jünglinge und Mädchen«, 1787; Der Bote aus Thüringen 1.-25. Jg. 1788-1812; Anmerkungen über des Herrn Fabrikdirektors Mayet Schrift von Seidenfabriken im Brandenburgischen, 1788; Wilhelm und Gottfried. Etwas für Meister, Gesellen und Lehrjungen, 1788; Gottesverehrungen gehalten in der Erziehungsanstalt Schnepfenthal, 1788; Über die Erlösung der Menschen vom Elend durch Jesum, 2 Bücher 1789/1790; Sebastian Kluge's Lebensgeschichte, 1789 (im »Boten aus Thüringen«, als Buch 1790); Nachrichten aus Schnepfenthal. Für die Eltern und Freunde der dasigen Zöglinge, Jg. 1790-1800; Vorrede und Anmerkungen zu der Schrift von Karl Gottfried Bauer »Über die Mittel dem Geschlechtstriebe eine unschädliche Richtung zu geben«, 1791; Pädagogisches Bedenken über eine Schrift des Herrn Hofrat Faust: »Wie der Geschlechtstrieb der Menschen in Ordnung zu bringen und wie die Menschen besser und glücklicher zu machen«, 1791; Herrn Constants Kaufmanns zu Richmannshausen Lebensgeschichte, 1790-1792 (als Buch in 3 Theilen 1791/1792/1793); Ueber den ersten Unterricht der Kinder (in: Der deutsche Schulfreund 1. Bd. 1791, 85-90); Christliche Hauspostille 5 Bde. 1792-1794; Gesangbuch für die Erziehungsanstalt zu Schnepfenthal, 1792; Die Geschichte der Schildbürger, 1793 (1846); Geschichte der Erziehung des Conrad Kiefer, 1794 (als Buch mit dem Titel »Conrad Kiefer oder Anweisung zu einer vernünftigen Erziehung der Kinder« erstmals 1796); Revolutionsgespräche gehalten von dem Boten aus Thüringen, mit seinem Wirthe und einem Weber, 1794; Geschichte von Columbus, 1797 (1846); Der Himmel auf Erden, 1797; Conrad Kiefers ABC- und Lesebüchlein oder Anweisung auf die natürlichste Art das Lesen zu erlernen, 2 Bde. 1798/1799; Reisen der Zöglinge zu Schnepfenthal, 1. Bd. 1799; Taschenbuch zur Beförderung der Vaterlandsliebe. Auf das Jahr 1801; Herausgabe und Vorrede der »Denkwürdigkeiten aus dem Leben ausgezeichneter Teutschen des achtzehnten Jahrhunderts«, 1802; Geschichte von Ernst Haberfeld, 1803-1805 (als Buch mit dem Titel »Ausführliche Erzählung wie Ernst Haberfeld aus einem Bauer ein Freiherr geworden ist«, 1805); Erster Unterricht in der Sittenlehre für Kinder von acht bis zehn Jahren, 1803; Heinrich Gottschalk in seiner Familie, oder erster Religionsunterricht für Kinder von 10 bis 12 Jahren, 1804; Trauerrede auf Herzog Ernst von Sachsen-Gotha gehalten im Betsale zu Schnepfenthal den 29. April 1804 (in: Bibliothek der Pädagogischen Literatur Jg. 1804, 1. Bd., 398-410); Moses (in: Kleine Jugend-Bibliothek 2. Theil 1805, 219-230); Ameisenbüchlein oder Anweisung zu einer vernünftigen Erziehung der Erzieher, 1806; Ueber die Erziehungsanstalt zu Schnepfenthal, 1808; Unterricht in der christlichen Religion, 1808; Joseph Schwarzmantel, 1808-1809 (1810); Erklärung des Symbols und der Inschrift, welche sich über dem zweyten Hause der Schnepfenthaler Erziehungs-Anstalt befinden (in: Morgenblatt für gebildete Stände 4. Jg. 1.X.1810); Heinrich Glaskopf, 1810 (1820); Geschichte Simon Blaukohls, 1811; Geschichte des Landrichters Pappel, 1812 (als Buch mit dem 1812 nicht veröffentlichten Aufsatz »Die Orakel«, 1841).

Sammelwerke: Volks- und Jugendschriften Bdch. 1-12, 1845/1846; Pädagogische Schrr., hrsg. v. Richard Bosse u. Johannes Meyer, Th. 1.2 (= Pädagogische Klassiker Bd. 16/17), 1886-1888; Pädagogische Schrr., hrsg. v. Ernst Wagner, 2 Teile (= Die Klassiker der Pädagogik Bd. 3/4), 1887/1888; Ausgew. Schrr., hrsg. v. Eduard Ackermann, 2 Bde. (= Bibliothek päd. Klassiker), 1889-1891; Chr. G. Salzmann, hrsg. v. Walter Vorbrodt, 1909; Pädagogische Weisheiten, ausgew. u. eingel. v. Helmut König, 1961; Krebsbüchlein/ Konrad Kiefer/ Ameisenbüchlein, je einzeln hrsg. v. Theo Dietrich (= Klinkhardts Päd. Quellentexte), 1961/1961/1960; Chr. G. Salzmann Religionsbücher, hrsg. u. eingel. v. Rainer Lachmann (=Schulbücher vom 18. bis 20. Jahrhundert für Elementar- und Volksschulen Bd. 6), 1994.

Bibliographie: C.G. Salzmann-Bibliographie. Unter Berücksichtigung v. Besitznachweisen in Bibliotheken, hrsg. v. Wolfgang Pfauch u. Reinhard Röder, 1981.

Lit.: Lose, Schattenrisse edler Teutschen, 1. Bd. 1783; - Johann Wilhelm Ausfeld, Erinnerungen aus Chr. G. S. Leben, 1813 (Neubearbeitung 18844); - Nicolai Anastasiu, S. als Erzieher (Diss. Leipzig), 1892; - Gotthold Kreyenberg, G. S. und seine Bedeutung für unsere Zeit, 18962; - J. Schreiber, Über die religiöse und ethische Anschauung S., dargestellt mit Beziehung auf seine Pädagogik, 1899; - Hermann Bahlcke, Die Stellung der Philanthropisten zum Religionsunterricht (Diss. Jena), 1900; - Emmo Thiem, Wie weit erscheint Chr. G. S. von J. J. Rousseau beeinflußt? (Diss. Erlangen), 1906; - Wilhelm Hänßel, Zum Ehrengedächtnis Chr. G. S., des »deutschen Rousseau«, in: Daheim 48, 1911/12, 11 f.; - Eugenie Reichinstein-Zimann, Chr. G. S. und seine Bedeutung für die Pädagogik, 1912; - Bernhard Rost, Chr. G. S., der Philanthrop, 1915; - Michael Hubert Schnitzler, Chr. G. S. als Moralpädagoge (Diss. Würzburg), 1915; - Gertrud Jäckle, Chr. G. S. religiöse Pädagogik (Diss. Heidelberg), 1924; - Otto Bastian, Soziologie und Sozialpädagogik bei Chr. G. S., 1926 (Bibliographie); - Ders., Schnepfenthaler Manuskripte, in: Zschr. f. Geschichte d. Erziehung u. d. Unterrichts 17, 1929, 69 ff.; - Ders., Religion und Religionsunterricht bei Chr. G. S., in: Zschr. f. d. Evgl. Religionsunterricht 41, 1930, 289-311; - Herbert Kranz, Chr. G. S. Roman »Carl von Carlsberg oder über das menschliche Elend« (Diss. Leipzig), 1934; - Joh. Ludolf Müller, Die Erziehungsanstalt Schnepfenthal 1784-1934, 1934; - Ilse Breddin, Volkskunde und Volksideal bei Chr. G. S., 1937; - Margot Hochheim, Der Pädagoge Salzmann gesehen im Lichte der Integrationspsychologie, 1939; - Wilhelm Schwab, Die Religiosität des Chr. G. S. gesehen im Lichte der Integrationspsychologie, 1941; - Theo Dietrich, Erziehung und Unterricht in Schnepfenthal zur Zeit Chr. G. S., in: Schola - Monatsschr. f. Erziehung und Bildung 3, 1948, 213-219; - Ders., Zur Beurteilung der Pädagogik Chr. G. S., in: Die deutsche Schule 53, 1961, 508-515; - Ders., Die Körpererziehung in Schnepfenthal - ein Mittel zur Vervollkommnung des Menschen, in: Päd. Arbeitsblätter 13, 1961, 350-364; - Ders., Mensch und Erziehung in der Sicht Chr. G. S., in: Lebendige Schule 16, 1961, 499-523; - Ders., Mensch und Erziehung in der Pädagogik Chr. G. S., 1963; - Ders., Das Bild des Lehrers bei Chr. G. S., in: Päd. Rundschau 38, 1984, 545-558; - Gudrun Burggraf, Kosmopolitische Ziele bei Chr. G. S. und Goethe, in: Die Sammlung 4, 1949, 524-535; - Dies., Chr. G. S. als Schulleiter, in: Päd. Rundschau 6, 1951/52, 162-167; - Dies., Über den Physikunterricht um 1800 - Zum Gedächtnis des Pädagogen Chr. G. S., in: Niedersächsische Lehrerzeitung 13, 1962, 3-5; - Dies., Außerhäusliche Mädchenerziehung und Mädchenbildung im 18. Jahrhundert. Ein Beispiel aus der Pädagogik Chr. G. S., in: Blätter d. Pestalozzi-Fröbel-Verbandes 16, 1965, 77-83; - Dies., Chr. G. S. im Vorfeld der Französischen Revolution, 1966; - Dies., S. und seine Erziehungsanstalt Schnepfenthal, in: Päd. Rundschau 38, 1984, 535-543; - Helmut König, Zur Salzmann-Legende, in: Pädagogik 10, 1955, 889-910; - Wilhelm Albert, Mensch und Erziehung in der Sicht Chr. G. S., in: Lebendige Schule 16, 1961, 499-523; - Ders., Chr. G. S. und die Kunst, Kinder zu erziehen, in: Lebendige Schule 16, 1961, 576-590; - Wolfgang Sünkel, S. Symbolum, in: Die deutsche Schule 57, 1965, 645-649; - Rudolf Biermann, Die pädagogische Begründung der Belohnungen und Strafen in der Erziehung bei Basedow, Campe und S. (Diss. Bochum), 1970; - Rainer Lachmann, Der Religionsunterricht Chr. G. S., 1974 (Abdr. d. Disputation v. 1767); - Ders., Chr. G. S., in: H. Schröer/ D. Zilleßen (Hrsg.), Klassiker der Religionspädagogik, 1989, 98-114; - Ders., 31. Oktober. Todestag v. Chr. G. S. (1744-1811), in: R. Englert (Hrsg.), Woran sie glaubten - wofür sie lebten, 1993, 312; - Ders., Chr. G. S. als »Liturg« in Dessau, in: Päd. Rundschau 48, 1994, 327-342; - Wolfgang Pfauch, Polytechnischer Unterricht und Jugendgesundheitsschutz in Salzmann's Philanthropin in Schnepfenthal, in: Ärztl. Jugendkunde 66. Bd., 1975, 344-352; - Ders., Herder und Chr.G. S., in: J. G. Herder. Zur Herder-Rezeption in Ost- und Südeuropa, 1978, 212-264; - Ders., Das Druck- und Verlagswesen der Salzmannschen »Buchhandlung der Erziehungsanstalt zu Schnepfenthal« bis 1813, in: »Marginalien«. Zschr. f. Buchkunst u. Bibliophilie H. 94, 1984, 15-40; - Ders., Über Chr. G. S. Auffassungen von den farbigen Völkern, ein philanthropischer Charakterzug seiner Werke, in: Jb. f. Erziehungs- und Schulgeschichte 26, 1986, 34-42; - Ders., Aus Chr. G. S. Schulreden. Aspekte der Salzmannschen Erziehungspraxis in Schnepfenthal, in: Jb. f. Erziehungs- und Schulgeschichte 30, 1990, 126-165; - Ders., Chr. G. S. - der Bauherr von Schnepfenthal, in: Päd. Rundschau 48, 1994, 301-314; - Günter Häntzschel, Chr. G. S. als Romanautor, in: Päd. Rundschau 38, 1984, 559-568; - Reinhard Stach, S. als Jugendschriftsteller, in: Päd. Rundschau 38, 1984, 569-581; - Ders., Die Erziehung der Erzieher. Intention und Wirkung von S. Ameisenbüchlein, in: R. Maiwald (Hrsg.), Erziehen - Unterrichten - Ausbilden, 1992, 99-113; - Ders., Denken - Dulden - Handeln. Zum Entwurf des Menschenbildes bei Chr. G. S., in: Clemens Menze / Gerhard P. Bunk / Birgit Ofenbach (Hrsg.), Menschenbilder, 1993, 85-98; - Ders., Vater Salzmann - Marginalien zum Selbstverständnis, in: Päd. Rundschau 48, 1994, 285-299; - P. Mitzenheim, Chr. G. S. pädagogische Leistungen und seine Stellung in der pädagogischen Bewegung im Zeitalter der Aufklärung, in: WZ Päd. Hochschule Erfurt/ Mühlhausen, Gesellschafts- u. Sprachw. Reihe H. 1/1985; - B. Bräuer, Zu Gestaltungsprinzipien des Tages- und Wochenablaufes in der Erziehungsanstalt Schnepfenthal, in: WZ Päd. Hochschule Erfurt/ Mühlhausen, Gesellschafts- u. Sprachw. Reihe H. 1/1985, 53-57; - K.-H. Günther, Grundgedanken der Aufklärungspädagogik in S. Erziehungspraxis in Schnepfenthal, in: Jb. f. Erziehungs- und Schulgeschichte 26, 1986, 13 ff.; - Paul Hopf, Mensch und Natur in S. Schnepfenthaler Erziehungsanstalt, in: Jb. f. Erziehungs- und Schulgeschichte 26, 1986, 43-48; - Endre Zibolen, Schnepfenthal und Ungarn, in: Jb. f. Erziehungs- und Schulgeschichte 26, 1986, 97-101; - Ivan Stamenov, Die Verbreitung der Ideen Chr. G. S. in Bulgarien, in: Jb. f. Erziehungs- und Schulgeschichte 26, 1986, 102-104; - Edith Schotte, Eine frühe politische Kampfschrift für die Rechte der Frau. Chr. G. S. Standpunkte zu den Auffassungen von Mary Wollstonecraft, in: Zschr. f. Geschichtswissenschaft 36, 1988, 226-231; - Roswitha Grosse, Chr. G. S. »Der Bote aus Thüringen«, Schnepfenthal 1788-1816. Eine Zeitschrift der deutschen literarischen Volksaufklärung an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, 1989; - Dies., Chr. G. S. Der Volkserzieher, in: Päd. Rundschau 48, 1994, 343-348; - Brigitte Rehle, Aufklärung und Moral in der Kinder- und Jugendliteratur des 18. Jahrhunderts, 1989, 145-182; - Ulrich Seidelmann, Chr. G. S. - der Pfarrer in Erfurt, in: Päd. Rundschau 48, 1994, 315-326; - Reinhard Wunderlich, Neologische Heilsgewißheit und Romanform der Spätaufklärung. Chr. G. S. Roman »Carl von Carlsberg oder über das menschliche Elend« (1783-1788), 1994.

Rainer Lachmann

Literaturergänzung:

2005

Christine Schaubs, Die Erziehungsanstalt in Schnepfenthal im Umfeld geheimer Sozietäten. Ein Beitrag zum Leben und Werk Christian Gotthilf Salzmanns. Nordhausen 2005; - Rainer Lachmann, D. Religions-Pädagogik C.G. S.s. 3. Aufl. / mit e. vollst. Bibliogr. d. S.-Literatur ab 1981 sowie d. Text u.d. komm. Übers. d. S.schen "Disputationis theologicae de praeparatione theologi particula prima", Erfurt 1767. Jena 2005 (=AhistRP; 2); -

2007

Rainer Lachmann, C.G.S. - Schnepfenthal als Erziehungsanstalt d. Aufklärung. Württemberg. Klosterschulen in philanthrop. Außensicht, in: BlWK 107.2007, S. 89-103; -

2008

Thomas W. Laqueur, Die einsame Lust. Eine Kulturgeschichte der Selbstbefriedigung. Berlin 2008 (s. Reg.); - Claudia Zierdt, C.G.S. Der Philanthrop als Volksschriftsteller, Kinder- u. Jugendbuchautor. Saarbrücken 2008.

Letzte Änderung: 02.12.2009