STEPHAN VII., Papst (929-931), soll Römer gewesen sein, obwohl der Name des Vaters Theudemund auf germanische Abkunft schließen läßt, und war angeblich vor seiner Papstwahl Kardinalpriester. Seine Erhebung erfolgte noch zu Lebzeiten des abgesetzten und eingekerkerten Papstes Johannes X. unter dem Einfluß der römischen Senatrix Marozia. Aus dem kurzen Pontifikat gibt es nur unsichere Nachrichten über die Privilegierung von Klöstern, wie insbesonders die Bestätigung des Reformklosters Brogne (im heutigen Belgien), die angeblich durch dessen Gründerabt Gerard bei einem Rombesuch erwirkt wurde.
Lit.: H. Zimmermann, Papstregesten 911-1024 (= J.F. Böhmer, Regesta Imperii, II/5), 1969, 37-39; - H. Zimmermann, Das dunkle Jahrhundert, 1971; - Ders., Papsturkunden 896-1046 (= Österreichische Akademie der Wissenschaften, philosophisch- historische Klasse, Denkschriften 174) 1988
2, 101-105.
Harald Zimmermann
Letzte Änderung: 09.04.2011